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  1. #1

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    Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Hallo zusammen,

    Zunächst einmal hoffe ich, dass ich im richtigen Unterforum gelandet bin.

    Ich bin momentan wirklich am verzweifeln…
    Aber ersteinmal von Vorne.

    Im Oktober letzten Jahres habe ich meine erste Stelle nach dem Studium angetreten. Es handelt sich dabei um eine Trainee-Stelle in einem mittelständischen, internationalen Unternehmen.
    ( Und nein es ist kein besseres Praktikum. Die Stelle ist unbefristet und verdiene 40k im Jahr, was als Einstiegsgehalt für Marketing meiner Meinung nach wirklich super ist)

    Jedenfalls lief es von vorne rein nicht wirklich rund. Die versprochenen Training, Seminare und Projekte gibt es nicht. Statt Essen wechselte ich alle paar Wochen die Abteilung ohne ein wirkliches Ziel vor Augen. Meine Aufgaben beschränken sich, wenn ich denn mal was zu tun habe, auf Praktikantenaufgaben a la kopieren, Liste abtippen etc.
    Mein Chef ist der unmöglichste und launischste Mensch, den ich je jenjen gelernt habe. Fragen oder Vorschläge werden hinweg gewischt.
    Auch das Betriebsklima lässt zu wünschen übrig. Ich habe bereits mehrmals mit meinem Chef und der Personalabteilung darüber gesprochen. Es wurde immer viel versprochen, dennoch bisher nichts gehalten. Ich kenne das UN mittlerweile und frage mich auch wo ich nach neonem Trainee-Programm entsprechend meiner Qualifikationen eingesetzet werden soll. Auf diese Fragen gibt es bisher auch keine Antworten.

    Nun wurde ich für 4 Monate nach Prag entsendet um der Tochtergesellschaft unter die Arme zu greifen. Und seitdem sitze ich hier und darf Dateneingabe machen…
    Ich kann wirklich nicht mehr…ich bin nur noch traurig und wütend, kann nicht mehr schlafen, zweifle an mir und kann nicht mehr aufhören zu denken.

    Ich habe nun entschlossen, dass es so nicht weitergehen kann und ich definitiv weg muss…
    Nun habe ich das Problem, dass ich für Einstiegspositionen eine zu lange Kündigungsfrist habe (3 Monate zum QE) und für Positionen mit Berufserfahrungen eben zu wenig relevance Erfahrung habe.

    Habe ich überhaupt eine Chance, einen guten anderen Job zu bekommen?
    Wahrscheinlich wird es mir nachteilig ausgelegt, dass ich meine erste Firma nach einem ¾ Jahr schon wieder verlassen will…

    Was würdet ihr mir raten?
    Doch noch ein Weilchen durchhalten?

    Wahrscheinlich ist der Post sehr verworren und es wird gar nicht klar, was ich eigentlich wissen will… das liegt daran, dass ich mich momentan einfach nur hilflos fühle…
    Ich würde mich einfach nur freuen, wenn ihr mir mal eure Meinung zu der ganzen Geschichte schreiben würdet…

    Viele, vielen Dank!

    Eure Iuno

  2. #2

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Ich kann deinem Unmut gut verstehen, es ist ziemlich frustrierend, Arbeiten kilometerweit unterhalb seiner Qualifikation zu verrichten, gerade am Anfang, wenn man sowohl was lernen als auch was leisten will.

    Das Einstiegsgehalt finde ich allerdings wieder motivierend, wenn du aber jeden Tag mit Grausen dorthin gehst, bringt dir das auch nichts.

    Es spricht nichts dagegen, dass du dich auf andere Jobs bewirbst. Unter Umständen dauert es eine Weile, bis du etwas vernünftiges gefunden hast. Nach einem Jahr zu wechseln, finde ich nicht problematisch und im Vorstellungsgespräch kannst du durchaus schildern, was dich zum Wechsel bewegt.
    Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
    (Erasmus von Rotterdam)

  3. #3
    einewiekeine
    gelöscht

    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Zitat Zitat von iuno25 Beitrag anzeigen
    Nun wurde ich für 4 Monate nach Prag entsendet um der Tochtergesellschaft unter die Arme zu greifen. Und seitdem sitze ich hier und darf Dateneingabe machen…
    Ich kann wirklich nicht mehr…ich bin nur noch traurig und wütend, kann nicht mehr schlafen, zweifle an mir und kann nicht mehr aufhören zu denken.
    Ich würde dir dringend empfehlen, deine Haltung zu überdenken.

