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  1. #191
    Avatar von segres
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von Dampfnudelblues Beitrag anzeigen
    Aber ich bin hier jetzt raus, da anscheinend nur eine Richtung zählt...
    Nicht unbedingt. Wenn der Beruf gleichzeitig Spaß bedeutet, dann empfindet man die Überstunden nicht als Belastung. Zumindest dann nicht, wenn man weder Kinder noch alte Eltern zu versorgen hat und auch der Partner nur minimale gemeinsame Zeit einfordert.
    Wenn der Beruf Spaß macht, dürfte er im Allgemeinen auch so strukturiert sein, dass man innerhalb der Arbeitszeit zur Erholung kommt, indem man auch Zeiträume hat, wo man nicht unter Druck steht und ständig erreichbar sein muss. Aber solche Bedingungen haben nur Wenige.
    Die Schönheit eines Kuchens erkennt man nur mit dem Gaumen gut.
    (Frenchie)

  2. #192
    Moderation Avatar von LaRimbecca
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Dampfnudelblues, ich finde es schön, wenn Du Spaß und Freude bei der Arbeit hast. Da ist doch keine Kritik dabei. Allerdings ist es für mich unvorstellbar, 12 Jahre lang ein wöchentliches Arbeitspensum von 60 Stunden zu schaffen, und wenn mir die Arbeit noch so viel Spaß macht. Ich kenne Zeiten mit einem solchen Arbeitspensum, und spätestens nach drei, vier Monaten brauchte ich danach dringend eine Ruhepause. Deswegen ist es für mich unvorstellbar, über einen so langen Zeitraum eine solche Leistung zu bringen - ich wäre längst zusammen geklappt.

    Seit ich mit meinem Partner zusammen bin, spätestens seit wir zusammen leben, hätte so etwas auf Dauer unsere Partnerschaft zerstört. Es ist jetzt schon so, dass ich nach einigen Monaten mit regelhaftem Überstundenaufbau im Privaten nur noch die Kraft für Erholung gehabt habe, in keinerlei Weise für das Ausleben von Interessen. Da ist meine klare Prioritätensetzung eine andere und ich bin froh, dass es gerade wieder anders läuft.

    Zum Theman Blackberry: So etwas hatte ich, als ich noch auf mittlerer Leitungsebene gearbeitet habe. Es hat mich total unter Druck gesetzt, jederzeit meine emails checken zu können. Es war ein schöner Moment, als ich beim Jobwechsel dieses Ding abgegeben und ein stinknormales Telefonier-und-SMS-Handy in Emfpang genommen habe. Das auch aus ist, wenn ich Feierabend/Wochenende/Urlaub habe.
    Wo kein Weg mehr ist, ist des Wegs Beginn.

    - Manfred Hausmann -

  3. #193
    Avatar von Lorelei
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Ich hab in den schlimmsten Zeiten sogar schon mal gesagt: Sklaven haben es besser, die bekamen noch freie Kost und Logis.
    Na, was meinst Du, warum die Sklaverei in den USA m,al aufgegeben wurde ?

    Nicht aus Menschlichkeit ...... Weil es wirtschaftlich günstiger war.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  4. #194
    Avatar von PetitPois
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Ach Lorelei, wenn deine Beitrag nicht so ernsthaft und richtig wäre, könnte man fast darüber lachen
    Sei Du selbst!
    Denn alle anderen gibt es schon.

  5. #195
    Avatar von Lorelei
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von segres Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt. Wenn der Beruf gleichzeitig Spaß bedeutet, dann empfindet man die Überstunden nicht als Belastung. Zumindest dann nicht, wenn man weder Kinder noch alte Eltern zu versorgen hat und auch der Partner nur minimale gemeinsame Zeit einfordert.
    Yepp - ein interessanter Bürojob, wo man zwischendurch mal seinen Joghurt löffelt und in der Bricom surft, sieht etwas anders anders aus, als ein Job in der Produktion.

    Bei meinen früheren AG mußte dort steril gearbeitet werden .... D.h., volle Kluft, bei brüllender Hitze. Und bei kurzen Arbeitspausen stehen bleiben und die Arme seitlich abstrecken. Toilettengänge nur in der Mittagspause ...... Ganz ehrlich: DA frage ich mich, wie man das länger als 3 h am Stück aushalten kann ......
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  6. #196

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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Yepp - ein interessanter Bürojob, wo man zwischendurch mal seinen Joghurt löffelt und in der Bricom surft, sieht etwas anders anders aus, als ein Job in der Produktion.

