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  1. #1

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    Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Hallo zusammen,

    in 2 Wochen habe ich ein Vorstellungsgespräch und ich möchte diesen Job unbedingt. Arbeitsstelle ist im Ort und ich kann in meiner Branche bleiben.

    Nun ist es aber so, dass der potentielle Chef mir gesagt hat, dass er mit Sicherheit weniger zahlt als mein jetziger Chef. (Jetzt recht großes Unternehmen, aber familiär geführt...) Nur hatte ich keine Verdienstangabe gemacht. Ich gehe davon aus, dass die Annahme daher kommt, dass ich jetzt in einem anderen Bundesland beschäftigt bin, was für "höhere" Löhne steht.

    Nun ist es aber so, dass ich bei meiner jetzigen Stelle, trotz hohem Arbeitsaufwand schlecht entlohnt werde. Ich staune oft, wenn ich den Branchenlohn im Vergleich her nehme. Da liege ich weit unterm Durchschnitt, was mir auch von einem Arbeitsrechtler schon gesagt wurde. Es liegt noch mehr im Argen..
    Nun aber, wenn es auf die Frage nach dem Gehalt kommt, was antworte ich da???

    Nehme ich mir den branchenüblichen Lohn (bundeslandspezifisch) und gehe etwas runter? Hätte ich immer noch mehr und keine langen Arbeitswege etc.
    Ich denke auch, auf die Frage nach dem Gehalt mit einer Gegenfrage: Was können Sie mir bieten? - zu antworten unklug wäre.

    Ich könnte ihm klar eine Zahl nennen, die noch nichtmal unverschämt wäre, aber ich befürchte dass wenn es zu viel ist, ich die Stelle nicht bekomme, trotz dass ich jetzt das 15. Jahr an Berufserfahrung mit bringe. Wenn ich drunter liege, erfahre ich es ja eh nicht... Ich will aber diesen Job unbedingt. Ich möchte aber keine Gehaltsangabe von meinem jetztigen Arbeitgeber einfließen lassen. Wie löse ich das clever, ohne mir durch falsche Zahlen, den Weg zu verbauen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    LG Schlummi

  2. #2
    Avatar von Zeta2013
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    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Obwohl Dein Vielleicht-Chef nicht weiß, was Du verdienst, hat er vor (!) dem eigentlichen Bewerbungsgespräch schon angekündigt, daß er weniger zahlen wird als Du derzeit verdienst?

    Das finde ich extrem unsympathisch und geizig! So ein Spruch würde mich vorab schon abtörnen, ehrlich gesagt.
    "Warum bekomme ich diesen niedlichen Haufen von Körperteilen nicht aus dem Kopf?"

    Dexter Morgan

  3. #3
    Morcheeba_66
    gelöscht

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Möchtest Du die Stelle wirklich um jeden Preis, auch um den schlecht bezahlt zu werden?

    Dein potentieller zukünftiger Chef hat doch jeglichen Spielraum für Gehaltsverhandlungen durch seine Aussage im Prinzip schon ausgehebelt und macht es Dir ja geradezu unmöglich Dich zu diesem Punkt in Deinem Sinne zu äußern.

    Ich finde das einen ganz schlechten Stil von ihm.

  4. #4
    tomirke
    gelöscht

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Ich bekam relativ haeufig zu hoeren, dass man mir das, was ich bei letzter Stelle verdient haette, nicht bieten koenne. Das weiss ich auch, und sag genau das dann immer. Wenn da ein grosser Unterschied ist zwischen den beiden Bundeslaendern, dann finde ich es nicht weiter verwerflich, dass ich darauf hingewiesen werde, dass "hier" halt weniger gezahlt wird.

    Frage ist eben, ob den neuer vielleicht-Chef um das schlechte Gehalt bei deinem jetzigen Arbeitgeber weiss (ist das branchenbekannt?) und tatsaechlich meint: weniger als du jetzt hast.

    Ich wuerde bei der Frage nach dem Gehaltswunsch das bundeslandtypische, branchenspezifische Gehalt ansetzen, dazu sagen, dass das der Durchschnitt sei und fier dich damit eine Verhandlungsbasis biete.

