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  1. #1

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    Dienstunfähigkeitsversicherung

    Ich möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen. Da ich Beamtin bin, brauch ich offenbar eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Diese iabzuschließen ist anscheinend nur bei einigen wenigen Versicherungsgesellschaften möglich.

    Kann mir jemand sagen, bei welchen Versicherungen sich eine Anfrage lohnt (echte und dauerhafte Beamtenklausel)?

    Danke!

  2. #2
    Korsar
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    DEBEKA.

  3. #3
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Hallo manjula.

    Eine Berufsunfähigkeits- und Dienstunfähigkeitsversicherung halte ich auch bei Beamten für unerlässlich. Bei diesen Versicherungen kommt es allerdings weniger auf den Beitrag als die Versicherungsbedingungen an.

    Nur sehr wenige Versicherung bieten eine wirkliche Dienstunfähigkeitsversicherung im Rahmen der BU-Versicherung an und noch viel weniger einen wirklich guten Tarif.

    Die ganzen Werbeslogans der Versicherungsbranche sind dabei nicht hilfreich und auch die diversen Ratings und Rankins sind für den Fall der Dienstunfähigkeit (oder im Polizeidienst auch die Vollzugsdienstunfähigkeit) nur bedingt hilfreich.

    Welches Risiko ist denn bei Dir zu versichern?
    a) die einfache Dienstunfähigkeit oder
    b) die Vollzugsdienstunfähigkeit?

    Schöne Grüße

    justii

  4. #4
    Austernschluerfer
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Zitat Zitat von Korsar
    DEBEKA.
    ... wenn es denn so einfach wäre ....

    Leider hat auch die Debeka als klassischer Beamtenversicher - nach meiner bescheidenen Kenntnis - nicht die vollständige ( echte ) Dienstunfähigkeitsklausel in ihrem Beamtentarifwerk eingeschlossen ( Korrigiere mich bitte falls ich mich irren sollte )

    So siehts bei der Debeka aus im Tarifwerk:

    Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn ein versicherter
    Beamter vor erreichen der gesetzlich vorgesehenen
    Altersgrenze
    ausschließlich infolge seines
    Gesundheitszustandes wegen Dienstunfähigkeit
    aufgrund eines Zeugnisses des Amtsarztes oder eines vom Dienstherren als Gutachter beauftragten Arztes, in dem die Dienstunfähigkeit festgestellt wird, entlassen oder in den Ruhestand versetzt wird.
    § 1 (7) und § 2 (1) BBUZ 2005 B
    Teilweise BU liegt vor, wenn die Arbeitszeit eines versicherten
    Beamten ausschließlich infolge seines Gesundheitszustandes
    wegen begrenzter Dienstfähigkeit aufgrund eines Zeugnisses
    des Amtsarztes oder eines vom Dienstherrn als Gutachter
    beauftragten Arztes, in dem die begrenzte Dienstfähigkeit
    festgestellt wird, reduziert wird.
    § 2 (2) BBUZ 2005 B


    Die sichere Klausel müsste in etwa lauten wie folgt:

    " Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

    D.h. hier wird nicht Bezug genommen auf den Gesundheitszustand aus dem BU/DU resultiert, der Versicherer hat kein Nachprüfungsrecht.

    Ein weiterer Punkt der zu beachten wäre ist die Verweisbarkeit. Z.B. Streifenpolizist wird in den Innendienst verwiesen...usw.

    Weiterhin gilt zu beachten, was Justii oben u.a. schon schrieb ... berufsspezifische Besonderheiten ....

    In diesem Sinne
    Austernschluerfer

  5. #5
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Hallo.

    Für Beamte gibt es bei der Debeka besondere (eigene) Bedingungen. Dort heißt es in den ABBV 2005 B


    Wir unterscheiden zwischen allgemeiner Dienstunfähigkeit mit unbegrenztem Leistungsanspruch, begrenzter Dienstunfähigkeit mit reduziertem Leistungsanspruch und beschränkter Dienstunfähigkeit mit 6-jährigem Leistungsanspruch.
    Danach wird der Leistungsanspruch nach § 2 Absatz 3 der AVVB 2005 B geprüft.

    Sehen wir uns das hier mal bei einer anderen Gesellschaft an:

    DU-Klausel für Beamte
    Für Beamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstun-fähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.

