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  1. #1

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    Erwerbsunfähig

    Guten Tag,

    ich schreibe für meinen Bruder.
    Er ist 46 Jahre alt, arbeitet seit fast 30 Jahren in demselben Betrieb als Handwerker. Er ist ein sehr zuverlässiger Mensch, das beste Pferd quasi im Stall, immer da, wenn er gebraucht wird.
    Nun bemerke ich (nicht nur ich) seit einiger Zeit, dass es ihm immer schlechter geht. Er hat Schmerzen in den Handgelenken, im Rücken, in den Knien und ist immer müde und kaputt. Er quält sich jeden Tag zur Arbeit, aber manchmal ist es so schlimm, dass es einfach nicht geht. Teilweise muss er sich dann krank schreiben lassen, manchmal rafft er sich mittags auf und geht dann doch noch.
    Der Chef steht noch zu ihm, aber es müssen oft Kundentermine abgesagt werden.
    Meinen Bruder belastet das total, er setzt sich sehr unter Druck.
    Organisch ist bei ihm alles in Ordnung. Er hat sich mehrmals durchchecken lassen.
    Ich persönlich tippe auf ein Burnout und habe mal das Wort erwerbsunfähig in den Raum geworfen. Aber geht das überhaupt? Kann man von null auf hundert eine Rente beantragen? Ich habe ihm auch eine Reha ans Herz gelegt. Die hat er allerdings abgelehnt. Er meint er braucht nur mal ein paar Tage Ruhe, dann geht das schon wieder. Das dem nicht so ist, hat ihm sein Körper schon mehrmals gezeigt.
    Habt ihr Anregungen? Ich würde mich sehr freuen! Vielen Dank.

  2. #2

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    AW: Erwerbsunfähig

    Ähem, nur weil man (vielleicht rein spekulativ) einen Burnout hat, ist man noch lange nicht dauerhaft erwerbsunfähig. Schon gar nicht mit 46.

    Wenn er krank geschrieben ist und trotzdem geht - selbst schuld.

  3. #3
    Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Erwerbsunfähig

    Hat er Rheuma? Ist das untersucht worden?
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  4. #4

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    AW: Erwerbsunfähig

    Es sprach doch auch gar niemand von dauerhaft.
    Auf Rheuma wurde er untersucht, hat er nicht.
    Er ist total platt, fertig, kaputt, hat Schwindel, Kopfschmerzen und laute Ohrgeräusche, zittrig. In dem Zustand kann er kein Auto fahren geschweige denn schwere Maschinen bedienen.

  5. #5
    Avatar von Loop1976
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    AW: Erwerbsunfähig

    Zitat Zitat von Krebsjuni Beitrag anzeigen
    Guten Tag,
    willkommen in der bri

    Kann man von null auf hundert eine Rente beantragen?
    kannst du schon, aber nicht auf erwebsunfähigkeit. die muss ja erstmal fest gestellt werden.

    Ich habe ihm auch eine Reha ans Herz gelegt. Die hat er allerdings abgelehnt. Er meint er braucht nur mal ein paar Tage Ruhe, dann geht das schon wieder. Das dem nicht so ist, hat ihm sein Körper schon mehrmals gezeigt.
    Habt ihr Anregungen? Ich würde mich sehr freuen! Vielen Dank.
    dein bruder muss das wollen.
    du kannst ihm da nicht helfen.
    wenn er sich zur arbeit schleppt, dann kann ist das eben so.

    du kannst ihn ja nicht zwangseinweisen lassen, nur weil du der meinung bist, dass er keine schweren maschinen bedienen sollte.
    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


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  6. #6
    Avatar von Loop1976
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    AW: Erwerbsunfähig

    än, du müsstest dich doch bestens mit der rente auskennen?
    ich habe mal deinen anderen strang angesehen.....
    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
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  7. #7
    Avatar von Horus
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    AW: Erwerbsunfähig

    Wenn er krank geschrieben ist und trotzdem geht - selbst schuld.
    Das würde ich unterstreichen. Wenn der Arzt ihm eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, ist er arbeitsunfähig. Wenn er in dieser Zeit trotzdem arbeiten geht, setzt er leichtfertig seine Gesundheit aufs Spiel (sollte also dann nicht jammern...) und hat ausserdem unter Umständen ein gröberes Versicherungsproblem.

