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  1. #51

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    551

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Zitat Zitat von Henzi Beitrag anzeigen
    Ja, du hast recht, Kenga. Dein Befinden ist nicht nur wichtig, sondern sehr wichtig!! Und genau das sollte ich für mich auch so sehen. Nicht immer die anderen wichtiger nehmen. Ich hoffe, es gelingt mir. Ich muss wirklich mal über meinen Schatten springen. Wahrscheinlich ist es dann gar nicht so schwer, wenn ich mal die erste Hürde geschafft habe.
    Liebe Henzi

    So wie Du Deine BüroPartnerin beschreibst ist dies ja wirklich ein schröckliches Lästermaul, für die meisten Menschen schier unerträglich, und Du musst mit ihr den ganzen Tag verbringen! Das ist fast nur auszuhalten, wenn dies als "Lebensschulung" angesehen werden kann.

    Da Du sorgfältig vorgehst, nicht auf die Pauke hauen willst frage ich Dich, ob Du die gewaltfreie Kommunikation kennst? Nach Marshall Rosenberg. Diese Art von Kommunikation wird von vielen Bereichen als die sogenannt "Korrekte" beschrieben - was jedoch nicht bedeutet, dass Menschen damit zu Verhaltensveränderungen "verzaubert" werden können. Eine der Grundthesen ist, dass kein Partner zu irgendwelcher Verhaltensänderung "gezwungen" werden kann - wir können lediglich zu uns und unseren Bedürfnissen stehen und diese so artikulieren, dass wir den Partner nicht verletzen oder vor den Kopf stossen sondern ihn bestenfalls "einladen", unsere Bedürfnisse zu respektieren.

    Dein Bedürfnis meiner Einschätzung nach ist das Bedürfnis nach respektvollem Umgang innerhalb der Arbeit, was Lästern ausschliesst.

    Gemäss Rosenberg geht es um 4 Schritte:

    Schritt 1: Beobachtung mitteilen, wertfrei:
    Z.B. heute haben wir um 15.00 über Kollege X gesprochen und über Kollegin Y...

    Schritt 2: Deine Gefühle mitteilen:
    Ich fühlte mich dabei unwohl, unfair, illoyal, beengt, angespannt, unruhig etc

    Schritt 3: Dein Bedürfnis mitteilen:
    Da ich einen respektvollen Umgang an der Arbeit brauche

    Schritt 4: Um konkrete Handlung bitten (wichtig, Bitten, nicht fordern):
    Z.B. "Wärest Du bereit, dass wir gar nicht über andere, Dritte, Nicht-Anwesende sprechen?".

    Dies ist wie gesagt kein Rezept, das garantiert, dass Deine Kollegin zur loyalen, fairen verschwiegenen Bürokameradin wird. Doch Du hättest Dir auf jeden Fall nichts zuschulden kommen lassen - was Du meiner Einschätzung bis jetzt sowieso nicht getan hast.

    Wenn die Kollegin mit Nein antwortet - würde ich mein Bedürfnis wiederholen - was schlägst Du vor, was gibt es für Lösungen, wem Anderes als mir könntest Du Deine Geschichten erzählen? Ich möchte sie nicht weiter hören, da es mir beim Zuhören nicht gut geht...Ich hätte da eine Idee, es gibt die bricom, da können threads eröffnet werden - vielleicht magst Du dort einen neuen Thread eröffnen in der Sparte Job, und dort all Deine schröcklichen Erlebnisse berichten???

    Henzi, Deine Lebensschule bringt Dir für Deine berufliche Karriere viel - Nervensägen gibt es überall, zum Glück meist nicht gerade im eigenen Büro - Du hast die Chance, einen so Umgang einzuüben, wie Du diese Plagegeister Dir vom Hals halten kannst...

    Weiter am Ball bleiben - sie nicht wieder in Deinen Garten reintrampeln lassen - zeig ihr, wo bei Dir Dein Zaun ist,

    liebe Grüsse,
    wedernoch
    Geändert von wedernoch (25.04.2012 um 15:21 Uhr)

  2. #52
    Henzi
    gelöscht

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Liebe wedernoch,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Das ist eine sehr gute Idee mit der "gewaltfreien Kommunikation". Das werde ich ausprobieren, es klingt wirklich sehr vielversprechend.

    Ja, sie ist wirklich ein arges Lästermaul, ganz schlimm ist es. Aber ich werde es wirklich jetzt als "Lebensschule" sehen und werde lernen, damit umzugehen. Ihr alle helft mir sehr dabei, vielen Dank!!

