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  1. #1

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    Frage Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Liebe BriCom!
    Liebe PersonalerInnen!

    Meine letzte Bewerbung habe ich als unabhängiger Single geschrieben und deshalb (ver)zweifle ich an bestimmten Formulierungen und der Beschreibung meiner jetzigen Situation in Anschreiben und Lebenslauf.

    Ich fang mal an:

    Macht es Sinn im Anschreiben zu erwähnen, dass die Versorgung meines Kindes (in meinem Fall 18 Monate alt) sichergestellt ist? Durch Krippe, Oma ect.?

    Sollte man die maximale Stundenzahl, die man arbeiten möchte genau angeben, oder reicht es einen Teilzeitwunsch zu signalisieren und Weiteres im Vorstellungsgespräch zu klären?

    Dazu kommt, dass ich meinem Beruf häufig Schichtdienst gearbeitet wird. Ich würde gerne, nein – ich muss - Kernarbeitszeiten arbeiten, da die Kinderbetreuung sonst extrem schwierig wird. Im Schichtdienst könnte ich nur in sehr geringem Umfang arbeiten.
    Wie soll man so was formulieren? Oder ist das auch ein Thema, das besser im persönlichen Gespräch aufgehoben ist?

    Mir fällt es schwer, zu erklären, dass ich Arbeitszeiten brauche, die zu den Öffnungszeiten der Kindergrippe passen. Das klingt so furchtbar unflexibel, aber ich kann es ja nun mal nicht ändern.

    Ist es außerdem ein Nachteil, dass ich mich in Elternzeit befinde? Ich bin im Moment in ungekündigter Stellung, habe den Teilzeitvertrag, den ich seit September 2010 bei meinem alten AG erfüllt habe, aber wieder auflösen müssen, da wir in ein anders Bundesland gezogen sind. Ich hatte 3 Jahre Elternzeit beantragt, somit läuft diese noch bis 08/2012.

    Wo und wie erwähnt man die Elternzeit und das Baby-Jahr überhaupt?
    Ich bin nach der Geburt genau ein Jahr zu Hause geblieben, danach habe ich wieder in Teilzeit gearbeitet.

    Kurze Eckdaten zu meinem Job:
    Typischer Frauenberuf, in der Regel viele Teilzeitmöglichkeiten, häufig Schichtdienst, aber auch (leider eher wenige) Bereiche mit Kernarbeitszeit, im Moment gute Jobaussichten, da ich zudem noch mehrere Zusatzqualifikationen mitbringe, die sehr gefragt sind.

    Vielen Dank schon mal für Tipps und Anregungen!!!
    Grüße, Ulani

  2. #2

    Registriert seit
    12.02.2010
    Beiträge
    411

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Liebe Ulani,

    Du bist natürlich der Traum eines jeden Personalers.....
    --Arbeitszeit bitte nur nach Bedarf
    --alle gesetzlichen Vorteile im Auge
    --Urlaubsregelung-richtet sich nach KIGA,Oma,AG Ehemann
    --2.Kind schon in Planung
    --etc....

    also in einem Schichtbetrieb gibt das programmiert Ärger, erinner Dich mal wie Du Dich gefühlt hast, wenn Deine Urlaubspläne immer nur außerhalb der Ferienzeiten stattfinden konnten, Du plötzlich einspringen-mehr arbeíten mußtest-weil das Kleine Deiner Kollegin leider krank war.......

    Wo ist eigentlich der Vater Deines Kleinchens abgeblieben?

    Also wenn ein Job, dann Hinweis, dass Versorgung gesichert ist und beim Bewerbungsgespräch die genauen Bedingungen erfahren und dann entscheiden, ob Du denn so arbeiten kannst.

    Tja, beim Scheidungsrichter ist das alles kein Problem, aber so im wirklichen Leben??