    Du bist zu einem annehmbaren Gehalt in eine sehr schöne Stadt entsendet, musst dich nicht zu Tod schuften dafür - das könnte man ja auch positiv sehen.

    Ich weiß nicht genau was du erwartest, ob du meinst überall woanders wäre das Gras grüner und du hättest auch ohne Berufserfahrung tolle Projekte und viel Verantwortung, natürlich bei weiterhin gutem Gehalt, festem Arbeitsvertrag und angenehmen Vorgesetzen??

    In einem Umfeld, wo andere sich mies bezahlt von Praktikum zu Praktikum hangeln???

    Ganz ehrlich: ich würde niemand einstellen, der nach so kurzer Zeit schon das Handtuch schmeisst. Ohne jede Berufserfahrung würd ich einfach mal den Ball flachhalten und mich, wie früher auch, langsam hocharbeiten. Wenn das nach zwei, drei Jahren immer noch nicht klappt dann würd ich auch aufgeben, aber jetzt scheint mir deine Unzufriedenheit sehr verfrüht.

  4. #4

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Zitat Zitat von Catiana Beitrag anzeigen
    Es spricht nichts dagegen, dass du dich auf andere Jobs bewirbst. Unter Umständen dauert es eine Weile, bis du etwas vernünftiges gefunden hast. Nach einem Jahr zu wechseln, finde ich nicht problematisch und im Vorstellungsgespräch kannst du durchaus schildern, was dich zum Wechsel bewegt.
    Damit wäre ich vorsichtig. Wer bei einem potenziellen künftigen Arbeitgeber über den jetzigen herzieht, fällt idR unangenehm auf. Besser wäre, es so zu verpacken: Ich habe dort (erste) Erfahrung gesammelt und möchte mich nun weiterentwickeln - oder weniger reisen müssen. Sag bloß nichts von nicht eingehaltenen Versprechen oder Tätigkeiten weit unterhalb dem, wofür du eingestellt wurdest...

    Nutz doch die Zeit, um Dich in Ruhe auf dem Arbeitsmarkt umzusehen... Du hast doch eigentlich ein geregeltes Einkommen, also pressiert die Jobsuche nicht wirklich... Und Du willst ja auch nicht vom Regen in die Traufe geraten, nicht wahr?

    Wenn sich die Zustände trotz wiederholter Aussprache nicht gebessert haben, wird das auch in absehbarer Zeit nicht geschehen - es sei denn Dein Chef wird ausgewechselt oder so. Versuche trotzdem gelassen zu bleiben, wenn Du einen Mutmacher brauchst, dann stell Dir vor, dass Du diese Klitsche eines Tages hinter Dir lässt. Dass Du eines Tages den Job mit dem Gehalt und den Aufgaben und dem Umfeld findest, wofür Du das Studium auf Dich genommen hast. Das hat mir damals weitergeholfen (nicht studiert, aber weitergebildet), als ich in so einer Klitsche war. Frisch nach der Lehre mit zwei kleinen Kindern und Konjunktur am Boden, da war´s nichts mit schnell mal wechseln. Habe 5 Jahre lang durchgehalten und eine Weiterbildung gemacht. Jetzt habe ich den Job, von dem ich dachte, es gäbe ihn möglicherweise nur in meinen Vorstellungen...

    Liebe Grüße,

    H.
    Alles im Leben hat seine Zeit: das Weinen und auch das Lachen.

  5. #5

    Registriert seit
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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Das ist die typische Reaktion, wenn ich was von Prag erzähle oder vom Gehalt...
    Man hast dus gut, ist doch toll, sei doch froh!!

