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  1. #21
    Avatar von marta
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich darf dabei aber nie glauben, im Besitz einer absoluten Wahrheit zu sein, die mich anderen überlegen macht. Und das ist genau das, was man gemeinhin unter Missionieren versteht.

    Gruß,

    Malina
    Genau das ist es! Du sprichst mir aus der Seele.

    Wenn ich solche Augenblicke, wie von Streuner so schön beschrieben erlebe, dann sehe ich auch den Sternenhimmel und finde das ganz groß. Bin tief berührt und dankbar. Aber ohne Gott.

    Es ist für beide so in Ordnung, wie es ist. Ich denke, die absolute Wahrheit gibt es gar nicht, bzw. sie ist für jeden Menschen eine andere.
    Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind.
    Karl Valentin

  2. #22
    NoraCharles
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Den Widerwillen, von anderen indoktriniert zu werden, die vermeintlich die religiöse Weisheit mit Löffeln gefresssen haben, kann ich gut verstehen. Diese fast arrogante, weil immer belehrende Zurschaustellung eigener Größe findet man bei Eiferern jeder Couleur und das stößt ab und kann dahin führen, sich dem Thema zu verweigern.

    Was Streuner letztlich geschrieben hat, hat nicht diesen missionarischen Zungenschlag, er erfährt es so und offensichtlich tief innerlich. Er beschreibt sein Gefühl des Geborgenseins, das ihn trägt.

  3. #23
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Danke für Eure Antworten

    _________________________________


    Nach meinem gestrigen Posting hatte ich schon Bedenken
    - 'vielleicht zu sentimental', dachte ich.

    Aber anscheinend ist es angekommen.
    Bin erleichtert

    _________________________________


    Ob man nun in der Fußgängerzone angeflüstert wird mit beispielsweise "kennst du Jesus", ob man dort stumm einen Wachtturm angeboten bekommt, oder ob eine Joyce Meyer lautstark und mit Begeisterung versucht, die Herzen der Menschen zu erreichen oder ob die örtliche Islam-Gemeinde die Bevölkerung zu einem 'Tag der offenen Tür' ins Gemeindezentrum einlädt, oder ob orange gekleidete fröhliche Menschen leckere Energiebälle verteilen oder ob der 'Bund für Geistesfreiheit' zu Diskussionen einlädt um den Atheismus zu verkünden oder wie auch immer jemand versucht, Menschen für den Glauben an Gott oder für eine sonstige Weltanschauung zu interessieren, es kommt immer darauf an, wie es gemacht wird und mit welcher Absicht.
    Das allerwichtigste dabei muss immer sein, dass keinerlei Druck oder Zwang dahinter steckt.

    Warum 'Missionieren' gerade bei den Christen so negativ behaftet ist, ist jedem bekannt, der schon mal was von Zwangsmissionierung in Ländern der Dritten Welt und überall auf der Welt gehört hat. Dieser Schrecken sitzt auch nach Jahrhunderten noch zu tief.

    Missionieren sollte immer als ein Angebot, als eine Einladung zum Dialog erkennbar sein und verstanden werden können. Dabei ist es unerlässlich, dass jeder auch bereit ist, Kritik an seiner eigenen Religion oder sonstigen Weltanschauung zuzulassen, was natürlich immer auf Gegenseitigkeit beruhen muss.

    Da es logischerweise keine zwei Wahrheiten gibt, die einander widersprechen, muss man sich immer dessen bewusst sein, wenn sich zwei Aussagen gegenseitig widersprechen, dass dann entweder nur eine der beiden Aussagen richtig sein kann oder sich beide irren können. Wenn ich also von etwas eine Meinung habe, und jemand erkennt, dass ich mich irre, dann bin ich dankbar, wenn mich jemand über diesen Irrtum, beziehungsweise über die Wahrheit aufklärt. Das kann aber nur passieren, wenn jeder es zulässt, seine eigene Meinung in Frage stellen zu lassen.