    DU-Klausel für Polizei / Bundespolizei
    Für Polizeibeamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Polizeibeamten auf Widerruf und Polizeibeamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und be-grenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt. Die Polizeidienstunfähigkeit wird der Dienstunfähigkeit und der begrenzten Dienstunfähigkeit gleichgesetzt, sofern die versicherte Person nicht gemäß den Regelungen des Beamtenrechts in ein Amt einer anderen Laufbahn versetzt werden kann. Erfolgt eine solche Versetzung, erbringen wir dennoch die vereinbarten Leistungen für die Dauer von höchstens 12 Monate ab Amtsantritt, längstens jedoch bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Leistungsdauer. Die maximale Höhe dieser monatlichen Rentenzahlung beträgt 750 EUR. Innerhalb dieses Zeitraumes werden die Überbrückungsrenten auf Leistungen aus neu oder wieder eintretender Berufs- bzw. Dienstunfähigkeit gemäß § 2 der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-, bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung angerechnet.

    DU-Klausel für Feuerwehrbeamte
    Für Feuerwehrbeamte im öffentlichen Dienst auf Lebenszeit, auf Widerruf oder auf Probe gilt die Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Bei Feuerwehrbeamten auf Widerruf und Feuerwehrbeamten auf Probe endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand bzw. Entlassung wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt. Die Dienstunfähigkeit im Feuerwehreinsatzdienst wird der Dienstunfähigkeit und begrenzten Dienstun-fähigkeit gleichgesetzt, sofern die versicherte Person nicht gemäß den Regelungen des Beamtenrechts in ein Amt einer anderen Laufbahn versetzt werden kann. Erfolgt eine solche Versetzung erbringen wir dennoch die vereinbarten Leistungen für die Dauer von höchstens 12 Monaten ab Amtsantritt, längstens jedoch bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Leistungsdauer. Die maximale Höhe dieser monatlichen Rentenzahlung beträgt 750 EUR. Inner-halb dieses Zeitraums werden diese Rentenzahlungen auf eine neue oder wieder eintretende Dienstunfähigkeit angerechnet. Die Leistungspflicht wegen Unfähigkeit im Feuerwehreinsatzdienst endet 72 Monate nach Entlassung bzw. Versetzung in den Ruhestand. Die Leistungspflicht bleibt bestehen, wenn nach Ablauf von 72 Monaten Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.

    DU-Klausel für Soldaten
    Für Berufs- und Zeitsoldaten im öffentlichen Dienst gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als vollständige Berufsunfähigkeit. Für Soldaten auf Zeit endet die Leistungspflicht bei Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit und begrenzter Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nach 72 Monaten. Die Leistungspflicht bleibt bestehen wenn nach Ablauf der 72 Monate Berufsunfähigkeit im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vorliegt.
    Man sieht, die Bedingungen können sehr unterschiedlich sein. Je nach Bedarf hat dies enorme Auswirkungen auf die Absicherung.

    Versichert oder nicht versichert.... lautet die wichtige Frage!


    Es gibt aber auch einige wenige Versicherungen, die so definieren:
    Es muß eine Arbeitsunfähigkeit (AU) 6 Monate ununterbrochen bestehen. Zum Nachweis der Leistungsvoraussetzungen können ergänzende ärztliche Berichte zur medizinischen Diagnose und Dauer der voraussichtlichen AU angefordert werden.
    Diese Vorgehensweise dient dazu, um Gefälligkeitsbescheinigungen und Mißbräuche auszuschließen.
    Im Regelfall würde ein weiterer ärztlicher Bericht bzw. ein Gutachten eines neutralen Arztes hinzugezogen werden.
    Hier ist es also egal, ob eine BU, DU oder VollzugsDU oder gar eine EU besteht... Die Versicherung leiste immer (auch rückwirkend) wenn mindestens eine AU länger als 6 Monate besteht...

    Nach meinem Dafürhalten eine der anstrebenswertesten Formulierungen.... auch deshalb, weil im Falle einer Einkommensminderung in Folge eines Berufswechsels (z.B. Umschulung) oder einer Versetzung (z.B. vom besser bezahlten Außen- in den Innendienst) eine Übergangsleistung/Wiedereingliederungshilfe bzw. eine anteilige Rente weiterbezahlt wird, durch die eine Einkommensminderung weitestgehend ausgeglichen wird...

    Schöne Grüße

    justii
    Geändert von Justii-g (07.05.2007 um 19:36 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Bonita33
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    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Zitat Zitat von Justii-g

    Es gibt aber auch einige wenige Versicherungen, die so definieren:
    Hier ist es also egal, ob eine BU, DU oder VollzugsDU oder gar eine EU besteht... Die Versicherung leiste immer (auch rückwirkend) wenn mindestens eine AU länger als 6 Monate besteht...

