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  1. #1

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    Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Hallo,

    ich wandere gerne, liebe Berge und finde das alles ganz toll.
    Wenn ich dabei aber an Hütten und Übernachtungen denke, fällt mir dabei nur ein: Mehrleute-Schlafübernachtungsmöglichkeiten, Sammelduschen, Jugendherbergs-Charme und gemeinsame Sanitäranlagen (und damit an allmögliche Bakterien, die ich mir holen könnte ).
    Ich kenne auch keine einzige Frau, die das macht oder gemacht hat. Wer mag mir mal von seinen Erfahrungen berichten und mir meine Phobien nehmen und mir das schmackhaft machen? Das wäre mir sehr wichtig, denn das ist gerade so ein Streitpunkt in meiner Beziehung (er möchte so was machen, ich halt eher nicht).

    Liebe Grüße
    Barpappa

  2. #2

    Registriert seit
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    641

    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Es gibt sehr verschiedene Hütten, die von dir beschriebenen mit Schlafsälen und wenig Sanitär und richtig gut ausgestattete. Am besten Mitglied beim Alpenverein werden und die Infos über die verschiedenen Hütten besorgen. Ich kenne sehr viele Frauen, die solche Wanderungen machen.
    Es gibt in den Alpen Weitwanderwege. Da ist man mehrere Tage unterwegs und schläft auf Hütten oder in Biwakschachteln.
    Ich habe als junge Frau auch regelmäßig auf Hütten übernachtet. Bei manchen Hütten kannst du trotz kargen sanitären Anlagen dir gar nichts holen, weil das Wasser viel zu kalt ist. Da biste froh, wenn du die Temperatur überhaupt beim Zähneputzen verträgst.
    Schön zum Einwandern ist auch im Salzburger Land der "Almenwanderweg".
    Unser Sohn hat im letzten Jahr mit seiner Freundin eine einwöchige Tour rund ums Naßfeld (im Gasteiner Tal, auch Sportgastein genannt) gemacht. Sie haben mal in einer Biwakschachtel, dann im Zelt und als Abschluß am Sonnblick übernachtet. Diese Tour ist mehr für Geübte.
    Du kannst jede Art von Tour machen und dich im vorhinein sehr genau über die Bedingungen erkundigen.

  3. #3

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    4.107

    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Zitat Zitat von barpappa Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch keine einzige Frau, die das macht oder gemacht hat.
    Ich habe es am Anfang unserer Liebschaft mit meinem Mann einige Male gemacht. Es hat unserer Liebe nicht gut getan und seither geht mein Mann wieder alleine in die Berge und Übernachten in Hütten.

    Ich liebe ein gutes Bett und meine eigene warme Dusche.

    Wenn es dir nichts ausmacht die Dusche mit anderen zu teilen, über stinkende Bergstiefel zu steigen und morgens um vier geweckt zu werden, weil die ersten schon wieder losziehen ... dann probier es aus.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  4. #4
    Dekada
    gelöscht

    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Sooo schlimm sind die Hütten ja nun auch nicht! Und in einigen gibts ja auch schon zwar winzig kleine, aber Doppel- bzw. Viererzimmer. Und dass es manchmal keine Duschen gibt, stört auch nicht, weil es dann meist auch nur kaltes Wasser gibt :-). O.K., Hütten sind häufiger unkomfortabel und dabei auch noch relativ teuer im Vergleich zu Talpensionen, aber ohne Konkurrenz hinsichtlich ihrer Umgebung. Und wenn man Wanderungen in den Bergen machen will, ohne ständig ins Tal abzusteigen und vor allem die Höhe richtig genießen will, kommt man eben nicht drumrum. Nach einer langen, ausgiebigen Wanderetappe ist so ne Hütte (mit in der Regel wirklich leckerem Essen, tollen Ausblicken und netten Leuten) der absolute Lichtblick.
    Ich bin letzten Sommer 6 Tage zu Fuß von Oberstdorf nach Südtirol gewandert (z.T.auf dem E5) und da konnte man zwischen Hütten und Talherbergen gut mischen. Viele Wandertouren gehen eben nur mit Verwendung der Hütten und das ist ne geile Bergwanderung allemal wert. (Im übrigen waren auf der Tour sehr viele Frauen unterwegs, nur Wandern muss man eben mögen.)

    Dekada

  5. #5

    Registriert seit
    02.01.2003
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    374

    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Herzlichen Dank für Eure Antworten!
    Genau Didi50, das ist mein Problem: ich befürchte stinkende Stiefel, unruhige Nächte und finde das nicht so attraktiv. Und macht Dein Mann das nun ganz alleine oder mit einem Freund?
    Ich stelle mir das andererseits auch ziemlich toll vor, wenn man weit oben, fern von Verkehr sitzt und die Berge genießen kann. Ich hänge halt so zwischen drin.
    Aber ich freue mich, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen schildert!

