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  1. #1
    Avatar von Sealove
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    Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Hallo,

    seit einem dreiviertel Jahr bin ich in meinem jetzigen Job. Die Stelle ist neu geschaffen worden, keiner konnte offensichtlich das Arbeitspensum abschätzen. Schon seit einigen Monaten ersticke ich in Arbeit. Ich weiss ehrlich nicht, wie ich es schaffen soll. Man hat mir zwei Bereiche aufgedrückt, die eigentlich jeder für sich schon ein bis zwei Arbeitsstellen beanspruchen würde, wenn der Job ordentlich gemacht werden soll. Gespräche mit dem Chef finden statt, bisher keine Besserung. Nun habe ich u.a. zwei Kolleginnen, die schon länger dort sind. V.a. die eine sagt mir immer, was ich zu tun habe. Fast jeden Tag kommen neue Hinweise der Art: "Das musst DU machen.", "Das ist deine Aufgabe." "Darum muss sich Frau xxx (ich) kümmern.", "Frau xxx (ich) muss dieses und jenes machen.", "Nein, das musst du machen, das kannst du nicht anderen abgeben." "Wie, der Chef hat gesagt, ich soll das machen? Nein, DU musst das machen." Sie weiss, dass ich total schwimme, und nicht mehr weiter weiss. Wenn ich dann sage, dass ich nicht weiss, wann ich das machen soll, zuckt sie nur bedauernd mit den Schultern. Jeden Tag das gleiche Spiel. Sie geht überpünktlich, während ich oft Überstunden gemacht habe. Mittlerweile geht sie gemeinsam mit der anderen Kollegin auf mich los in gemeinsamen Meetings mit dem Chef: "Das ist deine Aufgabe." "Und das solltest du auch machen. Und außerdem musst du bedenken, dass...!". Wie gesagt, im Beisein meines Chefs. Er unterstützt mich kaum, manchmal kommt eine leise hervorgebrachter Satz. Er steht auch massiv unter Druck von anderer Stelle, ist auch noch nicht so lange da.

    Lediglich als ich krank wurde (Stress?) und ziemlich fertig war, hat sie mir per Mail gute Tipps gegeben und 'nen Gutschein. Sie hätte das auch schon durch und ich soll doch mal dieses oder jenes probieren. Und wenn ich was bräuchte, könnte sies mir vorbeibringen.

    Mittlerweile weiss ich nicht mehr weiter, die Arbeit ist nicht zu schaffen, die anderen lassen mich im Stich und mein Chef steht zu sehr selbst unter Druck als dass er mir helfen kann. Ich bin mittlerweile ziemlich aggressiv, liege Nachts wach und überlege, wie ich die immer neuen Aufgaben, die ja nicht nur von meinen Kolleginnen kommen, sondern von allen Seiten, am besten bewältige.

    Ich will momentan nicht aufgeben. Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp, wie man sich in einem solchen Fall am besten verhält. Welches Verhalten könnte mir wieder mehr Souveränität geben?

    Liebe Grüße

    Sealove
    Tiefe Wasser sind still.

  2. #2
    Avatar von KHelga
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Hallo Sealove,

    hört sich nicht gut an, was Du schreibst.

    Sitzt ihr zu dritt in einem Büro?

    Mittlerweile geht sie gemeinsam mit der anderen Kollegin auf mich los in gemeinsamen Meetings mit dem Chef: "Das ist deine Aufgabe." "Und das solltest du auch machen. Und außerdem musst du bedenken, dass...!". Wie gesagt, im Beisein meines Chefs. Er unterstützt mich kaum, manchmal kommt eine leise hervorgebrachter Satz. Er steht auch massiv unter Druck von anderer Stelle, ist auch noch nicht so lange da.
    Was antwortest Du denn zu den Anschuldigungen deiner Kolleginnen während des Meetings?

