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  1. #1

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    Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Hallo Community,

    hab hier schon öfter geschrieben, weil unglücklich im Job.

    Bewerbe mich auch bereits weiter, hatte ein Vorstellungsgespräch, das aber leider nicht erfolgreich war.
    Indes wird die Stimmung im Team immer schlechter...
    Und insbesondere auch die Stimmung zwischen meinem Chef schon mir.
    Ich mache immer noch Überstunden, zwar nicht mehr so viele, aber eigentlich pro Woche immer so zwischen 3 und 4 Stück...Jetzt haben wir nächste Woche gemeinsam einen Termin beim Kunden und der geht nur vormittags, ich habe nachmittags gg 17h Arzttermin in meiner Stadt. Das hatte ich direkt gesagt, als es um den Termin ging. Mein Chef meinte, es sei egal, da sei ich ja lange zurück. Jetzt meinte er gestern, ich müsse von unserem Termin nochmal mit ins Büro, um dann ca. 1 Stunde anwesend zu sein, bis ich dann wieder weg müsse zum Arzttermin. Ich habe echt geschluckt, nochmal vom Termin in die Firma "anreisen" wegen 1 Stunde...? Er meinte, das sei ja nicht in der Gleitzeit vorher...Ich habe echt nur geschluckt, muss ich sagen. Ich meine, wie viele Überstunden mache ich, die nicht abgegolten werden und da kann er nicht mal ein Auge zudrücken - Gleitzeit hin, Gleitzeit her...

    Jetzt hat er wieder zum Weihnachtsessen - auch nächste Woche - eingeladen, dass er abends "großherzig" bezahlt. Ich habe weder Lust - gerade nach den letzten Vorkommnissen - daran teilzunehmen, noch ihm ein Geschenk zu machen, noch eingeladen zu werden von ihm zum Essen. Überlege ernsthaft, das Ganze abzusagen, habe aber Angst vor den Konsequenzen...Alle im Team würden das ja mitkriegen...Dadurch würde die Stimmung meines Chefes auch mir gegenüber sicher nicht besser. Andererseits kann ich einfach nicht mehr...!

    Mich interessiert Eure Meinung hierzu!

    Vielen Dank und verzweifelte Grüße,
    Sorgsame

  2. #2
    Nemesis59
    gelöscht

    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Hm, sagen wir mal so: gehst du dennoch hin zur Einladung wird die Stimmung sicher nicht besser werden, der Wurm ist halt drin. Bleibst du weg, genauso, denk ich mal. Ich würde nicht hingehen um zu zeigen, daß private Zusammenkünfte nicht erwünscht sind und das muß auch niemand mitmachen.

    Kannst du mit ihm nicht mal ein vernünftiges, klärendes Gespräch unter 4 Augen führen ?

  3. #3

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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Ich bin der Meinung, dass eigentlich jeder im Leben mal eine Weile im Verkauf/Vertrieb arbeiten sollte. Dort würde man lernen, dass man im Job auch immer sich selbst als Arbeitskraft verkauft. Der Verkäufer einer Hose sagt auch nicht, dass sie hier knittert, dort etwas zu eng sitzt und die Marke eh nix taugt. Sie wird immer positiv dargestellt.

    Als Verkäufer seiner eigenen Arbeitskraft sollte man sich immer positiv verkaufen, d.h. die Vorteile herausstellen, Nachteile nicht erkennen lassen und dem potenziellen Käufer (Chef) schmeicheln. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

    Was ich in Wahrheit über die Firma/den Chef denke, sollte privat, unausgesprochen und unbemerkt bleiben.

  4. #4
    Avatar von Malina70
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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Hallo sorgsame,

    ich würde mit einer halbwegs plausiblen Ausrede absagen. Vermutlich wird Dein Chef Dir nicht glauben oder zumindest Zweifel haben. Aber das wäre mir dann egal. Es könnte ja tatsächlich sein, dass Du keine Zeit hast und dann müsstest Du mit dem Verdacht, Dich drücken zu wollen, auch leben.

