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  1. #51
    Avatar von stecher36
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Glaube der richtige ist, und alle anderen falsch sind (ich bin mir dabei allerdings bewusst, dass sich mein Glauben (wie alle anderen) nicht beweisen lässt und sich die anderen (wie auch mein eigener) nicht widerlegen lassen)
    Alleine in diesem Satz von Dir steckt bereits eine Abwertung. Warum benötigt es eigentlich einen Gegenpol?
    Um seinen Glauben hervorzuheben? Um sich selbst zu bescheissen? Um sich selbst besser zu fühlen weil man mitleidig auf die anderen herabsehen kann dadurch?

    Missionieren bedeutet genau das, Du schreibst zwar, dass jeder nach seiner Facon leben soll aber in Deinem Gedankengebäude wertest Du die anderen ab was zwar jetzt nicht nach aussen dringt aber trotzdem Dein Handeln beeinflusst wenn Du das von jemanden erfahren würdest.

    Ausserdem sagen die anderen mit ihrerem Glauben den selben Satz wie Du und wenn man sich das mal für die Weltreligionen durchdenkt dann muss man zu dem Schluss kommen, dass wir alle in der Hölle landen würden wenn das stimmen würde.

    Beim Missionieren kommt noch die Handlung hinzu, das aktive überzeugen wollen, das sein Glaube das einzig richtige ist im Leben und alle anderen falsch liegen.

    Interessant wie man es sich als Mensch anmassen kann glauben zu können, das man für sich alleine die Wahrheit gepachtet hätte und alle anderen die Unwahrheit glauben.
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  2. #52
    -floralina-
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von stecher36 Beitrag anzeigen

    Beim Missionieren kommt noch die Handlung hinzu, das aktive überzeugen wollen, das sein Glaube das einzig richtige ist im Leben und alle anderen falsch liegen.
    das ist nicht richtig. Es geht darum anderen Menschen Liebe nahe zu bringen. die Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, des dreieinigen Gottes, der die Menschen in Liebe erschaffen hat und möchte, dass es ihnen gut geht. Es wird von Gott erzählt, damit alle Menschen an dieser Liebe teilhaben und spüren, dass da einer ist, dem sie vertrauen können, der sie nicht verläßt, der auch im schlimmsten Leid zu ihnen hält. Dem man sich wirklich anvertrauen kann in allen Dingen, mit allem, was bedrückt und mit allem was Freude macht. Man darf mit allen sorgen vor ihn treten, so wie man ist, ohne Verkleidungen und Maskierungen; denn er kennt jeden von uns.

  3. #53
    Avatar von stecher36
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von -floralina- Beitrag anzeigen
    das ist nicht richtig. Es geht darum anderen Menschen Liebe nahe zu bringen.
    Und woher willst Du wissen, dass diese Liebe von der Du sprichst selbstlos und bedingungslos ist? Wenn sie das nämlich wäre dann würdest Du anderen nichts nahebringen müssen, Du würdest einfach Liebe sein und andere können sich daran orientieren.
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  4. #54
    karlotte
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Ich missioniere niemanden und will auch nicht missioniert werden !!
    Da reagiere ich sogar extrem ablehnend, egal wie "nett" die Missionierenden
    es meinen....
    Mit 16 war ich ein Jahr in den USA,die Gasteltern waren Fundi-Christen,
    es war ein hartes Jahr, dabei waren das ansich liebe Menschen.Nur dieser
    Religionsterror,ständiges Beten usw.- schrecklich.Erreichten damit bei mir
    eher das Gegenteil.Meine Eltern waren entsetzt über das alles,aber ich
    hielt durch,nur um mir vorzunehmen mich nie von anderen "bekehren"
    zu lassen.Das gilt übrigens genauso für Atheisten und Ismen jeglicher
    Couleur, ich bin ein pragmatischer Mensch und versuche unabhängig zu denken.

