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  1. #1

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    Familienprobleme und Weihnachten

    Hallo liebe LeserInnen,

    da es hier doch immer sehr viele unterschiedliche Sichtweisen zu einem Thema gibt, was zum Nachdenken anregt, mein aktuelles Problem:
    Meine Eltern haben schon immer eine schwierige Beziehung. das habe ich als Kind hautnah miterlebt als älteste Tochter und Vertraute der Mutter. Wenn viele Leute da sind, z.B. an Festtagen, konnten sie das immer vergergen, da wurde "heile Welt" gespielt. Wenn ich z.B. meinem Mann erzähle, was hinter den Kulissen läuft, glaubt er mir das kaum.
    Je älter sie werden, umso mehr verschlechtert sich die Beziehung, sie sind auch zunehmend weniger in der Lage, ihre Affekte zu steuern. Ich befürchte jetzt, dass die Situation Weihnachten eskalieren wird. Weihnachten war schon immer eine schwierige Zeit, für mich in der Kindheit untrennbar verbunden mit Familienstreit. Jetzt ist die Lage schon Wochen vorher extrem angespannt.
    Gut, ich (und meine Geschwister) kennen das. Aber ich frage mich, was ich meinen Kindern sagen soll ? soll ich sie vorwarnen ? Mein Mann sieht das alles nicht so, er meint so schlimm könne das gar nicht sein, aber er weiß es nicht besser. Ich erzähle ihm ja nur wenig-ist mir zu peinlich- und den Kindern normalerweile gar nichts, wie es früher war und jetzt ist. Schon letztes Jahr hat es Weihnachten gebrodelt.
    Was kann passieren: die Sticheleien meiner Mutter, das Erzählen von "Anekdoten" auf Kosten meines Vaters, das Klagen hinter seinem Rücken, das ist alles normal. Aber wenn mein Vater dann ausrastet, dann wird es laut, es fliegen Sachen durch die Gegend und wir werden allesamt vor die Tür gesetzt. Meine Kinder kennen so ein Verhalten nicht, zumindest nicht aus unserer Familie (wahrscheinlich nur von den "Reality-Soaps" von RTL 2).
    Weiß jemand einen Rat- im Hinblick auf meine Kinder; die Situation mit meinen Eltern kann ich nicht ändern ?

  2. #2
    friederike123
    gelöscht

    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Warum willst / musst Du dahin?

  3. #3
    antunna
    gelöscht

    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Diese und ähnliche Verhaltensweisen kenne ich.

    Ich bleibe unseren Kindern gegenüber authentisch und beschönige nichts. Sonst hinterfragen sie die Situation, verstehen sie nicht und Du bist "die Komische".

    Außerdem beschränke ich den Kontakt auf das Notwendigste.

    Aus der Erfahrung heraus eskaliert eine solche Stimmung erst mit zunehmender Dauer.

    Was hält Euch davon ab, nach 2 Stunden wieder zu gehen? Kaffee trinken und fertig.

    Streiten können sie alleine, dazu brauchen sie Euch nicht. Das habe ich meinen Eltern bereits wörtlich gesagt. Es saß.

  4. #4
    Avatar von einzigARTig
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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Ich würde Besuche auch nur auf das Nötigste einschränken und/oder sobald es anfängt, ungemütlich zu werden, selbst gehen, bevor Ihr rausgeschmissen werdet.

    Warum muss man sich so eine schlechte, stressige Stimmung antun?

    Auch würde ich meine Kinder einweihen, warum sollte ihnen eine heile Welt vorgespielt werden, die auf einmal zusammenbricht? Sie sind doch schon groß. Wäre es bei meinen Eltern so, hätte ich meine Teenie-Tochter längst eingeweiht...Außerdem merken Kinder doch sowieso, dass da was nicht stimmt, auch wenn sie es nicht benennen können. Es ist sicher unangenehm für sie eine Diskrepanz zwischen dem oberflächlichen Gehabe deiner Eltern und dem darunter Brodelnden zu spüren.
    O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.

    Tacitus

  5. #5

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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Zitat Zitat von peka62 Beitrag anzeigen
    Weiß jemand einen Rat- im Hinblick auf meine Kinder; die Situation mit meinen Eltern kann ich nicht ändern ?
    Hi Peka!

    Wie alt sind denn die Kinder?

    Ich halte es nicht für notwendig, die Kinder in dem Sinne zu schonen, dass sie keinen Streit mitbekommen dürfen. Selbst das Ansehen von schlecht ausgetragenem Streit muss den Kindern nicht schaden, denn sie haben ja ihre Eltern.

    Mach Dir klar, dass sich Deine Kinder in einer ganz anderen Lage befinden als Du Dich damals mit Deinen Eltern. Sie sind ihnen überhaupt nicht ausgeliefert.

