liebe tigerente!
es wäre interessant, vor deinem kleinen herrn und gebieter, die kartoffeln kugelgemüse und den reis ovalgemüse, und broccolli bäumchengemüse zu nennen. wie er dann wohl reagiert?
liebe tigerente!
es wäre interessant, vor deinem kleinen herrn und gebieter, die kartoffeln kugelgemüse und den reis ovalgemüse, und broccolli bäumchengemüse zu nennen. wie er dann wohl reagiert?
lg
legrain
legrain, es geht nicht drum, dass irgendwas "Gemüse" heißt. Er isst ja Gurken, Tomaten, Paprika, Möhren und Kohlrabi roh, Möhren, Brokkoli, Erbsen und Blumenkohl gekocht. Aber wehe, man vermischt es (in Form von Eintopf, Wok oder Auflauf) oder macht irgendwas "sauciges" drumrum. Mit einem Gericht aus Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, alles ohne Sauce, alles in getrennten Töpfen bereitet, mache ich ihn immer glücklich. Aber ich bin auch noch berufstätig und habe keine Zeit, ständig in der Küche zu stehen und frisch einzukaufen. Für mich selbst mache ich deshalb gerne mal einen Auflauf aus den Gemüse- und Kartoffelresten von gestern oder koche Eintopf für zwei Tage. Aber das geht bei dem Herrn gar nicht.
wenn du dem gnädigsten drei sorten gemüse geben willst, ohne dich dafür abrackern zu müssen, ist dir vielleicht mit einem einfachen dampfgarer gedient. die speisen bleiben darin schön getrennt, es findet keine geschmacksübetragung statt, das gerät schaltet sich nach ende der kochzeit aus.
lg
legrain
Ähm, ich koche gerne, aber selten mal länger als 20 Minuten.
Wie bitte geht es schneller einen Eintopf oder Auflauf zu bereiten, als drei Sorten Gemüse zu putzen und zu kochen?
Mach doch einfach Kartoffeln, Möhren und Spiegeleier separat, Junior ißt's pur und Du mit Olivenöl und Pfeffer. Das geht garantiert schneller als ein Auflauf, der mind. 40 Minuten im Rohr ist und sich ja auch nicht selbst zusammenschichtet.
Hast du das dem jungen Prinzen schon mal erläutert? Dass er (in meinen Augen - aber ich bin eine andere Generation und auch sonst etwas rustikaler gestrickt) unangemessene Forderungen stellt; einmal in der Woche gab es schon immer in den Familien gedrängte Wochenübersicht, das könnte er doch akzeptieren.
Den Vorschlag, einen Dampfgarer zu nehmen, finde ich gut. Sogar Fisch fischelt nicht im Gemüse.
Und: ein bekannter Koch hat bis zum 20. Lebensjahr weder Tomaten noch Fisch noch Kartoffelsuppe gegessen. Also könnte es der Anfang einer grossen Karriere werden.![]()
Auf dem Mittelweg, mag er noch so golden erscheinen, ist mit Angriffen von allen Seiten zu rechnen
Juli Zeh, Kleines Konversationslexikon für Haushunde
Ich glaube, ich muss hier erstmal Euch nochmal was erläutern und nicht "dem kleinen Prinzen".
Aaaalso - es geht nicht darum, ihm Mischmasch schmackhaft zu machen. Wir kochen ihm ja auch gar nicht "nach der Schnute". Er isst i. d. Regel an 5 Tagen pro Woche im Kindergarten, da eben je nachdem mal mehr, mal weniger, denn da wird auf seine Macken ja auch keine Rücksicht genommen, und am Wochenende kochen wir etwas, wo wir wissen, dass für ihn was dabei ist (ja, und das kann auch Nudeln mit Tomatensauce sein, wo er die Nudeln ohne Sauce mit Parmesan isst, oder wie gestern Frikadellen mit Blumenkohl und Kartoffeln, da isst er dann von allem).
(im übrigen: was dauert lange an dem Auflauf, den ich mir heute mittag mache? Die Reste vom Blumenkohl und den Kartoffeln in die Form, Eiermilch würzen, drüberkippen, Käse drüber, fertig? Die 40 min. im Backofen stören nicht, da ich teilweise zu Hause arbeite und derweil am Schreibtisch was tun kann. Oder Gemüsesuppe mit TK-Gemüse. Geht auch ruck-zuck.)
Wenn er aber in die Schule kommt, wird er (das klärt sich dann in einem Jahr, wie oft wirklich) zwischen zwei- und viermal die Woche (plus Wochenende) zu Hause essen.