    Nach meinem Dafürhalten eine der anstrebenswertesten Formulierungen.... auch deshalb, weil im Falle einer Einkommensminderung in Folge eines Berufswechsels (z.B. Umschulung) oder einer Versetzung (z.B. vom besser bezahlten Außen- in den Innendienst) eine Übergangsleistung/Wiedereingliederungshilfe bzw. eine anteilige Rente weiterbezahlt wird, durch die eine Einkommensminderung weitestgehend ausgeglichen wird...

    Schöne Grüße

    justii
    Hallo justii,

    weißt du zufällig welche Versicherungen das sind? Ich meine letztens gelesen zu haben, das ca. 10 Versicherer überhaupt noch sowas anbieten (für Beamte) und 3 oder 4 mit dieser bestimmten Klausel.. aber da stand leider nicht welche....

    *neugierige* Grüße
    Bonita
    Paulinchen, 30.03.08, unsere ungeduldige Zaubermaus
    ..zack und auf einmal ist man Mutter und es gibt nichts wichtigeres als diesem kleinen Bündel Mensch jeden Wunsch zu erfüllen..


  7. #7
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Zitat Zitat von Bonita33
    Hallo justii,

    weißt du zufällig welche Versicherungen das sind? .....
    Es ist meine Pflicht, das zu wissen. Denkst Du nicht?

    Allerdigs wäre es leichtfertig, dies einfach so offen hier herein zu stellen, da die BU-Versicherung ein sehr beratungsintensives Thema ist. Die BU-Versicherung ist speziell im Zusammenhang "Beamte/Dienstunfähigkeit" keinesfalls geeignet, von einem Laien bewertet und ausgewählt zu werden.

    Zumal bei verschiedenen Gesellschaften dieser weitestgehende Versicherungsschutz nur per Zusatzvereinbarung eingeschlossen werden kann. Wer sollte bei einem Alleingang kontrollieren, ob nun tatsächlich die richtige Formulierung includiert worden ist...

    Im Übrigen möchte ich auf einen wichtigen Beitrag von Plusminus (ARD) verweisen, den man als BU-Versicherung Suchender unbedingt gelesen und berücksichtigt haben sollte: http://www.daserste.de/plusminus/bei...iv.asp?aid=251

    Schöne Grüße

    justii

  8. #8
    Avatar von Bonita33
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    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Zitat Zitat von Justii-g
    Es ist meine Pflicht, das zu wissen. Denkst Du nicht?
    Hallo Justii,

    habe völlig unvorbelastet gefragt hatte mir dein Profil vorher nicht angesehen
    Ich muß auch gestehen, ich habe bis heute noch keine "Versicherungsmenschen" getroffen, dem ich bisher vertrauen konnte/würde, daher habe ich es immer noch gescheut so eine Versicherung abzuschliessen....
    Nur das man (ich) diese "abstrakte Verweisklausel" brauche, des weiß ich, aber halt nicht bei wem sie angeboten wird...

    Deinen Link werde ich mir morgen mal zu Gemüte führen,
    danke dafür

    LG Bonita
    Paulinchen, 30.03.08, unsere ungeduldige Zaubermaus
    ..zack und auf einmal ist man Mutter und es gibt nichts wichtigeres als diesem kleinen Bündel Mensch jeden Wunsch zu erfüllen..


  9. #9

    Registriert seit
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    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    @ justii,

    nein, bei der Polizei bin ich nicht. Meine Tätigkeit wird als sehr wenig anfällig für Berufsunfähigkeit eingestuft.

    Zitat Zitat von Bonita33
    Hallo justii,

    weißt du zufällig welche Versicherungen das sind?
    *neugierige* Grüße
    Bonita
    hallo justi,
    genau das ist es ja, was ich wissen möchte!

    Es wäre ganz gewiss nicht leichtfertig, die Antwort dazu hier reinzustellen.....denn es geht ja nicht um eine konkrete Emfpehlung, sondern darum, zu erfahren, bei welchen 4 oder 5 Versicherungen man Angebote einholen soll/kann/muss/darf.

    Ich habe eines von der DEBEKA (sagt selbst, dass sie einer der wenigen verblienen Anbieter der echten DU-Vers. sind) und von der Nürnberger (aus dem geht diesbezüglich gar nichts hervor).

    Im Capital war gerade erst etwas zu BU und da hieß es, für Beamte kämen DBV-Winterthur und die WWK infrage.....

    Aber so ganz schlau werde ich aus der ganzen Sache nicht

  10. #10
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Dienstunfähigkeitsversicherung

    Zitat Zitat von manjula
    @ justii,

    nein, bei der Polizei bin ich nicht. Meine Tätigkeit wird als sehr wenig anfällig für Berufsunfähigkeit eingestuft.

