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  1. #1

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    Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Hallo liebes Forum,

    vor zwei Jahren kam ich über eine Freundin zu genanntem Finanzdienstleister. Wer mehr darüber wissen will, den bitte ich zu googeln.

    Ich liess mich darauf ein, mehr ist hier nicht zu sagen und schloss für mein Kind eine Rentenversicherung auf Fond-Basis ab. Mit der Absicht, ihr diese dann in wenigen Jahren, wenn sie selbständig verdient, übergeben zu können.

    Dieses Produkt wurde mir als flexibel beschrieben, z. B. hinsichtlich Aus- und Einzahlungen. Dass mir Flexibilität bei Finanzanlagen wichtig ist, darauf wies ich immer wieder hin.

    Aus aktuellem, unvorhergesehenem Anlass musste ich mich Mitte d. J. dafür entscheiden, die monatlichen Zahlungen - zumindest vorübergehend für ca. 1 oder 2 Jahre - einzustellen. Den Vertrag also 'beitragsfrei' zu stellen.

    Damit kam eine interessante 'Lawine' in's Rollen bzw. eine Tatsache an's Licht, die mir definitiv bei VErtragsabschluss nicht mitgeteilt worden war. Bis zum Erreichen einer - nicht unerheblichen - angesparten Summe kann dieser Vertrag nicht flexibel beitragsfrei gestellt werden, sondern lediglich für 6 Monate. Entgegenkommen kann höchstens durch eine Reduzierung auf einen Mindestbeitrag erfolgen.

    Dies hat mich sehr überrascht und vor allem auch schockiert. Hätte ich diese Bedingung gekannt, hätte ich nie unterschrieben.

    Es kam in diesem Zusammenhang dann noch zu hundsgrottenschlechter Kommunikation bzw. Service zu diesem Finanzdienstleister, so dass sich das alles sehr dahin zog.

    Beratung holte ich mir bei einem Anwalt, doch es ist etwas schwierig, da der Streitwert offenbar keinen Anreiz darstellte, wirklich in die Pötte zu kommen. Und so ging ich nun vorerst alleine voran.

    Ich berief mich auf einen eklatanten Mangel bei der Beratung, s. o.
    Ich berief mich außerdem darauf, dass ich von der Beraterin zwar vier Seiten 'Produktioninformationen' ausgedruckt übergeben bekam, sowie eine CD, doch nicht darauf hingewiesen wurde, dass sich auf dieser CD - neben der Expertise, vielen, vielen Grafiken und Eigenwerbung, sozusagen im hintersten Eck - die ausführlichen Vertragsbedingungen befanden. Wo dann eben auch auf Seite 18 die Klausel mit dem Mindest-Ansparwert zu finden ist. Das wurde mir aber nicht gesagt.
    Ich berief mich ferner darauf, dass mir die Beraterin merkwürdige 'Tricks' in Bezug auf die Beitragsfreistellung verriet. Die laut Produktinformation aber nicht möglich sein sollten.

    Deshalb forderte ich die Versicherung auf, mir mit einer Rückabwicklung entgegen zu kommen. Kündige ich selbst, verliere ich sozusagen alles, was ich bisher eingezahlt habe.

    Nehme ich mir einen Anwalt und er verliert, wird der Verlust ja allerdings noch größer. Es ist ohnehin eine 'Peanuts'-Summe. Andererseits ist es ehrlich verdientes Geld, das ich mit meinem Kind dann lieber bei einem Urlaub auf den Kopf hauen würde.

    Andererseits fühle ich mich mit diesem 'Produkt' (das wohl ohnehin Schwachsinn war) und vor allem aber mit diesem Dienstleister so unwohl, dass ich das nicht mehr in meinem Leben haben möchte.

    Hat hier jemand zufällig ERfahrung in dieser Materie?

    Danke im Voraus, temp_o
    Geändert von temp_o (23.12.2012 um 17:39 Uhr)

  2. #2
    melolontha
    gelöscht

    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Hallo,
    wie hoch ist denn die Mindestansparsumme und wie der aktuelle Rückkaufswert?

