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  1. #1

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    Mein Vater und das Geld ...

    Liebes Forum,

    ich muß mich einfach mal etwas erleichtern, da hier im Moment einiges schief läuft.
    Im Dezember 2008 ist meine Mutter verstorben. Seitdem war mein Vater (fast 91 Jahre alt) allein. Ich kümmere mich um seine Versorgung und seine finanziellen Sachen. Seit September 2012 hat mein Vater eine Bekannte/Freundin. Die anfängliche Freude darüber, daß mein Vater nicht mehr allein ist, ist leider schnell Ernüchterung gewichen. Er gibt das Geld nun mit vollen Händen aus und lebt die letzten Monate weit über seine Verhältnisse. Ich denke, da er sich zu Lebzeiten meiner Mutter nie um Geldangelegenheiten kümmern mußte, hat er einfach kein Gefühl für Geld. Er bekommt eine sehr gute Rente, aber die momentanen Ausgaben sind damit einfach nicht zu finanzieren ohne die Rücklagen anzugreifen. Ich habe schon mit ihm gesprochen,daß es so nicht weitergehen kann und da zeigte er sich auch einsichtig, aber es ändert sich nichts und er holt weiter viel Geld am Automaten ab. Wenn ich ihn frage, was er mit dem ganzen Geld macht, bekomme ich keine Antwort (bin mir nicht sicher, ob er es nicht sagen will oder einfach nicht mehr weiß). Ich habe ihm jetzt ein Girokonto eingerichtet, das nur für ihn sein soll. Da möchte ich in Absprache mit ihm monatlich eine feste Summe drauf überweisen. Allerdings befürchte ich, daß das Konto schnell leer sein wird. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Es ist natürlich das Geld meines Vaters und er kann es ausgeben, aber ich fände es nicht gut, wenn er Schulden macht. In den letzten Monaten konnte ich keinen Cent für ihn sparen, sondern habe immer das Girokonto vom Sparkonto ausgleichen müssen. Wenn ich dann höre, welche Urlaubspläne er für dieses Jahr hat, wird mir ganz schlecht und ich sehe alles den Bach runtergehen...
    Ich bin langsam am Ende meiner Kräfte, da es einfach so traurig ist, zu sehen, wie es bergab geht und nichts tun zu können...

  2. #2
    Moderation
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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Mein erster Gedanke: Der Mann ist 91. Wie viele Rücklagen braucht er denn noch?

    Toll, wenn man in dem Alter noch reisen kann!

  3. #3
    Avatar von Sariana
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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Darf ich dich fragen, wofür du für deinen Vater sparen willst?

    Wenn du Sorge hast, dass kein Geld mehr für eine Bestattung da sein könnte, dann deponiere eine Reserve auf ein Konto, welches ausschließlich dafür gedacht ist.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  4. #4

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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Du schreibst, er bekommt eine Rente, von der er seht gut leben kann.
    Wofür braucht er Rücklagen, wenn nicht für's Alter - also für genau jetzt?
    Wofür soll er sparen?

    Besteht denn überhaupt die Gefahr, dass er Schulden macht? Wenn die Rücklagen aufgebraucht sind, muss er eben allein von der Rente leben.
    Einem 91-Jährigen wird die Bank keine Kredite geben.

    Und wieso geht es bergab?
    Womit?
    Mit Deinem Vater?
    Mit seinen Geldbeständen?
    Glück ist Talent für das Schicksal


  5. #5
    Nemesis59
    gelöscht

    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Laxi, ich bemerke wie du ganz bewußt weglässt was die Bekannte deines Vaters eigentlich betrifft und DER Dame traust du wohl nicht. SIE wird m.M.n. der Grund sein für die hohen Ausgaben deines Vaters.

    Ich finde ein Gespräch mit der Dame könnte dir klären ob es Gründe gibt ihr zu mißtrauen. Hat sie Zugang zur Wohnung?

    Dein Vater wäre nicht der Erste der von "bestimmten neuen Bekannten" erst ausgenommen wird um, wenns Geld alle ist, dann wieder zu verschwinden.

  6. #6
    Avatar von PetitPois
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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Sind es denn seine Reserven, die er aufbraucht?
    Sei Du selbst!
    Denn alle anderen gibt es schon.

