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  1. #51

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    AW: Trevilor absetzen in der schwangerschaft

    Zitat Zitat von kometenschweif
    Hallo,

    bin zufällig in dieses Forum geschneit und bin echt entsetzt, dass so viele auch dieses-ich nenne es immer Kopfzucken- manche haben es "elektrisch" oder als "Stromschläge" beschrieben beim Reduzieren von Trevilor haben. Ich nehme seit einer ganz schweren Depression im Jahr 2004 Trevilor 225mg/Tag. Ich werde immer Antidepressiva nehmen, da es bei mir ein endogenes vererbtes Stoffwechselproblem ist. Muss sagen, dass sie mir gut helfen. Hatte 4 Jahre Cipramil, aber da war die Angst nicht so gut im Griff. Das Reduzieren von Trevilor gestaltet sich sehr schwierig. Wollte auf 150mg Erhaltungsdosis, aber alle 4 Versuche scheiterten. Meine Gedanken wurden zunehmend depressiver. Dieses Kopfzucken ist auch echt schlimm...aber was will man tun...- was mich wundert ist, dass es bei sooo vielen beschrieben wird, aber mein Nervenarzt sagt, er habe das noch von keinem Pat. gehört. Wenn ich mal eine Tablette vergesse, dann zuckt mein Gehirn nach etwa 6 Std. und ich werde sozusagen daran erinnert , dass ich meine Tabl noch nehmen muss. Wer hat Erfahrung mit Langzeitbehandlung? Weiß ja nicht, was Trevilor macht, wenn ich es ewig nehme, aber was bleibt mir für eine andere Wahl.

    Was ich unbedingt noch loswerden muss für alle, die schwanger sind. Bin extra auf Trev. eingestellt worden wegen unseres Kinderwunsches. Habe nämlich früher Cipramil genommen und abgesetzt weil wir schwanger ohne Tabl werden wollten. Ging voll in die Hose. In einem sehr langen Klinikaufenthalt wurde ich auf Trev. eingestellt und sollte damit schwanger werden. Als ich gesund war wurde ich prompt schwanger und reduzierte lediglich auf 150mg. Die Risikoschwangerschaft wurde gut überwacht (hab auch echt gute Adressen, die ich bei Bedarf weitergeben kann, z.B. Humangenetische Beratung...) und verlief neben dem üblichen sich Sorgen machen-was könnte mit dem Baby sein...- komplikationslos. wir haben einen gesunden und sehr fröhlichen sohn, der jetzt bereits 19 Monate ist. Einige Vorkehrungen wurden schon getroffen (nicht stillen, Entb. in nähe einer Kinderklinik...), aber es ging wie schon bei etwa 100 anderen Schwangerschaften mit Trevilor alles gut. Habe bei Interesse genaue Infos und kann gerne weiterhelfen. Habe die ganze Schwangerschaft auf Anraten der Ärzte eine hohe Dosis Trevilor genommen und bin nicht die erste, die ein gesundes Baby bekommen hat. Eine Depression in der Schwangerschaft oder im Wochenbett ist auch nicht so berauschend für das Baby. Und für die Mutter erst recht nicht, die ja eigentlich sich liebevoll um das Kleine kümmern möchte.

    Über Rückmeldung freu ich mich. Liebe Grüße
    kometenschweif
    hallo ich wurde sehr gehrn mehr erfahren wie es war bei dir in der schwangerschft!! mir sind wirklich die tränne ins augen gekommen wo ich gelesen habe, dass du ein gesunden sohn hast trotz einnahme von trevilor!!
    lg
    daniela und melde dich bitte

  2. #52

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    1

    geschockt AW: Trevilor absetzen

    Hallo,

    beim Googeln gefunden, gelesen, in Tränen der Erleichterung ausgebrochen, registriert und jetzt mein erster Beitrag.

    Moin, Mädels...

