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  1. #21
    wasjetzt
    gelöscht

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    @Nathalie, sie hat unheimliches Vertrauen zu mir. Wir sind ein tolles Mutter-Tochter-Team. Alles was wir gemeinsam machen ist einfach nur fun. Wenn es kracht, dann aber gewaltig und bei ihr herrscht schnell Endzeitstimmung. Sie hat sich vom Kindsein noch nicht ganz gelöst. "Lass mich in Ruhe, ich bin erwachsen. Halt mich bloß fest, ich brauche dich." Da sucht sie noch ihre Position und das ist enorm schwer.

    Sie hat doch nur mich. Ich bin seit Jahren geschieden. Ihr Vater geht den einfachen Weg und verschließt vor allem die Augen.

    Weiß Deine Tochter, dass Du mit SM vertraut bist?
    Ich sagte ihr nur, dass ich mehr davon weiß, als sie ahnt. Ich werde meine Sexualität nicht mit meiner Tochter thematisieren!

    Klar ist er feige. Wie praktisch, dass er dann eine "Sklavin" hat, die macht wie er will. Und du hast es richtig erkannt. Sie macht es kompliziert. Ich höre alles von ihr. Scheibchenweise und muss es zusammensetzen. Deshalb bin ich jetzt direkt auf ihn zugegangen. Vielleicht ist es wirklich gut für sie, dass ich das Kennenlernen jetzt in die Hand nehme.

    @ikara, da irrst du dich gewaltig, ich nehme meine Tochter sogar sehr ernst. Niemand muss sich von mir eine Genehmigung holen. Ich rede ihr nicht rein. Ich erwarte aber, dass meine gerade mal erwachsen gewordene Tochter mir den Mann vorstellt, mit dem sie ins Ungewisse ziehen wird. Ich will mir einen Eindruck von dieser Situation machen können. Bisher habe ich mir alles angehört und mich still verhalten. Von meiner Tochter kam der Satz "Er kann mich seiner Mutter nicht vorstellen. Er kann ihr ja nicht sagen, dass sie einen Sohn hat, der gerne Frauen verprügelt." Sie wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, denn es wird raus kommen.

    Dieser Satz hat mich eine schlaflose Nacht gekostet. Am nächsten Tag hat sie es relativiert. Es war nicht so gemeint. Daraufhin bin ich zu einer Beratungsstelle gegangen. Viel helfen können die natürlich nicht. Situation die ich schilderte, fanden sie allerdings sehr bedenklich. Da habe ich den Tipp bekommen, ihn direkt anzurufen und zu einem Kennenlern-Treffen aufzufordern. Er ist ja keineswegs abgeneigt. Zögerts nur raus.

    Was würdest du denn tun? Nichts, weil sie ja erwachsen ist?

    Ich will sie nicht beeinflussen oder bevormunden. Dass sie vor einem Jahr ausgezogen ist habe ich voll unterstützt. Ich will sie aber nicht sehenden Auges evtl. in ein Unglück laufen lassen.

    @Drahma, sie hatte mit 18 eine 2-jährige Beziehung mit einem Klassenkameraden. Danach mit einem jungen Mann, der Spielchen mit ihr machte. Obwohl sie es erkannt hatte, hat sie lange gebraucht um von ihm weg zu kommen. Beide habe ich gekannt, der erste meldet sich immer mal wieder bei mir. Und nun dieser.

    Meine Angst ist, dass sie ihm hörig ist. Das Wort fiel schon einmal und sie hat es nicht bestritten.


    Zitat Zitat von Dharma09 Beitrag anzeigen
    Es ist ein gewaltiger Unterschied sm beim Sex zu betreiben oder SM 24/7 zu leben.

    Ich melde mich wieder - wenn ich "meinen" Dom gesprochen habe.
    Hier geht es um SM 24/7 und das ganz konsequent. Danke, es wäre interessant, diese Seite zu hören.

