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  1. #11

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Yepp, mir. Ich habe 2 3/4 Jahre gesucht.
    ...
    Und ich hatte eine ähnliche "Quote". Insgesamt (Initiativbewerbungen, Vitamin B, Stellenausschreibung) an die 100 Bewerbungen, eingeladen wurde ich ca 12 Mal, der letzte war es dann.
    Hallo Suzie,

    schön zu hören, dass es bei dir nach so langer Zeit noch geklappt hat. Ich hatte ja auch schon früher mal längere Such-Zeiten, die irgendwann vorbei waren, aber es kommt doch immer wieder diese Angst, dass ich irgenwann mal in der Arbeitslosigkeit hängenbleibe oder einen Job nehmen muss, den ich überhaupt nicht mag ...

    Und ihr seid also auch mit Hochschulabschluss als Sekretärinnen eingestellt worden ... So stolz ich zum einen auf mein Diplom bin (und manchmal macht es die Personaler ja auch neugierig), so sehr empfinde ich es bei Bewerbungen oft als Klotz am Bein ... die Skepsis, ich könnte "überqualifiziert" sein, schwingt bei den Arbeitgebern eben oft mit, auch wenn ich selbst das gar nicht so sehe.

    Danke euch allen für´s Mutmachen .

    Ich werde mich auch wieder aufrappeln und weitermachen (es gibt ja kaum eine Alternative), aber an Tagen wie diesen find ich mein Leben nur noch verkorkst und mal mir die Zukunft in düsteren Farben aus. Momentan kann ich keine Bewerbungen mehr sehen, und ich mag nicht zum x-ten Mal jemanden meinen Lebenslauf erzählen!

    samtweich

  2. #12

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Hey Samtweich,

    Dein Frust ist verständlich. Ich hab das alles auch durch. Allerdings muss ich auch zugeben: Man kann alles verbessern - von Unterlagen bis zum Auftreten. In welcher Branche bewirbst du dich, auf welche Jobs genau? Verwaltung, Sekretärinnenbereich?

    Was Fortbildung betrifft, bist du tatsächlich abhängig von deinem Fallmanager bei der Agentur für Arbeit. Wenn der "nö" sagt, kannste nicht viel machen.

    Vielleicht isses bei dir auch insgesamt grad bissi krisenmäßig. Hatte auch so eine Phase vor ein paar Jahren: Beziehung im Eimer, Jobsituation schwierig, Freundeskreis löste sich auf.

    Aber man kommt da wieder raus! *Daumen drück und doll aufmunter*

  3. #13
    Avatar von Karla48
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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Liebe Samtweich,

    ich würde empfehlen, du nimmst die Beratungsangebote der Mitschreiberinnen per PN hier dankend an.
    Das ist eine gute Chance, sich zu optimieren!
    Du sagst "Unterlagen scheinen gut zu sein...". Aber du suchst einen Job, und da nimmt man doch eigentlich jede Chance wahr, sich zu verbessern.

    LG Karla
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  4. #14
    Avatar von Karla48
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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Zitat Zitat von samtweich Beitrag anzeigen
    ...Von solchen “ Business-Clubs“ habe ich schon gehört, allerdings würde ich mich da eher fehl am Platze fühlen … Die Frauen, von denen ich davon gehört habe, sind selbständig bzw. in Führungspositionen tätig – das trifft auf mich so gar nicht zu …
    Es muss nicht der Business-Club sein. Es gibt auch Vereine und einen Verband von/für Sekretärinnen. Und auch für andere Berufe.

