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  1. #1
    Lebenswege
    gelöscht

    Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Meine Nichte hat vor einem guten Jahr...Frühjahr 2016 Ihr Abitur gemacht, war immer eine gute Schülerin. Eines war aber klar..Schule danach nie wieder. Da sie weiter weg wohnt, habe ich sie eine ganze Zeit lang nicht mehr gesehen. Nun waren sie für ein paar tage zu Besuch, großer Geburtstag der Oma. Dabei hat sie mir Ihre Sorgen anvertraut. Studieren möchte sie auf keinen Fall. Ihr Problem ist, - hat sie mir gesagt - sie hat zu viele Interessen und Talente...sie kann also handwerklich anpacken und vieles andere, aber nur 8 Stunden Bürojob wäre der Horror für sie. Sie (...editiert...) ...kennt sich aber auch hervorragend am PC aus...(...editiert...)
    So ist die Zeit vergangen, sie hat sich in der freien Zeit, Ihren Hobby gewidmet und einen Lehrgang in einem ihrer Hobbys gemacht und ihren pflegebedürftigen Opa mit der Oma zusammen gepflegt. Berufsberatung wollte sie nicht (nur schlechte Erfahrungen von anderen gehört) und ein privates Coaching (das bis zu 800 Euro kostet) kein Witz, wollte sie auch nicht. So bleibt jetzt Ratlosigkeit, einfach eine Ausbildung zu machen,, die einen gar nicht reizt wollte sie auch nicht...sie ist völlig ratlos und sie hat mir richtig leid getan. Sie ist kein "Faulenzer" nur völlig ratlos und hilflos. Ihr Vater würde dann nur aggressiv reagieren und sie anschreien Von Ihrer anderen Oma wurde sie "hart " angegangen und es zum völligen Bruch der beiden gekommen...
    ich würde ihr sehr sehr gerne helfen, weil sie meine "lieblingsnichte" ist, mit ihrer Mutter kann ich leider nicht gut reden. Weiß jemand von Euch einen guten Rat ? Ins Ausland möchte sie auch nicht gehen. Sie ist selbst total unglücklich darüber. Finanziell lebt sie von ihren Ersparnissen und den Eltern, wird auch von der Oma unterstützt. Das große Problem ist, sie ist selbst sehr unglücklich. Das tut mir so weh zu sehen. Danke für jeden ehrlichen und hilfreichen Rat. Viel Sonne wünsche ich Euch allen heute.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (23.10.2017 um 15:26 Uhr) Grund: Text auf Wunsch geändert

  2. #2

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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Was tut die Nichte denn selbst, um ihr Problem zu lösen? Als Tante kannst du ihr sicher zuhören und ihr den Rücken stärken, aber TUN muss sie es alleine.

    Vielleicht ist erstmal ein Job, nur um Geld zu verdienen, nicht schlecht. So, dass es für ein WG-Zimmer und die täglichen Ausgaben im Monat reicht. Auch wenn sie sich dann vielleicht erstmal einschränken muss - ich weiß ja nicht, ob sie eher auf großem Fuß lebt oder eher sparsam ist.

    Denn momentan ist sie jedenfalls von ihren Eltern finanziell abhängig. Das ist nicht nur schlecht für ihr Selbstbewusstsein, sondern es ist auch klar, dass die Familie ihr weiterhin reinquatschen kann und wird, wenn sie die Nichte schon finanziert.

  3. #3
    Avatar von Paraplumeau
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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen

    Vielleicht ist erstmal ein Job, nur um Geld zu verdienen, nicht schlecht. So, dass es für ein WG-Zimmer und die täglichen Ausgaben im Monat reicht. Auch wenn sie sich dann vielleicht erstmal einschränken muss - ich weiß ja nicht, ob sie eher auf großem Fuß lebt oder eher sparsam ist.

