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  1. #1
    Atma
    gelöscht

    Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Hallo!

    Viele von euch werden sich über mein "Problem" wundern und glauben, ich bin nicht ganz bei Trost. Aber für mich ist es langsam wirklich eine große Belastung, weil ich selber einfach viel zu kurz komme und es mich einfach immer tiefer runterzieht. Also es geht um Folgendes:

    Ich habe zur Zeit so ca. 6 - 7 Freundinnen, die ständig mit mir ihre Probleme besprechen wollen. Die meisten sind jünger als ich und ich bin anscheinend eine Art Mutterersatz oder was weiß ich. Wenn ich in die Arbeit komme, sehe ich in meinem Posteingang schon eine Menge mails mit Problemen und Fragen und ich schaffe es nicht, nicht zu antworten, ich fühle mich einfach verpflichtet und will niemanden im Stich lassen.

    Ich war immer schon ein Mensch, zu dem alle mit ihren Sorgen gekommen sind, und ich finde es ja auch schön, dass sich andere mir anvertrauen. Aber mir wird es jetzt schon zu viel, ich habe keine Ruhe mehr und kümmere mich zu wenig um meine Angelegenheiten. Jetzt hab ich auch noch ein paar neue Arbeitskolleginnen, die kommen auch schon daher und erzählen mir ihre Sorgen und Probleme und bitten um Rat, anscheinend ziehe ich das magisch an. Abends bin ich meistens beim Telefonieren und SMS-schreiben und am Wochenende sowieso. Mein Partner ist schon ziemlich gereizt und ich selber fühle mich langsam auch schon ziemlich ausgelaugt. Aber ich kann nicht anders. Ich muss alles sofort beantworten, jedes Mal rangehen, wenn das Handy klingelt, sonst habe ich sofort ein schlechtes Gewissen. Und die Dinge beschäftigen mich auch, ich denke ständig darüber nach, wie ich die Probleme der anderen lösen kann. Es geht vorwiegend um Beziehungsprobleme, Sexprobleme, Sorgen mit den Schwiegereltern usw.

    Was kann ich machen, um mich abzugrenzen, ohne jemandem weh zu tun oder im Stich zu lassen? Es ist echt schwierig.

    Atma

  2. #2

    Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    45.014

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Liebe Atma,

    ich kann mich sehr gut in deinem Dilemma wiederfinden ...vor vielen, vielen Jahren.
    Jeder stülpte mir seine Sorgen über und wollte "Rat" von mir, der aber auch nicht so genehm war für die Fragenden!
    Ich sagte ja nicht DAS, was sie hören wollten, und so wars eine unendliche Energieabzocke und vergebene Liebesmüh ...

    Letztendlich stellte ich irgendwann fest, dass ich niemanden "im Stich" liess ...nur mich selber!!!
    Dazu musste erst was richtig Heftiges geschehen und ich völlig ausgebrannt sein.

    Ich habe aber auch festgestellt, dass ich mich eine Zeitlang sehr wichtig gefühlt habe ...
    daran ist ja nix Schlimmes, ich habe es halt feststellen müssen.

    Ich kann dir keinen "Rat" geben, doch ich kann dir sagen ...
    nimm DICH und DEINE Bedürfnisse wichtig und wahr.
    Mach einen "Telefontag" in der Woche und sag klar und deutlich, dass du JETZT kein Ohr für die Sorgen anderer hast.
    Ansonsten bist du "privat"

    Sei dir sicher, so oder so bist erstmal der Buhmann und "man" wird sich wundern, was denn mit dir los ist?
    Sei dir genau so sicher, dass keiner von all den Ratsuchenden dir die Hilfe zugesteht, die du brauchst,
    wenn deine Beziehung den Bach runtergeht, wenn deine Tipps bei den anderen nicht greifen etc.pp.

    Ich kann dich so gut verstehen, aber du hast ja schon selbst erkannt, dass da etwas sehr verkehrt läuft.