    Metaphysisches Denken ist mir nicht gänzlich fremd,aber Religionen brauche
    ich nicht.So lange man mich damit in Ruhe läßt kann jeder glauben und tun
    was er will.

  5. #55
    -floralina-
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von stecher36 Beitrag anzeigen
    Und woher willst Du wissen, dass diese Liebe von der Du sprichst selbstlos und bedingungslos ist? Wenn sie das nämlich wäre dann würdest Du anderen nichts nahebringen müssen, Du würdest einfach Liebe sein und andere können sich daran orientieren.
    Wer von uns Menschen kann schon einfach Liebe sein? Es gibt ja nun leider auch das Böse in der Welt und darum kann kein Mensch nur gut und liebevoll daherkommen. Wären wir nur lieb, würden wir gnadenlos untergehen. Wir müssen manchmal aggressiv reagieren, schimpfen, böse sein um uns selbst zu schützen oder aber um andere zu schützen.
    In jedem von uns gibt es Licht- und Schattenseiten.

    @karlotte, bei uns zu Hause wurde auch viel gebetet. Es gehörte einfach zum Rhythmus des Tages. Es gab das Morgengebet, das Gebet vor und nach den Mahlzeiten, das Abendgebet. Mein Großvater hörte die Morgenandacht und die Abendandacht im Radio, dann waren alle still und hörten mit. Für mich als Kind und Heranwachsende war das ganz normal, ich habe nie Zweifel daran gehabt so zu leben, es war gut so. Ich fühlte mich geborgen und unter dem Schutz von einem, der größer war als unsere Familie, in dem wir aufgehoben waren, der zu uns gehörte und bei uns war. Es gab Sicherheit, ein Gefühl von Geborgenheit und von Ordnung, von innerer Ordnung. Diese empfundene innere Ordnung basierte auf den Werten, die durch den Glauben und die Gebete ganz selbstverständlich vermittelt wurden.
    Geändert von -floralina- (13.03.2012 um 15:38 Uhr)

  6. #56
    Avatar von stecher36
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von -floralina- Beitrag anzeigen
    Wer von uns Menschen kann schon einfach Liebe sein? Es gibt ja nun leider auch das Böse in der Welt und darum kann kein Mensch nur gut und liebevoll daherkommen. Wären wir nur lieb, würden wir gnadenlos untergehen. Wir müssen manchmal aggressiv reagieren, schimpfen, böse sein um uns selbst zu schützen oder aber um andere zu schützen.
    In jedem von uns gibt es Licht- und Schattenseiten.
    Da stimme ich Dir zu aber das ist eine ganz andere Aussage als Du sie vorher getätigt hast.
    Man muss die Liebe leben damit sie andere von sich aus erkennen können.
    Und das ist schon ein gewaltiger unterschied ob ich meine jemanden meine Liebe näherbringen zu müssen.
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  7. #57
    gesperrt
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Silbervogel Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von mir sprechen: Man kann mich ansprechen, mich fragen, wenn ich aber dann ein deutlich zu vernehmendes NEIN ausspreche, dann möchte ich, dass das akzeptiert wird.

    Und wer dann weiter missioniert, der nervt mich kolossal und den kann ich dann auch nicht mehr ernst nehmen.

    Mehr gibt es darüber nicht zu diskutieren.
    Schließe mich dem an!

  8. #58
    -floralina-
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    @stecher, um zu verstehen, was der jeweils andere wirklich meint, muss man manchmal lange miteinander sprechen. Manches formt sich erst nach einiger Zeit des Austauschs oder wird dann klarer formuliert oder erkannt oder erkennbar. Aber das ist eine alte Weisheit, damit sage ich dir sicher nichts neues.

    ich möchte dann auch nicht mehr weiter über dies Thema diskutieren, es kann eh immer alles anders ausgelegt werden als so, wie man es gemeint hat. Plötzlich sieht man sich Angriffen gegenüber, die man selbst nicht nachvollziehen kann. Zu meinem eigenen Schutz schließe ich hier für mich den strang.
    Geändert von -floralina- (13.03.2012 um 18:34 Uhr)

  9. #59
    gesperrt Avatar von tessie_10
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    zum jüdischen glauben gehört, dass überhaupt nicht missioniert wird.
    Einen "Auftrag zu Missionieren", so wie im Christentum geläufig, gibt es im Judentum nicht. Aber ist es denn wirklich so, dass im jüdischen Glauben festgeschrieben ist, nicht zu missionieren? Wo denn? Oder bleibt das nicht vielmehr jedem selbst überlassen?