    Lina, 25, habe ein gutes dreiviertel Jahr Trevilor genommen (bis zu 300 mg, obwohl ich nur um die 50 Kilo wiege!!!) , nie (!) aufgeklärt worden über Absetzungserscheinungen und dergleichen.

    Packungsbeilage spricht ja bekanntlich lediglich von solchen netten Sachen wie "klingen meist spontan ab", nicht wahr?

    Ich bin so WÜTEND.

    Von 300 auf 225: Kein Problem.

    Von 225 auf 150: Kein Problem.

    Von 150 auf 75: leichte Probleme, aber das schaukelte sich alleine ein.

    Nun von 75 auf 0: HORROR.

    Ich bin nicht dazu in der Lage, zu duschen, zu essen, überhaupt zu sitzen, irgendwas zu tun, ohne dass jemand dabei ist, der aufpasst. Panikattacken (kenne ich aus meinen letzten Pubertätsjahren noch, fühlten sich bei mir bis dato eigentlich anders an,...), Appetitlosigkeit (jaja, ich bin beim Einschleichen des Medikaments schon sieben Kilo runter weit ins Untergewicht gehungert), am schlimmsten aber - neben den extremen Albträumen - ist dieser von vielen hier auch beschrieben Schwindel.

    Es gibt diesen dummen Spruch zum Saufen: "Richtig betrunken bist Du erst, wenn Du nicht mehr liegen kannst, ohne Dich festhalten zu müssen."

    Ich bin nicht besoffen, aber genau DAS trifft es.

    Ohne, dass ich je Kreislaufprobleme oder so was gehabt hätte - ohne, dass ich je Drogen genommen hätte, welche solche Empfindungen als gewollte Wirkung gehabt hätten -

    ich dreh am Rad.

    Genau genommen dreh ich mich. Irgendwer schrieb was von "das Hirn dreht sich im Kopf" - ja, ja, verdammt noch mal, JA.

    Ohne dass ich mich bewege, schwindelt es so vor sich hin. Impulse, beinahe schon. Wellenartig. Zeitweise inklusive Kribbeln in der Zunge, ich lalle förmlich, Finger kribbeln, ich falle einfach so um (findet jeder lustig, wenns nicht so ekelhaft für mich wäre, würd ich wohl selbst auch drüber lachen).

    Ich bin sooo unendlich ERLEICHTERT, dass das nicht die nächste Facette Wahnsinn bei mir ist, sondern dass genau DAS hier von so vielen auch beschrieben wird. Dachte schon, jetzt ist alles aus, jetzt bin ich auch noch bekloppt und bilde mir ein, dass so ein Schwindel ohne konkreten "Bewegungs-" oder "Richtungsschwindel" bei mir vorläge.

    Nein, es ist so.

    Hm - eine mögliche Beschreibung wäre auch noch, dass es sich zeitweise anfühlt (während dieser Schwindelanfälle), als würde sich mein Körper in Teilen ausdehnen und wieder zusammenziehen. So ein Wuuuusch-Gefühl. Ja - Drogenkonsumenten finden das sicher geil, ICH ABER NICHT.

    Meine Psychotherapeutin sagt, ich solle stark bleiben. Das würde vorübergehen.

    Ich kann meine Wut über diese beschissene Pharmalobby kaum in Worte fassen. Das ist doch die Höhe - "macht nicht abhängig, weder psychisch noch physisch" - WITZIG!

    Wenn ich nicht den WILLEN hätte, das Zeug abzusetzen, *piep* noch mal, ich würde es weiter nehmen - nur, damit diese entsetzlichen Missempfindungen und die komplette Arbeitsunfähgikeit (ich bin selbständig, zur Hölle!!!) aufhören.

    Das sollen keine körperlichen Entzugserscheinungen sein???