    Denn momentan ist sie jedenfalls von ihren Eltern finanziell abhängig. Das ist nicht nur schlecht für ihr Selbstbewusstsein, sondern es ist auch klar, dass die Familie ihr weiterhin reinquatschen kann und wird, wenn sie die Nichte schon finanziert.
    Das sehe ich komplett anders.
    Es ist jetzt Oktober, die junge Frau geht also in das zweite Jahr, ohne etwas Zukunftsweisendes zu tun.
    Ich gehe davon aus, dass die Eltern sie noch voll unterstützen (müssen) und das, ohne einen Cent Kindergeld zu erhalten.

    Es gibt hunderte von interessanten Ausbildungsberufen, mit Hilfe der Berufsberatung sollte ein Beruf für sie gefunden werden können, der sie interessiert.
    Je nachdem, wo die Ausbildung ist, kann man dann darüber nachdenken, wie man das Ausziehen aus dem Elternhaus und die finanzielle Unterstützung gestaltet.

    Es gibt Berufsberatungen innerhalb und außerhalb des Arbeitsamtes, es gibt Organisationen, die jungen Leuten bei der Orientierung helfen, der Impuls muss aber von der jungen Frau ausgehen.
    Es kann ihr nur Hilfe angeboten werden.
    Das Fundaments des Rechts ist Humanität. A. Schweitzer

  4. #4

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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Also nimm es mir nicht übel, aber da gehört schon ein bisschen die Pistole auf die Brust. Wieso werden denn die Eltern nicht aktiv?

    Dass man etwas hilflos ist mit der Berufswahl (vorallem weil es in dem Alter wie eine Entscheidung für immer wirkt) kann ich verstehen, aber sich jeglicher Beratung verweigern?

    Wenn sie so viele Interessen hat, wird sich doch einer das zahlreichen Ausbildungsberufe eignen?


    Wenn sie Schreinerin einen interessanten Beruf findet, wieso bewirbt sie sich dann nicht - es wird ja wohl mehr als diese eine im Umkreis geben.


    para hat schon ganz Recht, das ist jetzt die zweite Runde die sie anscheinend völlig ungenützt verstreichen lässt. Was macht sie denn den ganzen Tag? Geht sie wenigstens in einem Job arbeiten?

  5. #5

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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das sehe ich komplett anders.
    Es ist jetzt Oktober, die junge Frau geht also in das zweite Jahr, ohne etwas Zukunftsweisendes zu tun.
    Ich gehe davon aus, dass die Eltern sie noch voll unterstützen (müssen) und das, ohne einen Cent Kindergeld zu erhalten
    Das Problem ist ja eben, dass es bereits seit 2 Jahren so läuft und die junge Frau mittlerweile 21 sein dürfte. Vielleicht könnte sie jobben und nebenher eine Ausbildung suchen, so wie du es vorgeschlagen hast.

  6. #6
    Avatar von Wiesenblume
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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Liebe TE,

    mein Eindruck: Deine Nichte weiß sehr genau, was sie nicht will.
    Meine Frage wäre: was will sie denn?

    Als Antwort würde ich hier nicht so ein Wischiwaschi erwarten, sie ist ja schließlich keine 12 mehr.

    Warum ist ein mahnendes Feedback der Handwerkskammer zu einem (!) Betrieb für sie ein Grund, sich scheinbar generell nicht für eine Schreinerlehre zu entscheiden?

    Mir scheint, hier werden mehr Probleme als Möglichkeiten/Lösungen gesehen.
    An dieser Stelle würde ich als Lieblingstante mal ansetzen.
    Höre ihr zu, weise ihr die Möglichkeiten auf, wo sie vielleicht nur Probleme und Unwegsamkeiten sieht.
    Ich (!) würde sie aber nicht zum Jagen tragen. Was sie aus Deinen Ratschlägen macht, würde ich an Deiner Stelle ihr überlassen.

