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  1. #1
    Moderation Avatar von izzie
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    Ambulante Reha

    Hallo,

    hat jemand von euch schon mal eine ambulante Reha (3-4 Wochen im orthopädischen Bereich) gemacht?

    Mein Orthopäde liegt mir damit seit Jahren in den Ohren und in diesem Frühsommer wäre der Zeitpunkt für mich sowohl beruflich als auch privat gut geeignet.

    Wie muss ich mir das vorstellen, wie das abläuft? Morgens hin, dann Therapien, Anwendungen etc. und nachmittags/abends wieder heim?

    Und bringt das was, auch wenn der "Alltagsstress" bleibt?

    Es wäre toll, wenn mir jemand seine Erfahrungen mitteilen könnte,
    vielen Dank schon mal,
    izzie
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  2. #2
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Ambulante Reha

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Wie muss ich mir das vorstellen, wie das abläuft? Morgens hin, dann Therapien, Anwendungen etc. und nachmittags/abends wieder heim?
    Ja, so läuft das.

    Bringen tut es insofern etwas, weil du jeden Tag verschiedene Anwendungen/Therapien hast. Sonst, im Alltagsleben bleibt dafür ja keine Zeit. Und verschiedenartige Anwendungen hat man normalerweise auch nicht.

    Ich selbst hatte eine Reha-Maßnahme im Anschluss an einer Bandscheiben-OP, die nicht ambulant war. Reha habe ich persönlich nicht als Erholungsmaßnahme, sondern als anstrengende "Arbeit" erlebt. Für die Alltagsgeschäfte v. a. abends wäre ich sicher viel zu erschöpft gewesen - das hätte jemand anderes machen müssen. Insofern war ich froh, dass ich nicht zu Hause war. Außerdem gab es Bereiche (Trainingsraum, Schwimmbad), die man auch außerhalb seiner Therapiezeiten besuchen konnte und auch sollte. Das fällt bei der ambulanten Reha wahrscheinlich weg.

    Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich eine nicht ambulante Reha bevorzugen.
    Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
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  3. #3
    Avatar von Kikiri
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    geschockt AW: Ambulante Reha

    Hallo Izzi,

    ich hatte vor 2 Jahren eine stationäre Orthopädische Reha. Da im Reha-Zentrum große Umbauarbeiten stattfanden, waren immer ca. 50-100 Patienten ausgelagert und in Hotels untergebracht - ich auch.

    Es war also leicht "ambulant" (ca. 2 km entfernt), jedoch ohne zu Hause zu übernachten.

    Und mein Fazit: Niemals Ambulante Reha!!!

    Es war ein ständiges Gerenne vollbepackt mit Klamotten für die 5-8 verschiedenen Anwendungen pro Tag. Kein eigenes Zimmer, auch nicht, um sich zwischen zwei Anwendungen mal hinzulegen, zu entspannen, zu klönen,...

    Andere Patienten kamen gleich im Morgenmantel zu den Bädern, ich hatte bei -17°C dicke Wintermantel, Handschuhe,... dabei - und musste diese Klamotten zusätzlich immer mitschleppen (kein Zimmer, kein Schließfach,...).

    Gerade bei Rückenproblemen ist das nicht ok. Der zusätzliche Stress ist echt nicht gesundheitsförderlich.

    Wenn Du zuhause dann mit Deiner Hausarbeit, Telefonaten, Terminen,... zugeballert wirst, ist es noch weniger entlastend. Für die anderen bist Du ja noch "da".

    Auch Kontakte mit Mitpatienten (die auch wirklich hilfreich und angenehm sein können), kannst Du wahrscheinlich schlecht bekommen.

    Wenn es sich irgendwie organisieren lässt, würde ich eher zu der Stationären Reha raten.

    Gute Besserung wünscht

    Kiki
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  4. #4
    Avatar von brighid
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    AW: Ambulante Reha

    orthopädische reha war angesagt.

    ich: ich möchte ambulant.

    mein orthopäde: stationär oder keine befürwortung.

    ich bin 4 wochen stationär gefahren- und habe keinen tag bereut. die mit-patienten die zu den anwendungen kamen und dann wieder in ihre pensionen, hotels etc gefahren, gelaufen, gewankt sind- haben mir leid getan.

    es waren 4 wochen- um ein völlig andere gefühl auch für mich selbst und meine malläisen zu bekommen.

    ambulant- nie

    stationär: jederzeit wieder.

    mein fazit.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

  5. #5
    Avatar von happyday26
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    AW: Ambulante Reha

    Hallo Izzie,

    ich habe das vor einiger Zeit gemacht wegen einer Frozen Shoulder in Folge eines Impingement-Syndroms.
    Ich musste 3 mal pro Woche für 3 Stunden in das Reha-Zentrum und konnte das gut mit meinen Arbeitszeiten koordinieren.
    Mir hat die Behandlung super geholfen, war sehr anstrengend, aber sehr effektiv.
    Auf stationär hätte ich nullinger Lust gehabt!

    Alles Gute für Dich!

  6. #6
    Moderation Avatar von izzie
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    AW: Ambulante Reha

    Habe jetzt die Zusage für 3 Wochen Ambulante Reha bekommen in einem extra dafür ausgerichteten Zentrum hier vor Ort, los geht es im Juni.