    Aber nein ich bin nicht froh!
    Ich sitze hier allein in einer fremden Stadt und ja ich wahr schon mehrere Male lange im Ausland und meine Hauptbeschäftigung ist hier immer noch arbeiten!
    Und diese Arbeit ist, auch nach mehreren Rücksprachen, so eintönig, dass ich mich morgens kaum noch aufraffen kann zur Arbeit zu gehen, weil ich genau weiß wie der Tag abläuft!

    Ich weiß nicht, was dein Gehalt oder dein Beruf ist, einewiekeine.
    Vielleicht macht es dir Spaß tagtäglich die gleichen Zahlenkombis in eine Datenbank zu hauen, mir nicht... mich macht es mittlerweile richtig krank! Ich habe nicht studiert um AUSSCHLIEßLICH solche Tätigkeiten zu verrichten. Es ist bitter, gerade wenn einem während des ACs das Blaue vom Himmel versprochen wurde und man gegenüber Dritten als "Nachwuchsführungskraft" vorgestellt wird.

    Ich verspreche mir von einem anderen Job, ein festes Aufgabengebiet, das ich übernehme, etwas das ich voran treiben kann und nicht ausschließlich Hiwi-Jobs bekomme. Dass mal ab und an was langweiliges dabei ist, ist normal... aber nur?!? Und das bei einem so "tollen" Job, wie ich habe?!? Das kann doch nicht normal sein...

    Gibt es noch andere Meinungen oder Tipps, hinsichtlich meiner Chancen bei einer Bewerbung?

  6. #6

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Aaaaalso, ich kann Dich natürlich einerseits verstehen von wegen Frust wegen eintöniger Aufgaben...andererseits merkt man, dass das bisher deine einzige Erfahrung im Berufsleben nach dem Studium ist.
    Bei mir war es so, dass ich seit meinem Magisterabschluss vor 1,5 Jahren nur befristete Arbeitsverträge mit wirklich mickrigem Gehalt bekommen habe - von tollen Arbeitsaufgaben mit denen "was vorangetrieben wird" ganz zu schweigen.

    Andererseits: Bei Dir stimmt das Gehalt, der Arbeitsvertrag - allerdings fühlst Du Dich nach deinem Studium zu höherem berufen, so wie es mir vor kurzem auch noch ging. Inzwischen bin ich unsanft gelandet. Das Arbeitsleben ist kein Zuckerschlecken und kein Ponyhof - obwohl es uns in den ganzen einschlägigen Studenten und Berufsstarter-Magazinen so verkauft wird.

    Es wird nie alles passen. Außer bei einigen wenigen Glücklichen, zu denen man vielleicht ja auch mal vorrübergehend gehören wird, die den Traumjob in der Traumfirma mit dem Traummitarbeitern und dem Traumgehalt haben.

    Also ich machs jetzt mal kurz: Ich denke, Du hast ne krise, weil Du dir das Berufsleben nach dem Studium mal anders vorgestellt hast...aber jetzt versuch doch einfach mal Dich auf das zu konzentrieren, was das Leben sonst noch so ausmacht und Dir zu sagen, dass Du es fürs Erste gar nicht so schlecht erwischt hast, im Gegensatz zu anderen. Und bewerben kannst Du Dich ja trotzdem. Und dann einfach mal schauen, ob sich eine geeignete Alternative bietet.

    Liebe Grüße und Kopf hoch und positiv denken!

    PS: Darf ich fragen, was Du studiert hast?

  7. #7

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Zitat Zitat von IchbindieHaeuptling Beitrag anzeigen
    Damit wäre ich vorsichtig. Wer bei einem potenziellen künftigen Arbeitgeber über den jetzigen herzieht, fällt idR unangenehm auf. Besser wäre, es so zu verpacken: Ich habe dort (erste) Erfahrung gesammelt und möchte mich nun weiterentwickeln - oder weniger reisen müssen. Sag bloß nichts von nicht eingehaltenen Versprechen oder Tätigkeiten weit unterhalb dem, wofür du eingestellt wurdest...
    Das man bei einem potenziellen künftigen AG nicht über seinen jetzigen herzieht, ist schon klar. Trotzdem kann man z.B. sagen, dass man dort nicht die Möglichkeit hatte die Tätigkeit XY auszuüben, wenn das beispielsweise beim neuen AG möglich ist, so hat man einen Wechselgrund. Auch, dass man sich weiterentwickeln möchte, kann man sagen. Wenn man auf bestimmte Trainings und Seminare Wert legt und die trotz Versprechen nicht gemacht werden können, kann man das auch angeben. Natürlich sollte man alles entsprechend verpacken und so darstellen, dass es für den neuen AG nachvollziehbar ist.
    Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
    (Erasmus von Rotterdam)