  3. #3

    Registriert seit
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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    melolontha, darf ich dich nach dem Hintergrund deiner Frage fragen? Mein Verlust beliefe sich auf ca. 75 %.

    Mir würde interessieren, ob ich Chance habe, einen Beratungsfehler zu reklamieren, der darin bestand, mich nicht darüber aufgeklärt zu haben, dass eine Flexiblität der Versicherung (die gerne als Fond bezeichnet wurde) erst nach der Einzahlung einer erheblichen Summe gewährleistet ist.

    Und dass mir die wichtigsten Unterlagen nicht in gedruckter Form, sondern in Form einer CD übergeben wurden, allerdings wiederum ohne den Hinweis, dass sich eben das dort befindet.

    Danke.

  4. #4
    Avatar von Opelius
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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Zitat Zitat von temp_o Beitrag anzeigen

    Mir würde interessieren, ob ich Chance habe, einen Beratungsfehler zu reklamieren, der darin bestand, mich nicht darüber aufgeklärt zu haben, dass eine Flexiblität der Versicherung (die gerne als Fond bezeichnet wurde) erst nach der Einzahlung einer erheblichen Summe gewährleistet ist.

    Und dass mir die wichtigsten Unterlagen nicht in gedruckter Form, sondern in Form einer CD übergeben wurden, allerdings wiederum ohne den Hinweis, dass sich eben das dort befindet.

    Danke.
    ich fürchte, dass auf der CD genau diese jetzt angewandte Situation so beschrieben ist. Ich fürchte des weiteren, dass bei einem Prozess die Firma Deine Unterschrift unter diesen "Geschäftsbedingungen" präsentiert.
    Im Notfall kannst Du aber Dich von einem Fachanwalt beraten lassen. Eine Erstberatung kostet nicht viel Geld, dann weisst aber defintiv, ob Du dagegen angehen kannst.

    Niemand hier in diesem Forum kann und darf Dir eine verbindliche Rechtsauskunft geben.
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  5. #5
    melolontha
    gelöscht

    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Zitat Zitat von temp_o Beitrag anzeigen
    melolontha, darf ich dich nach dem Hintergrund deiner Frage fragen? Mein Verlust beliefe sich auf ca. 75 %.
    Ich bin kein Experte in Versicherungsfragen und auch kein Jurist, aber soweit ich weiß, ist das normal, dass man die LV erst nach Erreichen einer gewissen Kapitalgrenze beitragsfrei stellen kann. Macht auch irgendwie Sinn, sonst würden ständig solche Verträge kurzerhand unterschrieben und schon bald wieder ausgesetzt (gerade bei einem Strukturvertrieb). Du hast geschrieben, dass diese Summe "nicht unerheblich" ist, darum meine Nachfrage. Ist aber nicht so wichtig.

    Wegen der Beratungsfrage bin ich skeptisch. Wie Opelius schreibt, hast Du mit Vertragsabschluss mit Sicherheit unterschrieben, dass Dir die Vertragsbedingungen vorlagen/ausgehändigt wurden. Wenn Dir nicht klar war, dass die auf der CD sind, hättest Du auch nochmal nachfragen können. Dass in einem Verkaufsgespräch nicht alle Paragrafen einzeln besprochen werden und natürlich vorwiegend die Vorteile herausgestellt werden, ist ja klar.

    Aber wie gesagt, hier kann Dir keiner eine rechtsverbindliche Auskunft geben.

  6. #6

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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Danke Opelius und melolontha für euer Feedback.

    Grundsätzlich geht es mir nicht darum, hier im Forum eine verbindliche Rechtsauskunft zu erhalten, auch wenn es schön wäre ;-). Es gilt für mich nur Informationen zu sammeln, um abzuwägen, was ich weiter tue. Ich hatte schon geschrieben, dass es sich um 'Peanuts' handelt. Eingezahlt habe ich bisher knapp 1200 Euro, der Rückkaufwert liegt bei 470 Euro abzüglich einer Stornogebühr von 100 Euro, wenn ich dann noch die ca. 150 Euro einer Erstberatung beim Anwalt abziehe, bleibt mir also quasi gar nichts mehr.

