Mandel-Baiser-Pralinen
200 g Mandelstifte
2 Baiser (80 g)
70 g kandierte Orangenscheiben
300 g Kuvertüre
Mandelstifte bei 200 °C für 15-20 Minuten rösten und abkühlen lassen. Vorsicht, sie verbrennen leicht! Baiser fein zerbröseln, Orangenscheiben in sehr kleine Würfel schneiden. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, Mandeln, Baiserbrösel und Orangenwürfel zugeben. Mit Teelöffeln kleine Häufchen der Masse abstechen, auf ein Blech setzen und trocken lassen.
Böhmische Bärentatzen
Teig
280 g Butter
280 g Zucker
250 g geriebene Mandeln
350 g Mehl
200 g geriebene Halbbitterkuvertüre
1 Eigelb
1 Zitronenschale
je 1 Prise Zimt und Nelken
außerdem
Puderzucker zum Besieben
Knetteig herstellen und gut kühlen. Madeleine-Förmchen mit einem Pinsel ganz dünn mit geschmacksneutralem Öl einfetten. Etwas Teig in jede Form drücken. Die Form soll nicht völlig ausgefüllt sein, nur die Konturen sollen mit Teig nachgebildet werden. Förmchen bei 190-200 °C ca. 10 min in den Backofen stellen. Bärentatzen noch möglichst warm vorsichtig aus den Förmchen klopfen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Erkaltete Bärentatzen dünn mit Puderzucker besieben.
Einmal verwendete Förmchen müssen nicht neu gefettet werden. Es reicht, wenn man sie mit einem Zewa-Tuch leicht auswischt, dann kann frischer Teig hinein gedrückt werden.
Buttergebäck
Teig
240 g Butter
140 g Zucker
3 Eigelb
350 g Mehl
½ Teel. Backpulver
¼ Fläschen Zitronenöl
½ Pck. Vanillinzucker
außerdem
Eigelb zum Bestreichen
Knetteig herstellen und gut kühlen. Teig ca. 2 mm dick ausrollen, beliebige Formen ausstechen. Mit genügend Abstand auf ein Blech setzen, mit Eigelb bestreichen und bei 190 °C in ca. 10 min goldgelb backen.
Buttergebäck kennt jeder. Oft schmeckt es mE mehlig und ist hart. Obige Butterplätzchen sind durch den hohen Anteil an Eiern und Butter außen knusprig, innen weich und schmecken wirklich nach Butter statt nach Mehl.
Pinienplätzchen
Teig
100 g Pinienkerne
250 g Mehl
50 g Zucker
2 Päckchen Vanillinzucker
150 Butter
1 Eigelb
Baiser
75 g Puderzucker
1 Eiweiß
120 g Pinienkerne
Puderzucker zum Besieben
Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten (Achtung, verbrennen leicht), abkühlen lassen, fein mahlen. Pinienkerne und übrige Teigzutaten zu einem Mürbeteig verkneten und sehr gut kühlen. Teig ist sehr fettig und reißt beim Ausrollen leicht.
Rechteckige Plätzchen mit gewelltem Rand (ca. 2 x 4 cm) ausstechen und mit wenig Abstand auf ein Blech legen.
Puderzucker sieben, mit Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, Plätzchen dünn damit bestreichen. Mit Pinienkernen bestreuen.
Bei 175 °C in 15-20 min hellbraun backen, nach dem Abkühlen dünn mit Puderzucker besieben.
Tipp
Pinienkerne sind sehr teuer. Meist werden sie in 60g-Tütchen angeboten. Meiner Meinung nach reicht es völlig, 3 Tüten = 180 g zu kaufen: 100 g zum Rösten und Mahlen für den Teig, 80 g zum Bestreuen der Baisermasse.
Die Baisermasse ist sehr knapp bemessen. Ich nehme in der Regel die doppelte Menge, also 150 g Puderzucker und 2 Eiweiß.
Gewürzschnitten vom Blech
Teig
100 g Trockenpflaumen
50 g getrocknete Aprikosen
100 g kandierter Ingwer
125 g Butter
3 Eier
250 g Zucker
6 Essl. Milch
2 Teel. Backpulver
250 g Mehl
je 1 Msp. Nelken, Kardamom und Anis
je 1 Prise Muskatnuss und Muskatblüte (= Macis)
2 Essl. Kakao
250 g Mandelstifte
Guss
250 g Puderzucker
2 Teel. lösliches Kaffeepulver
etwas heißes Wasser (ca. 4-5 Essl.)
evtl. 1 Essl. Rum
Trockenfrüchte und Ingwer fein hacken. Fett, Eier und Zucker cremig schlagen. Die Milch unterrühren. Mehl, Backpulver, die gemahlenen Gewürze, Trockenfrüchte, Ingwer und Kakao mischen und unterrühren. Teig auf ein Backblech streichen. Die Mandelstifte darüber streuen und leicht andrücken. Bei 175 °C etwa 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Puderzucker, Kaffeepulver und evtl. Rum mit 4-5 Essl. heißem Wasser verrühren und den Kuchen damit bestreichen. In kleine Würfel schneiden.
