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  1. #11
    Avatar von Zeta2013
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von Sarinka74 Beitrag anzeigen
    Nimm das bessere Angebot!

    Echt, wir Frauen sind manchmal so doof....

    Glaubst Du, die Firma würde eine Sekunde überlegen, Dich wieder abzuservieren, wenn sie überraschend doch noch einen besseren Kandidaten fänden??

    Ist mir vor Jahren mal passiert, ich hatte eine mündliche Zusage und hab mich gefreut wie Bolle, nach ein paar Tagen kam ein Anruf, sie hätten doch jemand Besseres...

    Ich hätte nicht den geringsten Skrupel. Ich würde absagen mit der Begründung, Du hast ein besseres Angebot bekommen. Ende.

    Allerdings würde ich warten, bis Du bei der anderen Firma den Vertrag unterschrieben hast.


    sehe ich genau so!
    Fürchte den Bock von vorn, das Pferd von hinten und das Weib von allen Seiten.

    - Anton Tschechow -

  2. #12
    Avatar von Lorelei
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von eos-01 Beitrag anzeigen
    Mir ging es nur darum klarzustellen, dass ein Vertrag eben nicht erst dann geschlossen wurde wenn er auch unterschrieben ist.
    Ich halte das in der Praxis für Unsinn, wenn man nicht gerade einen Job als Hof-Kehrer angenommen hat.

    Ein "Ja" ist höchstens eine Willensbekundung, die genauen Modalalitäten werden ja erst im Vertrag fest gelegt. Da kann immer noch was sein, was einem nicht paßt - genauer Jobtitel etc pp - und den Vertragsabschluß verhindert.

    Ich hätte NULL Bedenken, bei Firma 2 zu unterschreiben.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  3. #13
    Avatar von Lorelei
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat von Sarinka74
    Nimm das bessere Angebot!

    Echt, wir Frauen sind manchmal so doof....
    Sehr richtig ! Auf so blöde Skrupel kommen nur Frauen. Einem Mann würde das garnicht in den Sinn kommen.
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  4. #14
    Nastjenka
    gelöscht

    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Sehr richtig ! Auf so blöde Skrupel kommen nur Frauen. Einem Mann würde das garnicht in den Sinn kommen.
    Sehe ich auch so.

    Ganz ehrlich, es ist doch für alle besser wenn Du ein Angebot annimmst mit dem Du langfristig zufrieden bist.
    Ich mag dieses Pokern auch nicht, wenn man zum Beispiel eine Zusage hat, aber noch auf die Zusage der besseren Stelle wartet (Irgendwie ist es immer so rum...), aber so ist es nunmal manchmal.

    Die erste Firma wird vermutlich auch noch andere Kandidaten in Petto haben, die an die Decke hüpfen werden, wenn die Zusage doch noch kommt.

  5. #15
    Avatar von Lorelei
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von Nastjenka Beitrag anzeigen
    Die erste Firma wird vermutlich auch noch andere Kandidaten in Petto haben, die an die Decke hüpfen werden, wenn die Zusage doch noch kommt.
    Genau. Deshalb sagen die den anderen Kandidaten ja nicht ab, bevor Kandidat 1 unterschrieben hat.

    Ich hatte übrigens auch mal diese Situation: Unterschriebener Vertrag lag mir vor, ich blieb aber dann doch bei meiner Firma und sagte ab.

    Trotzdem hat diese Firma mich eingestellt, als ich mich 5 Jahre später wieder bewarb.
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  6. #16
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von eos-01 Beitrag anzeigen
    Möglicherweise ist es nicht besonders praxisrelevant - aber ein Blick in die einschlägigen Gesetzeskommentare zeigt, dass solche Dinge durchaus vorkommen.

    Die Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt meines Wissens 2 Wochen, falls im Tarifvertrag nicht anders vorgesehen. Irgendwie blöd wenn man schon zur gleichen Zeit einen anderen Job zugesagt hat. Das Beweisproblem ist für das Unternehmen relativ gering, wenn - wie so oft - die Gespräche mit dem Abteilungsleiter und dem Personaler geführt werden.

    Fakt ist, dass unser Rechtssystem auf dem Prinzip "pacta sunt servanda" aufbaut und daher Rechtsfolgen für nicht eingehaltene - auch mündlich geschlossene - Verträge vorsieht. Wenn eine Arbeitsstelle trotz Zusage nicht angetreten wird kann das sogar Schadenersatzansprüche des Unternehmens begründen für neuerliche Inserate, teuere "Zwischenlösungen" durch Mietpersonal usw.
    Mal abgesehen davon, dass das in der Tat nicht praxisrelevant ist, ist es auch falsch. Unser Rechtssystem baut nicht auf dem Grundsatz "pacta sunt servanda" auf, sondern es ist ein Grundsatz des Vertragsrechts.

    Aber wichtiger ist das Thema mit dem Schadenersatzansprüchen. Auch bei nicht eingehaltenen Verträgen kann nur der Schaden geltend gemacht werden, der ohne das schadensbringende Ereignis nicht entstanden wäre. Würde aber jemand statt vor Vertragsbeginn erst nach Vertragsbeginn und dann mit der vereinbarten Kündigungsfrist kündigen, würden dem neuen Arbeitgeber auch Kosten für Inserate oder Zwischenlösungen durch Interimsmitarbeiter entstehen. Dieser Schaden kann daher gegenüber einem Arbeitnehmer, der seinen - egal ob mündlich oder schriftlich - abgeschlossenen Arbeitsvertrag nicht antritt, nicht geltend gemacht werden.