    Bei meinen früheren AG mußte dort steril gearbeitet werden .... D.h., volle Kluft, bei brüllender Hitze. Und bei kurzen Arbeitspausen stehen bleiben und die Arme seitlich abstrecken. Toilettengänge nur in der Mittagspause ...... Ganz ehrlich: DA frage ich mich, wie man das länger als 3 h am Stück aushalten kann ......
    Liebe Lorelei, OT - den Film "Contagion" schon gesehen?

  7. #197

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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Hab gerade mit ein paar Freundinnen beim Sonntagskuchen geredet - die meisten sind übrigens "feste Freie" und haben nicht mal so wie feste Arbeitszeiten - und müssen vom wirklich, ähm, grenzwertigen Lohn Sozialleistungen berappen. Und anscheinend geht wohl die Tendenz dahin - was ausgelagert werden kann, wird ausgelagert.

    Oberhammer sind für mich Lehrberufe, bei denen nicht mal die Vor- und Nachbereitung miteinberechnet wird.

  8. #198
    Moderation Avatar von marilyn-74
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Hab gerade mit ein paar Freundinnen beim Sonntagskuchen geredet - die meisten sind übrigens "feste Freie" und haben nicht mal so wie feste Arbeitszeiten - und müssen vom wirklich, ähm, grenzwertigen Lohn Sozialleistungen berappen. Und anscheinend geht wohl die Tendenz dahin - was ausgelagert werden kann, wird ausgelagert.
    Dazu passt das ja:
    Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    So soll der Konzern künftig nur noch von einer kleinen Kernbelegschaft geführt werden. Spezialisten und Fachkräfte hingegen will auf einer eigens gegründeten Internetplattform anwerben. Dort sollen sich freie Mitarbeiter aus der ganzen Welt präsentieren und nach bestimmten, von IBM entworfenen Qualitätsmerkmalen zertifiziert werden.

    Ähnlich wie beim sozialen Netzwerk Facebook könnten Arbeitnehmer in dem IBM-Modell Bewertungen und Zeugnisse der Arbeitgeber erhalten, die dann von anderen Unternehmen eingesehen werden. Die in einer "Cloud" (Wolke) organisierten Arbeitskräfte, heißt es in dem IBM-Papier, würden internationale Arbeitsverträge erhalten, um restriktive Vorschriften in den jeweiligen Heimatländern zu umgehen.

    Außerdem sollen sie auch nur für die Dauer der jeweiligen Projekte beschäftigt werden. Ein solches System, in dem weltweit Arbeitskräfte um befristete Jobs auf Internetplattformen konkurrieren, würde Konzernen wie IBM gewaltige Einsparungen bringen und die Effizienz erheblich steigern.
    Wohl hett mi dat Lewen all min Lengen still,
    Hett mi all dat geven, wat min Hart erfüllt;
    All dat is verswunnen, wat mi drück un dreev,
    Hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev.


    Moderatorin in Über das Kennenlernen, Der "gebrauchte" Mann, Musik - Von Klassik bis Pop & Filme aus TV und Kino

  9. #199

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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Das ruiniert die Arbeitgeber. Die Qualität der Arbeit lebt von Motivation, und die lebt von der Loyalität des Arbeitgebers.

  10. #200
    Avatar von Lorelei
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    AW: Überstunden - wieviel ist "normal"?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Das ruiniert die Arbeitgeber. Die Qualität der Arbeit lebt von Motivation, und die lebt von der Loyalität des Arbeitgebers.
    So isses - sollen sie mal machen, sie werden sehen, was sie davon haben ....

    Die Firma, wo meine Freundin arbeitet, läßt z.B. pharmazeutische Dossiers in Indien erstellen.... Das ist eine sehr qualifizierte Arbeit, die von Apothekern oder Naturwissenschaftlern gemacht werden muß. Nur ist die Qualität so mies und erfordert hier soviel Nacharbeit, das sie es auch direkt hier hätten machen lassen können.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

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