    Viel Glück

  3. #3
    PinotGrigio
    gelöscht

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Zitat Zitat von Ulani Beitrag anzeigen
    und der Beschreibung meiner jetzigen Situation in Anschreiben und Lebenslauf.
    Die Beschreibung Deiner persönlichen Situation würde mich als Arbeitgeberin ehrlich gesagt nicht interessieren. Die könntest Du Dir sparen, ebenso den Hinweis, dass das Kind betreut ist. Davon ginge ich aus, sonst würdest Du Dich nicht auf die ausgeschriebene Stelle bewerben. Und bei einer Bewerbung ginge ich auch davon aus, dass dies ebenfalls für die Schichtarbeit gilt. Ich baue meine Arbeitsangebote doch nicht um das Persönliche meiner Mitarbeiter herum. Das ist vollkommen unabhängig davon, dass ich sehr wohl sehe, dass es Frauen schwer gemacht wird und ich persönlich auch den Staat in die Pflicht nehmen würde, für Betriebskinderbetreuung (zumindest in großen Unternehmen) zu sorgen.

    Aber da ist ja noch jemand:

    Schichtarbeit - der Vater hat keine? Dann ist die Betreuung doch gelöst.
    Geändert von PinotGrigio (08.03.2011 um 09:40 Uhr)

  4. #4
    kittenheel
    gelöscht

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Zitat Zitat von Ulani Beitrag anzeigen
    Ich fang mal an:

    Macht es Sinn im Anschreiben zu erwähnen, dass die Versorgung meines Kindes (in meinem Fall 18 Monate alt) sichergestellt ist? Durch Krippe, Oma ect.?
    Nein, denn was willst Du mit einer Bewerbung, wenn Ihr (es gibt doch einen Vater zu dem Kleinen?) das nicht geregelt hättet? Wenn Du erwerbstätig sein willst, muss man davon ausgehen, dass Ihr Eure Dinge im Griff habt.

    Sollte man die maximale Stundenzahl, die man arbeiten möchte genau angeben, oder reicht es einen Teilzeitwunsch zu signalisieren und Weiteres im Vorstellungsgespräch zu klären?

    Dazu kommt, dass ich meinem Beruf häufig Schichtdienst gearbeitet wird. Ich würde gerne, nein – ich muss - Kernarbeitszeiten arbeiten, da die Kinderbetreuung sonst extrem schwierig wird. Im Schichtdienst könnte ich nur in sehr geringem Umfang arbeiten.
    Wie soll man so was formulieren? Oder ist das auch ein Thema, das besser im persönlichen Gespräch aufgehoben ist?
    Ist die Stelle als Teilzeit ausgeschrieben oder bewirbst Du Dich blind? Wenn es eine Stelle ist, die die Kernarbeitszeit umfasst, musst Du es nicht schreiben, denn dann bewirbst Du Dich auf das, was geboten wird. Ist es eine Blindbewerbung, solltest Du es wohl hin schreiben, denn dann kann die Firma überlegen, ob sie etwas für Dich hat.

    Mir fällt es schwer, zu erklären, dass ich Arbeitszeiten brauche, die zu den Öffnungszeiten der Kindergrippe passen. Das klingt so furchtbar unflexibel, aber ich kann es ja nun mal nicht ändern.
    Ich habe sehr bald nach der Geburt wieder gearbeitet und mußte mich auch bewerben, habe allerdings keine Bedingungen in den Bewerbungen gestellt, weil ich es erst einmal wichtig fand, rein zu kommen. Bei mir hat es geklappt und ich gehöre zu der Minderheit von Müttern, die in Deutschland voll arbeiten.

    Ist es außerdem ein Nachteil, dass ich mich in Elternzeit befinde? Ich bin im Moment in ungekündigter Stellung, habe den Teilzeitvertrag, den ich seit September 2010 bei meinem alten AG erfüllt habe, aber wieder auflösen müssen, da wir in ein anders Bundesland gezogen sind. Ich hatte 3 Jahre Elternzeit beantragt, somit läuft diese noch bis 08/2012.

    Wo und wie erwähnt man die Elternzeit und das Baby-Jahr überhaupt?
    Ich bin nach der Geburt genau ein Jahr zu Hause geblieben, danach habe ich wieder in Teilzeit gearbeitet.
    Ich würde das alles in den Lebenslauf packen und gut ist es.

    In jedem Fall würde ich nicht alles als "Dein" Projekt sehen, sondern ein Gemeinschaftsprojekt mit Deinem Mann daraus machen. Alles andere dürfte schwierig werden.