  8. #8

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Also ich glaube ich muss hier nochmal was klar stellen...
    Ich habe Berufserfahrung, wenn auch in Form von Praktika, Werkstudent und Diplomand!

    2x 6 Monate Pflichtpraktikum
    1x 8 Monate Auslandspraktikum
    6 Monate Werkstudent mit anschließender Diplomandentätigkeit.

    Ich weiß also schon wie das Arbeitsleben, zumindest das Praktikantenleben aussieht!
    Und was mich fertig mach, ist das meine Aufgaben unter dem Niveau sämtlicher bisher absolvierter Praktika liegt! Selbst mein erstes Praktikum, was vor Studienbeginn absolviert werden musste, war in großen Teilen besser, als das was ich jetzt mache...
    Ich habe sicherlich keine übertriebenen Erwartungen... oder wenn ihr es doch meint, dann von mir aus! Ich will nicht JEDEN TAG das GLEICHE oder eben gar nichts machen! Mag sein, dass ich mich in 30 Jahren um so einen Job reiße, aber jetzt noch nicht!

    Ich hab BWL mit Schwerpunkt Marketing an einer FH studiert.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn ich nichts über das Gehalt geschrieben hätte, wäre der ein oder andere Rat anders ausgefallen.

    Klar möchte ich mich nur ungern verschlechern, aber ich habe noch nicht viele Verpflichtungen und würde auch ein geringeres Gehalt akzeptieren.
    Wichtig wäre mir nur ein Direkteinstieg, kein Trainee-Programm mehr...

    Ich würde es wahrscheinlich auch so Begründen, dass ich mich mehr auf mein Kerngebiet konzentrieren möchte und, dass das in dem Trainee-Programm leider gar nicht der Fall ist. Stimmt auch.
    Ich bin momentan in einer Abteilung, die weder was mit meinem Studium, meinen Interessen oder bisherigen Erfahrungen zu tun hat :_(
    Geändert von iuno25 (02.06.2011 um 15:47 Uhr)

  9. #9
    Avatar von Antje3
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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Hallo

    ich kann Dir nur sagen, was bei uns der Fall ist - ganz andere Branche - aber es geht um Studenten.

    Das erste "Pflichtpraktikum" ist eine Spielwiese - und was immer Dir gesagt wurde - geht davon aus, außer ein paar Briefe tippen war alles, was Du gemacht hast "Übungskram" - auch wenn sie Dich noch so gelobt haben.

    Im 2. pflichtpraktikum hast Du vielleicht tatsächlich ein paar brauchbare Sachen gemacht - in einem Zeitraum, den eine nicht studierte erfahrene Kraft in maximal ein Drittel der Zeit geschafft hätte. Was Dir niemand sagt, weils auch egal ist, man Praktikanten eh was gibt, was nicht so unter Zeitdruck steht, man Praktikanten auch nicht so viel zahlt. Die "Preis-Leistung" Relation stimmt schon, deswegen kriegst Du auch ein Zeugnis, in dem drin steht, daß Du prima warst.

    Auslandspraktikum - es gilt das Gleiche wie für das 2. Praktikum - zudem arbeitest Du nicht in Deiner Muttersprache und man hält Dir zugute, daß Du ja ganz gut in der "Nicht-Muttersprache" zurecht kommst.

    Werkstudent.... ist genau das - Welpenschutz und Lob.... man gibt denen gerne die kreativen Sachen - weil niemand voll bezahltes die Zeit hat, sich mit rum- und numwenden von Sachen zu beschäftigen - die normale bezahlen Leute müssen Einkommen erwirtschaften im Konzern/Betrieb.