    Zum Thema Bewerbungsgespräche fiel mir jetzt endlich der Name der Autoren guter Fachbücher ein:
    Ich habe mit den Büchern von Hesse/Schrader gearbeitet. Die sind einfach genial. Man hat eine Menge Arbeit, sich die Antworten zu erarbeiten und draufzuschaffen *lern* *trainier* *fasel*, aber das lohnt sich wirklich. Ich hatte immer ein Angebot. Immer. Bei uns gibt es diese Bücher in der Bücherei.
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  5. #15

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Hallo Karla,

    vielleicht habe ich mich ja ein bisschen lax ausgedrückt mit den Bewerbungsunterlagen, aber die wurden wirklich schon von mehreren Arbeitsberatern/-vermittlern gecheckt. Anfängliche Hinweise habe ich umgesetzt, unterdessen wurde mir schon explizit von einem gesagt, dass ihm meine Unterlagen bei einer Stellenausschreibung sehr positiv aufgefallen seien ... die haben ja tagtäglich den Vergleich. Und wenn ich, wie bei einem der letzten Gespräche, unter den wenigen bin, die von 120 Bewerbern eingeladen werden, können sie auch nicht so schlecht sein.

    Ab und zu denke ich an einen Spruch von "meinem" Psychologen, der mich einen Teil der Zeit begleitet hat: Er meinte sinngemäß, dass zu diesem "Spiel" eben zwei Seiten gehören, und wenn die zweite Seite nicht mitspielt, kann man sich noch so sehr abmühen. Ich erlebe z. B., dass mich meine eigentlichen Arbeitgeber - Rechtsanwälte - schon seit einem Jahr nicht mehr einladen - obwohl einige monatelang Mitarbeiter suchen oder wiederholt inserieren. Sie könnten sich ja wenigstens persönlich ein Bild machen oder ein Praktikum vereinbaren ... ICH denke, ich hätte die Fähigkeiten, das Potential - die andere Seite bezweifelt das anscheinend, da ich zuletzt nicht direkt in einer Kanzlei gearbeitet habe und wahrscheinlich eh nicht den Alters-Wünschen entspreche. Deshalb habe ich mich letztendlich auf andere Sekretariatsbereiche umorientiert - das ist zwar schade, aber da werde ich wenigstens ab und zu eingeladen.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Ich hatte immer ein Angebot. Immer.
    Was meinst du damit? Angebote von Arbeitsverträgen?
    Sicher gibt es da auch nochmal regionale Unterschiede. Bei uns ist die Arbeitsmarktsituation, von einigen boomenden Branchen abgesehen, leider immer noch bescheiden.

    PS: Die Autoren hab ich mir notiert. Hab aber auch schon einiges zu dem Thema gelesen.

  6. #16

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    PS: Habe heute eine Frau angemailt, die laut den Aussagen einer Freundin ziemlich versiert im beruflichen Coaching ist (die Freundin ist allerdings in leitender Position tätig). Habe auch schon eine Antwort mit Terminvorschlag bekommen. Es ist allerdings wirklich teuer ... Wenn letztendlich ein Job dabei herauskäme, wäre das Geld natürlich gut investiert ... Ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen. Lust hätte ich schon dazu.

    samtweich

  7. #17

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Liebe samtweich,

    ich habe Dir eine PN geschrieben!

    meerestiefe

  8. #18
    Avatar von Karla48
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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Ja, ich meine ein Angebot auf einen Vertrag.

    Die Frau coacht beruflich? Oder nebenbei? Ich habe es noch nicht richtig verstanden. Was das Honorar anbelangt, muss man es tatsächlich als Investition sehen, die sich später auszahlt. Ich würde mal gugeln, welche Honorarhöhe allgemein üblich ist, das ist mir momentan nicht geläufig.
    Wenn sie coachen kann, dann ist es ganz egal, ob Führungskraft oder "Indianer", die Prinzipien sind ja dieselben. Es gibt m.E. auch diese Unterscheidung bei dem Berufsbild gar nicht, also mir ist davon jedenfalls nichts bekannt.

    Ich möchte dir Mut machen, dir Beratung zu gönnen! So wie es jetzt ist, funktioniert es nicht, es muss ja was passieren. Etwas Neues. Etwas, was du noch nicht probiert hast.