    Neu ist mir die Idee, die Kügelchen aus den Retardkapseln mal einfach auf Leerkapseln umzuverteilen. Bin jetzt 48 Stunden GANZ OHNE und in Anbetracht der Halbwertszeit ist es kein Wunder, dass ich Karussell fahre im Kopf... einerseits ist da die Wut, der Unwille, den Dreck überhaupt nochmal dem Körper beizufügen,

    andererseits der Gedanke: "Und wenn es hilft?"

    Hm. Des wollt ich loswerden.

    Waldfee, Dein langes Posting von wegen "Stark bleiben, die Depression habts schon überwunden" hat mir Tränen in die Augen getrieben. DANKE.

    Eure
    Lina

  3. #53
    Avatar von puppe23
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    10.03.2007
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    7

    AW: Trevilor absetzen

    Hallo,

    schön das es auch noch welche gibt die ebenfalls diesen starken Schwindel im Kopf haben.
    Ich bin schon seit Februar dabei von 75 mg trevilor runter zukommen. Aber es geht bei mir im Moment irgendwie nicht vorran. Der Schwindel ist immer noch sehr stark da, an manchen Tagen geht es aber an manchen Tagen ist es unerträglich. Ich weiss auch nichr wie lange das noch andauern soll. Es ist aber sehr belastend für mich, den es schrenkt mich sehr ein. Da es mir ansonsten recht gut geht. Die Ängste und die Panik sind weniger gewurden. Ich habe auch ein tolles Mittel gegen die Ängste gefunden und zwar Bachblütten (Rescuetropfen), die helfen mir in manchen Situation sehr gut. Jetzt möchte ich nur noch von den Tabletten ganz los kommen und wieder normal leben. Ich aber aber noch große Angst wenn ich die Tabletten zu schnell absetze das es dann alles wieder von vorn anfängt.

    Ich wünsch euch allen einen schönen Tag und ganz viel Kraft um das alles durchzustehen.

    Liebe Grüsse

  4. #54
    Leda
    gelöscht

    AW: Trevilor absetzen

    So. Ich schreib's jetzt das letzte Mal:

    Beim langsamem Absetzen, so wie ich es oben irgendwo beschrieben habe, ist das Absetzen so gut wie schwindelfrei oder sogar schwindelfrei. Das gleiche gilt für die 'Blitze im Kopf'.

    Von 75 auf 0 kann man nicht auf einen Schlag absetzen ohne Absetzerscheinungen zu bekommen.

    Entweder ihr befolgt den Rat und sorgt so für eine bessere Lebensqualität oder ihr lasst es bleiben und fühlt euch scheiße dabei. Die beiden Alternativen gibt's.

    Wer sich immer noch chronisch Sorgen macht, Angst hat oder eine Klagemauer braucht, sollte sich vielleicht überlegen ob er überhaupt schon absetzen will.

    AUßERDEM:
    Beim langsamen Absetzen geht es eigentlich nicht primär um die Vermeidung der Absetzerscheinungen sondern darum, einen Rückfall nicht zu provozieren.
    Ich würde im Traum nicht daran denken von z.B. 225 auf 150 oder von 150 auf 75 in einem Schritt zu gehen.

    Zu Trevilor und Schwangerschaft kann ich nichts 'wissenschaftlich Fundiertes' sagen. Ich versteh persönlich nur nicht, warum man unter einer einer solchen Medikation unbedingt schwanger werden will und ein Kind haben muss. Aber es hat ja jeder seine eigene Vorstellung von 'für sich und andere Verantwortung zu übernehmen'. Vielleicht geht es gut mit einer Erhaltungsdosis von 75mg oder 37,5mg .... und das Kind hat einen eigenen, stabilen Botenstoffwechsel wenn es auf die Welt kommt. Das weiß ich nicht - das weiß aber auch kein Arzt so wirklich richtig. Wobei ich dazu mindestens 2 Neurologen und 2 Frauenärzte befragen würde ... (und wenn die grünes Licht geben sollten, - ich persönlich würde es immer noch nicht machen).