    Bei uns ist es auch so - die Studenten (Architektur) dürfen Wettbewerbe bearbeiten im Büro, bauen Modelle und und und. Die erfahrenen Architekten prüfen Rechnungen, machen Bauleitung, schlagen sich mit Abrechnungen von Gipskartonwänden rum. Wenn die an nem Wettbewerb mitarbeiten, machen sie das oft am Wochenende in zusätzlichen Überstunden - nicht in der normalen Arbeitszeit. Da haben sie für sowas keine Zeit. Den Luxus, Wettbewerbe zu machen müssen wir nämlich erstmal produktiv erwirtschaften. Und dabei MACHEN WIR SOWAS IMMERHIN noch - andere beteiligen sich an sowas gar nicht mehr. Die bauen jahraus-jahrein den identischen Typ Reihenhäuser. Nur manchmal spiegelverkehrt. Und das ist der Großteil der kreativen Architekten, die von den Unis und FH kommen.

    Studenten denken, Architekt ist ein kreativer Beruf. Die kommen aus einem total kreativen und künstlerischem Studium und knallen wie Du in eine Realität, in der sie feststellen müssen, daß sie 6 Wochen damit verbringen, eine blöde Rechnung zu prüfen, in der Sie die Gipskartonwände eines Bürohochhauses nachrechnen und die Rechnung ist 400 Seiten lang zusammen mit den dazugehörigen Aufmaßen.....

    Fertige Architekten sagen: 2 % Kreativität, 98 % Bürokratie und Verwaltung.

    Du bist einfach noch nicht in der Wirklichkeit angekommen - Du bist Trainee! Du hast es sogar noch gut erwischt!

    Deine Erwartungshaltung ist völlig unrealistisch.

    Antje
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..
    Geändert von Antje3 (02.06.2011 um 15:52 Uhr)

  10. #10

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    AW: Verzweifelt - Lohnt sich bei solchen Bedingungen eigentlich eine Jobsuche???

    Hallo Antje,

    dann kann ich ja nur froh sein, dass ich nicht bei dir Praktikum gemacht habe...
    Bisher war ich zum Glück immer dort, wo man Praktikanten gebraucht hat und daher auch voll mit einbezogen hat, auch wenn es eher die unsexy Aufgaben waren! So ein Spaß-Praktikum wie bei dir hatte ich (Gott sei Dank) nicht. Der Sinn ist ja ein Bild des Arbeitslebens zu geben und das macht ihr ja offensichtlich nicht wirklich!
    Und ja, deine Branche ist komplett anders, als die in der ich arbeite von daher kann man das wirklich nicht vergleichen.

    1. Pflichtpraktikum: Hast recht... nicht sehr anspruchsvoll! Muss dann mein Trainee dann noch darunter liegen?

    Auslandspraktikum: Wer sagt, dass es nur in einer anderen Sprache war? Großes internationales UN... die Hälfte vom Team war Deutsch.

    Ich meine ich sitze hier und habe nichts zu tun?
    Ich frage Leute, alle schauen mich hilflos an und sagen mir sie können mir nichts geben...
    Ich finde es unfassbar, dass hier so getan wird als wäre das normal?
    (Man möge mal Bore-Out googeln, da wird schön beschrieben, wie mein Arbeitsalltag aussieht)

    Davon abgesehen, habe ich den 1:1 Vergleich mit einem IT Trainee, der zeitgleich mit mir angefangen hast! Bei dem läuft es, hauptsächlich auf Grund, des Chefs komplett anders!


    Die Entscheidung ist bereits gefällt! Ich muss hier weg, es ist schon zu viel vorgefallen, als dass ich mich hier jemals wohlfühlen könnte...

    Die Frage bezieht sich hauptsächlich auf meine Bewerbung. Wie stehen die Chancen?
    Gibt es etwas, was ich beachten sollte... habt ihr Tipps für mich?
    Geändert von iuno25 (02.06.2011 um 16:13 Uhr)

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