    LG Karla
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  9. #19

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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Hallo Karla,

    die Coaching Frau ist Leiterin einer Firma, die sich mit Personalvermittlung und Personalentwicklung beschäftigt und u.a. Seminare in Richtung Kompetenzentwicklung für verschiedene Zielgruppen anbietet. Sie selbst bietet auch Einzelcoaching als Systemischer Management Coach an. Meine Freundin hat bei ihr eine Seminarreihe für weibliche Fach- und Führungskräfte besucht, die in kleiner Gruppe stattfand und ihr wohl einige Aha-Effekte für ihre Arbeit bescherte. Die Freundin selbst ist zwischenmenschlich sehr kompetent, so dass ich einiges auf ihre Meinung gebe.

    Ich habe jetzt erst mal einen Termin für das kostenlose Vorgespräch vereinbart, die Entscheidung für das Coaching fällt erst danach. Etwas unsicher bin ich mir schon … Obwohl der Stundensatz völlig okay ist, kommt doch insgesamt ein größerer Betrag auf mich zu. Wofür macht eine Geldausgabe am meisten Sinn – für relativ wenige Stunden Coaching oder besser für ein/zwei weitere Module Business Englisch oder z. B. für etliche Monate Trommelkurs, der meine Stimmung hebt und mich unter neue Leute bringt?

    Eine Sorge ist auch: ich bin ja leider momentan so hoffnungslos, so desillusioniert, so besetzt von den ganzen negativen Erfahrungen der letzten Monate. Ich bin am Anfang eigentlich sehr optimistisch und energievoll gestartet … Mittlerweile spüre ich doch die Auswirkungen anhaltender vergeblicher Arbeitssuche: das abnehmende Selbstwertgefühl, das zunehmende Gefühl von Versagen und Peinlichkeit, das Gefühl, nicht mehr zugehörig zu sein zum „normalen“ (arbeitenden) Teil der Gesellschaft … obwohl ich immer versucht habe gegenzusteuern und in Bewegung und in Kontakt zu bleiben. Also – wie aufnahmefähig bin im momentan für dieses Coaching?

    Na ja, ich werde mir bei dem Gespräch ein Bild machen und schauen, ob wir einen Draht zueinander finden – das ist sicher eine der wichtigen Voraussetzungen für ein Gelingen.

    Karla, ich hab mir gestern einen ganzen Schwung Hesse/Schrader-Bücher aus der Bibo geholt. Einerseits bin ich des Themas zurzeit sooo überdrüssig, andererseits – vielleicht finde ich ja doch noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp … sie scheinen wirklich sehr praxisnah und konkret aufgebaut zu sein.

    LG samtweich

  10. #20
    Avatar von Karla48
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    AW: Wie Zuversicht bewahren?

    Also ich bin begeistert, es tut sich ja richtig was!

    Vorgespräch, find ich gut, man muss ja erstmal schnuppern dürfen.

    Trommelkurs klingt schön, aber es gibt auch andere Kurse, bei denen man schön raus kommt und kreativ sein kann, die nicht teuer sind (VHS, hat auch bei uns Sonderpreise und Last-Minute-Schnäppchen). Da kann man sich für 50, 60 Euro ein ganzes Semester wöchentlich gut fühlen!

    Deine Zukunft, deine Perspektive, das ist m.E. das wichtigste im Moment.
    Aufnahmefähig bist du bestimmt. Weil, sobald sich Licht zeigt am Horizont, atmet man auf, schöpft neue Kraft. Es kann ja auch durchaus sein, dass du vollkommen neuartige Ideen bekommst, wie es beruflich weitergehen kann. Also - vielleicht ganz anders, als du momentan denkst... Es heißt ja auch so schön, wenn man ein totes Pferd reitet, soll man absteigen.

    Von Hesse/Schrader habe ich am lebhaftesten in Erinnerung, dass ich aufgefordert war, meine Fähigkeiten mit (bunten) Beispielen zu belegen. Geschichten erzählen, die zeigen "die kann das-und-das, die ist kostenbewußt, die ist teamfähig...ideenreich...". Wochenlang lagen hier Listen rum, weil mir andauernd noch was einfiel, was ich alles tolles schon gemacht hatte. Dann die Auswahl, welche Geschichte die überzeugendste ist...man kann ja nicht stundenlang reden. Dann das Training (Freunde, Familie). Wir hatten so viel Spaß!
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