    Vielleicht solltest Du:

    auch pünktlich Feierabend machen;
    die Arbeiten, die Du allein nicht schaffen kannst, auf einem Tisch neben Deinem Schreibtisch sichtbar stapeln;

    Was meinst du dazu?

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  3. #3
    Avatar von Sealove
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Hi Helga,

    danke für deine Antwort. Nein, das hört sich wie die meisten der Posts hier in dieser Rubrik nicht gut an. Aber deshalb bin ich ja hier.

    Manchmal sage ich, dass ich es nicht muss, dann kommt "Doch, du musst" usw.. Und ich habe heute gesagt, dass sie mein Arbeitsvolumen gar nicht einschätzen kann. Ist aber schwer, wenn beide Kolleginnen auf mich einreden. Und der Chef sitzt schweigend daneben. Nur hin und wieder ein leises Statement von ihm, dem die beiden Damen meist sogleich widersprechen.

    Nein, diese beiden Kolleginnen sitzen zusammen in einem anderen Büro. Die beiden haben ein gutes (Läster-)Verhältnis.

    Der Stapel mit den unerledigten Sachen liegt neben meinem Schreibtisch. Ist denen aber egal und auch mein Chef macht da nichts. Er meinte heute zu mir, er kann nicht einschätzen, ob meine Arbeit wirklich so aufwendig ist, dass ich vieles nicht schaffe, oder nicht.

    Ich gehe ja seit meiner Krankheit pünktlich, aber das hilft nix. Umso mehr bleibt eben liegen. Und ich bin die, dies es nicht schafft und umso mehr sagen mir meine Kolleginnen, was ich zu tun habe.

    Viele Grüße
    Tiefe Wasser sind still.
    Geändert von Sealove (26.01.2013 um 02:23 Uhr)

  4. #4
    jagenau
    gelöscht

    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Hallo Sealove,

    was meinst Du mit "mein Chef sagte heute zu mir,...." ?
    Heißt das, Du hattest ein Gespräch mit ihm oder fiel dieser Satz zwischen Tür und Angel oder war er vielleicht sogar die Reaktion auf eine von Dir nebenbei hingeworfene Beschwerde?

    Du wirst nicht umhin kommen, ein Gespräch unter 4-Augen mit Deinem Chef zu führen. Bitte ihn förmlich darum.

    Bevor ich Dir jetzt Tipps gebe, muss ich erstmal was los werden: Du hast Dich vermutlich auf eine Stellenausschreibung beworben, Du hattest mindestens ein Bewerbungsgespräch und Du wurdest eingearbeitet oder zumindest wurde Dir in den ersten Tagen ein Bild von Deiner Arbeitsstelle vermittelt.

    Ich wundere ich mich leicht. Nicht nur über das Unternehmen, sondern auch über Dich bzw. darüber, dass Du eine Stelle annimmst, ohne zu wissen, was genau zu tun ist, was von Dir erwartet wird, von wem Du Aufgaben bekommst, wem Du zuarbeitest, was in Deiner Verantwortung liegt und wofür die Kollegen zuständig sind, etc.

    Jetzt wird es unangenehm, dies alles nachträglich klären zu müssen. Aber es muss geklärt werden!

    Vorschlag, das Gespräch mit Deinem Chef einzuleiten:
    Bring zum Ausdruck, dass wohl unter den Beteiligten unterschiedliche Auffassungen über die Zuständigkeiten bestehen würden. Kläre die obigen Fragen mit ihm und anschließend auch den zeitlichen Arbeitsumfang.

    Schreibe nach dem Gespräch eine Art Aktennotiz, in der Du das Besprochene aufführst und gib ihm eine Kopie davon mit der Ansage, Du wolltest sicher sein, dass Du alles Besprochene richtig verstanden hast und bitte ihn um Prüfung dieser Liste mit Deinen Aufgaben usw.

    Und danach (!) bitte ihn auch, um des guten Arbeitsklimas wegen, dass er (!) darüber auch die Kolleginnen informiert.