  2. #22
    Avatar von ikara
    Registriert seit
    20.10.2006
    Beiträge
    12.899

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von wasjetzt Beitrag anzeigen
    @ikara, da irrst du dich gewaltig, ich nehme meine Tochter sogar sehr ernst. Niemand muss sich von mir eine Genehmigung holen. Ich rede ihr nicht rein. Ich erwarte aber, dass meine gerade mal erwachsen gewordene Tochter mir den Mann vorstellt, mit dem sie ins Ungewisse ziehen wird. Ich will mir einen Eindruck von dieser Situation machen können. Bisher habe ich mir alles angehört und mich still verhalten.
    Das habe ich verstanden, dass Du diese Erwartung hast. Aber ich bin der Meinung, Du hast keinen Anspruch darauf - schon gar nicht ihm gegenüber. Drahtseilakt hat es besser geschrieben als ich.
    Von meiner Tochter kam der Satz "Er kann mich seiner Mutter nicht vorstellen. Er kann ihr ja nicht sagen, dass sie einen Sohn hat, der gerne Frauen verprügelt." Sie wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, denn es wird raus kommen.

    Dieser Satz hat mich eine schlaflose Nacht gekostet.
    Verständlich. Das ist wirklich besorgniserregend. Und das:
    Am nächsten Tag hat sie es relativiert. Es war nicht so gemeint.
    würde ich auch nicht glauben.


    I am the master of my fate: I am the captain of my soul.

    William E. Henley

  3. #23
    Avatar von KHelga
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    10.953

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Liebe Wasjetzt?

    bin keine Mutter.

    Möchte Dir aber gerne sagen, dass ich sehr großen Respekt vor Dir habe. Wie Du Dich um die schwierigen Belange Deiner Tochter kümmerst. Mit soviel Einfühlungsvermögen.

    Dass Du ein persönliches Gespräch mit dem 'Meister' führen willst = mehr kannst du wirklich nicht tun.

    Wenn Deine Tochter mit ihm zusammen zieht, geht sie dann einer geregelten Arbeit nach?

    Alles Gute für Dich und Deine Tochter.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  4. #24
    wasjetzt
    gelöscht

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von Drahtseilakt Beitrag anzeigen
    Du kannst eine Einladung an das Paar aussprechen, aber nicht ihren Freund anrufen, ihm die Meinung geigen und Druck ausüben, er ist nicht verpflichtet dich zu besuchen und sich vorzustellen. Wenn dir daran liegt ihn kennenzulernen, dann fahre hin und besuche die beiden (nicht ihn alleine).
    Das ist totaler Blödsinn. Ich habe ihm nicht die Meinung gegeigt. Wo liest du das?
    Ich habe ihn freundlich eingeladen, weil ich ihn kennenlernen möchte. Wir hatten ein nettes, höfliches Telefonat.

    Meine Tochter wusste im Vorfeld davon, sie hat es nicht abgelehnt. Sie schien erleichtert, dass etwas passiert. Ich habe keine Kontrolle über meine Tochter, das würde sie gar nicht zulassen. Ich weiß dass ich sie verliere, wenn es deshalb einen Bruch geben würde. Sie ist diejenige, die immer wieder auf mich zukommt und das Gespräch sucht. Deshalb ist es ja so schwierig. Ich kann ihr doch keine Vorschriften machen! Wenn dieser Mann ihr gut tut, dann bin ich die Letzte, die etwas dagegen sagt. Mir ist auch sehr bewusst, dass dieser Umzug und damit die Entfernung von mir, ihr sehr gut tun würde. Wenn sie in einem gesunden und stabilen Gesundheitszustand wäre und beruflich etwas in Aussicht hätte. Ich befinde mich gerade in einem Drahtseilakt

    Ich würde sie darin bestärken, sich eine Beziehung aufzubauen, in der man sexuell glücklich wird, die man aber auch nach außen leben kann ohne sich vor anderen, vor dir, verstecken zu müssen.
    Sie soll sich nicht verstecken. Ich will an ihrer Sexualität nur nicht teilnehmen. Es ist mein Recht, mich davon zu distanzieren.

  5. #25
    wasjetzt
    gelöscht

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen
    Wenn Deine Tochter mit ihm zusammen zieht, geht sie dann einer geregelten Arbeit nach?
    @KHelga, danke für deine lieben Worte. Sie hat noch keine Stelle in Aussicht, fängt gerade an sich zu bewerben. Sie ist hier in Therapie, sagt selbst, dass sie das braucht und ihr gut tut. Hat sich aber noch nicht nach einem neuen Therapieplatz in der neuen Stadt umgesehen.
    Sie zieht praktisch mit leeren Händen zu diesem Mann. Ich weiß, dass ich jetzt handeln muss, wenn ich nicht ständig in der Angst leben will, dass sie unter geht und verschwindet. Mein Handeln ist begrenzt, das ist mir bewusst. Wenn ich Druck ausübe, wird sie sich von mir abwenden. Deshalb frage ich hier um Rat, wie damit umgehen soll. Ich habe ihr sehr deutlich gesagt, weshalb ich so besorgt bin. Das versteht sie. Es ist nicht so, dass sie total unvernünftig ist. Sie ist eine intelligente junge Frau. Bis jetzt habe ich alles mit ge-/ertragen. Mehr kann ich nicht tun.