    Ich würde an Deiner Stelle entweder gehen, wenn´s Dir langt, oder vorbeugend wie vorgeschlagen, nur kurz bleiben oder aber: beim Streit zwischen Deinen Eltern zusehen, Dich in keiner Weise einmischen, ruhig bleiben und dadurch zeigen, dass das nicht Deine Sache ist und nichts, wovor die Kinder Angst haben müssen.
    Viele Grüße

    Massashi

  6. #6

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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Streiten können sie alleine, dazu brauchen sie Euch nicht.

    Super Satz...den würde ich deiner Mutter sagen und dann wirklich rel reduziert Zeit dort verbringen!!

  7. #7
    Avatar von mutter
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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Hallo peka,
    wir sind eine größere Familie, die meisen ohne Partener und es war an Weihnachten selbstverständlich, dass reihum jedes Jahr woanders der HL. Abend verbracht wurde..

    Vor 3 Jahren, die Familiensituation war allgemein schwierig, wie das eben mal so vorkommt benahm sich meine Mama derart daneben, wir waren entsetzt

    Das Jahr drauf verabschiedeten sich einige Familienmitglieder "aus Weihnachten".
    Ich lud meine Mama mit Bauchkrumeln zu mir ein. Ich wollte sie nicht alleine daheim wissen. Es war ein schrecklicher Abend.

    Wieder ein Jahr später verbrachte jeder sein Weihnachten.

    Dieses Jahr hat eines meiner Geschwister eingeladen, es werden nicht alle da sein, nur diejenigen welche sich wirklich mit darauf freuen und gerne kommen. Die anderen verabschieden sich weiterhin aus Weihnachten.

    Die ganze Familiensituation hat sich dadurch verändert, zum positiven. Dieses wir sind eine Familie und an Weihnachten und Feiertagen bitte lächeln gibt es nicht mehr. Ich empfinde es als sehr entspannt, ich muss nicht, ich darf.
    LG

  8. #8

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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Vielen Dank für die ersten Antworten . Besonders der Satz: Streiten können sie alleine.....
    Warum wir überhaupt hingehen? Weil es so Tradition ist,, dass sich alle mit Kind und Kegel da treffen, d.h. alle 5 Kinder mit Anhang und meine Kinder es so wollen (an diesem Tag). Sonst fahre ich schon fast immer alleine hin, weil die großen Kinder am wochenende meist was anderes vorhaben.
    Gehen, wenn es ungemütlich wird, genauso sollten wir es machen. es fällt mir aber sehr schwer...ich ziehe das gerade bei den Telefonaten durch, habe meiner Mutter letztens gesagt, dass ich mir das nicht mehr ständig anhören will (es dreht sich alles im Kreis, keiner von beiden will wirklich was ändern)- im Moment ist sie wieder beleidigt und spricht nicht mit mir.
    Aber ich finde es für alle Beteiligten, für sie, für mich , für die Kinder so schade- jetzt könnte man noch Zeit miteinander verbringen, wer weiß wie lange noch. Aber letzendlich kann ich es nicht ändern.
    und ja, man sollte das auch offen ansprechen mit den kindern, aber damit tue ich mich einfach schwer, ich weiß gar nicht, warum. Früher habe ich immer gedacht, in anderen Familien ist alles ganz anders und es war mir peinlich, darüber zu reden. Mittlerweile weiß ich, dass auch in anderen familien nicht alles so harmonisch ist wie es auf Außenstehende wirken soll .
    Ich werde mein Bestes versuchen.

  9. #9

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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    es ist ganz wichtig, dass du mit ihnen darüber sprichst, wie du dich als kind dabei fühltest, etwa dass du dann immer dachtest, du hättest vielleicht etwas falsch gemacht, deshalb seien die grossen so nervös.
    wenn der opa zornig wird, hat das nichts mit euch oder den kindern zu tun, dann ist es besser, sehr bald zu gehen .

    vielleicht hängen die ausraster mit der höhe des alkoholspiegels zusammen, es ist sehr wichtig, den kindern zu vermitteln, dass man schon wenn man die laune kippen spürt, rechtzeitig,. aus einer situation rausgehen darf.
    macht euch heimlich zeichen aus, wie ihr euch den richtigen punkt für den schnellen abschied signalisiert.
    lg
    legrain

  10. #10
    Avatar von brighid
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    AW: Familienprobleme und Weihnachten

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    es ist sehr wichtig, den kindern zu vermitteln, dass man schon wenn man die laune kippen spürt, rechtzeitig,. aus einer situation rausgehen darf.
    macht euch heimlich zeichen aus, wie ihr euch den richtigen punkt für den schnellen abschied signalisiert.



    und eine frage, peka------------- tradition? welche tradition? dass an weihnachten die fetzen fliegen?

    nicht umsonst heisst es im rettungsdienst/feuerwehr/polizei: weihnachten, das fest der liebe- das fest der hiebe.

    die betreffenden einsatzkräfte sind über die feiertage hinweg im dauereinsatz, die notaufnahmen voll. und sei es mit gallenkoliken, magenkrämpfen, vermeintliche infarkte- da läuft die ganze palette an menschlichen emotionen und erpressungen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

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