    Kraft und Mut, für DICH selbst einzustehen und DICH nicht mehr im Stich zu lassen

    Lyanna

  3. #3
    Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    10.200

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Im Grunde ist es sehr schmeichelhaft, wenn Menschen einem ihre Probleme erzählen. Zumindest haben sie großes Vertrauen in Dich, dass Du zuhören kannst - und nicht ganz unwichtig: diese Dinge für Dich behälst. Soetwas gibt es nicht häufig.

    Aber was Dich wahrscheinlich belastet, dass Du das Gefühl hast, Du müsstest diese Probleme mit klugen Ratschlägen lösen. Was Du natürlich nicht kannst.
    Du solltest daher Dir ein paar professionelle Techniken aneignen:
    1, niemand kann von Dir verlangen, dass jetzt auf auf der Stelle ein Problem anhörst. Vereinbare einen Termin!
    2. Du gibst die zeit vor, wielange Du Dir etwas anhörst: Am Telefon max. 15 min, bei persönlichen Treffen eine dreiviertel Stunde. Danach bist Du sowieso völlig fertig, also bietest Du einen weiteren Termin an einem anderen tag an.
    3. Du gibst keine Bewertung ab und keinen Ratschlag. Versuche, das zu wiederholen, was Du verstanden hast.
    4. Wenn die Frage kommt, was Du in dem Fall tun würdest, frage zurück, was der Fragesteller am liebsten tun würde.

    Du findest im Netz eine Menge Informationen über "Gesprächsführung".

    Viel Glück!
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. #4
    Atma
    gelöscht

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Danke für eure Antworten.

    Lyanna, ja, genau so empfinde ich das auch. Einerseits fühle ich mich ja gut dabei, aber andererseits lasse ich mich selber im Stich. Ständig soll ich mich mit jemandem treffen, aber ich habe keine Energie mehr, weil ich genau weiß, dass ich dann wieder "Probleme wälzen" muss. Es geht auch nie um mich, außer bei einer einzigen Freundin. Allen anderen würde ich mich gar nicht anvertrauen wollen, weil ich weiß, sie sind nur auf sich selbst fixiert und denken gar nicht daran, dass auch ich vielleicht Probleme haben könnte.

    Opelius, genau, es belastet mich, dass ich denke, ich müsste diese Probleme lösen. Wenn sie mit hilflosem Gesicht vor mir stehen, dann berührt mich das und ich kann mich nicht mehr abgrenzen. Ich habe viel zu wenig Zeit für mich selbst, habe das Gefühl, dass ich immer zuerst an die anderen denke und erst dann - oder gar nicht - an mich selbst. Aber danke für deine Tipps, ich werde versuchen sie umzusetzen!

    Liebe Grüße, Atma

  5. #5

    Registriert seit
    19.02.2009
    Beiträge
    9.874

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    atma, ein grosser teil der dramatik fällt weg, wenn man antwortet, man wird über das gesagte eine zeit nachdenken, am ... kann man gemeinsam drüber sprechen.


    wie im beruf kläre, ob bei dem problem du die zielperson für den austausch sein solltest, oder doch lieber die community in einem forum oder eine beratungsstelle.


    beginne gespräche mit dem zusatz, du hörst gerne eine viertelstunde zu, nachher habt ihr daheim eheabend ausgemacht. opelius hat dir sehr gute tips gegeben.


    frage mitunter, ob das gegenüber sich mal aussprechen, oder ob es von dir rat wollte.


    lerne smalltalk, übe ihn, bis du weisst wie das geht.
    lg
    legrain

  6. #6
    Sesam
    gelöscht

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Ich finde es auch wichtig bei sich selbst tiefer zu graben warum man sich, überspitzt ausgedrückt, als Mülleimer hergibt. Was passiert wenn Du aus Deinem Muster aussteigst? Welche Gefühle tauchen auf? Schuldgefühle alleine werden es nicht sein.
    Und so nebenbei, man hat immer auch selber etwas davon. Also wozu nützt es Dir? Baut es Dein Selbstwertgefühl auf? Anderer Leute Probleme zu wälzen kann auch eine Vermeidungsstrategie sein, um sich selbst nicht zu spüren, über sich nicht nachzudenken, eigene Probleme nicht zu sehen ectr. oder das Schöne und angenehme im Leben.
    Wer andere retten muss, will sich selbst vor irgendwas retten und sei es nur vor einem Gefühl das er nicht aushalten will/kann wenn er dies sein läßt.