  6. #26
    Nathalie1000
    gelöscht

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von wasjetzt Beitrag anzeigen
    @Nathalie, sie hat unheimliches Vertrauen zu mir. Wir sind ein tolles Mutter-Tochter-Team. Alles was wir gemeinsam machen ist einfach nur fun. Wenn es kracht, dann aber gewaltig und bei ihr herrscht schnell Endzeitstimmung. Sie hat sich vom Kindsein noch nicht ganz gelöst. "Lass mich in Ruhe, ich bin erwachsen. Halt mich bloß fest, ich brauche dich." Da sucht sie noch ihre Position und das ist enorm schwer.

    Sie hat doch nur mich. Ich bin seit Jahren geschieden. Ihr Vater geht den einfachen Weg und verschließt vor allem die Augen.
    wasjetzt, ich bin nicht Mutter einer Tochter, mir fällt nur auf, dass diese Beziehung ungleich schwieriger ist als Mutter-Sohn-Beziehungen. Du bist ihre Mutter, nicht ihre Freundin, nur in allem was Du schreibst, sehe ich eine Vermischung beider Rollen. Bei allem Verantwortungsgefühl für deine Tochter musst Du Dich trotzdem ebenfalls abnabeln.

    Wahrnehmung scheint bei SM ein wichtiger Aspekt zu sein, gerade in Beziehungen mit "Prügeln". Der dominante Part schlägt ja nicht einfach drauf los, er muss genau sehen, wann der Punkt erreicht ist aufzuhören, weil er sonst irreparablen Schaden anrichtet. Ich nehme an, deine Tochter sieht sich deshalb in dieser Form von Beziehung besonders gesehen. Vielleicht fühlt sie sich bei Dir nur noch als Sorgenkind/Krankheit o.ä.

    Ich sagte ihr nur, dass ich mehr davon weiß, als sie ahnt. Ich werde meine Sexualität nicht mit meiner Tochter thematisieren!
    Die Ansicht würde ich noch einmal überdenken. Wollt Ihr Euch nicht auf gleicher Ebene begegnen? Soll sie nur Beziehungen mit Machtgefälle kennenlernen?

    Klar ist er feige. Wie praktisch, dass er dann eine "Sklavin" hat, die macht wie er will. Und du hast es richtig erkannt. Sie macht es kompliziert. Ich höre alles von ihr. Scheibchenweise und muss es zusammensetzen. Deshalb bin ich jetzt direkt auf ihn zugegangen. Vielleicht ist es wirklich gut für sie, dass ich das Kennenlernen jetzt in die Hand nehme.
    Ich könnte mir vorstellen, dass genau das ihr Wunsch war.

    Meine Angst ist, dass sie ihm hörig ist. Das Wort fiel schon einmal und sie hat es nicht bestritten.
    Wer hat den Begriff zuerst gebraucht?

    Was mich an allem irritiert ist, dass niemand offen spricht. Alles geschieht hinter dem Rücken der Anderen, Deine Tochter manipuliert Euch beide meisterhaft, agitiert Dich mit Häppchen von Informationen und veranlasst Dich zu jeder Menge Aktionen, füttert ihn mit Informationen und bringt auch ihn zum Handeln. Und bei allem steht sie im Mittelpunkt. Das nenne ich eine Menge Aufmerksamkeit, die sie bekommt.
    Findet sie das angenehm, die zu bekommen?

    Ich meine nicht, dass Du Dein geplantes Treffen absagen solltest. Nur überdenke Deine Strategie, wenn Deine Tochter das weiter so hintertreibt. Mache eine klare Ansage, wozu Du dann noch bereit bist und halte Dich daran. Trotz aller Sorge und all ihrer Labilität ist Deine Tochter erwachsen.