Tipp
Der Guss ist knapp bemessen, und Instant-Kaffeepulver lässt sich nicht so gut im Puderzucker verteilen bzw. gleichmäßig auflösen.
Ich nehme ca. 350 g Puderzucker. Dann koche ich normalen Kaffee und löse 1-2 Tüten Cappucino-Pulver darin auf. Mit ca. 5-6 Essl. dieses Kaffee-Cappuccino-Gemisches - und mit einem Essl. Rum - verrühre ich den Puderzucker zu einem Guss.
Der Guss sollte sehr gut trocknen, mindestens 24 Stunden an einem kühlen Ort, sonst lässt sich der Kuchen kaum vernünftig schneiden.
Rheinische Spitzkuchen
Teig
700 g Honig
200 g Rübensirup
1 kg Mehl
200 g Rosinen
200 g Korinthen
200 g Orangeat
100 g Zitronat
150 g gehackte Mandeln
3 Teel. Zimt
½ Teel. Kardamom
½ Teel. Nelkenpulver
½ Teel. Piment
1 Msp. Muskatblüte (= Macis)
10 g Pottasche
5 Essl. Milch
Glasur
ca. 1-1,2 kg Vollmilch-Kuvertüre
Honig und Rübensirup in einem Topf aufkochen und abkühlen lassen.
Mehl, Rosinen, Korinthen, Orangeat, Zitronat, Mandeln und Gewürze in einer großem Schlüssel gut vermischen, dann auf ein Backbrett geben und eine große Mulde hinein drücken. Flüssige Honigmischung langsam in die Mulde gießen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Dabei nach Bedarf noch etwas Mehl unterkneten.
Pottasche in der Milch auflösen; es wird eine breiige Mischung. Portionsweise unter den Teig kneten, Teig dabei lange und kräftig kneten, die Pottasche muss sich sehr gleichmäßig im Teig verteilen.
Teig anschließend zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben, mit einem passenden Teller abdecken und mindestens 24 Stunden kühl stellen. Nicht in den Kühlschrank geben, sondern im Keller oder kühlen Schlafzimmer aufbewahren. Die „Lagerzeit“ darf auch gerne 2-3 Tage dauern.
Teig in 8 Stücke teilen, jedes Stück zu einer 35-40 cm langen Rolle formen. Die Rollen sollen so lang sein, dass sie gerade noch aufs Backblech passen, notfalls auch leicht diagonal legen. Je 2-3 Rollen mit genügend Abstand auf ein Backblech legen und bei 200 °C in etwa 20 min hellbraun backen. Die gebackenen Rollen haben die Farbe und Konsistenz von hellem Roggen-Mischbrot. Rollen etwas abkühlen lassen, dann aber so warm wie möglich schräg in Spitzen schneiden. Ausgekühlte Rollen bröseln beim Schneiden sehr stark. Das Schneiden funktioniert am besten mit einem scharfen Messer mit Wellenschliff. Pro Rolle schneide ich ca. 25 Spitzen, dabei halte ich die Messerklinge abwechselnd schräg nach rechts, dann schräg nach links, dann wieder nach rechts usw., so dass Spitzen mit einem sehr breiten und einem sehr schmalen Ende entstehen.
Abgekühlte Spitzen in eine große Blechdose geben. Sie werden über Nacht steinhart.
Glasieren: Ich piekse von oben mit einer Pellkartoffelgabel in die Spitzkuchen, nehme einen Backpinsel, um sie rundum mit flüssiger Kuvertüre zu bestreichen, und setze sie dann auf ein Backblech. Die Pellkartoffelgabel entferne ich, indem ich mit einer Gabel leicht auf die Oberseite der glasierten Spitzkuchen drücke und die Pellkartoffelgabel dabei heraus ziehe.
Wenn die Glasur getrocknet ist, packe ich die Spitzkuchen wieder in die Blechdose. Dazu kommt ein Apfel, am besten ein Boskop oder Cox Orange (Tipp von meiner böhmischen Großmutter). Ich schneide den Apfel in Achtel, lege die Achtel in eine „Schüssel“ aus Alufolie oder Pergamentpapier und lege dieses „Apfel-Schüsselchen“ oben auf die Spitzkuchen. Die Schlüssel ist wichtig, damit austretenden Apfelsaft die Spitzkuchen nicht durchweicht. Blechdose verschließen. Ab und zu gucken, wie die Apfelstücke aussehen: Bevor sie schimmeln, muss man sie natürlich entfernen. Dann lagern die Spitzkuchen noch ca. 3-4 Wochen ohne Apfel in der verschlossenen Blechdose. Diese Lagerzeit ist wichtig, damit sie richtig schön weich werden und ihr volles Lebkuchenaroma entwickeln. Ich backe sie möglichst schon Ende Oktober oder spätestens Anfang November, damit sie zum Advent genießbar sind.
Der Teig ist eine echte Herausforderung: Er ist nicht kompliziert, aber Kräfte zehrend. Ich brauche mindestens 1 Stunde, bis ich alle Zutaten inklusive Pottasche gleichmäßig verknetet habe. Anschließend habe ich immer ca. 1-2 Tage Muskelkater in den Oberarmen.










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