  10. #60
    Avatar von Opelius
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Aber ist es denn wirklich so, dass im jüdischen Glauben festgeschrieben ist, nicht zu missionieren?
    "Die christliche Missionstätigkeit gründet sich auf Passagen der Bibel, insbesondere den Missionsbefehl von Jesus an seine Jünger. Ein Missionsauftrag findet sich in sämtlichen Evangelien, sowie in der Apostelgeschichte (Mt 28,18-20 EU; Mk 16,15 EU; Lk 24,46-48 EU; Joh 20,21 EU; Apg 1,8 EU).

    Die Grundlage für den Auftrag zur christlichen Mission beschränkt sich jedoch nicht auf die neutestamentlichen Schriften. Bereits im Alten Testament findet die christliche Theologie Aussagen, die den universalen Anspruch der Offenbarung Gottes betonen – dass Gottes Botschaft und Liebe nicht nur dem Volk Israel, sondern der gesamten Menschheit gilt. So wird die Anrede Gottes an Abraham, welche die ganze Menschheit erwähnt, im Christentum im Kontext des Missionsbefehls gelesen: „Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“ (1 Mo 12,3 nach der Einheitsübersetzung)."
    aus Wiki

    Einen Missionbefehl oder -auftrag gibt es für den jüdischen Glauben nicht (trotz der christlichen Interpretation).

    Das Judentum ist im Gegensatz zu Christentum und zum Islam keine missionierende Religion. Das Judentum ist nicht darauf aus, Menschen, die nicht gebürtige Juden sind irgendwie zu überzeugen, jüdisch zu werden. Aber wenn das jemand aus eigener Initiative möchte, beispielsweise wenn jemand einen jüdischen Partner kennen lernt und bereit ist jüdisch zu werden, damit die Familie später eins ist, dann sagen die Juden: Das ist okay. Allerdings kann der Übertritt natürlich nur auf der religiösen Schiene vollzogen werden, denn die Mutter kann ich dann ja nicht mehr auswechseln. Der Sohn oder die Tochter einer jüdischen Mutter ist automatisch per Geburt Jude oder Jüdin. Das ist unabhängig davon, ob diese Person in ihrem späteren Leben eine sehr gläubige Person ist oder nicht. Diese Person ist jüdisch.

    Also kann ich nur auf der religiösen Ebene zum Judentum übertreten und das ist ein langer Prozess. Man muss sehr viel lernen. Eine Frau muss auch vorweisen, dass sie eine koschere Küche führen kann. Wenn das ein Mann ist, muss er zeigen, dass er im Gottesdienst mitkommen kann. Es sind viele Erfordernisse, die jetzt im engeren, religiösen Sinne und vielleicht auch im juristischen Sinne relevant sind. Und wenn der Kandidat oder die Kandidatin die entsprechende Prüfung vor einem Gericht von drei Rabbinern abgelegt hat, bekommt der Kandidat oder die Kandidatin den Zettel mit dem Stempel. Wenn es ein männlicher Kandidat ist, wird eine medizinische Beschneidung vollzogen, wenn es eine weibliche Kandidatin ist, geht sie einmal ins Tauchbad und ab dem Zeitpunkt, wo er oder sie die ganze Prozedur überstanden hat, sind beide vollkommen hundert Prozent akzeptiert als Mitglieder der jüdischen Gemeinde und als Juden.
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    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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