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  1. #21

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Zitat Zitat von Cappuccinogirl Beitrag anzeigen
    Es ist viel Zeit vergangen und wir sind erwachsen, sollten also in der Lage sein - unserer Tochter zuliebe - unsere persönlichen Differenzen außer Acht zu lassen.
    LG, Cappu
    Hallo Cappu,
    habt Ihr echt noch nach 15 Jahren persönliche Differenzen? Und die trägst Du mit Dir rum, ohne dass Du das (für Dich) klären konntest? Das ist ja wirklich bitter.

    Mein Ex-Mann und ich waren in einer ähnlichen Situation. Ich fands auch komisch, ihn zur großen Familienfeier nach 13 Jahren wieder zu sehen. Wir gratulieren uns zwar per whatsapp zu Geburtstagen etc., sahen uns aber nie mehr.
    Ich wollte nicht mit einem "oh man, dann sehe ich ihn wieder, wo ist er, wann kommt er, wie sieht seine jetzige Frau aus-Gefühl" auf diese Feier gehen. Diese Anspannung wollte ich einfach nicht an diesem Tag, denn ich wollte nur freudige Anspannung die dem Jubilar galt.
    So habe ich ihn einfach per whatsapp gefragt, wie es ihm geht, wenn wir uns nach vielen Jahren wieder sehen und geschrieben, dass das wohl irgendwie ne komische Situation ist. Er schrieb zurück, dass er es ihm auch so geht.
    Wir haben uns dann in einem Cafe getroffen, und es war komisch. Aber wir sind alt genug, dass dann auch zu benennen. Haben wir, konnten dann drüber lachen.
    Zwischen uns gibt es nun ein freundliches Desinteresse, reicht mir und ihm.

    Danach konnte ich mich gelassen auf die Feier freuen. Wir haben uns begrüßt wie Bekannte, nix war komisch oder angespannt.
    Würde ich wieder so machen.

    Gruß, Pumpernickel

  2. #22

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Man könnte doch auch einfach telefonieren, wenn er Redebedarf hat und dann kann man sich ja immer noch in ein Cafe verabreden.

  3. #23
    Avatar von Limonadenbaum
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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Hallo Cappuccinogirl,

    so etwas wird mir in nicht allzu ferner Zukunft auch bevorstehen…

    Nun bin ich eine Doppelex, und würde Dir aufgrund eigener Erfahrung nur den Rat geben wollen, erstmal genau zu schauen, was Du in welchem Umfang ertragen kannst. So hätte ich zum Beispiel bei Kind 1 von Mann 1 grundsätzlich nichts dagegen, Organisatorisches vorab persönlich zu besprechen, ich würde mir vorher überlegen, wo da bei mir Grenzen sind, die ich z.B. noch nicht einmal bei einem gemeinsamen Geschenk hätte. Die Ehe mit Mann 2 verlief derart destruktiv und zum Schluss auch gewalttätig von seiner Seite, dass es schon eine Wahnsinns-Leistung von mir beim folgenden Kind wäre, überhaupt zusammen mit ihm auf der Feier in einem Raum zu sein. Zumindest das – und einen „Guten Tag!“ – würde ich meinem Kind zuliebe wohl auch bringen, wenn es denn beide Elternteile zusammen auf der Feier haben wollte.

    Damit will ich sagen: Die Möglichkeit zu einem Gespräch, über dessen Grenzen man sich im Vorfeld Gedanken macht und die man dann auch sachlich, freundlich, und bestimmt wahrt, sollte man eigentlich immer behalten, zumal ja seit der Trennung auch viel Zeit ins Land gegangen ist. Es sei denn, und die Fälle gibt es, wo einfach kein Ertragen der Person mehr möglich ist.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

  4. #24

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Vorweg: ich habe noch keine Scheidung hinter mir. Aber wenn ich an die Menschen denke, die mich tief verletzt haben oder die ich tief verletzt habe ... finde ich den Gedanken, nach 15 Jahren erst mal einen Kaffee mit ihnen zu trinken, bevor ich ihnen bei einer offiziellen Gelegenheit begegne, gar nicht schlecht. Einfach freundlich, höflich das Vorgehen besprechen und sich bei etwas Smalltalk wieder "aneinander gewöhnen", damit das Treffen bei der offiziellen Gelegenheit selbst dann entspannter ist. Vielleicht denkt dieser Mann ebenso?
    Mir geht es ganz genau so und ich würde denjenigen definitiv vorher treffen und ihm nicht erst bei der Hochzeit über den Weg laufen wollen.
    Ich wüsste nicht, wie ich mich verhalten und reagieren soll, wie ich ihn genau begrüße, wer starrt uns alles an usw. usw.
    Ein unverbindliches Treffen vorher nimmt da doch wirklich Druck raus.
    Und für Deine Tochter ist es vielleicht auch angenehmer falls sie Angst davor hat, dass ihre Eltern sich zerfleischen und sie sich fragt, ob sie Euch an einen Tisch setzen kann oder das lieber lässt.