  7. #27

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    2.047

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von wasjetzt Beitrag anzeigen
    Das ist totaler Blödsinn. Ich habe ihm nicht die Meinung gegeigt. Wo liest du das?
    Ich habe ihn freundlich eingeladen, weil ich ihn kennenlernen möchte. Wir hatten ein nettes, höfliches Telefonat.
    Totaler Blödsinn? Wirklich?
    Wo ich das lese? Hier:

    Er kommt mit den selben Argumenten wie sie. Zu weit weg um mal kurz vorbei zu kommen, ist mit Kosten verbunden usw. Müsse ich verstehen. Man sieht sich dann Ende Juni beim Umzug. (Klar, wieder nur kurz blabla, das ist kein Kennenlernen). Ich habe ihm ganz deutlich gesagt, dass ich damit nicht einverstanden bin. Ich bestehe auf ein Kennenlernen. Ich habe das ganze Jahr Verständnis für diese Argumente gehabt. Vor Ostern war er hier, da sollte ein gemeinsames Essen stattfinden. Sie sind es wortlos übergangen und plötzlich war er wieder weg. (Meine Tochter wohnt seit einem Jahr nicht mehr zu Hause.) Zu Ostern von mir noch einmal eine Einladung, die er nicht annehmen konnte, weil zu weit weg usw.

    Wenn er hier war haben sie die Zeit nicht genutzt. Nun ist er dran. Wie er es arrangieren bleibt ihm überlassen. Er hat schwer geschluckt am Telefon. Immerhin nicht abgeblockt. Sie sind gerade zusammen in ihrer neuen Stadt, um Wohnungen anzusehen. Hat ein Zugticket das von hier aus nicht gilt, Kostengründe, Zeitgründe usw. Er überlegt sich etwas, will sich spätestens Ende vom Monat wieder bei mir melden. Ich bin gespannt.
    Das klingt nicht nach einem netten, höflichen Telefonat, in dem eine freundliche Einladung ausgesprochen wurde. Für mich klingt das nach Meinung geigen, nach Kontrolle behalten und Druck ausüben.

    Zitat Zitat von wasjetzt Beitrag anzeigen

    Meine Tochter wusste im Vorfeld davon, sie hat es nicht abgelehnt. Sie schien erleichtert, dass etwas passiert. Ich habe keine Kontrolle über meine Tochter, das würde sie gar nicht zulassen. Ich weiß dass ich sie verliere, wenn es deshalb einen Bruch geben würde. Sie ist diejenige, die immer wieder auf mich zukommt und das Gespräch sucht. Deshalb ist es ja so schwierig. Ich kann ihr doch keine Vorschriften machen! Wenn dieser Mann ihr gut tut, dann bin ich die Letzte, die etwas dagegen sagt. Mir ist auch sehr bewusst, dass dieser Umzug und damit die Entfernung von mir, ihr sehr gut tun würde. Wenn sie in einem gesunden und stabilen Gesundheitszustand wäre und beruflich etwas in Aussicht hätte. Ich befinde mich gerade in einem Drahtseilakt
    Ich glaube auch, dass die Entfernung deiner Tochter guttun wird. Sie wird lernen ihr Leben, zu dem auch ihre Gesundheit, körperlich wie psychisch, gehört, selbst in die Hand zu nehmen.

    ...Wir sind ein tolles Mutter-Tochter-Team. Alles was wir gemeinsam machen ist einfach nur fun. Wenn es kracht, dann aber gewaltig und bei ihr herrscht schnell Endzeitstimmung.
    Alles, was ihr gemeinsam macht, ist Fun. Und wenn es kracht, dann herrscht bei ihr Endzeitstimmung. Fällt dir was auf?

    Sie hat sich vom Kindsein noch nicht ganz gelöst. "Lass mich in Ruhe, ich bin erwachsen. Halt mich bloß fest, ich brauche dich." Da sucht sie noch ihre Position und das ist enorm schwer.
    Wie ist denn deine Position dazu?
    Wie sehr hast du dich aus der Mutter-Kind-Bindung gelöst?
    Wie reagierst du, wenn sie sagt "halt mich fest, ich brauche dich". Hältst du sie fest, braucht sie dich dann das nächste Mal dann wieder?

    Oder ermutigst du sie, es selber zu schaffen?

    Sie hat doch nur mich. Ich bin seit Jahren geschieden. Ihr Vater geht den einfachen Weg und verschließt vor allem die Augen.
    Sie hat nur dich. Denkst du das oder denkt sie das?

    Wie sehr vertraut deine Tochter ihren eigenen Fähigkeiten?
    Traust du ihren Fähigkeiten, Verantwortung für ihr Leben und für ihre Gesundheit zu übernehmen?

    Du bist seit Jahren geschieden. Wen hast du? Hast du auch nur deine zwei Kinder, so wie du von deiner Tochter sagst, dass sie nur dich hat?