  7. #7
    Avatar von Spadina
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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Alles abzulehnen, statt sich selbst ein Bild zu machen ist unklug.

    Ihr hat es in einer Schreinerei Spaß gemacht? Nun, davon sollte das doch mehr geben als diesen Einmannbetrieb.

    Auch Coaching finde ich super. Auch da könnte man sich schlau machen, wo es denn vielleicht nur die Hälfte kosten würde.

    Und manchmal ist es im Leben so, man geht vielleicht erst mal einen Weg oder in einen Beruf, der noch nicht das Gelbe vom Ei ist, aber doofer wird man davon auch nicht, man nimmt immer etwas mit.

    Und heute ist es eh eine Illusion, dass der mal erlernte Beruf bis zur Rente der bleiben wird.

    Sich nicht entscheiden, bringt schon mal gar nichts. Aber es ist schon sinnvoll, einfach mal einen Schritt nach vorne zu machen. Und dann mal schauen, was wird.

    Sie könnte auch mal ein Jahr durch die Welt reisen, sich Unterkunft, Verpflegung erarbeiten, zum Beispiel auf der Seite von workaway.info.

    Da kann sie sich unter 10.000 Angeboten in jeder Richtung was aussuchen, Erfahrungen sammeln, sich mit jungen Menschen austauschen,

    Und sie ist erst einmal raus aus dem Elternhaus.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  8. #8
    Avatar von Paraplumeau
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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Ausbildungssuche sollte jetzt VOR dem Jobben kommen.
    Aus Erfahrung weiß ich, dass der Einstieg in die Berufsausbildung nicht nur im Herbst erfolgt, manche Ausbildung beginnt auch im Januar oder Februar. (Meine zweite Tochter begann im Februar diesen Jahres mit ihrer dreijährigen Ausbildung)

    Im Falle, dass sie nicht bereit ist, eine Ausbildung zu beginnen, wäre die Streichung des Bar-Unterhalts rechtlich möglich.
    Falls sie sich entschließen sollte, ohne Ausbildung zu arbeiten, muss diese Arbeit natürlich ihre gesamten Kosten abdecken.
    Das Fundaments des Rechts ist Humanität. A. Schweitzer

  9. #9

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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Zitat Zitat von Lebenswege Beitrag anzeigen
    einfach eine Ausbildung zu machen,, die einen gar nicht reizt wollte sie auch nicht...
    Das ist doch nicht der Punkt, sie wird doch wohl was finden was sie interessiert? Dass einen alles nicht interessiert find ich nicht nachvollziehbar.

    Der Job der einem zu 150% gefällt ist wohl noch nicht erfunden, aber alles ist besser als gar nichts zu machen.

    Diese Rumeierei kann sie sich ja auch wohl nur leisten weil andere dafür arbeiten gehen, den Zahn würde ich ihr als erstes ziehen. Wer arbeitet verdient Geld, wer nicht arbeitet nicht.

    Ich weiß von was ich rede, ich hab auch drei Kinder, und einer davon ist auch auf dem Trip nur was machen zu wollen was ihn tausendprozentig erfüllt. Kann er gern suchen so lang er will, aber den deal ich geh arbeiten (und hab auch nicht 24/7 Spaß dabei) und finanzier seine jahrelange Findungsphase, den gab es bei mir nicht.
    Alle sehen in dir den, als der du erscheinst. Wenige sind es, die dich als den fühlen, der du bist.

    Niccolò Machiavelli (1469-1527)

  10. #10
    Avatar von Paraplumeau
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    AW: Hilflosigkeit berufliche Zukunft

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen

    Sie könnte auch mal ein Jahr durch die Welt reisen, sich Unterkunft, Verpflegung erarbeiten, zum Beispiel auf der Seite von workaway.info.
    Das hätte sie im vergangenen Jahr machen können. Nun muss sie in die Puschen kommen.
    Das Fundaments des Rechts ist Humanität. A. Schweitzer

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