  5. #25

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Ich schreibe mal aus der Sicht eines Scheidungskindes: Ich als Tochter würde es sehr gut finden, wenn meine Eltern sich vor dem eigentlichen Fest nach so vielen Jahren wieder zusammensetzen und sozusagen die Fronten abstecken könnten. Dann wäre ICH an dem Tag nämlich nicht total angespannt und würde mich nicht die ganze Zeit fragen, ob das gut geht.

    Nur mal so als Denkanstoß. Aber Du kannst natürlich Deine Tochter dazu fragen, wie sie das Ganze sieht und dann immer noch entscheiden.

    Kann es sein, dass er lediglich wissen möchte, wie viel Du vom Wert her schenkst? Weil er vielleicht nicht weniger schenken möchte. Aber das könnte man natürlich auch per Telefon oder Whatsapp klären.

  6. #26

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Zitat Zitat von likema32 Beitrag anzeigen
    Ich schreibe mal aus der Sicht eines Scheidungskindes: Ich als Tochter würde es sehr gut finden, wenn meine Eltern sich vor dem eigentlichen Fest nach so vielen Jahren wieder zusammensetzen und sozusagen die Fronten abstecken könnten. Dann wäre ICH an dem Tag nämlich nicht total angespannt und würde mich nicht die ganze Zeit fragen, ob das gut geht.
    Das meinte ich.
    (ebenfalls aus der Sicht eines Scheidungskindes)

  7. #27
    Avatar von Pacifique
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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Zitat Zitat von willichdas Beitrag anzeigen
    Mir geht es ganz genau so und ich würde denjenigen definitiv vorher treffen und ihm nicht erst bei der Hochzeit über den Weg laufen wollen.
    Ich wüsste nicht, wie ich mich verhalten und reagieren soll, wie ich ihn genau begrüße, wer starrt uns alles an usw. usw.
    Ein unverbindliches Treffen vorher nimmt da doch wirklich Druck raus.
    Und für Deine Tochter ist es vielleicht auch angenehmer falls sie Angst davor hat, dass ihre Eltern sich zerfleischen und sie sich fragt, ob sie Euch an einen Tisch setzen kann oder das lieber lässt.
    Das sehe ich ganz genau so.

    Euer gemeinsames Kind heiratet. Da würde ich mich ohne langes Grübeln drüber mit dem Vater dieses Kindes treffen. Es geht schließlich euch beide was an.
    Sollte es unangenehm werden, warum auch immer, kannst du jederzeit von dannen gehn.

  8. #28
    Avatar von Annilein
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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Die Ex meines Mannes quälten die gleichen Fragen vor der Hochzeit der gemeinsamen Tochter. Sie hatte sogar erwogen, nicht zur Feier zu kommen.
    Totaler Quatsch in meinen Augen.
    Sie haben vorher mehrmals telefoniert, es ging um den Ablauf, Reden usw und es kamen wieder alte Verletzungen bei ihr hoch.
    Nach dreißig Jahren, so etwas ist mir echt unverständlich. Die Feier war dann fröhlich und unkompliziert und ging ohne Probleme über die Bühne.
    Ich denke, irgendwann muss auch mal gut sein. Wenn man gemeinsame Kinder und evtl Enkel hat, wird man sich immer wieder mal treffen.
    Nicht über dieselben Witze zu lachen, belastet eine Beziehung sehr
    (George Eliot)

  9. #29

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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Dann warten wir doch einfach mal ab, was er nun konkret von Dir will.
    Bis jetzt kam keine Antwort von ihm. Das finde ich, da er um meine schnelle Antwort gebeten hat, schon seltsam. Ob er beleidigt ist, weil ich sofort ein Terminvorschlag von mir kam?

    Zitat Zitat von HPumpernickel Beitrag anzeigen
    habt Ihr echt noch nach 15 Jahren persönliche Differenzen? Und die trägst Du mit Dir rum, ohne dass Du das (für Dich) klären konntest? Das ist ja wirklich bitter.
    Differenzen ist vielleicht das falsche Wort. Er ist damals gegangen - ohne Vorwarnung. Plötzlich hatte er eine andere Frau an seiner Seite, sein Umzug war schon organisiert. Ich stand da, mit zwei Kindern in einer viel zu teuren Wohnung für mich als dann alleinerziehend) und ohne Geld, da die Konten plötzlich leer waren. Es gab nie ein klärendes Gespräch, einen Abschied. Ich bin damals nervlich zusammengebrochen und habe lange gebraucht, um mich zu erholen.

