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  1. #1
    Laquessa
    gelöscht

    Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Haben Kinder Verpflichtungen gegenüber ihren Eltern?

    Wünschen sich alle Eltern, dass die Kinder in der Nähe ihres Heimatortes bleiben? Ist es nicht schrecklich, dass viele Familien so zerissen sind und sich nur wenige Male oder nur ein Mal im Jahr sehen?

    Ich denke zur Zeit darüber nach, vielleicht wieder in die Nähe meiner Eltern zu ziehen. (Ich bin Anfang 30.) Wirtschaftlich würde es mir hier gut gehen und ich wäre in der Nähe meiner Eltern, könnte Zeit mit ihnen verbringen. Manchmal denke ich, ich bin ihnen etwas schuldig... (siehe Threadthema).
    Auf der anderen Seite sehe ich hier kaum Entfaltungsmöglichkeiten für mich als Person und Persönlichkeit. Ich glaube, sie würden mich alsbald zurück in die Kindrolle katapultieren, zumindest wäre es streckenweise ein ziemlicher Kampf.

  2. #2
    Avatar von brighid
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    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    als meine grosse tochter geboren wurde bekam ich eine wunderschöne karte.

    auf der stand: du kannst deinen kindern im leben nur zwei dinge geben: wurzeln und flügel.

    meine töchter kennen ihre wurzeln und sie sind frei.

    verpflichtung? sehe ich keine. vielleicht das einmal der staat sie in die pflicht nehmen wird wenn es um mein pflegeheim geht- aber ich nehme sie in keine verpflichtung.
    ******* wunderschöne säcke ******* ein virtueller deich entsteht *******


    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

  3. #3
    Avatar von Mocca
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    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Was man sich wünscht und wie die Realität aussieht, sind zwei Paar Schuhe, und noch einmal ein anderes Paar Schuhe ist es, ob man seinen Kindern mit dem Wunsch, sie möglichst in der Nähe zu haben, gut tut. Kinder bekommt man nicht, damit sie einem lebenslänglich das Patschepfötchen halten, sondern um einen lebenstüchtigen, lebensbejahenden Menschen heranzuziehen.

    Auch wenn es schwerfällt: Kinder haben das Recht, sich ihren Beruf und ihren Wohnort frei auszusuchen und später da zu arbeiten, wo sie für sich die meisten Chancen sehen. Es wäre mir nicht recht, würde sich eines meiner Kinder, nur um mir räumlich näher zu sein, in irgendeiner Art und Weise einschränken.

    Wenn du ohnehin schon Zweifel hast, dass ein Umzug in die Nähe deiner Eltern gut für dich wäre: lass es lieber! Außer rein rechtlichen der Kinder ihren Eltern gegenüber (Unterhaltspflicht im Bedarfsfall) sehe ich allenfalls moralische Verpflichtungen, die aber nicht so weit gehen sollten, das eigene Leben mit Rücksicht auf die Eltern auzurichten.
    Geändert von Mocca (14.07.2012 um 08:24 Uhr) Grund: grammatikkorrektur

  4. #4
    Avatar von Wolkentier
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    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Es gibt zerstrittene Familien, die Tür an Tür wohnen.
    Es gibt Familien, die wohnen knappe 20km auseinander und sehen sich doch nur zu Familienfesten und Feiertagen.
    Und es gibt Familien, die trotz großer Entfernung einen liebevollen und engen Umgang pflegen.
    Den man m.M. nach nicht zwangsläufig an der Häufigkeit der Besuche festmachen kann.
    .
    .

    Vergesst Chuck Norris.... Spongebob grillt unter Wasser...!

  5. #5
    Freyya
    gelöscht

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Ich finde auch, dass Kinder keine Verpflichtungen haben, wenn sie das Bedürfnis haben bei ihren Eltern in der Nähe zu wohnen, dann aus dem Herzen heraus und nicht, weil es von anderen erwartet wird.
    Das ist für keine der beiden Seiten gut und gibt nur Ärger.