    Stell Dich darauf ein, dass das Deinen Kolleginnen nicht gefallen wird. Aber an einer Klärung und an Absprachen führt kein Weg vorbei, es sei denn der einer Kündigung. Und genau darauf steuerst Du gerade zu, dass Dir wegen Unfähigkeit gekündigt wird.

    Interessant für Dich wäre auch, zu erfahren, was Deinen Kolleginnen über die neu eingerichtete Stelle, die Du jetzt ausfüllen sollst, erzählt wurde. Vielleicht ist es ja so, dass sie der Meinung sind, die Stelle wurde geschaffen, damit sie entlasten werden und Du ihnen quasi "unterstellt" bist.
    Frag sie doch mal, wie sie Dein Aufgabengebiet/Deine Zuständigkeit sehen.

    Und noch ein Tipp: verbeiß Dich nicht in das Verhalten Deiner Kolleginnen. Dass die beiden ein gutes Verhältnis haben ist einfach so. Schließlich sitzen sie in einem Raum und kennen sich längere Zeit. Ebenso geht es Dich schlichtweg nichts an, dass die eine Kollegin "überpünktlich" geht.

    Was Dich einzig und allein angeht, ist DEIN Arbeitsplatz und dass Du gute Arbeit leistest und auch leisten kannst, weil das Arbeitspensum zu schaffen ist. Bei allem anderen geht der Schuss für Dich nach hinten los.

    Wenn Du jetzt nicht für saubere und eindeutige Klärung mit Deinem Chef sorgst, wirst Du Dich in absehbarer Zeit rechtfertigen müssen, wenn die Kolleginnen sich offiziell über Dich beschweren, wenn Du fehlerhaft arbeitest und Dein Chef Dir eine Abmahnung erteilt.


    Mitleid mit Deinem Chef, dass er ebenfalls neu sei und vielleicht überlastet, ist fehl am Platze. Es ist sein Job, solche Dinge zu regeln, Arbeiten zu verteilen, gutes Arbeiten zu ermöglichen und für Frieden im Team zu sorgen.
    Geändert von jagenau (26.01.2013 um 05:27 Uhr)

  5. #5
    DaisyDuke
    gelöscht

    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Es ehrt dich, dass du deinen Chef in Schutz nimmst.

    Aber wie jagenau sagte, das ist völlig fehl am Platz. Druck von wem-auch-immer muss er aushalten können, dafür ist er Chef.

    Lass deine Kolleginnen außen vor, klar geben die Arbeit ab, wenn sie nicht zu ihrem Bereich gehört und du dafür offiziell eingestellt wurdest. Die sind auch nicht dafür da, die Arbeit im Team so zu verteilen, dass es gerecht wird. Dazu ist auch der formale Vorgesetzte da.

    Und der sollte schleunigst dieses "du musst..." Deiner Kolleginnen abstellen. Aber das kann nur er.

    Also: notier dir alle Aufgaben mit durchschnittlicher Dauer und Häufigkeit. Verabrede einen Termin zu einem formellen Personalgespräch und sag deinem Vorgesetzten, dass du überlegst dazu bereits jemanden aus dem Betriebsrat/Personalrat dazuzunehmen. Erstmal nur als Ankündigung, damit er sieht, dass es nicht so ein larifari Nörgelgespräch wird.
    Dann besprich alle Punkte mit ihm, damit er auch mal deine Arbeit kennenlernt (da scheint er ja Defizite zu haben). Anschließend müsst ihr beide konkrete Verabredungen treffen. Entweder lässt du Arbeit offiziell liegen oder er kümmert sich um eine Umverteilung. Was auch immer verabredet wird, legt Termine fest.
    Dann mailst du den Kram an ihn. Und wenn Fristen verstreichen ohne dass sich was getan hat, nimm den BR dazu und eskalier das ganze eine Stufe.
    Wichtig: bleib höflich, sachlich. Sprich nicht über Befindlichkeiten und die Art der Kolleginnen sondern über Kapazitäten. Es muss messbar bleiben.