  5. #5
    Schattenfrau1965
    gelöscht

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Muss man das Kind überhaupt angeben? Ich meine, nein, oder irre ich mich ?!

  6. #6
    kittenheel
    gelöscht

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Zitat Zitat von Schattenfrau1965 Beitrag anzeigen
    Muss man das Kind überhaupt angeben? Ich meine, nein, oder irre ich mich ?!
    Müssen mußt Du nicht. Ich nehme aber an, dass es geschickter wäre, als eine dermaßene Lücke im Lebenslauf zu haben und diese unbegründet stehen zu lassen.

  7. #7

    Registriert seit
    17.07.2009
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    673

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Danke erstmal für die Antworten!

    Ich werde also keine Angaben zur Betreuung machen. Ich war nur am überlegen, weil mir das jetzt mehrmals geraten wurde und ich deshalb verunsichert war.

    Ich verlange übrigens keine unmöglichen Zeiten. Niemand soll um mich "herumarbeiten" oder mir eine Extra-Wurst braten.
    Zwischen 7.30 Uhr bis 16 Uhr könnte ich gerne jeden Tag arbeiten.
    Da ist das Kind ja in der Krippe.
    Wenn ich allerdings eine Stelle mit Schichtdienst angeboten bekomme, (was sehr wahrscheinlich ist!) kann ich eben nur eine bestimmte Anzahl von Tagen im Monat betreuungstechnisch abdecken, da die Arbeitszeiten einfach bescheiden sind.
    Ich möchte den Schichtdienst aber auch nicht ganz ausschließen. Mir ist auch wichtiger, überhaupt wieder eine gute Stelle zu finden und evtl. irgendwann eine Versetzung in eine andere Abteilung anzustreben.

    Daher mein Problem mit der Formulierung.
    Weil das ja irgendwie so klingt wie: "also bevor ich überhaupt keine Stelle bekomme, nehme ich dann doch lieber die Schichtarbeit...

    Einen Papa gibt es sehr wohl, aber der ist an mehreren Tagen in der Woche beruflich unterwegs. Leider nicht immer planbar - sonst müsste ich mir selbstverständlich überhaupt keinen Kopf um das Ganze machen und würde liebend gerne schichten.
    Ich bin unter der Woche sozusagen "alleinerziehend".

    Die Oma ist über 70, wohnt nicht direkt vor Ort und ich will sie nicht ständig beanspruchen. Ich bin schon irrsinnig froh, dass ich überhaupt jemanden habe, auf den ich mich im Notfall/Krankheitsfall ect. immer verlassen kann.

    Also soweit dazu, vielleicht ist mein Anliegen jetzt ja besser nachvollziehbar!


    @Jackpot
    Ja, ich erinnere mich sehr gut an meine (lange!) kinderlose Zeit im Betrieb. Ich bin allerdings schon damals 100 X lieber für eine Mutter eingesprungen, die z.B. bei ihrem kranken Kind bleiben musste, als für diverse Kollegen die durch Sport- und Freizeitunfälle, sowie ungesundem Lebensstil oft für Wochen und Monate ausgefallen sind!

    @PinotGrigio
    Gerade Schichtdienst bricht vielen Müttern tatsächlich das Genick. Ich bin ja nicht die Einzige, deren Kindsvater nicht pünktlich um 16 Uhr an der Kinder-Krippe stehen kann. Ehrlich gesagt, in meinem Umfeld gibt es da überhaupt niemanden!
    Betriebs-Kitas sind leider absolute Mangelware.
    Bei meinem letzten Arbeitgeber betrug die Wartezeit für einen Platz 2,5 Jahre. Angemeldet hatte ich mich in der 16. Schwangerschaftswoche.

    In Deutschland möchten alle rund um die Uhr Leistungen in Anspruch nehmen und dabei selbstverständlich von qualifiziertem Fachpersonal betreut werden. Wie diese Leute aber ihr eigenes Leben organisiert bekommen sollen, interessiert tatsächlich kaum jemanden.