    Zum Beispiel sagt der Koran ausdrücklich, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist und er bestreitet ausdrücklich und wörtlich die Dreifaltigkeit Gottes und sagt somit, dass die Christen der falschen Religion nachgehen.
    Wer hat nun Recht?
    Es kann nur eine dieser beiden Aussagen richtig sein. Und der Andere müsste dann doch dankbar sein, wenn ihn der andere Andere darauf aufmerksam macht, dass er sich irrt.
    Um aber herauszufinden, wer nun Recht hat, muss erst mal die Möglichkeit bestehen, unaufgeregt und von allen Seiten mit friedlicher Absicht und mit dem einzigen Ziel, der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen, darüber zu diskutieren.
    Es ist doch tausendmal besser, ich gebe zu, dass ich mich geirrt habe, als "Recht" zu bekommen, obwohl ich mich geirrt habe.

    Deshalb behaupte ich jetzt in aller Ruhe und Deutlichkeit noch einmal:
    Jesus ist für uns am Kreuz gestorben; Jesus ist der Sohn Gottes.
    Gott ist 'der Vater, der Sohn und der Heilige Geist'.
    Und der Islam irrt sich.

    Jedem Moslem, Juden und Buddhisten... der mich (und zwar nicht nur mich persönlich, sondern jeden Leser, der die Wahrheit sucht) mit Worten und Argumenten vom Gegenteil und vielleicht von seiner Religion überzeugen kann, bin ich dankbar für seine Gegenargumente.
    Ich erhoffe mir viele Gegenargumente oder Zustimmungen. Gegen-Beweise wären zwar noch hilfreicher - die erwarte ich aber nicht. Jeder darf hier (und überall) frei und ungezwungen, frei von der Pflicht, Beweise erbringen zu müssen, seine ureigenste Meinung sagen, auch ohne vorher den 'Anwalt der Nation der absoluten Wahrheit', Dr. Wikipedia oder das allwissende Orakel, die Wissenschaft, befragt zu haben
    Geändert von Streuner (09.03.2012 um 15:08 Uhr)

  4. #24

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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Um es nochmal klar zu formulieren:

    Hier kann auch ein Muslim, ein Buddhist, ein Jude oder was auch immer versuchen,
    auf friedliche Weise die Menschen von seinem Glauben zu überzeugen.
    Schön.

    Also, wenn ich mir jetzt vornehme jemanden zu missionieren dann halte ich ihn von vornherein für dümmer als mich. Das stört mich.
    Es kann aber passieren, dass ein Mensch so überquillt - wie du es mir scheinst Streuner - und missionarisch wirkt oder es tut.
    Oder, ein Mensch hat schier unüberwindliche Schwierigkeiten gemeistert und wirkt heiter und froh und in sich ruhend. Dann wird er manchmal gefragt und erzählt vielleicht von seinem Glauben - und missioniert.

    Es gibt ja so Spontanheilungen durch Begegnung mit Glauben. Damit meine ich Alkoholiker oder Menschen die sogar Verbrechen begangen haben. Die hatten aber einen enormen Leidensdruck. Ohne den passiert wohl keine Heilung.
    Und, dann gibt es eben Menschen die glauben an keine solcher Berichte oder Erzählungen.
    Da staune ich dann manchmal.
    "It is never too late to have a happy childhood"

    Habe ich in einm Buch von Barbara Rütting gefunden - und soll ein Sprichwort in England sein.

  5. #25
    Moderation Avatar von Lizzie64
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Um es nochmal klar zu formulieren:

    Hier kann auch ein Muslim, ein Buddhist, ein Jude oder was auch immer versuchen,
    auf friedliche Weise die Menschen von seinem Glauben zu überzeugen.
    streuner, zum jüdischen glauben gehört, dass überhaupt nicht missioniert wird.

    was ich sehr sympathisch finde. missionieren ist für mich etwas sehr unangenehmes, mich schreckt es extrem ab.
    ++ Moderation in: "Persönlichkeit" Und ansonsten Userin! ++
    MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMmmmmmmmM
    Aber manche haben ja auch Beeren, Zucker, Sahne und Quark und fragen nach einem Rezept für Beerenquark. (geschenkt bekommen von Sentenza)

    Führte Zorro eigentlich eine Stichliste?
    Geändert von Lizzie64 (10.03.2012 um 11:46 Uhr)

  6. #26
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Schön.