    Würden psychologische / psychiatrische Abklärungen vorgenommen?

    Und wegen "Rheuma" - es gibt Krankheiten aus dem rheumatischen Formenkreis, die auch ein Rheumatologe unter Umständen nicht auf Anhieb erkennt, geschweige denn ein "normaler" Internist. Da muss man unter Umständen mehrfach, über einen längeren Zeitraum und von verschiedenen Ärzten drauf schauen lassen.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  8. #8

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    AW: Erwerbsunfähig

    Vielen Dank!
    Bei mir liegen die Dinge leider etwas anders, aber natürlich kann man vielleicht eine genetische Problematik nicht ausschließen? Das Depressionen eventuell familiär gehäuft auftreten meine ich und er vielleicht auch darunter leidet?
    Generell ist mir der Gedanke mit der Erwerbsunfähigkeit auch aufgrund meiner eigenen Geschichte gekommen.
    Mein Bruder allerdings wird, überspitzt gesagt, lieber tot aus der Firma getragen, als vorher aus gesundheitlichen Gründen kürzer zu treten. Er ist wie gesagt sehr zuverlässig und hätte eher Angst, dass die Leute ihn für einen Schmarotzer oder Simulanten halten, als das er Angst um seine Gesundheit hat.

  9. #9

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    AW: Erwerbsunfähig

    Da werden mal wieder Dinge durcheinander gebracht. Es kann ja sein, dass dein Bruder gerade "berufsunfähig" ist, das heißt aber noch lange nicht, dass er auch "erwerbsunfähig" sein muss.

    Es scheint ihm ja nicht gut zu gehen, vielleicht ist er tatsächlich überarbeitet oder er schafft auf Dauer die schwere Arbeit in dem gleichen Umfang nicht mehr. Dann gibt es folgende Möglichkeiten:

    1. er lässt sich mal länger krank schreiben, schaut ob er sich dabei wieder erholt
    2. er geht in Reha, das muss er als Erwerbstätiger bei der Rentenversicherung beantragen. In jedem Fall zählt "Reha vor Rente."
    3. Er versucht an seiner beruflichen Situation etwas zu verändern, vielleicht ist es möglich, im Betrieb weniger schwere Arbeit zu verrichten oder einen Teil der Zeit mit anderen Arbeiten (eventl. Büro) zu verbringen.

    Rente wegen Erwerbsunfähigkeit wird er sicher keine bekommen, mal hart gesagt, selbst wenn einem ein Bein fehlt, bekommt man die nicht. Denn dann kann man ja immer noch z. B. Computerarbeit verrichten. Und die Berufsunfähigkeitsrente, die die Älteren noch bekamen, gibt es für die jüngeren Jahrgänge nicht mehr. Damals konnte man, wenn man in einem bestimmten Alter seine Arbeit (z. B. auf dem Bau) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, in Rente gehen.

    Heute ist es so, dass man schon komplett erwerbsunfähig sein muss, um überhaupt an Rente zu denken. Wie realistisch es ist, mit vielleicht 55 Jahren noch einen anderen Job zu machen, interessiert die Rentenversicherung nicht.

    Also, er sollte sich schnellstens Hilfe holen, Beratung vom Arzt, Rentenversicherung o. ä.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

  10. #10

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    9

    AW: Erwerbsunfähig

    Horus, er jammert nicht. Das ist es ja. Er beißt die Zähne zusammen und versucht, sich nichts anmerken zu lassen.
    Er hatte zwei MRT-Untersuchungen vom Kopf in vier Jahren (ohne Befund), war beim Neurologen, zwei unterschiedlichen Rheumatologen (beide durchgeführten Blut-Untersuchungen okay), beim Orthopäden, Internisten und beim Hausarzt. Einmal war er bei meinem Psychotherapeuten zum Gespräch.

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