    Zitat Zitat von likema32 Beitrag anzeigen
    Ich schreibe mal aus der Sicht eines Scheidungskindes: Ich als Tochter würde es sehr gut finden, wenn meine Eltern sich vor dem eigentlichen Fest nach so vielen Jahren wieder zusammensetzen und sozusagen die Fronten abstecken könnten. Dann wäre ICH an dem Tag nämlich nicht total angespannt und würde mich nicht die ganze Zeit fragen, ob das gut geht.
    Das ist ein interessanter Gedanke .... danke dafür!

    Zitat Zitat von Pacifique Beitrag anzeigen

    Euer gemeinsames Kind heiratet. Da würde ich mich ohne langes Grübeln drüber mit dem Vater dieses Kindes treffen. Es geht schließlich euch beide was an.
    Jetzt hab ich auch noch das "Problem", dass mein Lebensgefährte ein Treffen von mir mit meinem Ex völlig unnötig findet. Noch eine "Baustelle" mehr.

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Die Ex meines Mannes quälten die gleichen Fragen vor der Hochzeit der gemeinsamen Tochter. Sie hatte sogar erwogen, nicht zur Feier zu kommen.
    Totaler Quatsch in meinen Augen.
    Sie haben vorher mehrmals telefoniert, es ging um den Ablauf, Reden usw und es kamen wieder alte Verletzungen bei ihr hoch..
    Nicht zur Feier zu kommen, kommt für mich nicht in Frage. Aber ich kann die Ex Deines Mannes verstehen. Auch nach 30 Jahren können "Verletzungen" wieder hoch kommen. Mir geht es heute gut, im Grunde bin ich jetzt froh, dass er damals gegangen ist. Denke nur manchmal, er hätte diesen Schritt früher gehen sollen. Allerdings wäre etwas Fairness schön gewesen. Trotzdem ist es auch bei mir heute noch so, dass ich die Verletzungen ganz tief drinnen noch spüre. Vermutlich wird man dieses Gefühl nie ganz los.

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Wenn man gemeinsame Kinder und evtl Enkel hat, wird man sich immer wieder mal treffen.
    Vermutlich besteht diese "Gefahr" nicht. Meine Kinder haben es bisher beide "geschafft", dass wir uns nie begegnet sind. Obwohl von meiner Seite her nie der Anspruch dafür kam, dass der Vater nicht anwesend ist, wenn gefeiert wird. Daher vermute ich auch, dass auch gemeinsame Enkelkinder kein Anlass sein werden, uns zu treffen.

    Nur, wenn mein Sohn irgendwann auch heiratet, dann wird es wohl wieder zu einer Begegnung kommen. Aber dann hab ich ja schon Übung.

  10. #30
    Moderation Avatar von Utetiki
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    AW: Geschieden - Hochzeit des gemeinsamen Kindes

    Ich finde immer noch, dass kein Treffen stattfinden muss. Zuerst kann der Ex doch mal schriftlich mitteilen, worum es ihm überhaupt geht.

    Die Idee sich vor der Feier zu treffen ist ja gut. Da kann doch dann gerne auch Dein Lebensgefährte und sofern vorhanden die Partnerin des Ex teilnehmen. Dann habt Ihr Euch schon mal beschnuppert, die Feiergesellschaft wird -sofern involviert- sowieso das ganze mit Argusaugen belauern.

    Ich könnte mir vorstellen, Dein Unwohlsein kommt zum größten Teil daher, dass der Ex wieder die Regeln bestimmen will wie damals bei seinem Abgang. Aber dem musst Du ja nicht nachkommen, Cappuccinogirl.

    Das einzige, was Du musst m.E., ist dem Kind nicht die Feier verderben. Und das willst Du ja auch nicht.

    Ob nach der langen Zeit noch Erklärungen von Nöten sind zur Aufarbeitung der Trennung weiß ich natürlich nicht. Ich wäre damit durch.
    Die finanziellen Dinge sind im Zuge der Scheidung geklärt worden? Ansonsten würde ich ihm mitteilen, dass ich es ganz toll fände, wenn er meinen damaligen Anteil jetzt der Tochter zur Hochzeit schenken würde.
    Moderatorin in
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