    Was die Zeitgeschichte angeht, würde ich unter den gegebenen Umständen kein Entgegenkommen erwarten und meinerseits auch so wenig Überstunden wie irgend möglich machen.

    Ein zerrüttetes Verhältnis lässt sich nicht mal eben kitten. Und wenn Du eh weg willst, dann heißt es wohl nur noch, gute Miene machen so gut wie möglich und weiterbewerben.

    Ich drück Dir die Daumen, dass es bald klappt,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  5. #5

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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Als Verkäufer seiner eigenen Arbeitskraft sollte man sich immer positiv verkaufen, d.h. die Vorteile herausstellen, Nachteile nicht erkennen lassen und dem potenziellen Käufer (Chef) schmeicheln. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
    Du, das habe ich bereits jahrelang erfolglos gemacht. Und ich sag Dir was: Wenn Du jahrelang Überstunden machst, privat dieses und jenes machst und NICHTS, aber auch GAR NICHTS darüber raus kommt, dann kannst Du Dich schonmal fragen, warum Du das noch weiter machen willst. Würdest DU das endlos weiter machen, wenn es nichts bringt? Oder würdest Du Dich nicht auch wegbewerben..und bis Du weg bist, einfach nur noch Deinen Job machen....

  6. #6

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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo sorgsame,

    ich würde mit einer halbwegs plausiblen Ausrede absagen. Vermutlich wird Dein Chef Dir nicht glauben oder zumindest Zweifel haben. Aber das wäre mir dann egal. Es könnte ja tatsächlich sein, dass Du keine Zeit hast und dann müsstest Du mit dem Verdacht, Dich drücken zu wollen, auch leben.
    Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich machen soll. Ich weiß nur, was ich nicht (mehr) kann: Gute Miene zum bösen Spiel.
    Was die Zeitgeschichte angeht, würde ich unter den gegebenen Umständen kein Entgegenkommen erwarten und meinerseits auch so wenig Überstunden wie irgend möglich machen.
    Aber das ist ja eben schwierig...Mein Chef brummt mir an allen Ecken und Kanten Sachen auf...wenn ich dann sage: "Schaffe ich nicht (mehr)", heißt es "musst halt mal länger bleiben", wenn ich dann sage "sehe ich nicht mehr ein", wird "gemotzt" und es wird zumindest sehr sehr anstrengend...

    Ein zerrüttetes Verhältnis lässt sich nicht mal eben kitten.
    DAS ist eben auch das, was ich denke. Ich halte zwischenzeitlich auch überhaupt nicht mehr viel von ihm. Klar, das merkt er schon auch und dadurch wird die Stimmung sicher nicht besser...
    Und wenn Du eh weg willst, dann heißt es wohl nur noch, gute Miene machen so gut wie möglich und weiterbewerben.
    ...an dem "so gut wie möglich" scheitere ich gerade ziemlich..ich leide sehr. Und mit dem wegbewerben wird auch schwieriger als ich dachte. Ich müsste noch mehr Bewerbungen raushauen..auch mal initiativ. Aber dazu bräuchte ich mehr Zeit...Die ich ja oft nicht habe, weil ich eben auch zu viel arbeite immer noch...

  7. #7
    Avatar von KHelga
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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Hallo Sorgsame,

    nach Lage der Dinge würde ich auf jeden Fall das Weihnachtsessen absagen. Dies, weil ich der Meinung bin, dass das Klima zu Deinem Chef nicht besser wird.

    Du hast also nichts zu verlieren, wenn Du nicht hingehst.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  8. #8

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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Zitat Zitat von Nemesis59 Beitrag anzeigen

    Kannst du mit ihm nicht mal ein vernünftiges, klärendes Gespräch unter 4 Augen führen ?
    Das habe ich schon mehrfach erfolglos versucht. Er will auch ein Jahresgespräch mit mir machen. Ich weiß nicht, was ich ihm sagen soll, außer: Ich kann überhaupt nicht mehr...!

