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  1. #11

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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Hallo Lailany,

    folgende Möglichkeiten würden mir einfallen:

    1. Hast du dich schon einmal an die örtliche Arbeitslosenberatungsstelle gewandt ? Die findest du in jeder großen Stadt im Telefonbuch. Z.B. Caritas, Diakonie, AWO ?

    2. Du hast Anspruch auf Prozesskostenhilfe, wenn du Rechtsbeistand benötigst. Trage dein Anliegen vor dem örtlichen Amtsgericht vor. Kostet 10 Euro, Nimm alle vorhandenen Unterlagen mit und erkläre deinen Sachverhalt. Schalte dann einen Anwalt deiner Wahl (Sozialrecht) ein. Nummer siehe Gelbe Seiten. Das Einklagen entsprechender Sachleistungen kann sehr schnell gehen, nimm dir eine fachliche Hilfe !

    3. Fühlst du dich psychisch nicht in der Lage, dies zu organisieren, wende dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst (Gesundheitsamt) - die machen auch Hausbesuche.

    4. Wenn alles, alles zuviel ist, solltest du über das Einschalten einer Betreuungsstelle (gesetzlicher Betreuuer in Sachen Gesundheitsfürsorge) nachdenken. (Telefonbuch oder Stadtverwaltung Telefonnummer erfragen, Stichwort gesetzliche Betreuung). Du kannst dir jemanden an die Seite holen, der sich mit dir zusammen. Den Antrag und die Entscheidung hierfür musst du aber für dich eigenständig formulieren.

    Viel Glück !

    Chilli

  2. #12
    Avatar von Lailany
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    @ Nathalie1000: Herzlichen Dank für deine Aktivität !

    Ich werd´s erst mal beim Rathaus versuchen (und die letzten Funken Stolz und Scham zuhause lassen, weil nach diesem Gang über kurz oder lang das ganze Dorf "Bescheid" weiss ).


    Zitat Zitat von ascalin Beitrag anzeigen
    ...
    Wie Nathalie schon schrieb, geh am besten mal bei eurem Rathaus vorbei. Entweder haben sie selbst eine Stelle für soziale Fragen oder sagen dir, welche Stelle/Amt für dich zuständig ist. Beschreibe deine gesundheitliche Situation so, wie hier im ersten Beitrag, und bitte um Beistand einer Person bei der Gerichtsverhandlung.

    Ich denke, deine Mutter ist in ihrem Alter mit den ganzen Spezialausdrücken oder Paragrafen überfordert.
    ...
    Auch dir ganz herzlichen Dank, liebe ascalin , für die wertvollen Tipps.

    Es ist keine Gerichtsverhandlung, lediglich ein "Termin zur Erörterung des Sachverhalts mit Beweisaufnahme"(???), oder hab ich da was missverstanden?

    Meine Mama werde ich keinesfalls losziehen lassen. Sie will mir helfen, weils sonst bisher niemand tat und sie sieht, dass ihre ehemals starke Tochter nicht mehr kann...

    Ich habe auch noch einmal alle Kraft- und Mutreste zusammengekratzt und direkt bei der Rechtsberatung des VdK angerufen. Nächste Woche Mittwoch werde ich dort vorort umfassend beraten, a) wie es für mich jetzt erst einmal weitergeht und b) zu der Sozialgerichtssache.

    Würdet ihr mir raten, dennoch vorher auf´s Rathaus zu gehen?
    (Jaaa - ich geb auch zu, dass ich ungern vor den Nachbarn "die Hosen runterlassen" möchte!)

    Viele Grüße

    Lailany
    ! Wer´s nicht versucht, hat schon verloren !

  3. #13
    Avatar von Lailany
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Sooo wertvolle Tipps - Danke sehr, Chilli!

    Mit Punkt 3 triffst du voll ins Schwarze (Punkt 4 will ich noch nicht wahrhaben, dennoch gut zu wissen ).

    Ich tendiere im Moment dazu, erst der VdK Termin nächste Woche abzuwarten. Der Sozialrechtsreferent machte mir am Telefon einen wirklich kompetenten Eindruck und kann mir dann auch sagen, was die mir an Anträgen und Aktivitäten abnehmen können.

    Nun versuche ich, diese Nacht erstmal drüber zu schlafen...

    Euch lieben, unbekannten Menschen wünsche ich auch eine gute und friedvolle Nacht

    Lailany
    ! Wer´s nicht versucht, hat schon verloren !