    Lt. Auskunft der Mitarbeiterin, mit der ich telefoniert habe, werde ich täglich 5-6 Stunden dort sein, für meine Sachen bekomme ich für die gesamte Zeit der Reha einen geräumigen abschließbaren Schrank, damit ich nicht täglich alles hin- und herbringen muss.

    Ich bin gespannt, werde hier berichten, nächste Woche muss ich das erst mal meinem Chef beibringen, der wird nicht erfreut sein.
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  7. #7
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Ambulante Reha

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Ich bin gespannt, werde hier berichten, nächste Woche muss ich das erst mal meinem Chef beibringen, der wird nicht erfreut sein.
    Dann wünsche ich dir, dass sich dein Zustand merklich bessert. Und das wird deinen Arbeitgeber auch am meisten interessieren, dass du danach wieder fit bist.
    Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
    Marie von Ebner-Eschenbach


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  8. #8
    Moderation Avatar von izzie
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    AW: Ambulante Reha

    So, nach 4 Wochen Ambulanter Reha (3 + 1 Verlängerungswoche) muss ich doch mal berichten:

    Es war wesentlich anstrengender, als ich mir das vorgestellt habe, sehr viele Therapien, bei denen man selbst aktiv ist (von wegen Kururlaub mit Massage, wie einige Kollegen meinten). Daheim ist ganz schön was liegengeblieben.

    Besonders positiv fand ich, dass ich während der gesamten Zeit den gleichen Krankengymnasten bei der Einzel-KG hatte, dadurch war diese Therapie sehr effektiv.

    Ich habe viele Tipps für daheim und für die Arbeit bekommen, die auch gut umsetzbar bzw. in die Abläufe integrierbar sind.

    Die obligatorische Ernährungsberatung war für die Katz', ich glaub' inzwischen, jeder Diätassistent hat seine eigene Theorie, was gesunde Ernährung angeht.

    Bei den Entspannungstechniken konnte man in der ersten Woche in verschiedene Techniken "reinschnuppern", die persönlichen Präferenzen wurden dann in den Folgewochen berücksichtigt.

    Nach besonders anstrengenden Therapien war immer eine Ruhepause eingeplant, ich war jeden Tag zwischen 4 und 6 Stunden in der Reha-Klinik.

    Eine deutliche Verbesserung meiner Beschwerden konnte ich Mitte der dritten Woche feststellen, von daher war es ganz gut, dass noch eine Woche dran gehängt wurde.

    Nach Abschluss der Reha kann ich jetzt noch 24 mal kommen für Sport, Rückengymnastik, Fango etc., das finde ich richtig gut, nennt sich IRENA.

    Fazit: Ich kann eine ambulante Reha empfehlen, kommt aber sicher immer auf die gesundheitliche Ausgangssituation und die Einrichtung an.
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  9. #9
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Ambulante Reha

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Es war wesentlich anstrengender, als ich mir das vorgestellt habe, sehr viele Therapien, bei denen man selbst aktiv ist (von wegen Kururlaub mit Massage, wie einige Kollegen meinten). [...]

    Besonders positiv fand ich, dass ich während der gesamten Zeit den gleichen Krankengymnasten bei der Einzel-KG hatte, dadurch war diese Therapie sehr effektiv.

    Ich habe viele Tipps für daheim und für die Arbeit bekommen, die auch gut umsetzbar bzw. in die Abläufe integrierbar sind.

    [...] Bei den Entspannungstechniken konnte man in der ersten Woche in verschiedene Techniken "reinschnuppern", die persönlichen Präferenzen wurden dann in den Folgewochen berücksichtigt.

    Nach besonders anstrengenden Therapien war immer eine Ruhepause eingeplant, ich war jeden Tag zwischen 4 und 6 Stunden in der Reha-Klinik.
    Grundsätzlich war das bei mir in der stationären Reha genauso. Es kommt offensichtlich nur darauf an, ob man lieber wieder nach Hause fährt oder auch noch untergebracht ist. Ich hatte allerdings nicht die Wahl - nach meiner Bandscheiben-OP gings sofort in die Reha.
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  10. #10
    Avatar von kamy
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    AW: Ambulante Reha

    Ich fahre demnächst zu einer stationären Reha, ebenfalls Orthopädie. Ambulant kann ich mir nicht so recht für mich vorstellen, ist für mich ein Gehetzte, man gehört nicht wirklich "zu denen", die dort auch Rehamassnahme durchführen lassen. Dazu wäre es für mich schier unvorstellbar, jeden morgen früh aufzustehen, mich schnell fertig machen, und dann los- wie zur Arbeit eben. Jeder Stau inbegriffen.
    Nein, eine Reha soll für mich nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele sein.
    Eine meiner Freundinnen berichtete mir von ihrer ambulanten Reha, die sie wiederum gar nicht so schlecht fand, weil dicht an zu Hause, wo sie ihre Tochter im Teenageralter hatte, als allein erziehende Mutter. Das verstehe ich, ist höhere Gewalt.
    Aber jedem, der irgendwie einrichten kann, zu einer "richtigen" Reha zu fahren, kann ich dazu nur raten, auch aus den eigenen Erfahrungen. Einfach mal vom Alltag gelöst, etwas für sich tun.
    Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut. Augustinus

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