    Also, wenn ich mir jetzt vornehme jemanden zu missionieren dann halte ich ihn von vornherein für dümmer als mich. Das stört mich.
    Es kann aber passieren, dass ein Mensch so überquillt - wie du es mir scheinst Streuner - und missionarisch wirkt oder es tut.
    Oder, ein Mensch hat schier unüberwindliche Schwierigkeiten gemeistert und wirkt heiter und froh und in sich ruhend. Dann wird er manchmal gefragt und erzählt vielleicht von seinem Glauben - und missioniert.

    Es gibt ja so Spontanheilungen durch Begegnung mit Glauben. Damit meine ich Alkoholiker oder Menschen die sogar Verbrechen begangen haben. Die hatten aber einen enormen Leidensdruck. Ohne den passiert wohl keine Heilung.
    Und, dann gibt es eben Menschen die glauben an keine solcher Berichte oder Erzählungen.
    Da staune ich dann manchmal.
    Ich gehe nirgendwo mit dem Vorsatz hin, jemanden zu missionieren.


    Aber, wenn jemand, mal abseits von all den klugen Büchern, Sprüchen und (pseudo-)wissenschaftlichen Abhandlungen über alles was auch noch im Entferntesten an von Allerhöschstgebildeten und Gelehrten - die obendrein in vielen Fällen mit dem Glauben an Gott an sich nicht die Bohne am Hut haben - Geschriebenem zu finden ist, auch mal von sich erzählen will, wie es ihm selber ganz persönlich mit dem Glauben an Gott geht, woran er erkennt oder zu erkennen glaubt, dass er im Hier und Jetzt und im alltäglichen Leben - und nicht ausschließlich und permanent in Büchern aus längst vergangenen Zeiten - Gott erlebt, dann wird er, ohne dass ihm das bewusst war und erst recht, ohne dass er dies bewusst beabsichtigte, unterstellt, er wolle missionieren.

    Mehrmals habe ich vergeblich versucht, mich gegen diesen "Vorwurf" zu wehren. Erst DAS brachte mich zu der Überlegung, "Wogegen wehre ich mich da eigentlich??? Selbst wenn es so wäre, dass ich missionieren wollte, ist das etwas Schlechtes?" Wenn man es mir schon unbedingt aufschwatzen will, ich wolle mit meinen Äußerungen missionieren, nur weil ich mal von meinen eigenen Erfahrungen mit Gott erzähle, na, dann wird es wohl so sein, dass man das 'Missionieren' nennt.

    Dann habe ich mal nachgeguckt, was die Bibel dazu sagt. Und siehe da, die Bibel sagt, dass man als Christ von Gott sogar den Auftrag hat, den Menschen von Gott zu erzählen.
    Allerdings steht da nicht drin, dass man dazu verpflichtet ist. Und es steht auch nicht drin, dass man anderen Menschen das Christentum aufdrängen oder gar aufzwingen soll. Und daran halte ich mich. Ich mache jedem ein Gesprächs-Angebot, das jeder annehmen oder auch ablehnen kann.

    So unangenehm wie Du es empfindest, Lizzie, dass Dir jemand von seinen Erlebnissen mit Gott erzählt, so unangenehm finde ich Fußball. Mach es wie ich - ich meide jede Gelegenheit, wo ich auf Fußball treffen könnte, und schon habe ich davor meine Ruhe