    Wenn ich eine Rückabwicklung erreiche oder zumindest eine Kompromiss-Lösung sieht das natürlich anders aus.

    Noch zu ein paar Stichworten, die hier fielen, meine Rückmeldungen:

    Ich habe meine Unterschrift 'nur' unter das 'allgemeine' Beratungsprotokoll dieser Finanz'Expertise' gesetzt.

    Zum einen bin ich keine Expertin in Sachen Rentenversicherung, doch auch rein von der Logik erschließt es sich mir nicht, dass es eine Kapitalgrenze geben muss, ab dem das Produkt flexibel wird, wenn keinerlei Fix-Summe genannt ist, sondern sich die Rentenauszahlung bei Rentenbeginn aus dem ergibt, was quasi im Topf ist. Noch dazu liegt der Rentenbeginn in weiter Zukunft, in ca. 40 Tagen.

    Ich wurde auch nicht wirklich darüber aufgeklärt, dass es sich um eine Renten-Versicherung handelt, sondern wir sprachen mehr über das 'ausgezeichnete' Aktien-Portfolie, das die Grundlage dazu bildet.

    Die Summe der Kapitalgrenze liegt bei 5.500 Euro. Bei einer Sparrate, die momentan bei 50 Euro monatlich liegt, dauert es knapp 10 Jahre bis diese Summe erreicht ist. Es war in den Gesprächen aber klar, dass ich so lange für mein Kind nicht einzahlen wollte, sondern ihr diese Versicherung schon früher zu übergeben denke.

    Was die Nachfrage betrifft, melolontha, ist das wirklich so, dass hier nicht die Informationspflicht auf Seiten des Verkäufers liegt? Das wäre doch eine Verkehrung geltender Rechtssprechungen. Vergleichbar mit einem Autokauf, bei dem ich nicht informiert werde, dass es sich um einen Diesel handelt. Und dann hinterher gesagt bekomme, da hätten sie fragen müssen. Das kann nicht sein.

    Die CD wurde mir übergeben mit den Worten, hier befände sich noch Informationsmaterial, z. B. über die Ascent und die ausführliche 'Finanzexpertise'. Ich habe natürlich durchaus einmal reingeschaut, viel Werbung darin gefunden, aber nirgends einen Ordner mit dem Titel 'Produktinformation'. Dieser ist dann wirklich zuhinterst zu finden und vollkommen sinnbefreit beschriftet.

    Ich kann von einem Finanzexperten erwarten, dass er mir die wichtigsten Informationen auf den Punkt bringt, dazu gehört die Möglichkeit der Beitragsfreistellung bzw. dieser Kapitalgrenze.

    Und noch einmal: auf jedem anderen Sektor können die Leute Sachen wegen erheblich kleinerer Mängel oder Fehlinformationen beanstanden, nur auf dem Finanzsektor nicht? Das ist ja wohl nicht wahr.

    Ich fühle mich betrogen.

    Mein Versuch, mit dem Finanzdienstleister selbst eine Rückabwicklung zu erwirken, schlug fehl.

    Allerdings gibt es noch weitere Punkte, die nicht stimmig waren. Man verzögerte dort die gewünschte weitere Beratung usw. usw.

    Es verdienen an diesem Produkt: die Ascent, der Handelsvertreter und die Fond-Gesellschaft - das ist enorm. Und ich merke einmal mehr, dass auf diesem Sektor etwas nicht stimmt.

    Nochmals danke

  7. #7
    Avatar von Opelius
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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Ich kann von einem Finanzexperten erwarten, dass er mir die wichtigsten Informationen auf den Punkt bringt, dazu gehört die Möglichkeit der Beitragsfreistellung bzw. dieser Kapitalgrenze.

    Und noch einmal: auf jedem anderen Sektor können die Leute Sachen wegen erheblich kleinerer Mängel oder Fehlinformationen beanstanden, nur auf dem Finanzsektor nicht? Das ist ja wohl nicht wahr.