    Ich rede ihr nicht rein. Ich erwarte aber, dass meine gerade mal erwachsen gewordene Tochter mir den Mann vorstellt, mit dem sie ins Ungewisse ziehen wird. Ich will mir einen Eindruck von dieser Situation machen können.
    Du erwartest.
    Du willst dir einen Eindruck machen.
    Um welches Leben geht es hier nochmal....?


    Da laufen einige sehr ungesunde Mechanismen ab zwischen dir und deiner Tochter: Kontrolle, Macht und den Erhalt von Abhängigkeit.
    a
    Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig. (Seneca)

  8. #28

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    26

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von Drahtseilakt Beitrag anzeigen
    Da laufen einige sehr ungesunde Mechanismen ab zwischen dir und deiner Tochter: Kontrolle, Macht und den Erhalt von Abhängigkeit.
    Das hat die Tochter doch in ihrer SM-Beziehung ebenfalls.
    Sie kennt es von zuhause und fühlt sich bei ihrem Freund "heimisch".
    Wäre interessant zu erfahren, ob die Tochter jemals eine normale Beziehung hatte...

  9. #29
    Avatar von BlauerHimmel
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    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    Zitat Zitat von Drahtseilakt Beitrag anzeigen
    Da laufen einige sehr ungesunde Mechanismen ab zwischen dir und deiner Tochter: Kontrolle, Macht und den Erhalt von Abhängigkeit.
    Hab den Thread gerade entdeckt, genau das denke ich mir auch seit der ersten Seite. Kinder mit schweren Krankheiten sind oft in der misslichen Lage, sich schwer ablösen zu können, weil die Eltern (bzw. ein Elternteil) es gewohnt sind, sich umfassend um sie zu kümmern. Erst recht, wenn der Vater sich - soweit beschrieben - aus der Erziehungsaufgabe zurückgezogen hat.

    Mein Eindruck ist, dass da ein Kind in einer schwierigen Lage von einer Machtperson zur nächsten wechselt. Die Mutter als ursprüngliche Machtperson ist nun aber nicht überzeugt, dass die andere Machtperson ihre Aufgabe richtig macht.

    Aus meiner Sicht ist hier dringend eine Familientherapie angeraten.

    Gruß
    BlauerHimmel

  10. #30
    wasjetzt
    gelöscht

    AW: Meine Tochter und ihr Meister

    @Nathalie, du liegst total richtig, dass ich da nicht drauf gekommen bin. Sie versucht sich wirklich immer durch Manipulation in den Vordergrund zu stellen. Dass sie versucht auch ihn zu manipulieren, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Wenn sie monatelang krank ist, ist sie im Mittelpunkt. Wenn Gesundheitsphasen eintreten, rückt sie sich irgendwann durch Aktionen in den Mittelpunkt. Das ist mir schon lange bewusst.
    Dass vieles nur unterschwellig liegt und nicht deutlich von ihr ausgesprochen wurde, hat zu diesem Durcheinander geführt. Dass wir ein viel zu enges Mutter-Tochter-Verhältnis haben ist mir schon lange klar. Es ist gar nicht einfach das aufzulösen.

    Noch einmal für alle:
    Ich habe mich ein ganzes Jahr komplett zurückgehalten. Ich war erleichtert, dass sie endlich ihren Weg gefunden hat. Sie hat selbst entschieden das Studium aufzugeben. Sie hat gehandelt und mir hinterher erzählt. Ich habe immer darauf vertraut, dass sie ihren Weg gehen wird. Nur sie kann wissen was gut für sie ist. Sie ist intelligent und hat in einer lebensbedrohlichen Krankheit ihr Abitur gut geschafft. Das ist enorm, darauf kann sie stolz sein. Das habe ich ihr mehr als einmal gesagt.
    Sie hat selbst entschieden ständig die Ärzte zu wechseln weil sie nie zufrieden war. Sie hat selbst entschieden Medikametne abzusetzen. Seit der Umzug im Raum steht, wirft sie mir ständig etwas hin, das ich nicht einordnen kann. Hätte sie letzte Woche mir nicht den Satz "er prügelt gerne Frauen" um die Ohren gehauen, wäre ich nie in Aktion getreten. Zugleich ist von ihr der Vorwurf gekommen, dass ich ihn nicht kennenlernen will. (Ich hatte zwei deutliche Einladungen ausgesprochen.) Die beiden würden ihre Wohnung suchen, zusammenziehen und ich hätte nichts damit zu tun.
    Zwischen "prügeln" und "Schläge in einer SM-Beziehung" ist ein himmelweiter Unterschied.

