Hallo liebes Forum,
vor zwei Jahren kam ich über eine Freundin zu genanntem Finanzdienstleister. Wer mehr darüber wissen will, den bitte ich zu googeln.
Ich liess mich darauf ein, mehr ist hier nicht zu sagen und schloss für mein Kind eine Rentenversicherung auf Fond-Basis ab. Mit der Absicht, ihr diese dann in wenigen Jahren, wenn sie selbständig verdient, übergeben zu können.
Dieses Produkt wurde mir als flexibel beschrieben, z. B. hinsichtlich Aus- und Einzahlungen. Dass mir Flexibilität bei Finanzanlagen wichtig ist, darauf wies ich immer wieder hin.
Aus aktuellem, unvorhergesehenem Anlass musste ich mich Mitte d. J. dafür entscheiden, die monatlichen Zahlungen - zumindest vorübergehend für ca. 1 oder 2 Jahre - einzustellen. Den Vertrag also 'beitragsfrei' zu stellen.
Damit kam eine interessante 'Lawine' in's Rollen bzw. eine Tatsache an's Licht, die mir definitiv bei VErtragsabschluss nicht mitgeteilt worden war. Bis zum Erreichen einer - nicht unerheblichen - angesparten Summe kann dieser Vertrag nicht flexibel beitragsfrei gestellt werden, sondern lediglich für 6 Monate. Entgegenkommen kann höchstens durch eine Reduzierung auf einen Mindestbeitrag erfolgen.
Dies hat mich sehr überrascht und vor allem auch schockiert. Hätte ich diese Bedingung gekannt, hätte ich nie unterschrieben.
Es kam in diesem Zusammenhang dann noch zu hundsgrottenschlechter Kommunikation bzw. Service zu diesem Finanzdienstleister, so dass sich das alles sehr dahin zog.
Beratung holte ich mir bei einem Anwalt, doch es ist etwas schwierig, da der Streitwert offenbar keinen Anreiz darstellte, wirklich in die Pötte zu kommen. Und so ging ich nun vorerst alleine voran.
Ich berief mich auf einen eklatanten Mangel bei der Beratung, s. o.
Ich berief mich außerdem darauf, dass ich von der Beraterin zwar vier Seiten 'Produktioninformationen' ausgedruckt übergeben bekam, sowie eine CD, doch nicht darauf hingewiesen wurde, dass sich auf dieser CD - neben der Expertise, vielen, vielen Grafiken und Eigenwerbung, sozusagen im hintersten Eck - die ausführlichen Vertragsbedingungen befanden. Wo dann eben auch auf Seite 18 die Klausel mit dem Mindest-Ansparwert zu finden ist. Das wurde mir aber nicht gesagt.
Ich berief mich ferner darauf, dass mir die Beraterin merkwürdige 'Tricks' in Bezug auf die Beitragsfreistellung verriet. Die laut Produktinformation aber nicht möglich sein sollten.
Deshalb forderte ich die Versicherung auf, mir mit einer Rückabwicklung entgegen zu kommen. Kündige ich selbst, verliere ich sozusagen alles, was ich bisher eingezahlt habe.
Nehme ich mir einen Anwalt und er verliert, wird der Verlust ja allerdings noch größer. Es ist ohnehin eine 'Peanuts'-Summe. Andererseits ist es ehrlich verdientes Geld, das ich mit meinem Kind dann lieber bei einem Urlaub auf den Kopf hauen würde.
Andererseits fühle ich mich mit diesem 'Produkt' (das wohl ohnehin Schwachsinn war) und vor allem aber mit diesem Dienstleister so unwohl, dass ich das nicht mehr in meinem Leben haben möchte.
Hat hier jemand zufällig ERfahrung in dieser Materie?
Danke im Voraus, temp_o










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