Und da hatte ich gehofft, hier noch Rezepte zu hören, die über die besagten Standards (Nudeln mit einer Sauce, die er nicht isst, Spiegeleier oder Fleisch oder Fischstäbchen oder Bratwurst mit Gemüse und Kartoffeln, Pellkartoffeln mit Quark, Süßspeisen) hinausgehen.
Es ging mir nicht um Zubereitungsarten (mehrere Sorten Gemüse im Dampfgarer für 1,5 Personen find' ich jetzt ein bisschen übertrieben) oder Möglichkeiten, meinem Sohn neue Sachen schmackhaft zu machen. Es ging um Rezepte, die man unter den genannten Bedingungen zubereiten kann und die nicht zu langweilig sind.
Aber xanidae, Du hast vermutlich Recht, es ist eher der eigene Anspruch. Vermutlich sollte ich dann damit leben, dass ich mir den Auflauf mache und ihm Blumenkohl und Kartoffeln überlasse und so in die Mikrowelle haue, bzw. mir die leckeren Nudelsaucen und Gemüsepfannen mache, und er isst dann die Nudeln pur und 'ne übriggelassene Möhre roh, wie es halt immer war. Durch den Kindergarten hat sich das Spektrum ja schon ein wenig erweitert (auch wenn es auch da seine Zeit brauchte, letzten Sommer in der Waldwoche hat er ihnen ja noch den Becher mit dem Kartoffelbrei um die Ohren geworfen) und wird sich langsam aber sicher weiter erweitern. Immerhin mag der Kleine ja alles was ich koche, der ist ein Allesfresser.
Seufz. Ich entstamme einer Allesfresser-Familie und hielt es, bis ich die Familie meines Mannes kennenlernte, auch für Probleme verwöhnter Menschen. Ich wurde eines besseren belehrt. Wenn es je eine "rustikale" Familie gab, dann die Familie (=Eltern und Geschwister) meines Schwiegervaters. Auch in der Kriegs- und Nachkriegszeit gab's da natürlich keine Extrawürste. Trotzdem oder gerade deshalb hat er darunter sehr gelitten, und war froh, als erwachsener Mensch endlich die Dinge so essen zu dürfen, wie er sie mag (=separat). Und der sich vor einigen Dingen, mit denen andere keine Probleme haben, einfach ekelt. Ich habe lange gebraucht um zu lernen, dass es Menschen gibt, die so sind. Wenn man selbst nicht so ist, und in der eigenen Familie auch keiner, kann man das glaube ich nicht nachvollziehen.
Übrigens stellt der Prinz keine Forderungen. Er isst dann einfach nichts. Hat zwar dann den halben Nachmittag (bis es wieder was gibt in Form von Obst, Joghurt o. ä.) schlechte Laune wegen Hunger, aber ich hab' noch nie erlebt, dass er beim Essen Forderungern stellt (außer "Mama, haben wir noch Gurke?" - und selbst die holt er inzwischen selbständig aus dem Kühlschrank, wäscht sie und schneidet sich was ab).
Mein Schwiegervater hängt sein Essverhalten übrigens auch nicht an die große Glocke - wenn ich es mal wieder geschafft, habe, etwas zu kochen, was gar nicht sein Ding ist, schafft er es, ganz diskret nur wenig davon zu essen - inzwischen bekomme ich es aber doch mit.
Geändert von Tigerente (11.04.2011 um 13:53 Uhr)
Ob man jetzt zwei Schwarzwurzeln, drei Möhren, fünf Kartoffeln und vier Zwiebeln putzt und in den Dämpfeinsatz/Top wrift oder 14 Kartoffeln schält macht zeitlich keinen Unterschied. Auch beim kauf macht dies nicht mehr Arbeit, ins Geschäft muß man ja eh.
Ich kann nachvollziehen, daß der Bursche keeine Mischsachen mag, konnte ich bis zur Pubertät auch nicht leiden.
Ich finde ja auch, dass sich der Kleine gesund ernährt.
Alle Kinder meiner Familie lieben Gurke.
Ich würd einfach immer ne Notration im Kühli haben, die du eben auch mal in die Mikrowelle hauen darfst, und beim Kochen eine Portion wegnehmen. Und vielleicht die Politik einführen, dass er sich von den Notrationen immer nehmen darf.
Ich finde es auch problematisch, Essen vom Genuss wegzuführen ... wenn er was nicht essen mag, dann ist es halt so. Vielleicht kommt er in ein paar Jahren drauf ... ich kenne soooo viele esszickige Kinder, die jetzt vollkommen normal essen.
EXTRA kochen und Menüpläne online checken würde ich jedoch nicht. Ich kann auch ein bestimmtes Lebensmittel nicht essen, und hab an solchen Tagen nur Beilagen gegessen. Nie im Leben würd ich drauf kommen, nach einer Extrawurst zu fragen.