    Ich fühle mich betrogen.

    Mein Versuch, mit dem Finanzdienstleister selbst eine Rückabwicklung zu erwirken, schlug fehl.

    Allerdings gibt es noch weitere Punkte, die nicht stimmig waren. Man verzögerte dort die gewünschte weitere Beratung usw. usw.

    Es verdienen an diesem Produkt: die Ascent, der Handelsvertreter und die Fond-Gesellschaft - das ist enorm. Und ich merke einmal mehr, dass auf diesem Sektor etwas nicht stimmt.
    Deine Erwartungen an einen Berater sind in der Tat berechtigt. Aber genau daran handeln sie schon lange nicht mehr. Da macht ja die Wut der meisten Bankkunden aus. Der "Berater" ist nichts anderes als ein Drücker, der Dir etwas an der Haustüre aufschwatzt. Nur mit dem Unterschied, bei einem Haustürgeschäft kannst Du den Vertrag 4 Wochen lang kündigen.
    Bei der Bank nicht! Schon lange werden die Wünsche des Kunden nicht berücksichtigt, sondern ihm das Produkt angedreht, das die Geschäftleitung dem "Berater" aufgedrückt hat. In meinem Bekanntenkreis gibt es ein paar Banker, die jahrzehntelang im Kundengeschäft tätig waren. Sie alle sind frustriert ohen Ende, weil ihnen die Geschäftleitung verbietet wirklich die Lebenssituation ihrer Kunden, die sie schon so lange kennen, zu berücksichtigen. Es muss verkauft werden, was gerade als Schrott dringend verkauft werden muss. Sie sind darüber krank geworden. Weil es gegen die Ehre eines redlichen Kaufmanns verstösst.
    Jeder Bankberater beruft sich in einem beschwerenden Kundengespräch darauf, dass es des Kunden Willen gewesen ist, genau dieses Produkt zu kaufen. Und vor Gericht läuft dieselbe Chose.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. #8
    melolontha
    gelöscht

    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Zitat Zitat von temp_o Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Unterschrift 'nur' unter das 'allgemeine' Beratungsprotokoll dieser Finanz'Expertise' gesetzt.
    Dann hast Du m.E. auch gar keinen Vertrag abgeschlossen. Allerdings hast Du ihn ja bedient, also eingezahlt, vermutlich gilt das als Anerkenntnis.

    Die Summe der Kapitalgrenze liegt bei 5.500 Euro. Bei einer Sparrate, die momentan bei 50 Euro monatlich liegt, dauert es knapp 10 Jahre bis diese Summe erreicht ist. Es war in den Gesprächen aber klar, dass ich so lange für mein Kind nicht einzahlen wollte, sondern ihr diese Versicherung schon früher zu übergeben denke.
    Ich bin sicher, Du hast das gut gemeint, aber ich finde es nicht so toll, wenn man finanzielle Verpflichtungen eingeht, die das Kind dann schultern soll. Es sollte doch jeder für sich selbst entscheiden, ob und welches Rentenprodukt er abschließt. Aber das nur am Rande, es geht mich ja nichts an.

    Was die Nachfrage betrifft, melolontha, ist das wirklich so, dass hier nicht die Informationspflicht auf Seiten des Verkäufers liegt? Das wäre doch eine Verkehrung geltender Rechtssprechungen. Vergleichbar mit einem Autokauf, bei dem ich nicht informiert werde, dass es sich um einen Diesel handelt. Und dann hinterher gesagt bekomme, da hätten sie fragen müssen. Das kann nicht sein.

    Die CD wurde mir übergeben mit den Worten, hier befände sich noch Informationsmaterial, z. B. über die Ascent und die ausführliche 'Finanzexpertise'. Ich habe natürlich durchaus einmal reingeschaut, viel Werbung darin gefunden, aber nirgends einen Ordner mit dem Titel 'Produktinformation'. Dieser ist dann wirklich zuhinterst zu finden und vollkommen sinnbefreit beschriftet.
    Ich weiß wie gesagt nicht, wie das rechtlich zu würdigen ist. Ich gehe immer nur von mir aus, ich kaufe nichts und unterschreibe nichts, ohne zu wissen, was das für ein Produkt ist und wo die Vertragsbedingungen stehen. Wenn die Vertragsbedingungen nicht eindeutig zu finden sind, könnte das für Dich vielleicht ein Ansatzpunkt sein.