    Zitat von Bonita33
    Hallo justii,

    weißt du zufällig welche Versicherungen das sind?
    *neugierige* Grüße
    Bonita

    hallo justi,
    genau das ist es ja, was ich wissen möchte!

    Es wäre ganz gewiss nicht leichtfertig, die Antwort dazu hier reinzustellen.....denn es geht ja nicht um eine konkrete Emfpehlung, sondern darum, zu erfahren, bei welchen 4 oder 5 Versicherungen man Angebote einholen soll/kann/muss/darf.

    ........

    Genau deshalb mache ich das nicht.
    Weil sonst der Einzelne losrennt und hier ein Angebot einholt und da ein Angebot einholt und dort ein Angebot einholt... am Ende jedoch so klug dasteht als wie zuvor.

    1) Sind bei den Angeboten oft die erforderlichen Versicherungsbedingungen nicht (alle) dabei
    2) Werden von den Versicherungen entsprechende Sondervereinbarungen nicht offen gelegt oder beigefügt
    3) Ist der Laie von den Versicherungsbedingungen oft überfordert und kann beim Übersetzen der Bedingungen ins Deutsche nur vermuten
    4) Sind die Versicherungen oft ganz froh, wenn ein Laie aus Unwissenheit nicht den vollen Leistungsumfang nutzen kann, da dies im Schadensfall Leistungsfreiheit bedeuten kann
    5) Die BU-Versicherung nur ein Teil eines qualitativen Finanzkonzeptes ist (sein kann) - aus dem Rahmen gerissen ist es oft eben "nur die halbe Miete"
    6) Gibt es Sonderbedingungen, die nur über lizensierte Berater angeboten werden dürfen (diese bekommst Du also als anfragender Kunde überhaupt nicht, selbst wenn Du danach fragst)


    Ein Magazin/Zeitschrift kann vielleicht für und wider eine Privathaftpflichtversicherung beurteilen. Ein Magazin/Zeitschrift kann aber niemals Grundlage für eine Entscheidung für/gegen eine BU-Versicherung sein, da sich diese(s) immer hinter journalistischer Freiheit versteckt. Niemals hat/wird ein Journalist den Vorwurf der Falschberatung etc. gelten lassen und kein Gericht in D wird ihm eine solche zuweisen. Der Journalist betreibt ja auch keine wirkliche Einzelfall-Beratung sondern gibt Denkanstöße anhand von Beispiel-Kunden, die in der Realität nicht existieren...

    Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Regulierungspraxis oder die Regulierungserfahrung einer Versicherungsgesellschaft. Ein Magazin berücksichtig auch nicht die Gründe, die in der Vergangenheit zu gerichtlichen Leistungsstreitigkeiten oder Ablehnungen geführt haben usw.

    Als Beispiel hier einmal die Einlassungen der WWK zur Dienstunfähigkeit:
    Die Klausel gilt für jede Art von Beamten, die wegen dauernder allgemeiner Dienstunfähigkeit vorzeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt wurden.
    Und was ist, wenn man (wie es die Regel ist) mit finanziellen Einbußen versetzt wird? Bis man als Beamter auf Lebenszeit (oder Widerruf) vorzeitig entlassen oder in den endgültigen Ruhestand entlassen wird, bis dahin kann es ganz schön dauern. Was ist "...wegen dauernder..."? Sind das 6 Monate oder sind das 12 Monate oder 18 Monate...?

    Sicher bietet die WWK eine Dienstunfähigkeitsklausel an. Soweit journalistisch korrekt. Ich bin allerdings der Meinung, wer diese empfiehlt, der handelt absolut unverantwortlich gegenüber seinen Lesern oder Kunden im Beamtenberuf. Die WWK wird Dir dies jedoch vermutlich nicht sagen, wenn Du mit Abschluß "drohst". In so einem Fall schließt man am Besten gleichzeitig eine Rechtsschutz-Versicherung ab...


    Wenn Du für Deinen Bedarf wirklich hochwertigen und optimalen Versicherungsschutz erwerben möchtest, dann wirst Du um einen Berater nicht herum kommen, der Dir die in Frage kommenden Tarife aufbereitet und der Dir auch die lizensierten Tarife zur Verfügung stellen kann.

    Es tut mir leid, daß ich Dir keine andere Auskunft geben kann.
    Es handelt sich eben um kein Standard-Produkt wie z.B. eine Privat-Haftpflicht sondern um ein hochkomplexes und beratungsintensives Versicherungsprodukt. Spätestens im Schadensfall wirst Du verstehen, warum ich auf diesem Standpunkt beharre...

    Schöne Grüße

    justii

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