  4. #14
    Avatar von _tarasjugina_
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Zitat Zitat von Nathalie1000 Beitrag anzeigen
    Das Sozialamt Stuttgart ist nicht zuständig, wenn Du keine Bewohnerin der Stadt bist. Ich habe interessehalber mal angerufen, mal bekommt immer neue Rufnummern genannt, die zuständig sein sollen
    Dann sorry für meine Blauäugigkeit. Ich habe tatsächlich gedacht, dass eine Beratungspflicht in Notlagen auch unabhängig von der Leistungspflicht qua Wohnort bestände.

    Lailany, ich bin froh, dass Du jetzt im Versicherungsforum gelandet bist!
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

  5. #15
    Avatar von lissie15
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Liebe Lailany,
    erst jetzt habe ich von deinem Problem gelesen.
    Es tut mit so leid, dass es dir so mies geht und ich möchte zunächst nur sagen wie gut ich das nachvollziehen kann.

    Hoffentlich hast du beim Vdk die richtige Beratung erfahren.
    Auch ich hätte dir noch geraten, dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt oder des Kreises zu wenden. In solchen Fällen wie bei dir, machen dort Fachleute Hausbesuche und begleiten bei Amtsbesuchen und unterstützen bei Antragsstellungen.
    Leider hängt jede Unterstützung nicht von der entsprechenden Beratungsstelle, sondern von den dort engagierten Menschen ab.

    Auch bei karitativen Stellen wie Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, usw. kannst du dich einfach erkundigen, wo du Hilfe bekommen kannst.

    An einigen Orten (auch in kleineren Städten auf dem Land) gibt es spezielle Frauenberatungsstellen, die in akuten Fällen helfen. Da helfen die karitativen Stellen oft weiter.

    Es tut mir leid, dass ich dir im Moment nicht mehr helfen kann.

    lissie
    Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein
    ehe es sich
    in eine neue Ordnung bringen lässt.

    Hermann Hesse

  6. #16
    VIP Avatar von ascalin
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Zitat Zitat von Lailany Beitrag anzeigen
    Ich habe auch noch einmal alle Kraft- und Mutreste zusammengekratzt und direkt bei der Rechtsberatung des VdK angerufen. Nächste Woche Mittwoch werde ich dort vorort umfassend beraten, a) wie es für mich jetzt erst einmal weitergeht und b) zu der Sozialgerichtssache.

    Würdet ihr mir raten, dennoch vorher auf´s Rathaus zu gehen?
    (Jaaa - ich geb auch zu, dass ich ungern vor den Nachbarn "die Hosen runterlassen" möchte!)
    Das finde ich ausgesprochen gut, dass du die Kraft und den Mut aufgebracht hast, dich an die Rechtsberatung des VdK zu wenden. Deine Eindrücke, die du dazu schreibst, hören sich vielversprechend an. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich erst einmal diese Beratung abwarten und schauen, dass sie dich vielleicht auch bei dem Gespräch vor dem Sozialgericht begleiten können.

    Diese Kraft und den Mut wünsche ich dir weiterhin! Vielleicht wachsen sie auch noch ein bisschen nach dem VdK-Gespräch.

    Ganz liebe Grüße

    ascalin
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  7. #17
    Avatar von Lailany
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    auch das noch - mein ganzer Beitrag ist weg und das nur, weil ich den kleinen Grünen WÜRGI einfügen wollte - sei´s drum.

    @ lissie15: Danke für deinen mitfühlenden Beitrag

    Ganz kurzes Update:

    Der sehr bemühte VdK-Referent konnte mir nicht weiter helfen. Ich soll ihm nach dem Gesprächstermin beim Sozialgericht mitteilen, was die Richterin mir rät.
    Und auf meinen Hinweis, dass das BSG-Urteil, auf das sich die Krankenkasse bezieht, mit meinem Fall gar nichts gemein hat (ausser der Nichtzahlung von Krankengeld)wurde so kommentiert: Jaa, najaa - so genau hab ich mir das alles auf die Schnelle net angschaut.

    Ich war dann gleich noch ein paar Meter weiter beim Sozialpsychiaterischen Dienst vorstellig geworden. Die zuständige Sachbearbeiterin war im Gespräch, ich sollte Name, Adresse und Telefonnummer hinterlassen, ich würde eine Anruf erhalten.
    Das alles war mittwochs. Freitag vormittag habe ich nochmal per Emal meine Situation geschildert und um Hilfe gebeten. Nix - schlicht und einfach nix, bis heute Null Reaktion.

    Und hier sollte nun der kleine Grüne hin... es ist schlicht zum KoPIEP.

    Wo ist mein soziales Netz, zum Kuckuck nochmal?

    Ich werde weiter von Pontius zu Pilatus geschickt und wieder zurück.
    Wieder bald ein Monat um - ist ja erst der 18te in Folge...
    Herr, gib mir Kraft.
    ! Wer´s nicht versucht, hat schon verloren !