    Für mich wären das was Du beschreibst keine Freundinnen, denn ihr begegnet Euch nicht auf einer Ebene und das Verhältnis von Geben und Nehmen stimmt nicht.
    Frag Dich ob Du das auf Dauer so leben möchtest.

  7. #7
    Atma
    gelöscht

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Hallo Sesam,

    du hast ganz sicher recht. Ich merke ja selber, dass es für mein Selbstwertgefühl gut ist, wenn sie mich um Rat fragen. Ich bin da dann auch ganz in meinem Element. Nur leider fühle ich mich danach dann meistens richtig ausgesaugt. Für diese Frauen bin ich eine Freundin, aber sie für mich nicht. Es gibt nur eine, die ich wirklich als Freundin bezeichne, denn da merke ich, dass unser Zusammensein mir Energie gibt und "das Verhältnis von Geben und Nehmen" stimmt.

    Da werd ich wohl genauer schauen müssen, was da bei mir so abläuft ... Danke, deine Antwort hat mir sehr geholfen.

  8. #8

    Registriert seit
    22.05.2009
    Beiträge
    866

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Liebe Atma,

    ich kann Dich so gut verstehen - bei mir war das vor Jahren auch so, alle haben mir ihre Probleme erzählt und ich habe sehr viel Zeit und Energie investiert, um sie zu lösen, um andern das Gefühl zu geben, sie werden ernst genommen etc. und ich selbst habe mich dabei hinten angestellt mit meinen Bedürfnissen und mich viel zu wenig um mich selbst gekümmert. Enttäuschend fand ich es dann als es mir selbst schlecht ging und ich gute ZuhörerInnen und Trost und Anerkennung gebraucht hätte, war so recht keiner für mich da, in der Zeit sind viele "Freundschaften" zerbrochen, weil ich dieses Muster nicht mehr akzeptieren wollte. Heute weiss ich, dass das auch meine eigene Sehnsucht war, die ich da gelebt habe. Mir selbst fiel es eher schwer, Bedürfnisse zu äussern, mich auch mal schwach und angewiesen zu zeigen, andern zu vertrauen - die Gründe dafür liegen in meiner Kindheit. Ich habe einfach zuviel gegeben, auch um mich von meinen eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten abzulenken, weil ich gar keine Ahnung hatte, wie ich diese erfüllen sollte und vieles habe ich noch nicht mal gespürt. Ich habe das gegeben, was ich mir eigentlich für mich selbst gewünscht hätte, Verständnis, Anerkennung etc. natürlich nicht in der Form, dass es immer nur um mch geht, weil ich nicht wusste, wie ich das bekommen könnte.

    Gut zuhören zu können ist eine große Qualität und gutmütig zu sein, heisst einfach guten Mutes zu sein, das sehe ich auch nicht negativ - aber lass Dich nicht ausnützen. Wenn Du mehr an Dich denkst hast Du das Herz schon am rechten Fleck. Versuch doch rauszufinden, wer wirkliche Freunde sind und wer nicht, also wer ist bereit, Dir auch etwas zurück zu geben an Verständnis, an Zeit, an Aufmerksamkeit.

    Ein Problem über das Du sprechen kannst hast Du ja schon, erzähl doch einfach mal, dass Du dich ausgelaugt fühlst, weil Dir alle Deine Probleme erzählen und Du das Gefühl hast, Du kommst zu kurz. Dann siehst Du wie die Reaktionen sind, vielleicht sind auch positive dabei, das würde ich Dir wünschen.