    Ein viel größeres Anliegen, als andere zu missionieren ist es mir, von anderen Menschen zu erfahren, was sie mit ihrem Glauben für Erfahrungen gemacht haben. Ich würde auch gerne von einem Muslim erfahren, warum er glaubt, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist und ich würde gerne von einem Juden erfahren, was er dazu sagt. Mein Hauptanliegen ist, dass die Menschen verschiedenster Weltanschauungen friedlich miteinander ins Gespräch kommen, indem sie einander respektieren und akzeptieren. Akzeptieren aber nicht in dem Sinn, dass es dem Einen egal ist was der Andere denkt, sagt und tut. So werden Meinungsverschiedenheiten und daraus resultierende mögliche Konflikte nicht aus der Welt geschafft, sondern nur verschleppt. Dialog sollte das Ziel haben, dass der Eine die Sichtweise des Anderen kennen lernt und versteht. Nur so kann eine Verständigung auch zu einem gemeinsamen Weg mit dem Ziel, Frieden, führen.

  7. #27
    Avatar von Mocca
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Missionieren hat für mich etwas Verbissenes, Zwangfhaftes. Es hat etwas von "sich auf der richtigen Seite fühlen". Wobei es Missionieren ja nicht nur im Kontext mit Religion gibt: am verbissensten habe ich schon sog. "Atheisten" erlebt .

    Jedenfalls finde ich persönlich das Missionieren im religiösen Bereich überhaupt nicht angebracht. Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, Kontakt mit anderen Religionen zu pflegen, sich auf Gemeinsames zu verständigen und Unterschieden mit gegenseitigem (!) Respekt zu begegnen. Verschiedene Religionen können durchaus voneinander lernen, ohne dass jeder seinen eigenen Glauben verraten oder abgeben muss.

    Auf diesem Gebiet gibt es für mich genügend "Baustellen" in den nächsten Jahrzehnten.

    Gruß, Elli
    DAS unterschreib ich Wort für Wort!

    Ich mag mich nicht von anderen Menschen mit deren religiöser/ politischer Überzeugung überfallen lassen, ich hasse es, wenn aus allem und jedem ein Anlass konstruiert wird, über diese Themen zu "diskutieren" (wobei es in der Regel nicht ums Diskutieren, sondern eben ums Missionieren geht, und ich lasse mich nur äußerst ungern kapern für die Ziele jedweder Partei).

    Gern bin ich bereit, jeden Einzelnen in seinem Glauben zu respektieren, von mir aus kann man auch an das fliegende Spaghettimonster glauben, aber weder verspüre ich den Drang, meinen Glauben mit anderen zu teilen, noch in welcher Form auch immer zu diskutieren. Insofern (und nicht nur deshalb) fühle ich mich dem jüdischen Glauben sehr verbunden.

  8. #28
    Avatar von elli07
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    ... Mein Hauptanliegen ist, dass die Menschen verschiedenster Weltanschauungen friedlich miteinander ins Gespräch kommen, indem sie einander respektieren und akzeptieren. Akzeptieren aber nicht in dem Sinn, dass es dem Einen egal ist was der Andere denkt, sagt und tut. So werden Meinungsverschiedenheiten und daraus resultierende mögliche Konflikte nicht aus der Welt g..eschafft, sondern nur verschleppt. Dialog sollte das Ziel haben, dass der Eine die Sichtweise des Anderen kennen lernt und versteht. Nur so kann eine Verständigung auch zu einem gemeinsamen Weg mit dem Ziel, Frieden, führen.
    Hört sich super an, nur wird es schwierig, wenn du weiter oben Sätze sagst wie "der Islam irrt sich" oder wenn du von der "Wahrheit" sprichst bzw. "Beweise" für eine Sichtweise forderst.... Irgendwie passt das für mich nicht.

    Selbst seriöse Naturwissenschaftler bekennen in zwischen offen, dass sie die Wahrheit nicht kennen. Einer wäre beispielsweise der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr. Sein neustes Buch "Das Lebendige lebendiger werden lassen" fand ich sehr interessant. Hat mit Religion unmittelbar zwar nichts zu tun, er liefert in diese Richtung aber gute Denkanstöße.

