Hallo Ladies,
es gab letztes Jahr schon mal ein ähnliches Thema, aber für mich ist es aktuell. Und ich denke, es ist für viele Mütter aktuell, denn so viele "Kinder" machen ihr Glück zur Zeit im Ausland. Ich vermute, es gibt noch ganz viele Mamis, denen das ebenso zu schaffen macht wie mir.
Meine Tochter lebt auf nicht absehbare Zeit in Kanada. Sie hatte dort während ihres BWL-Studiums ein Auslandspraktikum absolviert und sich unsterblich in einen Kanadier verliebt. Ihr Studium hat sie danach noch brav beendet, ist aber unmittelbar nach dem Bachelor zu ihm nach Toronto gezogen. Ich sag's gleich vorweg: ein wirklich netter Mann, an dem gibt's absolut nichts auszusetzen, wir mochten ihn vom ersten Moment an sehr.
Jetzt ist sie schon fast zwei Jahre weg, es geht ihr wirklich gut. Beziehung, Job, Wohnung - alles genau so, wie man sich das wünscht. Wir telefonieren, mailen, skypen mehrmals in der Woche und halten uns gegenseitig auf dem Laufenden.
Warum nur, frage ich mich, kann ich mich mit der Situation nicht einfach nur abfinden? Ich vermisse sie so sehr. Wenn sie nicht 6000 km entfernt sondern vielleicht in Hamburg oder Berlin leben würde, könnten wir uns vielleicht auch nicht sehr viel öfter treffen. Aber ich glaube, das Gefühl wäre ein anderes. Die Flüge nach Kanada sind verdammt teuer, zumindest zu den Zeiten, wo ich hinfliegen könnte, das ist ja schließlich kein Wochenendtrip. Die Lebenswelten driften natürlich immer weiter auseinander, wir hatten immer eine sehr starke Bindung (auch zu den jeweiligen Freunden oder zur sonstigen Familie) Die Großeltern liegen mir in den Ohren (natürlich bin ich "schuld", dass sie weg ist, denn ich hab ihr ja damals das Praktikum erlaubt), für die fast 80jährigen sind Besuche in Toronto quasi unvorstellbar und sie leiden unendlich unter der Trennung von ihrem Liebling.
Ich bin so gewaltig hin- und hergerissen. Natürlich gönne ich ihr von ganzem Herzen ihr persönliches Glück, ich freu mich darüber, dass sie einen super Job hat, sich ein Auto und eine schöne Wohnung leisten kann. Keine Frage. Aber kann ich damit leben, dass mein Mädel nicht einfach nur vorbeikommen kann, wenn es mal Probleme hat - und umgekehrt natürlich? Krieg ich das irgendwann mal auf die Reihe? Freunde sagen zu mir: bleib mal cool, die muss ihren eigenen Weg machen, freu dich für sie. Ja, das tu ich auch. Aber muss das unbedingt in Nordamerika sein? Bin ich egoistisch? Wie geht es anderen Müttern, deren Liebstes irgendwo auf dieser Welt lebt?












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.. ich lebe seit 11 Jahren 16.000 km von meiner Stammfamilie entfernt, ich telefoniere 1x die Woche mit meiner Mutter (70).