    Nachtrag: Warst Du eigentlich mal bei der Verbraucherberatung? Die können Dir zumindest was dazu sagen, ob das Produkt an sich o.k. ist. Vielleicht macht es doch Sinn, den Vertrag mit reduzierter Sparrate weiterlaufen zu lassen.
    Geändert von melolontha (24.12.2012 um 10:27 Uhr) Grund: ergänzt

  9. #9

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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Zitat Zitat von melolontha Beitrag anzeigen
    Ich bin sicher, Du hast das gut gemeint, aber ich finde es nicht so toll, wenn man finanzielle Verpflichtungen eingeht, die das Kind dann schultern soll. Es sollte doch jeder für sich selbst entscheiden, ob und welches Rentenprodukt er abschließt. Aber das nur am Rande, es geht mich ja nichts an.

    Nein, das ist doch die Krux. Ich habe nichts abgeschlossen, was ich dann meinem Kind auf die Schultern legen wollte. Das hätte ich niemals getan. Deshalb rege ich mich doch so auf. Hätte ich von der Kapitaansparsumme gewußt - die nun ja mich 'bindet' - hätte ich diesen 'Vertrag' nie abgeschlossen.

    Es war immer die Rede davon, dass das Produkt flexibel bespart werden kann. Und hier sehe ich eben meinen Ansatz eines _kapitalen_ Beratungsfehlers. Ob ich damit weiterkomme ist der nächste Punkt.

    Ich hatte übrigens auch, nachdem das 'aufgeflogen' war, Ende Juli, auch um eine 'Nachberatung' gebeten, weil ich mir über das Produkt gar nicht mehr klar war, doch hier verzögerte die Ascent, und ich konnte aufgrund einer längeren Auszeit auch nicht wirklich am Ball bleiben.

    Doch egal, natürlich liegt die Hauptverantwortung an mir. Ich hätte nachfragen müssen, ob denn die vier gedruckten Seiten alles an Info-Material sind.

    Andererseits - da mir ein flexibles Produkt 'versprochen' worden war - sah ich auch keine Not, mich um Kündigungsfristen, geschweige denn Kapitalgrenzen zu kümmern.

    @Opelius: ich habe auch Banker in meinem erweiterten Bekanntenkreis, sie erzählen das gleiche. Es muss schlimm sein, welcher Druck da aufgebaut wird.

    Von einem unabhängigen Finanzdienstleister habe ich - naiverweise - mehr Ehrlichkeit erwartet ;-). Und auch die Ascent verkauft sich diesbezüglich ja hervorragend.

    Ich war wohl wirklich naiv.


    P.S. Bei der Verbraucherberatung war ich noch nicht. Das habe ich nun auch vor. Bzw. ggf. doch noch einen Anwalt einzuschalten.

  10. #10

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    AW: Erfahrungen mit der Ascent AG und Rückabwicklung wegen Beratungsmängeln

    Zitat Zitat von melolontha Beitrag anzeigen
    Ich bin sicher, Du hast das gut gemeint, aber ich finde es nicht so toll, wenn man finanzielle Verpflichtungen eingeht, die das Kind dann schultern soll. Es sollte doch jeder für sich selbst entscheiden, ob und welches Rentenprodukt er abschließt. Aber das nur am Rande, es geht mich ja nichts an.


    Einmal das, und zum anderen kann es problematisch sein, Geld auf den Namen des Kindes zu sparen / anzulegen - dies kann unter Umständen später ein Grund sein, dass dem Kind kein Bafög usw. wegen Vermögensüberschreitung gewährt wird. Ich spare auch für meine Kinder, aber auf meinen eigenen Namen - dann kann ich jederzeit selbst entscheiden, wieviel ich ihnen wann davon zukommen lasse.

    LG

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