    Aber es rächt sich jetzt schon durch den Fachkräftemangel - und das ist hoffentlich meine Chance doch eine Stelle zu bekommen. Auch wenn ich nicht ultra-flexibel bin!
    Hoffe ich zumindest!

    Grüße, Ulani

  8. #8
    elinborg
    gelöscht

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Zitat Zitat von Ulani Beitrag anzeigen
    Aber es rächt sich jetzt schon durch den Fachkräftemangel - und das ist hoffentlich meine Chance doch eine Stelle zu bekommen. Auch wenn ich nicht ultra-flexibel bin!
    Es hat ja nun keinen Sinn, dass du in der Bewerbung Unwahrheiten schreibst. Wenn du keinen Schichtdienst machen kannst, ist das eben so. Entweder sie können dich trotzdem brauchen oder eben nicht. Und wenn in dem Bereich Mangel herrscht, dann werden sie dich doch zumindest mal zum Gespräch bitten.

    Ich bin über erwähnten Fachkräftemangel an meinen jetzigen Job gekommen, trotz vieler familiärer Einschränkungen, die ich aber immer angegeben oder im Gespräch erwähnt habe. Einige Male wurde ich eingeladen, andere Male nicht - so ist das halt. Inzwischen habe ich meinen Weg gefunden. Manchmal ist es nicht ganz so einfach. Aber ich habe mich nie verbogen oder Personaler-gerecht formuliert. Weil ich das nicht bin. Und *ich* möchte eingestellt werden - nicht ein Abziehbild aus dem Bewerbungsratgeber, dem ich nachher doch nicht entsprechen kann.

    Ich würde die Einschränkungen, die du hast, erwähnen, so knapp und so positiv wie möglich, und dann siehst du weiter.

    Viel Erfolg!

  9. #9

    Registriert seit
    02.01.2011
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    4

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Hallo Ihr lieben Jobbesitzter,
    ich bin so richtig begeistert wenn ich lese das Frauen so einige Antworten schreiben das ich nur mal fragen möcht was wollt Ihr eigendlich von einfach "nur " einer Teilzeit Mutter die auch noch sehr flexibel sein möchte und auch kann Kernzeit eine große spanne sein ??????????und Väter sind meistens ausgeblendet meistens vielbeschäftigter als alle anderen
    Ich könnte schreien wenn ich diese provokation höre

    Bin Mutter einer 3 Jährigen habe nach der Geburt sofort wieder gearbeitet 20 Sd Woche und frage mich was sich da so Nichtmütter oder andere denken was eine Teilzeitmutter so will.???!!!

    Wir wolle einfach nur gute altbewerte Arbeit leisten und nicht auf Mutti runterreduziert werden denn wir leisten ganz sicher mehr als ihr Dumpfbacken denkt evtl auch nur nach 3 Stunden Schlaf und Konstruktive Kritik von so was aufgeblassenem wie Euch!!!!!

    Schreibe bitte so deine Bewerbung das du dich nicht verbiegen mußt sei ehrlich und realistich sonst geht der Schuß nach hinten los!!!

    Liebe grüße an alle muste mal sein da ich es satt habe mich zu erklären das man Mutter ist nur arbeitende Mutter Danke ist

  10. #10
    Avatar von Wolkentier
    Registriert seit
    08.02.2010
    Beiträge
    10.012

    AW: Bewerbung als Mutter mit Kleinkind - was gehört in das Schreiben?

    Zitat Zitat von Palmi Beitrag anzeigen
    und Väter sind meistens ausgeblendet meistens vielbeschäftigter als alle anderen
    Ich könnte schreien wenn ich diese provokation höre
    Es wurde in mehreren Beiträgen nach dem Vater bzw. dessen Arbeitszeiten gefragt.... die TE hat geschrieben, dass dieser nicht eingeplant werden kann.

    Zitat Zitat von Palmi
    Liebe grüße an alle muste mal sein da ich es satt habe mich zu erklären das man Mutter ist nur arbeitende Mutter Danke ist
    Komm runter von Deiner Palme... arbeitende Mutter sind hier viele und eine ganze Menge davon sogar schon länger als drei Jahre.
    Wir wissen also, wie das so ist.
    .
    .

    Kopf hoch - sieht einfach besser aus!

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