Hallo liebes Forum,
seit längerer Zeit bin ich wieder hier unterwegs, mit dem Kopf voller Gedanken zur Bewerbung- vielleicht hat hier jemand einige Anregungen?
Ganz kurz mein Lebenslauf: Ich habe 2005 mein Diplom gemacht, sofort danach mein erstes Kind bekommen (also während der Arbeit schon schwanger). 2006 habe ich angefangen zu promovieren (nat-wiss), währenddessen das Zweite bekommen. 2011 habe ich die Diss abgeschlossen. Ich bin also seit einem dreiviertel Jahr nur noch am Bewerben, bislang ohne Erfolg. Die Kinder sind 7 und 4,5 Jahre alt.
Mein Frage ist: wie stelle ich das am besten dar?
Bisher habe ich die Kinder nicht erwähnt, um da nicht von vorneherein einen Minuspunkt zu haben; sondern hab versucht je nach Stellenanzeige/ Unternehmen mit dem zu punkten, was ich fachlich gemacht habe (ich hatte ein Thema mit hohem Praxisbezug und klinischer Relevanz), allein der Erfolg bleibt halt aus. Praktische Berufserfahrung außerhalb der Uni habe ich keine.
Mein Lebenslauf soweit ist gradlinig und nett (notenmäßig), aber oberflächlich und auch ein wenig schlurchig: ohne die Kinder zu erwähnen habe ich zwischen Diplom und Promotion eine Lücke von 9 Monaten, in denen ich nur angebe, eine Stelle gesucht zu haben. Auch die Promotion hat auf dem Papier fast ein Jahr länger gedauert (das ich mit Organisation der Finanzierung und der Kinderbetreuung verbracht habe)- also fast 6 Jahre statt fast 5, was ja eh schon nicht extrem, aber tendenziell eher lang war.
Ich frage mich, soll ich das alles nicht einfach offensiv auf den Tisch packen und versuchen, was Positives dabei rauszuholen? Die Familiengründung liegt hinter mir, die Kinder haben das Krippenalter hinter sich, die Betreuung im Krankheitsfall und anderen Eventualitäten ist seit Jahren etabliert. Ich hab trotz Kinder eine "vergleichbare" Arbeit geleistet, würde also behaupten, dass ich eine gewissen Zielstrebigkeit, zuverlässige Arbeitsweise und Belastbarkeit durchaus vorweisen und nicht nur behaupten kann.
Und ein Schritt weiter: ich bin ebenfalls seit Jahren im Vorstand des Kindergartens aktiv. Ich bewerbe mich ja nicht als Mutter und will mich auch nicht so anhören: aber ich war eine Zeit für den Haushalt verantwortlich, habe Personalentscheidungen mitgetroffen, getragen und kommuniziert, habe die Aufnahmen mit allem behördlichen "Beifang" entschieden, andere Dinge alleine und nicht allein organisiert- alles Erfahrungen, die ja so schlecht vielleicht nicht sind- Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit?
Ich bin mir unschlüssig, ob ich in die "ich manage ein Familienunternehmen"-Falle trete oder mich schlicht selbst in die Mutter= unflexibel-Ecke abschiebe- oder ob ich nicht eine viel aussagekräftigere und "stärkere" (vielleicht Ansichtssache :)) Bewerbung schreiben könnte.
Was meint ihr?
Liebe Grüße














"-Falle trete oder mich schlicht selbst in die Mutter= unflexibel-Ecke abschiebe- oder ob ich nicht eine viel aussagekräftigere und "stärkere" (vielleicht Ansichtssache :)) Bewerbung schreiben könnte.
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