    Echte Shopping Queens triffst Du bei - !The Real Shopping Queen -

  7. #7
    Avatar von Loop1976
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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    ist dein vater auch so traurig wie du?
    um zu vermeiden, dass er schulden macht, würde ich den dispo vom girokonto auf null setzen, vorausgesetzt du hast kontovollmacht.
    einen kredit wird er aufgrund seines alters nicht bekommen.
    warum genau bist DU traurig?
    schielst du auf das erbe, was weniger wird aufgrund seines lebenswandels?
    Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Wer sich über Kritik ärgert gibt zu, dass sie berechtigt war.

  8. #8

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    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Wozu ein 91Jähriger noch Rücklagen braucht?
    Es ist sehr naheliegend, dass er vor dem Lebensende noch einige Zeit in einem Pflegeheim verbringen muss.
    Und da man als Kind für die Kosten herangezogen wird, wenn eben keine Reserven mehr da sind, kann ich es gut verstehen, dass Laxi sich Sorgen macht, wo die plötzliche Umstellung des Lebensstils ihre Ursache hat und noch hin führt.
    Darin sehe ich allenfalls Sorge um den Vater und etwas gesunden Egoismus.

    Ist mit ihm noch ein Gespräch über das Thema möglich? Wenn er selbst auch Sorge hat, dass das Geld immer weniger wird und er nicht mehr weiss, wofür er das abgehobene Geld ausgegeben hat, könnte er selbst beantragen, dass Du zum Betreuer für Vermögenssorge bestellt wirst. Dann kann er auch erkennen, wes Geistes Kind die neue Bekannte ist...

  9. #9

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    16

    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Ich weiß, daß hört sich für Außenstehende alles gar nicht so schlimm an, aber ich mache mir Sorgen.

    Ja, es sind die Rücklagen meines Vaters, die ich seit dem Tod meiner Mutter für ihn angespart habe. Mein Vater bewohnt ein eigenes Haus und ich und auch mein Vater finden es wichtig, für anfallende Reparaturen etwas auf dem Sparbuch zu haben.
    Natürlich soll er sich etwas gönnen von SEINEM Geld und ich freue mich auch, wenn er viel unternimmt, auch wenn es sich vielleicht anders anhört und mir unterstellt wird, daß ich nur mein Erbe sichern will. Auch wenn mein Vater schon 91 Jahre alt ist, ist er doch sehr fit und munter, sowohl geistig als auch körperlich. Aber ich fände es einfach schade, wenn dieses Jahr alle Ersparnisse aufgebraucht werden und er doch nächstes und übernächstes Jahr usw. auch noch etwas unternehmen möchte, das dann aber nicht mehr geht.
    Ich weiß nicht genau, ob er einen Kredit aufnehmen könnte, für das Haus ist glaube ich eine Grundschuld eingetragen, dann könnte es doch gehen, oder?
    Ich weiß nicht so genau, was ich von seiner Freundin halten soll. Sie verfügt ebenfalls über eine sehr gute Rente, rechnet allerdings akribisch ab, wenn sie mal etwas für beide einkauft. Ich vermute einfach, daß mein Vater ihr sehr viel Geld gibt. Ich habe ihn schon mal danach gefragt, allerdings hat er mich da nur angeschrieen. Ich würde mich gerne mal mit ihr über finanzielle Dinge unterhalten, aber mein Vater will das nicht und hinter seinem Rücken finde ich nicht so gut.
    Traurig macht mich die Aussicht, daß mein Vater vielleicht länger lebt, als sein Geld reicht (hört sich so komisch an, aber vielleicht versteht ihr was ich meine). Traurig macht mich, daß mein Vater für seine Freundin so viel Geld ausgibt, während meine Mutter immer sehr sparsam war und sich kaum etwas gegönnt hat. Traurig macht mich, daß mein Vater fürs nicht Alleinsein müssen, Dinge in Kauf nimmt, die ihm eigentlich widerstreben und sich das mit Geld erkauft.
    Ich finde es einfach schwierig, mich da nicht so reinzuhängen und es laufen zu lassen.

  10. #10
    Avatar von KHelga
    Registriert seit
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    10.789

    AW: Mein Vater und das Geld ...

    Hallo Laxi,

    bist Du das einzige Kind Deines Vaters, oder hast Du noch Geschwister?

    Es bringt JETZT nichts mit der Freundin deines Vaters über seine Finanzen zu reden.

    Ich frage mal:
    Hast Du Kontovollmacht über das Konto Deines Vaters?

    PS:
    Bezüglich der Grundschuld würde ich die Bank deines Vaters fragen.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

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