    Liebe Grüße
    von
    Barpappa

  6. #6
    Avatar von Horus
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    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Ich kenne auch keine einzige Frau, die das macht oder gemacht hat.

    Na, denn lerne jetzt mich kennen. :wink:

    Ich mache das regelmässig, auch im Hochgebirge. Aufstieg in völlig abgelegene Gegenden, Übernachtung in spartanischen Hütten, am nächsten Tag um 3 Uhr oder so aufstehen und eine anstrengende Klettertour. Gut, das ist Bergsteigen. Wanderer stehen etwas später auf...

    Ich habe mir in Hütten trotz teilweise jahrealten Wolldecken und völlig fehlenden sanitären Anlagen (ausser Plumpsklo und dem kleinen Brunnen, der den Schmelzwasserbach von nebenanfasst, gibts oft nichts weiter) nie "was geholt".

    Schuhe werden im Vorraum gelassen. Gut, käsige Socken können auch stinken. Und schnarchende furzende Mitschläfer im Zwanziger-Schlafsaal sind nicht immer prickelnd. Aber ich nehme diese Unannehmlichkeiten für das Bergsteigen gerne in Kauf.

    Wichtig: beschaffe dir einen "Hüttenschlafsack" aus einem Bauwoll- oder Seidenlaken. Dann hast du etwas Sauberes zwischen dir und der Matraze bzw. der Wolldecke. Trink das Wasser nicht vom Brunnen und auch nicht vom Wasserhahn (ausser, der Hüttenwirt sagt ausdrücklich, dass das ok ist), sondern nimm nur abgekochtes Wasser.
    Du musst die Wanderetappe nur lang und anstrengend genug machen, dann schläfst du abends trotz schnarchenden Nachbarn und die ungewohnten "Zustände" in der Hütte werden dir egal. Und besser abends beim Essen nicht viel Alkohol trinken. Damit schläft man nämlich nicht besser.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.
    Geändert von Horus (02.04.2009 um 20:15 Uhr) Grund: hat beim ersten Mal mit dem Layout nicht geklappt.

  7. #7

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    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Hallo zusammen,

    ich klink mich hier mal ein - wenn du nichts dagegen hast Barbarpapa -

    Ich wandere auch sehr gerne und habe schon einige Wanderurlaube in der Gruppe gemacht. Hüttenwandern würde mich auch sehr interessieren. Was mich bisher abgehalten hat, ist die Frage ob ich das schaffe.
    Wenn ich im Hotel im Tal übernachte kann ich mal aussetzen, wenn es mir mal nicht gut geht, aber bei einer Hüttentour????
    Vielleicht kennt jemand ja einen Anbieter, der moderate Hüttentouren anbietet???

    LG
    sloggi

  8. #8
    Avatar von Cyber_Andrea
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    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Aufstieg in völlig abgelegene Gegenden, Übernachtung in spartanischen Hütten, am nächsten Tag um 3 Uhr oder so aufstehen und eine anstrengende Klettertour
    bin jetzt zufällig über den thread gestolpert.... bin dann auch gleich wieder weg (versprochen ), aber was ich hier lese treibt mir die ins gesicht.....

    ich mag zwar berge, aber nicht so sehr, dass ich mir sowas "antun" würde.....

    da lob ich mir meinen robinson club, 3x am tag lecker essen, ein weiches bett, nette leute, ausschlafen bis der arzt kommt......
    LIEBE GRÜSSE
    Cyber_Andrea

  9. #9
    Avatar von Horus
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    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    ich mag zwar berge, aber nicht so sehr, dass ich mir sowas "antun" würde.....
    Nun, wenn die Gegenleistung dafür ist, dass du dann um 8h00 Uhr früh auf dem Gipfel des ... sagen wir Matterhorns stehst... *schwärm*
    Oder des Monte Rosa und eine Skiabfahrt bis nach Zermatt vor dir hast. Oder des Mont Blanc und über halb Europa blicken kannst ...

    Oder auf einem 7000er in Tibet ... nee, das gehört nicht hierher. Die Rede ist hier von Hütten, nicht von Zelten in den Bergen. Wobei, ein Zelt irgendwo weit oben in den Bergen ist oft die bessere Unterkunft als eine Hütte.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  10. #10
    Avatar von Cyber_Andrea
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    AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Nun, wenn die Gegenleistung dafür ist, dass du dann um 8h00 Uhr früh auf dem Gipfel des ... sagen wir Matterhorns stehst... *schwärm*
    Oder des Monte Rosa und eine Skiabfahrt bis nach Zermatt vor dir hast. Oder des Mont Blanc und über halb Europa blicken kannst ...
    ich glaube ehrlich (!) dass das ein irre tolles gefühl sein muss, nur ich fürchte ich werde es nie erleben....
    bergsteigen an sich ist schon OK, aber diese herausforderung ist zu groß für mich (glaube ich)!
    LIEBE GRÜSSE
    Cyber_Andrea

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