    Wenn du also zu deinen Eltern in die Nähe ziehen möchtest, weil dein Herz das sagt, dann musst du dir die Frage stellen, ob du dich genügend abgrenzen kannst und noch selbstbestimmt durchs Leben gehst und dich nicht manipulieren lässt.

    Ansonsten würde ich es lassen, auch wenn du davon Vorteile hast, es würde sich später rächen und evtl. kämen Vorhaltungen und du wirst unter Druck gesetzt.

  6. #6

    Registriert seit
    17.12.2008
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    386

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Von meinen erwachsenen Kindern würde ich niemals erwarten, dass sie in meine Nähe ziehen, um mir im Alter behilflich zu sein.
    Es ist mir klar, dass ich nur Hilfe aus der Ferne erwarten kann. Das finde ich schade, aber realistisch und auch richtig.

  7. #7

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    04.05.2011
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    121

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Wenn ich andere Familien sehe, die sich an ihren Töchtern/Söhnen und Enkeln erfreuen, fällt es mir schon schwer, dass meine Kinder so weit weg sind.

    Aber ich würde nie erwarten, dass sie aus Pflichtgefühl in meine Nähe ziehen.

    Sollte es sich beruflich irgendwie mal ergeben, nehme ich dies gerne an, ansonsten muss man akzeptieren, dass sie ihr eigenes Leben haben, wo immer das auch sein mag.

  8. #8

    Registriert seit
    04.06.2011
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    2.546

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Zitat Zitat von Laquessa Beitrag anzeigen
    Haben Kinder Verpflichtungen gegenüber ihren Eltern?

    Wünschen sich alle Eltern, dass die Kinder in der Nähe ihres Heimatortes bleiben? Ist es nicht schrecklich, dass viele Familien so zerissen sind und sich nur wenige Male oder nur ein Mal im Jahr sehen?

    Ich denke zur Zeit darüber nach, vielleicht wieder in die Nähe meiner Eltern zu ziehen. (Ich bin Anfang 30.) Wirtschaftlich würde es mir hier gut gehen und ich wäre in der Nähe meiner Eltern, könnte Zeit mit ihnen verbringen. Manchmal denke ich, ich bin ihnen etwas schuldig... (siehe Threadthema).
    Auf der anderen Seite sehe ich hier kaum Entfaltungsmöglichkeiten für mich als Person und Persönlichkeit. Ich glaube, sie würden mich alsbald zurück in die Kindrolle katapultieren, zumindest wäre es streckenweise ein ziemlicher Kampf.
    Du könntest aber auch noch ein bisschen Kind sein.
    Ehrlich gesagt, ich geniesse es beim Zusammensein mit meinem Vater.
    Was wenn er nicht mehr ist? Dann bin ich Niemandes Tochter.

    Das beantwortet nicht deine Frage nach dem Umzug.
    Wobei es ja nur eine Antwort gibt.
    Du bist dazu nicht verpflichtet.

    Ich schätze mal, du bist am Abwägen.

    Lass deine Eltern an deinem Leben teilnehmen, das bist du ihnen schuldig, wenn überhaupt.

    Sich nie oder sehr sporadisch melden oder sich in eine andere Familie orientieren ist wohl das was Eltern am meisten schmerzt.
    Es sei denn, es gäbe gravierende Gründe.

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung.

  9. #9

    Registriert seit
    26.02.2009
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    478

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Hallo Laquessa,

    Deine Frage beschäftigt mich gerade auch sehr.

    Ich bin Einzelkind, sehr behütet aufgewachsen und war der Mittelpunkt des Lebens meiner Mutter, bis ich nach dem Studium dann weggezogen bin.

    Ich glaube das war damals richtig hart für sie und sie hatte (bzw. hat noch immer) die Hoffnung, dass das "nur vorübergehend" ist und ich irgendwann schon wieder nach Hause kommen werde.