    So Drückeberger-Chefs bekommt man nicht anders an den Haken.

    Ich drück dir die Daumen.

  6. #6
    Avatar von Zeta2013
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Sealove, führe ruhig mal 3 Tage lang ein Protokoll und schreibe genau auf, wann Du wann gemacht hast und wielange Du dafür brauchtest. Quasi tagemäßig. Das legst Du dann beim Chef-Gespräch vor. Ich kenne es leider auch so, daß andere Leute nicht einschätzen können, wie aufwendig gewisse Arbeiten sind. Die glauben, daß einige Sachen in 10 min. erledigt sind, dabei nehmen gewisse Dinge manchmal sogar Stunden in Anspruch. Darum das Protokoll/Tagebuch. Ist zwar lästig, alles aufzuschreiben, kommt Dir aber zugute.

  7. #7
    Avatar von Sealove
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Hallo,

    danke für Eure Antworten.

    Ja, ich bin gestern nach dem Meeting zu meinem Chef und habe mit ihm gesprochen. Er war ja auch unzufrieden letzte Woche mit mir, dass ich etwas Wichtiges nicht angestoßen hatte. Ich bin nun aber erst seit Montag wieder offiziell zurück auf Arbeit, war ja mehrere Wochen krank. Bin aber trotz Kranheit 10 Tage lang trotzdem jeden Tag stundenweise arbeiten gewesen. Und er hat erwartet, dass ich mich sofort massiv um Bereich x kümmere, da ich aber viele Meetings hatte und meine To Do -Liste die ganze Woche immer länger wurde und ich mich um einige andere dringende Dinge kümmern musste, die liegengeblieben sind, habe ich mich nicht ausschließlich um Bereich x kümmern können. Ich habe eine Kollegin, die extra dafür eingestellt wurde, mit einem Teilbereich von x beauftragt, aber auch sie ist nicht dazu gekommen.

    Ich werde am WE jetzt eine Liste erstellen, mit allen Bereichen, die ich zu bearbeiten habe. Probleme habe ich allerdings, die jeweilige Dauer der Tätigkeiten einzuschätzen. Ich mache ja immer vieles gleichzeitig, in der Minute rattern manchmal 5 Emails ein (40 bis 70 Stk am Tag), Anrufe kommen und Leute stehen vor meinem Schreibtisch. Da kann ich mich gar nicht hintereinander um eine Sache kümmern. Und jedesmal rechne ich ja auch nicht die Minuten aus bis zur nächsten Unterbrechung. Zumal es so ist, dass ich viele Bereiche noch nicht gemacht habe, bzw. nur teilweise gemacht habe oder aber neue Aspekte dazukommen und ich ja noch nicht so lange da bin, eine Routine in den Dingen zu entwickeln. Mir fällt es extrem schwer, bei den hunderten von großen und kleinen Tätigkeiten eine Dauer anzugeben. Ich habe halt wenig Routine-Aufgaben, sondern ich habe einen Arbeitsbereich ja erst begründet. Weder Chef noch Kolleginnen können vollumfänglich einschätzen, was ich alles zu tun habe. Ich muss Dinge in meinen Bereich integrieren, die die anderen Kolleginnen auch in ihrem Bereich für ihre Projekte haben. Und das sagen sie mir auch immer wieder. Außerdem haben sie immer tolle Ideen, was ich in meinem Bereich noch alles machen könnte. Sie haben aber keine Ahnung, was wirklich alles zu meinem Bereich gehört. Weil sie vieles davon nie selber machen mussten.