    Ja, überleg mal, was dahinter steckt, das ist eine gute Idee und dann versuch einfach mal, das Ganze zu verändern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das geht und ich bin heute sehr froh darüber. Es passiert mir immer noch, dass ich Menschen kennen lerne, die mich eigentlich einseitig aussagen, einfach, weil ich eben auch ein Mensch bin, der wirklich auch gerne mal zuhört und versteht, aber heute spüre ich meine Grenzen viel schneller und kann auch schneller reagieren und dann meine Grenzen ziehen.

    Ich wünsch Dir alles Gute!

    Lieben Gruß

    Evelyn
    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte sein
    Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten sein
    Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten
    Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal

  9. #9
    Moderation
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    Beiträge
    14.522

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Hallo Atma,

    ich kann das gut nachvollziehen! Ich habe nicht so viele Leute, deren Probleme ich mich berufen fühle, zu meinen zu machen, aber die haben dafür so richtig große Probleme.

    Erst mal, denke ich, sollte man auch immer im Hinterkopf haben, "was bringt es mir selber, den Sorgen anderer ein Zuhause zu geben?" Will ich gebraucht werden? Kompetenz beweisen? Will ich mich lieber mit den Problemen anderer als mit meinen eigenen befassen? Kann ich das Elend nicht mit ansehen und muß doch irgendwas tun? Habe ich Angst, daß jemand weint? Bin ich so gut, daß ich imstande sein muß, anderer Leuts Probleme zu lösen? Genieße ich das mir entgegengebrachte Vertrauen? Genieße ich es, wichtig zu sein -- die Person, ohne die die anderen nicht leben können? Schmeichelt mir "du bist so klug, ohne dich könnte ich nicht leben"? Habe ich gelernt, daß mein Recht auf Existenz davon abhängt, nützlich zu sein?

    Nichts davon macht dich zu einem schlechten Menschen, aber du solltest dir bewußt sein, was du selber willst und suchst. Sonst gerätst du immer wieder in die gleichen Situationen, und merkst gar nicht, wie sehr du diese Situationen aussucht.

    Dann das Thema der Abgrenzung. Abgrenzung findet zuerst im Kopf statt. Mach dir klar: Die anderen sind nicht ich. Ihre Probleme sind nicht meine. Ich muß sie mir nicht zu eigen machen. Und ich kann sie nicht lösen. Ich kann zuhören, Rat geben, aufmuntern, verständnisvoll sein, aber das Beste, was ich tun kann, mit all meiner Kraft und all meinem Verstand und all meinen Resourcen ist nicht geeignet, auch nur das kleinste der an mich herangetragenen Probleme zu lösen, weil es nicht meins ist. Ich habe keine Macht darüber.

    Diese Einsicht in die eigene Machtlosigkeit kann sehr befreiend sein. Sie ist quasi die Grundlage dafür, daß man sich erlauben kann, aufzuhören, sich gegen Wände zu werfen. Meditiere ein bißchen darüber, was die Grenzen deiner Macht sind. Denn das sind auch die Grenzen deiner Verantwortung. Du mußt nichts tun, was du nicht tun kannst.

    Das läßt das "Zuhören und Zeit haben" als solches. Das kannst du natürlich tun. Zumindest, hm, vier Stunden am Tag? Du mußt ja auch noch arbeiten, essen, schlafen, mal duschen, mal die Wohnung putzen, die Katze füttern, mit deinem Partner reden... Also ein unbezahlter Nebenjob von vier Stunden am Tag. Wenn du den gut erfüllen willst, mußt du ihn effizienter erfüllen. Überleg dir: Wem kannst du mit dem, was du tust, überhaupt helfen? Bei wem findet Fortschritt statt, und wessen Hilflosigkeit förderst du nur dadurch, daß du ihn oder sie bemutterst? Was hast du konkret Gutes bewirkt mit den Stunden deines Lebens? Lohnt sich das?