    Was das Kind aber auf jeden Fall bekommt nach der Geburt, sind die Absetzerscheinungen ... deshalb würde ich ALLERNOTWENDIGSTENS einige Wochen vor der Geburt LANGSAMST runterdosieren und ausschleichen.

    Man kann, wenn man unter 75mg ist auch auf die 37,5mg Tabletten gehen und die dann nochmal teilen, das geht sicher auch um runter zu dosieren. Die 37,5mg gibt's allerdings nicht in retardierter Form.

    Wenn ich (ungeplant) schwanger wäre, würde ich auch nicht von heute auf morgen absetzen, sondern zügig runterdosieren.

    Zu danaelen: Wenn man ohne das Medikament nicht auskommt, sollte man es natürlich weiternehmen wenn es einem damit besser geht. Es ist und bleibt aber ein Medikament, das den Hormonstoffwechsel stark beeinflusst und es muss z.B. auch über die Leber abgebaut werden. So wie die Pille übrigens auch. Und da bin ich inzwischen sehr vorsichtig mit: Alles was zusätzlich und dauerhaft die Leber belastet, vermeide ich, wo es nur geht.
    Geändert von Leda (26.05.2007 um 11:52 Uhr)

  5. #55

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    AW: Trevilor absetzen

    hallo ihr,

    also leda ich verstehe was du meinst weil zum glück ist das nur "deine" persönlichen meinung!! und akzeptiere!!

    aber ich glaube schon, dass ich die verantwortung tragen kann wenn ich sage ich möchte trotz dem trevilor ein baby bekomme!

    vielleicht hast du hier den beitrag gelesen wie das mädchen trotz der höhere einnahme ein gsunden sohn zur welt gebracht!! und ich nehem seit jahre nur 37,5 und mein leber und sonst was alles ok ist!! und außerdem ich habe ein wunderbare mann der zu mir steht und ich weis wir werden es schaffen!!

    lg
    daniela

  6. #56

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    42

    AW: Trevilor absetzen

    Hallo Leda,
    man kann auch mit sehr langsamen ausschleichen der Dosis Absetzerscheinungen haben. Ich habe immer nur einige Kügelchen weniger genommen und trotzdem jedesmal ca 2 Tage starken Schwindel und Müdigkeit gehabt. Mittlerweile bin ich aber von 150 auf 75 mg runter und soll diese Dosis auch als Erhaltungsdosis beibehalten.
    Zu AD`s in der Schwangerschaft kann ich nur mit meinen Erfahrungen von Fluctin berichten. Die erste Schwangerschaft war nicht geplant, als ich es dann erfahren habe, habe ich Fluctin sofort weggelassen. Die Schwangerschaft war ziemlich schwierig mit vielen Ängsten und vorzeitigen Wehen.
    Bei der 2. Schwangerschaft habe ich Fluctin die ersten 3 Monate weggelassen und dann auf anraten meines Arztes wieder genommen. Diesmal lief alles viel entspannter. Beide Kinder sind völlig gesund und mittlerweile schon 9 und11 Jahre alt. Die Große, die während meiner Schwangerschaft die ganzen Ängste und Depressionen mitbekommen hat. ist allerdings selber ein sehr ängstliches Kind.
    VG, emmely

  7. #57

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    AW: Trevilor absetzen

    Hallo Leda,

    solltest genauer hinschauen, was die Leute so schreiben. die meisten hier im Forum-unter anderem auch ich- haben nie in so großen Schritten abgesetzt. Oder empfindest du Kügelchen abzählen, wie manche hier beschrieben haben oder von 225mg auf 187,5 und das nur jeden zweiten Tag -und das über 3 Jahre mit mehreren Versuchen als zu großen Schritt?
    Du darfst dich glücklich schätzen, dass du keine Absetzerscheinungen in der Form hattest und trotzdem nicht von dir auf andere schließen.

    Ich finde deine Meinung über Frauen, die mit AD`s ein Baby wollen, nicht gut.