    Schadenersatz gegenüber Arbeitnehmer wegen Nichtantritts eines Arbeitvertrages sind in der Praxis nicht durchsetzbar. Es gibt schlicht und einfach keinen Schaden, der im von der TE beschriebenen Fall eintritt. Das ist auch eindeutige und gängige Rechtsprechung bis hoch zum Bundesarbeitsgericht.

    Also, Thelma, entscheide dich für den für dich persönlich am besten passenden Arbeitgeber. Ob er es dann tatsächlich auch ist, wirst du ohnehin erst später erfahren.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe-?

  7. #17
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Und nur noch der Vollständigkeithalber:

    Es kann auch niemand gezwungen werden, ein Arbeitsverhältnis anzutreten, auch wenn er/sie einen Arbeitsvertrag mündlich oder schriftlich abgeschlossen hat. Zwangsvollstreckung gegen Menschen gibt es in Deutschland und allen anderen zivilisierten Ländern nicht.
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  8. #18

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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Hier noch mal die TE. Ich danke euch für die Beiträge und möchte auch meine Rückmeldung geben.

    Die zweite Firma, die mit dem besseren Angebot, hat zwar, wie gesagt, eine mündliche Zusage erteilt, konnte aber so auf die schnelle (3 Tage) keinen Vertrag erstellen. Bzw. ich wollte es selber nicht, dass man innerhalb so kurzer Zeit irgendeinen Vertrag zusammenschustert.

    Ich habe nun folgendes gemacht: bei der ersten unterschrieben, da ich so schnell wie möglich wieder nach Berlin will und nicht bereit bin, noch einen Monat zu warten. Und der zweiten Firma gesagt: wenn ihr mir ein besseres Angebot macht, dann gehe ich eben innerhalb der Probezeit, aber das mit dem Vertrag muss jetzt bis Mitte März passieren. Sie haben sich darauf eingelassen und wir haben uns auf eine letzte Besprechung mit dem dortigen Vorstand geeinigt, nach dem die Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen.

    Fakt ist: ich habe mich abgesichert, und habe immer noch die Option auf den besseren Job. Mir geht es mit dieser Entscheidung gut.

    Und ja, wir Frauen sind echt manchmal doof und zu gutherzig. Alle Männer, mit denen ich darüber sprach, sagten, man darf da überhaupt keine Skrupel haben. Und von den Frauen hieß es öfters: ach, das macht man nicht. Habe ich ja auch gedacht.

    Vielen Dank noch einmal für eure Beiträge!

    Viele Grüße

  9. #19
    Avatar von Lorelei
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von Thelma76 Beitrag anzeigen
    Ich habe nun folgendes gemacht: bei der ersten unterschrieben, da ich so schnell wie möglich wieder nach Berlin will und nicht bereit bin, noch einen Monat zu warten. Und der zweiten Firma gesagt: wenn ihr mir ein besseres Angebot macht, dann gehe ich eben innerhalb der Probezeit, aber das mit dem Vertrag muss jetzt bis Mitte März passieren. Sie haben sich darauf eingelassen und wir haben uns auf eine letzte Besprechung mit dem dortigen Vorstand geeinigt, nach dem die Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen.
    Dieses Dilemma hatte ich auch schon mal:

    Bei drohender Arbeitslosigkeit bei Firma X zum 2.1. unterschrieben, endgültige Zusage von der Firma Y leider erst Mitte Januar. Also habe ich am 30.1. mit 1 Monat Kündigungsfrist gekündigt + zum 1.3. bei Firma Y angefangen.

    Mein Chef war betrübt, konnte das aber verstehen.

    Und ganz ehrlich: Er war selbst schuld, er hatte mich bzgl. Gehalt nämlich bis auf die Schmerzgrenze gedrückt.
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  10. #20
    Avatar von animosa
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    AW: zwei Job-Angebote/ moralisches Dillemma

    Zitat Zitat von Thelma76 Beitrag anzeigen
    Hier noch mal die Fragestellerin.

    Eine Vertragsstrafe ist nicht drin, es ist eher so, dass ich schon durchaus Schuldgefühle habe.
    Mal ehrlich!

    Bevor ich mir über diese rechtlich komplizierten Sachen Gedanken mache, sag ich doch der Firma erstmal was Fakt ist und warum ich abspringen möchte von der mündlichen Zusage. Es dürfte äußerst selten sein, dass eine Firma auf Arbeitsaufnahme besteht. Ist eigentlich schon unrealistischer Quatsch!

    Und jeder normale Mensch versteht doch so etwas.

    Du selber musst wissen, ob du zu gierig sein könntest. Du alleine kennst die Anforderungen an diese Leitungsstelle und kannst einschätzen, ob du dich ggf. übernimmst.
    Nicht höher, schneller, weiter - sondern langsamer, bewusster, menschlicher.

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