    Ich war in einem Jahr nur drei mal in ihrer Wohnung. Sie hat mir von Anfang an und immer wieder gesagt dass ich nicht kommen soll, sie kommt lieber zu mir. Nun wirft sie mir vor, ich hätte kein Interesse. Sie hat monatelang täglich bei mir angerufen und engesten Kontakt gehalten.

    Sie denkt, dass sie nur mich hat. Hält ihren Vater aus allem raus, was ihm nur recht ist. Es gibt viele, die für sie da sind, wenn sie es zulässt. Ihr Leben besteht nicht nur aus mir. Vater, Tante, Großeltern, Freunde, Ex-Freund (ihr erster Freund mit dem sie eine normale 2-jährige Beziehung hatte und mit dem sie heute noch eng befreundet ist) usw.

    Ich war bei einer Beratungsstelle (Frauen für Frauen). Ich habe dort nichts beschönigt, auch nicht unser zu enges Mutter-Tochter-Verhältnis. Dort wurde mir dringend geraten, dass ich Stellung beziehen und auf ein Zusammentreffen "bestehen" soll. Ganz deutlich. Dass ich ihn direkt anrufen und einladen soll um Klarheit zu bekommen. Ihn festnageln soll. Damit er sieht, dass hinter dieser jungen Frau eine Familie steht, die Interesse an ihr hat. Die Idee so zu reagieren kam von dort. Hier geht es nicht um eine Inkvisitation sondern um ein normales Kennenlernen. Wie die beiden miteinander umgehen. Als ich diesen Mann kurz gesehen habe, hat er einen guten Eindruck auf mich gemacht. Das habe ich ihr gesagt und ihm. Nur was mir im Nachhinein angetragen wird ist total verwirrend. Meine Güte, krallt doch nicht so an einzelnen Worten hier fest. Vieles Gedanken laufen in meinem Kopf ab und werden noch lange nicht so knallhart umgesetzt. Ich will ihn doch gar nicht als den Bösen sehen. Ich will die beiden nicht über ihre Beziehung ausfragen.

    Bei der Beratung wurde mir gesagt "Sie hat noch keine neue Wohnung. Vielleicht zieht sie wieder bei Ihnen ein". Da hat mich fast der Schlag getroffen. Nur um euch zu verdeutlichen, dass ich wirklich gehen lassen WILL. Ich habe schließlich noch ein eigenes Leben. Und ja, ich habe viel falsch gemacht, das geht nicht spurlos an mir vorüber und das ist mir durchaus bewusst. Hinterher ist man immer schlauer.

    Ihr könnt jetzt aus meiner Wortwahl hier alles drehen und wenden wie ihr wollt. Wenn ich die Beziehung zu meiner Tochter hier aufdröseln will, werde ich einen extra Strang aufmachen. Beziehungen sind so komplexe Geschichten, ich glaube nicht, dass man das hier aufarbeiten kann. Das ist der falsche Ort und der falsche Zeitpunkt. Dazu bin ich bei der Beratungsstelle. Um dieses "in geschriebene Worte hineininterpretieren" zu verhindern, war mein Strang ursprünglich nicht im Familienforum.

    Im Moment geht es mir vorrangig darum, wie ich mit der Situation umgehen, wenn die beiden vor mir und meinem jugendlichen Sohn sitzen. Wenn sie ihn nicht duzen und sie ihn Meister nennt.

    Wie geht man damit um, wie erkläre ich das meinem jugendlichen Kind?

    Leonie schreibt

    Zitat Zitat von Leonie60 Beitrag anzeigen
    dann müssten sie sich aber auch erwachsen verhalten.

    und wenn sie ihn in der Öffentlichkeit mit "ihr" anredet - das ist daneben - denn das ist eine Demo und konfrontiet die anderen auf unangemessene Weise mit den sexuellen Vorlieben.

    Exhibitionismus sozusagen - und das vor einem jugendlichen Bruder - das muss man nicht akzeptieren.
    So sehe ich das auch. Wie macht man "nicht akzeptieren" außer das klar anzusprechen?
    Was ratet ihr? Auch ihr, die ihr meint, ich soll sie endlich los lassen? Hier geht es nicht nur um sie, sondern auch um mein zweites Kind.

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