    Du kennst weder die Hintergründe genau, noch wie es z.B. bei mir von statten ging. Am Besten du liest dir meinen Beitrag nochmal genau durch. Wenn du denkst, dass es für den Fötus besser ist, die schweren Depressionen und Angstzustände seiner Mutter zu ertagen als den Wirkstoffe des Medikaments, ist das eine sehr engstirnige Sichtweise, wie ich finde. Das glaube ich nicht und die Ärzte, die mir geraten haben ein Baby mit Trevilor zu bekommen auch nicht (und das waren mehr als ein Arzt, den ich konsultierte). Ich denke nicht, dass du die Statistiken, die ich mir einverleibt habe, kennst und die Meinungen der Ärzte. Schließlich warst du nicht dabei und du schreibst ja selber, dass du nichts wissenschaftlich Fundiertes weisst.
    Noch eine letzte Bemerkung zum Schluss bezüglich deiner Aussage, dass du es nicht verstehst, warum man unbedingt unter einer solchen Medikation ein Kind haben will und muss. Nachdem ich meine Medis abgesetzt habe, da wir lieber ein Baby ohne Medis haben wollten und ich daraufhin 7 Monate in der Klinik war und durch die Hölle ging (siehe oben!) wollte ich den Kinderwunsch verwerfen. Da kam der Professor und Oberarzt der Uniklinik zu mir und sagte sinngemäß: Fangen Sie nicht an ihr Leben wegen der Krankheit umzustellen, leben sie lieber ihr Leben mit dieser Krankeit. Es ist schlimm genug, dass sie diese Krankheit haben. Noch schlimmer wäre es, wenn sie wegen dieser Krankheit ihre Wünsche und Ziele aufgeben. Also bekommen sie ein Baby.

    Noch was fällt mir ein zum Thema Verantwortungslosigkeit. Während der Schwangerschaft zu rauchen oder zu trinken finde ich auch verantwortungslos. So viele Mütter rauchen weiter obwohl dieses "Absetzen" nicht solche großen Probleme und verhährende Folgen hätte wie das Absetzen der Antidepressiva. Dieses Übel könnte man meiner Meinung nach dem Baby ersparen. Ich habe Verantwortung übernommen und mit dem Rauchen aufgehört. Und ich habe mit den vielen vielen Vorkehrungen Verantwortung übernommen. Und ich übernehme Verantwortung im Leben meines Kindes. Mit allen Werten und der gesunden Lebensweise, die ich ihm vermittle. Und das man für seine Ziele kämpfen soll.

    kometenschweif

  8. #58

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    AW: Trevilor absetzen

    kometenschweif wollte nur sagen

    für dein beitrag!!!!! und ich weis wir werden alle schafen!!!

    lgdaniela

  9. #59
    gesperrt Avatar von Rhea
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    AW: Trevilor absetzen

    Ich arbeite beruflich mit psychisch kranken Kindern und habe folgende Informationen: laut den Grundlagen klinischer Kinderpsychologie und –psychotherapie (Petermann) liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind einer Mutter, die an einer schweren und lang anhaltenden Depression und/oder einer s.u.l. Angststörung erkrankt ist, bei fast 50%, dass das Kind ebenfalls im Laufe seines Lebens eine solche Störung oder auch eine andere entwickelt.
    Leider ist noch nicht eindeutig geklärt, wie dieser Zusammenhang zustande kommt, klar ist aber, dass Mütter, die über dieses Risiko informiert sind und sich entsprechende Hilfen holen die Wahrscheinlichkeit noch einmal stark senken können.

    In diesem Zusammenhang lese ich auch Ledas Beitrag.