  8. #18
    Avatar von lissie15
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Mensch Lailany,

    dass ist ausgesprochen ärgerlich, dass der sozialpsychiatrische Dienst sich nicht zurückmeldet.
    Hast du eine Telefonnummer bekommen.
    Wenn nicht, nochmal dort hingehen und deinen Fall dringend machen. Würde dich da so gern begleiten. Das Problem mit solchen Dingen allein losziehen zu müssen, kenne ich nur zur gut.
    Ich kann dir da nur raten ein bisschen Druck zu machen beim spD.
    Es kann sein, dass so eine Info da einfach durchrutscht. Wenn du aber dazu sagst, dass es um eine Terminsache geht und du dringend Hilfe brauchst, dann meldet sich da doch wohl jemand.

    Da bleibt mir nur, dir die Daumen zu drücken und deine Kräfte weiterhin zu bündeln. Manchmal erwachsen einem Kräfte, von denen man nicht mehr glaubte, dass es sie gibt.

    Liebe Grüße
    lissie
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    in eine neue Ordnung bringen lässt.

    Hermann Hesse

  9. #19
    Avatar von _tarasjugina_
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Lailany, hast Dus nochmal versucht beim Sozialpsychiatrischen Dienst?

    Hier ist nochmal die Laiin, aber mich lässt das nicht in Ruhe. Ich schreib Dir, was ich an Auskunft zusammenstoppeln konnte; ein netter Mensch hat mir einen link zu sozialhilfe.24 geschickt (www und de).

    Ich würde nun vielleicht doch den Gang zum Rathaus auf mich nehmen. Mir stellt es sich so dar: es wird unterschieden in Leistungen nach SGB II ( "Hartz IV") und nach SGB XII, das ist die Sozialhilfe.
    Sie folgt dem "Subsidiaritätsprinzip", d.h. wird geleistet, wenn andere (Renten, Krankengeld, ALG II) nicht zum Tragen kommen -> und Du hast sie nicht erhalten.

    Das scheint mir wichtig ohne "hätte" und "müsste zuerst". Denn ich lese unter "Leistungen":

    Die Sozialhilfe muss nicht beantragt werden, sondern setzt unmittelbar ein, sobald dem Träger der Sozialhilfe bekannt wird, dass die Leistungsvoraussetzungen gegeben sind. Ausnahmen sind allerdings die Leistungen der Grundsicherung im Alter und die Leistungen bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapitel (§ 18 SGB XII).


    Mehr als nur finanzielle Unterstützung

    Es besteht auch ein Anspruch auf Beratung, Aktivierung und weitere Unterstützungsformen, die auf eine Unabhängigkeit von der Sozialhilfe hinwirken, § 11 SGB XII.
    Und der Träger der Sozialhilfe sind die Kommunen.


    Bitte, wenn sich hier jemand damit auskennt: Ist das Sozialamt nicht sogar verpflichtet, wenn jemand mittellos ist und nachweisbar keine anderen Leistungen erhalten hat, zu leisten, während es noch prüft?
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

  10. #20
    Avatar von Lailany
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    AW: Depressionen bedrohen meine Existenz

    Liebe _tarasjugina_, liebe liessie15,

    vielen herzlichen Dank an euch .

    Ich kann euren sehr wertvollen und bestimmt weiterführenden Hinweisen aufgrund meiner Erkrankungen nur sehr beschränkt folgen.
    Wie eingangs von mir beschrieben, kann ich mir eben selbst nicht mehr helfen und evtl. da nochmal anrufen oder dorthin gehen...
    Der spD hat sich zwischenzeitlich gemeldet - hier ist der Fortgang meiner Geschichte zu verfolgen.
    Bitte habt Verständnis dafür, dass ich hier in der Bri nicht parallel zu genanntem Forum posten kann.
    Den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Herrn Zöller, habe ich letzte Woche über seine HP kontaktiert und um seine Unterstützung gebeten.

    Morgen ist der Erörterungstermin vor dem Sozialgericht

    Unabhängig davon werde ich (sobald ich wieder ein bisschen Kraft zusammen habe) Beschwerde beim Bundesversicherungsamt einreichen.

    Wer Ärger mit Krankenkasse oder MDK hat, dem kann ich og Forum und die Beiträge von Machts Sinn sehr empfehlen. Wie man sich wehren kann und wie durch einstweilige Anordnung im Fall der Nichtzahlung von Krankengeld doch weiter gezahlt wird.

    Ihr Lieben, haltet mir morgen die Daumen!

    GLG
    Lailany
    ! Wer´s nicht versucht, hat schon verloren !

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