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  1. #41

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    AW: Erwachsen, aber für meine Eltern immer noch Kind

    @ Melusine: Keine Sorge, bist mir nicht zu nahe getreten, ich habe nur nicht ganz verstanden, was du meinst!
    Aber letztendlich war es erst richtig perfekt und stimmig, wenn es auch meine Mutter "abgenickt" hat, sonst blieb ein leichter Nachgeschmack.
    Das kann ich schon eher nachfühlen! Ich mache mein Ding, ganz ohne Mama nach ihrer Meinung zu fragen, aber besser fühlt es sich an, wenn sie es "absegnet"... als Abhängigkeit hätte ich das nicht bezeichnet, würde mir z.B. bei meiner besten Freundin und deren Meinung ähnlich gehen, aber sicher, ein Schritt in die emotionale Unabhängigkeit wäre es bestimmt, wenn das nicht so wäre.

    Bei uns hat es sehr gut funktioniert, als ich angefangen habe, meine Eltern (und Schwiegereltern) wie befreundete Erwachsene zu behandeln.
    Interessanter Ansatz!
    Du bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)

  2. #42

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    AW: Erwachsen, aber für meine Eltern immer noch Kind

    Zitat Zitat von bibiblo Beitrag anzeigen

    Gleichzeitig sind sie aber auch der Ansicht, dass sie im Wesentlichen alles richtig machen. Sie planen gerne und ausführlichst und lassen sich dann da auch nicht mehr reinreden - sie verplanen mich dann mit.
    Ich habe mit der Zeit folgendes gelernt - wenn Sie dich so verplanen, ohne zu fragen, musst Du das gleiche machen. Ich lebe auch schon lange größere Distanzen (250-400 km) von meinen Eltern weg, bei den Besuchen ca. alle 2 Monate für 3-4 Tage wollten sie am liebsten die ganze Zeit mit mir verbringen. Das hatte aber nichts von "quality time", keine Gespräche mit wirklichem Interesse füreinander - nur Vorträge meiner Mutter über das, was die Leute im Dorf richtig oder (in der Regel) falsch machen, was ich tun oder lassen sollte etc. Wenn sie mal nicht redete, habe ich in der Ecke gesessen und gelesen und gewartet, dass die Zeit vergeht.
    Ich habe viel zu lange Verständnis dafür gezeigt, dass sie eben in der kurzen Zeit viel von mir sehen wollten - während ich wie ein Dampfkochtopf war, der während der Besuche immer mehr Druck aufgebaut hat und immer so gegen Ende explodiert ist wegen einer Nichtigkeit. Inzwischen plane ich schon von zu Hause aus Besuche bei meinen Freundinnen, oder wenn meine Mutter zu Besuch kommt, planen wir auch Ausflüge etc., damit wir nicht ständig aufeinanderglucken. Ich muss das im Vorfeld machen, sobald ich dort bin oder meine Mutter hier, setzen seltsame Lähmungserscheinungen ein, oder es ist eben zu kurzfristig, meine Freundinnen können nicht, oder können nur zu dem einen Termin, an dem meine Mutter schon ausgemacht hat, dass meine Tante vorbeikommt etc.

    Generell zu Deinem Problem: sprich es an. Deutlich, notfalls mehrmals. Verhalte Dich ihnen gegenüber wie eine erwachsene Frau. Wenn sie so sind wie meine Eltern, wird das nichts ändern, weil sie komplett beratungsresistent sind, aber dann weißt Du das wenigstens. Wenn sie so sind wie meine Schwiegereltern, werdet ihr vielleicht ein erwachsenes Verhältnis aufbauen.

    So, ich muss mal Schluss machen, die Kinder rufen (und ja, ich kann Dir sagen, Kinder verschärfen die Lage und lassen Dich so manches nochmal klarer sehen), vielleicht bei anderer Gelegenheit mehr.

    Alles Gute, Tigerente

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