    Ich bin auch immer mal wieder am Schwanken. Einerseits fände ich es auch sehr nett, mal wieder spontan zum Kaffeetrinken vorbeischauen zu können und die Besuche nicht immer extra planen zu müssen, andererseits habe ich auch Angst davor, zu sehr vereinnahmt zu werden.

    Meine Eltern sind jetzt seit einigen Jahren in Rente und ich merke schon, dass es jetzt noch wichtiger für sie geworden ist, dass ich häufig zu Besuch komme oder sie wollen mich besuchen kommen. Manchmal könnte ich richtig schreien, wenn sie nach einem kompletten gemeinsamen Wochenende beim Abschied dann schon wieder mit dem Kalender in der Hand dastehen und fragen, an welchem Wochenende ich denn wiederkomme (dazu muss ich sagen, dass wir uns eh ziemlich häufig sehen, also alle 4 Wochen bestimmt). Da denke ich dann schon, welches "Kind" mit Anfang 30 denn eigentlich jedes 4. Wochenende bei den Eltern verbringt Und trotzdem habe ich immer das Gefühl , auch das reicht nicht und eigentlich sollte ich alle zwei Wochen kommen oder - am allerbesten - natürlich gleich wieder in die Heimat ziehen.

    Und es geht auch gar nicht darum, dass ich nicht gern auf Besuch komme aber diesen "Druck" finde ich manchmal echt belastend Dann denke ich mir oft, dass ich mich - sollte ich mal Kinder haben - nie, nie, nie so auf meine Kinder fixieren möchte sondern mich freuen möchte, wenn sie - ohne Druck - auf Besuch kommen aber ich ansonsten mein eigenes Leben leben möchte.

    Eine "Lösung" habe ich für mich noch nicht gefunden (außer zu versuchen mich besser abzugrenzen und nur dann auf Besuch zu kommen wenn es für mich passt, ich gebe aber zu, dass das nur in kleinen Schritten geht ) aber ich würde mich freuen, auch noch andere Meinungen zu hören!

    Liebe Grüße vom
    Wassernixlein

  10. #10
    Leonella
    gelöscht

    AW: Verpflichtungen von Kindern gegenüber den Eltern?

    Jedes Kind hat das Recht auf sein eigenes Leben.

    Warum haben so viele Menschen ein schlechtes Gewissen ihren Eltern gegenüber. Es ist doch normal, dass man als erwachsener Mensch ein anderes Leben als ein Kind führt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass manche gerne klammern und sich daran festhalten Kind bzw. Eltern zu sein.

    Lieber spontan sein und vielleicht mal nachfragen, ob es recht ist sich in 3 Tagen zu treffen als sich vier Wochen lang zu grämen, dass man nun schon wieder bei den Eltern vorbeikommen muss. Alles zwanghaft!

    Manchmal meinen die Eltern es einfordern zu müssen, bei anderen fühlen sich die Kinder dazu verpflichtet. Grusel.

    Das hat für mich immer den leichten Anschein, als wollte man nicht wirklich loslassen und sich abnabeln.

    Ich kenne manche ältere Menschen, die denken, die Kinder sind dazu verpflichtet, weil sie selbst wenig mit sich anzufangen wissen und ihre Kinder und Enkel als Unterhaltung benötigen. Dann kommen immer wieder die selben Geschichten, da ja sonst nix passiert. Da ist nix von wegen Wanderclub oder Volkshochschule. Einfach nur ätzend.

    In Familien, wo dieser Druck wegfällt, hat man sich meistens mehr zu erzählen, da man gerne kommt und ohne schlechtes Gewissen auch mal ein paar Wochen fern bleibt.

    Meine Güte, schließlich sollen doch einen die Eltern zur Selbständigkeit erzogen haben und nicht zum Hängen am Rockzipfel.

    LG

    Leonella

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