    Zitat Zitat von Leda

    Ich versteh persönlich nur nicht, warum man unter einer einer solchen Medikation unbedingt schwanger werden will und ein Kind haben muss. Aber es hat ja jeder seine eigene Vorstellung von 'für sich und andere Verantwortung zu übernehmen'.
    @kometenschweif. Du hast Recht, wenn du sagst, dass es dein Recht ist auch mit der Krankheit ein Kind zu bekommen, weil die Krankheit dir dein Leben nicht diktieren soll. Das ändert aber nichts daran, dass du damit auch Verantwortung für das Kind übernimmst und ich wünsche euch, dass ihr zu der großen Zahl von Familien gehört die es schaffen durch umsichtiges Handeln die Krankheit aus ihrer Familiengeschichte auszumerzen.

    Für manche Menschen geht Verantwortungsbewusstsein aber auch weiter. Sie bekommen aufgrund der Risiken keine Kinder. Sie lassen nicht zu, dass die Krankheit auch das Leben ihrer Kinder diktieren könnte so wie sie ihr Leben diktiert hat. Vor diesen Menschen habe ich auch großen Respekt; genauso wie vor denen, die sich des erhöhten Risikos ihrer Kinder bewussst sind und ihr bestmöglichstes tun um ihren Kindern eine sorgenfreiere, gesunde Zukunft zu ermöglichen.

    Letzendlich kann man nur eine Sache wirklich falsch machen: So tun als ob nichts wäre und dadurch, dass ihr euch hier austauscht denke ich, dass ihr nicht zu dieser Sorte gehört/gehören werdet.

    Alles Gute

  10. #60
    Laetitia28
    gelöscht

    AW: Trevilor absetzen

    Hm, ich hab da jetzt den ganzen Tag drüber nachgedacht. Ich finde es irgendwie nicht gut, das Thema Depression und Kinderkriegen. Erstens gehört man als Betroffener sowieso zu den Ängstlichen im Lande und irgendwelche Zahlenspielchen (mehr sind Statistiken schließlich nicht, das weiß jeder, der sich mal damit auseinandersetzt. Über den Einzelfall sagen sie NIE etwas aus.) helfen einem nicht weiter. Im Gegenteil.
    Außerdem kann doch niemand sicher sein, dass er ein gesundes Kind bekommt, selbst wenn er superbelastbar, fit und gesund ist. Viele Erbkrankheiten sind rezessiv. Treffen sich die zwei richtigen, heißt es Pech gehabt für das Kind.
    Daneben hat das für mich auch etwas von "Zuchtwahl". Welche Krankheit darf man denn haben, um trotzdem Kinder bekommen zu dürfen? Sind Diabetes, Anfälligkeit für einen frühen Herztod und genetischer Brustkrebs noch ok? Schizophrenie aber nicht? Schwere Allergien können einem auch das Leben schwer machen. Wie sieht's damit aus? Das erhöht das eigene Risiko schließlich auch enorm? Ich schreibe das so provokant, weil eine Bekannte von mir aus einer Familie mit einem äußerst hohen Krebsrisiko kommt. Das heißt für sie, mit dem Risiko leben. Sie macht aber trotzdem den Eindruck, als würde sie sehr gerne leben.
    Und Menschen mit hohem Herzkreislauf-Risiko kenne ich auch. Scheinen ihren Eltern auch nicht böse zu sein.
    Abgesehen davon: Ist es eigentlich nicht auch eine unzumutbare Belastung für die Angehörigen, Arbeitgeber, Freunde, Umwelt, eine schwere Krankheit zu haben? Na? Muss man nicht aus Rücksicht vor den anderen in einem kleinen Kämmerchen verschwinden?

    Das allerschlimmste ist doch, wenn sich alles nur noch um die Krankheit dreht. Man muss damit irgendwie fertig werden. Und jemand, der trotz (Veranlagung zur) Depression ein Kind will, muss das eben besonders sorgfältig planen. Damit er sich möglichst nicht übernimmt, damit jemand für's Kind da ist, wenn er einen Rückfall hat, etc. Das müssen andere mit anderen Krankheiten aber auch. Nur haben scheint's andere Krankheiten ein besseres "Image" wie Depressionen.
    Ups, jetzt hab ich aber viel geschrieben, sorry!


    Laetitia

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