Liebes Forum,
seit gestern bin ich (mal wieder) so niedergeschlagen, fühle mich so am Ende meines Lateins … dass ich mal diesen Weg versuche - meine Situation hier darzustellen und vielleicht etwas Ermutigung zu finden.
Wie schon in einem anderen Strang erwähnt, bin ich auf Arbeitssuche – und das seit nunmehr anderthalb Jahren. Ich habe (einschließlich Initiativbewerbungen) ca. 150 Bewerbungen verschickt, wurde zu ca. 17 Vorstellungsgesprächen eingeladen, die größtenteils – nach meinem Empfinden – auch gut gelaufen sind, aber bisher nicht zu einem Arbeitsvertrag führten. Über die Gründe für die Absagen kann ich nur spekulieren … Generell ist mein Berufsfeld bzw. ähnlich Gelagertes sehr überlaufen; die Arbeitgeber haben bei jeder Ausschreibung eine große Auswahl an Kandidaten. Meine „Handicaps“ sind wahrscheinlich mein Alter(Mitte 40), mein etwas ungewöhnlicher Lebenslauf mit Hochschulabschluss (bin aber jetzt im nichtakademischen Beruf ausgebildet), meine letzte Tätigkeit, die nicht vollständig dem Berufsbild entsprach … und mittlerweile sicher auch die immer länger andauernde Arbeitslosigkeit.
Ich hatte Höhen und Tiefen in dieser Zeit der Arbeitssuche, meine anfängliche Zuversicht geht allerdings immer mehr verloren … Sobald ich eine Einladung bekomme, springt die Hoffnung (natürlich) wieder an – und hinterher kommt dann wieder der Absturz (besonders, als ich drei Gespräche in einem Monat hatte und nichts davon klappte). Auch gestern bekam ich wieder eine Absage nach einem Gespräch, dessen Verlauf mir durchaus Hoffnung gemacht hatte … Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll …
Ich versuche, meine Tage sinnvoll zu füllen und meine Stimmung hochzuhalten – mit Sport, mit Sprachenlernen, Wissenslücken schließen … Ich gehe zu drei Kursen in der Woche, um unter Leute zu kommen, und verabrede mich mit Freunden/Bekannten; ich versuche, jeden Tag eine Stunde spazieren zu gehen … und trotzdem schleicht sich immer mehr Hoffnungslosigkeit ein, immer mehr ein Gefühl des Versagens – weil ich nicht das schaffe, dass ja offensichtlich die meisten anderen hinbekommen. Hinzu kommt, dass ich seit etlichen Jahren allein lebe, mit einer unerfüllten Sehnsucht, und auch in den freundschaftlichen Beziehungen im letzten Jahr Rückschläge hinnehmen musste. Irgendwie ist zurzeit kaum etwas (Wichtiges) im grünen Bereich …
Mich würde interessieren, wie es anderen Leuten in dieser Situation gelingt, ihre Zuversicht aufrechtzuerhalten und ihr Leben auszufüllen … und wem es gelungen ist, auch nach längerer Zeit der Arbeitslosigkeit (1-2 Jahre) noch einen befriedigenden Job zu bekommen. Bin dankbar für alle Anregungen.
samtweich












(Mitte 40), mein etwas ungewöhnlicher Lebenslauf mit Hochschulabschluss (bin aber jetzt im nichtakademischen Beruf ausgebildet), meine letzte Tätigkeit, die nicht vollständig dem Berufsbild entsprach … und mittlerweile sicher auch die immer länger andauernde Arbeitslosigkeit.
). Auch gestern bekam ich wieder eine Absage nach einem Gespräch, dessen Verlauf mir durchaus Hoffnung gemacht hatte … Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll …
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Unser System hat nicht so viele Arbeitsplätze wie Arbeitssuchende. Ganz einfach. Und deshalb muss man recht kreativ an die Sache herangehen. Besonders wenn man weiß, dass der Bereich in dem ich mich bewerbe, überlaufen ist. Siehe oben, coachen lassen. Man sieht oftmals selbst den Wald vor Bäumen nicht, bei allem was einen selbst betrifft. 
. Ich war einmal während meiner letzten Tätigkeit bei einem Coach (weil ich mit meiner Arbeit so unglücklich war), selbst da konnte ich mir bei meinem Gehalt nur einen Termin leisten – und das bringt leider nicht soviel. Von der Agentur kenne ich leider nur Gruppenkurse mit Bewerbungstraining, die ich als sehr langweilig und wenig hilfreich in Erinnerung habe. Leider wurden auch meine Anfragen bzgl. Unterstützung von Weiterbildung von meiner Beraterin völlig abgeschmettert 
- Geisteswissenschaftlerinnen). Ich bin da zufrieden (jetzt 1/2 Jahr, von Halb- auf Vollzeit).



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