    Auch das Neue Testament, so wie wir es heute kennen, ist nur eine mehr oder weniger willkürliche Auswahl von Schriften, die bis ins zweite Jahrhundert nach Christus existiert haben. Bis dahin wurde über das Christentum ähnlich kontrovers diskutiert wie heute. Um eine Einheit herzustellen, hat ein Bischof festgelegt, welche Schriften als verbindlich gelten. Der Rest fiel unter den Tisch, wird teilweise bis heute verunglimpft und bewusst abgelehnt. Es gibt zum Beispiel ein Thomas-Evangelium, das Überschneidungen hat mit Teilen des Neuen Testamentes, aber viele weiteren Begebenheiten und Zitate von Jesus beinhaltet, die in eine mystisch-spirituelle Richtung gehen. Was ich sagen will: die Wahrheit gibt es auch hier nicht.

    Genauso die Aussage, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Viele Theologen interpretieren den Tod Jesu inzwischen in eine andere Richtung und verneinen diese Schuldgefühle, die uns auferlegt werden nach dem Motto "Jesus ist für uns am Kreuz gestorben und du bist sooo ein schlechter Mensch". Ein Theologe, der eine andere Interpretation liefert, wäre Hans-Peter Jörns.

    Sind jetzt so die Dinge, die mich beschäftigen. Wollte ich hier nur mal angemerkt haben, missionieren möchte ich keinen, gell....

    Gruß, Elli
    §1:
    Wer etwas zu wissen glaubt, oder etwas zu wissen sich anschickt, oder Dritten gegenüber mittelbar oder unmittelbar erworbenes Wissen als sein eigen geltend macht, weiß nicht genug.
    (H.K)

    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (11.03.2012 um 14:40 Uhr)

  9. #29
    -floralina-
    gelöscht

    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Ein Zitat von Hans-Peter Jörns: „Natürlich sind meine Glaubenserfahrungen subjektiv“, bekennt er strahlend. „Ich finde ein fünftes Evangelium legitim in dem wir alle festhalten, was uns Jesus persönlich bedeutet.“

    Ist eine tolle Idee, oder? Streuner hat ja schon angefangen und vielleicht wäre das etwas für einen neuen strang, uns unsere Glaubenserfahrungen zu erzählen.

  10. #30
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Ist Missionieren etwas Schlechtes?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Hört sich super an, nur wird es schwierig, wenn du weiter oben Sätze sagst wie "der Islam irrt sich" oder wenn du von der "Wahrheit" sprichst bzw. "Beweise" für eine Sichtweise forderst.... Irgendwie passt das für mich nicht.

    Selbst seriöse Naturwissenschaftler bekennen in zwischen offen, dass sie die Wahrheit nicht kennen.
    Natürlich kennt niemand die absolute Wahrheit.
    Aber jeder weiß, dass es sie gibt.

    Deshalb lohnt es sich, danach zu suchen, weil man ihr auf der Suche nach ihr näher kommen kann, auch wenn man sie (in diesem Leben vielleicht) nicht endgültig findet. Die gemeinsame Suche nach der Wahrheit wäre dabei schon mal ein lohnendes Ziel und eine wichtige Etappe.

    Wenn ich zum Beispiel behaupte, "der Islam irrt sich", dann sollte das genau so wenig ein Grund sein, beleidigt zu sein, als wenn jemand zu mir sagt, Jesus ist nicht der Sohn Gottes. Vielmehr würde ich mir wünschen, dass beide Seiten friedlich und sachlich ihre Argumente vorbringen, warum der Jeweilige meint, dass er Recht hat und der jeweils Andere sich irrt. Logischerweise kann nur eine dieser beiden Aussagen richtig sein: Jesus ist der Sohn Gottes oder er ist es nicht. Darüber muss man doch reden können.

    Dass wir es alle nicht mit Sicherheit wissen und beweisen können,
    wurde nun schon Tausend Mal gesagt.

    Genau aus diesem Grunde möchte ich darüber endlich mal in aller Ruhe mit einem (oder mehreren...) Muslim (und NICHT mit Pseudo-Religions-"Wissenschaftlern") sprechen - ich wiederhole! - OHNE die Pflicht für alle Seiten, einen Beweis für seine Sichtweise liefern zu müssen.

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