    Ich habe ihm z.B. auch schon mehrfach gesagt, dass ich mir veräppelt vorkomme, wenn ich mich ein- und ausstempeln soll, wenn ich mir mal ein Müsli zubereite oder Joghurt esse, damit es korrekt ist. Ich aber im Gegenzug IMMER Dutzende von Überstunden mache, die mir ja auch nicht "angerechnet" werden. Er hat dann gesagt, ich würde das Ganze nicht verstehen. Und er hat Recht. Ich verstehe es auch nicht. Von mir wird ziemlich viel erwartet, ich mache auch ziemlich viel. Nur kriege ich nichts zurück und soll das auch verstehen. Häh...?

  9. #9

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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen
    Hallo Sorgsame,

    nach Lage der Dinge würde ich auf jeden Fall das Weihnachtsessen absagen. Dies, weil ich der Meinung bin, dass das Klima zu Deinem Chef nicht besser wird.

    Du hast also nichts zu verlieren, wenn Du nicht hingehst.
    Ich befürchte halt nur, dass das Klima danach NOCH schlechter wird. Er wird ja schon kapieren, dass ich nicht kommen WILL und nicht, dass ich nicht kommen KANN. Oder wie würdest Du versuchen, da rauszukommen. Zudem haben wir auch am nächsten Tag ein wichtiges Gespräch in der Firma selber. Wie soll ich da auftreten?

  10. #10

    Registriert seit
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    AW: Weihnachtseinladung absagen - welche Folgen sind denkbar?

    Hallo Sorgsame,

    es ist eine weitverbreitete Einschätzung, dass eine Weihnachtsfeier eine private Einladung wäre, über deren Teilnahme man dann selbst entscheidet. Dem ist aber nicht so, sie gehört zur Arbeit dazu.

    Die Arbeit in einem Betrieb besteht nicht nur aus den zu erledigenden Aufgaben, man muss sich auch in ein Team einfügen, Kontakt zu Kollegen pflegen, kommunikativ und konfliktfähig sein. Funktioniert dies nicht, helfen auch die rein fachlichen Kompetenzen nicht mehr weiter und es knirscht gewaltig im Gebälk. Deshalb besteht ein Arbeitszeugnis auch nicht nur aus der fachlichen Beurteilung, sondern auch in der Beurteilung der sozialen und "weichen" Skills.

    Eine betriebliche Weihnachtsfeier ist deshalb auch eine offizielle Maßnahme, das betriebliche Miteinander zu fördern ohne das es einfach nicht geht. Wie privat man dann auf der Feier wird, bleibt jedem Mitarbeiter selbst überlassen.

    Gerade wenn Konflikte bestehen, der Umgang mit dem Chef schwierig wird, würde ich es tunlichst vermeiden, mich auch noch um die Weihnachtsfeier zu drücken. Eine Absage würde den evtl. schlechter werdenden Eindruck, den der Chef hat auch noch unterstützen und bestätigen. Diese Nahrung würde ich dem Konflikt nicht geben, sondern ihn auf der fachlich/sachlichen Ebene zu klären versuchen (oder mich wegbewerben, wie du es tust).

    Deshalb mein Rat: Weihnachtsfeier zusagen, dort mit fröhlicher Miene plaudern und sich beim Chef für die Einladung bedanken.

    Ich würde kein zusätzliches Öl ins Feier gießen und ihm berechtigte Kritik in die Hände spielen wollen (erst Recht nicht, wenn ich noch keine Jobalternative hätte).

    Alles Gute für die Jobsuche, ich drücke dir die Daumen!
    Grüße
    Drahtseilakt
    a
    Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig. (Seneca)

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