    Heute bin ich schon zu Hause und hab Kopfweh. Aber morgen ist ein neuer Tag und ich werde mein Bestes geben ...

    Liebe Grüße,
    Henzi

  3. #53

    Registriert seit
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    AW: Abgrenzungsprobleme

    Zitat Zitat von Henzi Beitrag anzeigen
    Durchschaut habe ich das ja schon lange, aber trotzdem kann ich nichts daran ändern bzw. kann mich nicht ändern.
    Ich schließe mich kenga an: Du kannst das!

    Den ersten Schritt hast Du doch schon getan. Zeig ihr - und Dir! - dass Du noch mehr auf Lager hast. Nimm es als Experiment! Seine Deine eigene Experimentsleiterin!
    Viele Grüße

    Massashi

  4. #54

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    AW: Abgrenzungsprobleme

    Zitat Zitat von Henzi Beitrag anzeigen

    Heute bin ich schon zu Hause und hab Kopfweh. Aber morgen ist ein neuer Tag und ich werde mein Bestes geben ..
    Übrigens: Bastel Dir aus dieser Situation keinen Leistungsdruck.

    Meine Absicht ist es, Dir Mut zu machen, sonst nichts. - Du musst nämlich gar nichts, wenn Du nicht willst. Es ist nur so, dass Du Dich sicher besser fühlen wirst, wenn Du lernst, Dich abzugrenzen.
    Viele Grüße

    Massashi

  5. #55
    Henzi
    gelöscht

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Ja, das glaube ich auch, Massashi. Und ich hoffe wirklich sehr, dass es mir sehr bald gelingt!

  6. #56

    Registriert seit
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    AW: Abgrenzungsprobleme

    Liebe Henzi,

    erlaube mir mal, es sehr genau zu nehmen

    Zitat Zitat von Henzi Beitrag anzeigen
    ... ich hoffe wirklich sehr, dass es mir sehr bald gelingt!
    Weißt Du, Hoffen oder Bangen passen hier - zumindest auf Deiner Seite - gar nicht hin.

    Es kann sein, dass Du Dich dafür entscheidest. Das tust Du, wenn Du findest, dass sich dieser Schritt, zu dem Du Dich überwinden musst, lohnt. Also es gibt für Dich die Möglichkeit, es zu tun oder es zu lassen. Das liegt ganz und gar bei Dir. Insofern musst Du auf nichts hoffen, sondern kannst Dich ganz auf Dich selbst verlassen.
    Viele Grüße

    Massashi

  7. #57
    Henzi
    gelöscht

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Danke, Massashi, du hast völlig recht!!!

    Heute war wieder ein besserer Tag. Irgendwie war ich heute nicht gesprächig, hatte viel Arbeit und den Kopf voll mit anderen Sachen. Das hat sie vermutlich gemerkt und hat sich ein bißchen zurückgehalten.

  8. #58

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    AW: Abgrenzungsprobleme

    Das wäre natürlich der Idealfall, liebe Henzi, wenn es doch zu ihr durchgedrungen sein sollte, dass die Lästerei Dich belastet. In jedem Fall sind solche nonverbalen Zeichen wie die Tatsache, dass Du Dich einfach auf die Arbeit konzentrierst und nicht abzulenken bist, auch super.

    Viele Grüße

    Massashi

  9. #59
    Henzi
    gelöscht

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Ja, das hat heute auch wieder funktioniert. Ich habe einfach immer wieder gemurmelt: "ach, ich kann mich heute so schwer konzentrieren" und bin gar nicht auf ihre Lästereien eingegangen. Mal sehen, wie lang das funktioniert. Gut, dass jetzt das Wochenende da ist!

  10. #60
    Avatar von greta1
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    587

    AW: Abgrenzungsprobleme

    Ich versuche seit ein paar Tgen, meinen nervigen Kollegen zu überhören. Alles, was man auf seine hingesagten Äußerungen sagt (s. gesonderter Strang) animiert ihn erst recht, zu reden.

    Also höre ich erst gar nicht hin und muß dann, wenn doch mal was dienstliches dabei war, nachfragen. Das ständige "Ääääh, sorry, sag das bitte nochmal, ich war gerade soooo konzentriert" nervt ihn und er redet weniger. Na bitte, geht doch.

    Direkte Ansagen haben bisher gar nicht geholfen.
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.

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