    Dann wirst du ja sehen, was passiert.

    Allerdings finde ich es auch gerechtfertigt bei so einer Ansage "Wir koennen Ihnen nicht X zahlen" mit einer Gegenfrage zu antworten: "was koennen Sie mir denn bieten?" Und von da aus weiter sehen...

  5. #5
    Avatar von coco13
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    3.321

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Hallo Schlummi, der neue Arbeitgeber wird sowieso nie erfahren, was Du beim alten verdient hast. Kann es denn nicht sein, dass er Dich von vornherein drücken will? Und wie Morcheeba sagt: DU weißt, was Du verdienen willst. Nenne deinen Preis. Und verkaufe Dich nicht unter Wert.

    Vielleicht geht er ja wirklich davon aus, dass Du sehr viel mehr verdienst und ist positiv überrascht über Deinen Gehaltswunsch :-)

    Jippieh !



  6. #6

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    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Hallo,

    also dass er sagt, er zahlt mit Sicherheit weniger, orientierte sich nicht an Zahlen, die ich ihm sagte, sondern der Tatsache, WO ich arbeite. Vielleicht kennt er meinen Arbeitgeber auch. Ich habe ihm mein derzeitiges Gehalt nicht genannt. Da es aber wirklich unter allem, was man liest liegt, kann es im Prinzip nur besser werden.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der potentielle neue Chef noch weniger zahlt. Da wäre dann der Gang zum Jobcenter nötig. Branchendurchschnitt liegt um die 1700-2200,-- € brutto... ich beziehe 900,-- €. Vielleicht hilft das etwas.. Wenn er von den Ü 2000 ausgeht, dann bin ich mir durchaus bewusst, dass ich die nie verdienen werde, hier.. aber die habe ich da wo ich jetzt bin auch nicht.. ich denke, das war seine Messlatte in Verbindung mit der Auskunft..

    LG Schlummi

  7. #7

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    1.424

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Lieber Schlummi,

    tast Dich langsam vor. Familienbetriebe,die auch wirklich familiär geführt werden, sind symphatisch - erst mal. Glaube mir, ich habe viele Firmen den Bach runtergehen sehen, den "Offenbacher" machen.

    Außerdem guggen sich die kleinen das von den großen ab. Schau dich genau um, wieviele Großkonzern haben sog "Tochtergesellschaft", glaube mir,da dun sich Abgründe auf.....

    GLG Kroko

  8. #8

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    657

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Ich würde in Deiner Situation wohl gerade heraus sagen: " Ich würde für 1800,-- gerne kommen, also noch unter dem Branchenschnitt, soweit mir bekannt."
    Dann lass den AG in die Verhandlungen einsteigen.

  9. #9

    Registriert seit
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    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Also der neue AG wäre auch ein Familienbetrieb, der keiner Kette zugehörig ist, wie vergleichbare seiner Art. Letztes Jahr oder so hatten sie erst Jubiläum, also kein Neuling.

    Ich glaub, dass die Angabe von 1800,-- € und den Bezug auf den Branchendurchschnitt beim Gehalt werd ich beherzigen...

    Keine Ahnung, wie das dann getätigt wird. Ich denke bei Interesse seitens des AG wird er einlenken oder es für ok befinden. Ich kenns leider nicht, da ich in meinem Ausbildungsbetrieb geblieben bin und somit auf diesem Gebiet total unerfahren. Eigentlich zum Glück. Meine Befürchtung wäre eben nur, dass man sagt: Nein, Frau Schlummi, das ist zu viel, das wird nichts mit uns.. Ohne wenn und Aber..

    Ist eben schlimm, dass ich wirklich weg will, wo ich jetzt bin. Spielt vieles mit rein...

    LG Schlummi

  10. #10
    Morcheeba_66
    gelöscht

    AW: Gehaltsfrage... die Unendlichste..

    Was ist mit einem 13. Monatsgehalt? Urlaubsgeld? Weihnachtsgeld?

    Willst Du wirklich ein Monatsgehalt und kein Jahresgehalt angeben?

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