    Konzentrier' dich auf die Sachen und Leute, bei denen es sich lohnt. Wo das, was du tust, etwas zum Besseren wendet. Aber mache auch denen klar, daß Mama nicht immer für sie da sein wird. Sie müssen lernen, sich auch selber zu helfen. "Mach das jetzt, organisier' das, kümmere dich darum, denk darüber nach, und ruf mich in zwei Tagen wieder an" ist ein sehr hilfreicher Satz. Wenn der oder die eher wieder anruft, frag' ob die Hausaufgaben gemacht wurden. Du kannst dir auch "Sprechzeiten" setzen: "Ruf mich zwischen sieben und neun an". Zu anderen Zeiten ist das Handy aus.

    Aber vielleicht findest du bei reiflicher Überlegung, daß es sich gar nicht lohnt. Daß du nichts besser gemacht hast, sondern nur Leuten ermöglicht, bei dir Dampf abzulassen, und nichts zu ändern. Dann sag ihnen das. "Wir reden da jetzt seit X Jahren drüber. Alles, was dazu zu sagen ist, ist dreimal gesagt. Ich denke nicht, daß eine weitere Wiederholung es besser machen wird. Versuch etwas anderes. Ich kann dir nicht sagen, was, da ich dir schon alles gesagt habe, und es nicht geholfen hat. Frag jemand anders."

    Manchmal kühlt das die Beziehung stark ab. Manchmal beendet es sie. Aber du mußt auch berücksichtigen, daß es sich da um extreme Ungleichgewichtsbeziehungen handelt. Ihr seid keine Freundinnen, sondern du bist die Mama, die anderen sind die furchtsamen Töchter. Du bist die Frau mit dem Plan, die anderen sind hilflos und verirrt. Und wenn du ihnen nicht den Raum gibst, etwas anderes zu werden, werden sie das für immer bleiben. Was für eine trostlose Aussicht.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (18.11.2012 um 22:16 Uhr) Grund: Kommas sind meine Freunde...

  10. #10

    Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    1.431

    AW: Ich fühle mich erdrückt von den Sorgen anderer ...

    Hallo Atma,

    die Frage, die ich Dir stelle ist:
    Warum fühlst Du Dich so für die anderen verantwortlich und warum siehst Du so wenig nach DIR??

    Du bist nicht deren Mutter- und kein Mensch verlangt von Dir täglich an den PC zu gehen und sich die Probleme der anderen "reinzuziehen"!

    In dem Fall- musst Du einzig bei DIR hinsehen!!
    Sehr oft verlagern wir Probleme und gerade wenn man selber so einiges an Problemen hat- ist es soviel leichter die Probleme der anderen anzusehen und zu lösen, als bei uns selber
    Und da man immer auch aussendet- bekommt man das im Aussen vorgesetzt, was man tief drinnen will/braucht.

    Bedeutet- schau doch mal hin, ob es bei DIR selber nicht so einiges gibt, was angeschaut und gelöst werden sollte!?

    Es gibt keinen Grund den anderen alle Hände, Arme zu reichen!
    Klar tut es gut gebraucht zu werden, aber Du merkst doch, daß es Dir nicht gut tut.....und spätestens da sollte SCHLUSS sein mit dieser Hingabe Deinerseits, die nicht gut tut.

    Es ist sicherlich nicht einfach Grenzen zu ziehen, aber wem es auch um DICH geht-- der wird verstehen, daß Du nicht immer aufnehmen kannst- nicht immer Auseinandersetzung brauchen kannst- auch Du mal ein ruhigeres Leben möchtest.
    Wer darüber beleidigt ist, dem geht es nicht um DICH! Und hat der dann Deine Hilfe verdient??

    WER zwingt Dich jeden Tag ins Postfach zu sehen und zu antworten??
    Diese anderen??-- wenn ja- stell klar, daß Du eben nicht deren private Therapeutin bist und sogar so eine würde sich DANN Zeit nehmen, wenn es für sie passt.

    Schau mehr nach Dir und LASS die anderen......
    Wenn Du das nicht kannst-- schau nach DIR......was brauchst Du damit Du das könntest??
    Schau auf Dich, denn das Problem ist nicht, daß die anderen mit Problemen auf Dich zu kommen-- das Problem ist DEIN Standpunkt innen drin.

    kenzia

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