    Mit meiner Liste gehe ich dann zu meinem Chef. Da er aber ebenso wenig weiß wie ich, wie aufwendig viele der Tätigkeiten insgesamt sind (viele sind ja noch im Entstehen, viele variieren ja auch von Mal zu mal, da keine Routine), wird er mit mir Prioritäten festlegen nach besten Wissen und Gewissen. Die können sich aber schnell ändern, Zeiten können sich ausdehnen oder verkürzen, da ja immer wieder neue Aspekte hinzukommen bzw. meine Kolleginen ja auch ihre Meinung haben, was ich alles wie zu machen habe. SIe haben ja auch Jahre mehr Erfahrung als mein Chef.

    An manchen Tagen ist es so hektisch, dass ich kaum Luft hole und zum Essen auch nicht komme. Wenn ich dann noch über jede Minute Protokoll ablege - das schaffe ich nicht. Zumal ich in der Minute manchmal 3 Emails schreibe, das wären immer so kleine Einheiten, die ich zusammenzählen müsste.

    Vielleicht ist mein Zeitmanagement absolut scheisse. Wenn es so ist, dann ist es eben nicht mein Job. Das ist auch in Ordnung. Darüber entscheide ich in den nächsten 2 Monaten. Und dann ziehe ich die Konsequenzen. Dieser Gedanke gibt mir Kraft.

    Liebe Grüße an alle

    Sealove
    Tiefe Wasser sind still.
    Geändert von Sealove (26.01.2013 um 14:39 Uhr)

  8. #8
    Avatar von twix25
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Als fragender Tipp....hast du so ein Iphone?

    Habe gestern im Radion gehört dass es Apps gibt, wo man z.b Haushaltsbuch führen kann....

    Ich denke sowas kann man dann auch auf Arbeitsbereiche und die jeweilig verbrauchte Zeit damit hinbekommen

    So kann du in minimaler Zeit Arbeitszeiten abspeichern ohne zuviel Zeit dafür zu verschwenden
    LG twix


    Ich so: "Och bitte!" Mein Leben so: "Nö.

    **** ** ** *** ** *** **** *** ***** **

    Ich so: "Och bitte!" Mein Leben so: "Naa guut.
    *** *** **** ** *** ***** **** **** ***


    Immer dann, wenn ich ausschließlich Kleinbuchstaben schreibe, liegt die katze zwischen mir und dem laptop und ich habe nur eine hand zur verfügung

  9. #9
    Avatar von Sealove
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    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Zitat Zitat von jagenau Beitrag anzeigen
    Ich wundere ich mich leicht. Nicht nur über das Unternehmen, sondern auch über Dich bzw. darüber, dass Du eine Stelle annimmst, ohne zu wissen, was genau zu tun ist, was von Dir erwartet wird, von wem Du Aufgaben bekommst, wem Du zuarbeitest, was in Deiner Verantwortung liegt und wofür die Kollegen zuständig sind, etc.
    Ja, man hat mir gesagt, um welche Bereiche ich mich kümmern soll, natürlich. Man hat mir auch gesagt, dass es sich dabei um neue Bereiche handelt, die ich erst aufbauen muss. Wer mein Chef ist, wusste ich ja. Wofür die Kollegen zuständig sind hat man mir im Vorstellungsgespräch nicht im Einzelnen gesagt. Hätte auch nicht viel genützt da vor 2 Monaten sowieso in der Abteilung umstrukturiert wurde. Neue sind hinzugekommen, andere gegangen, Aufgaben wurden bei einigen neu verteilt. Ich habe ja eh einen ganz neuen Bereich/zwei neue Bereiche (ursprünglich sogar noch einen dritten, nicht neuen Bereich, von dem hat man mich jetzt erlöst, da ich ihn schon seit September nicht mehr ausführen konnte, aufgrund des anderen Bereichs. Das hat selbst mein Chef eingesehen.).
    Tiefe Wasser sind still.

  10. #10
    DaisyDuke
    gelöscht

    AW: Kollegin sagt mir, was ich tun soll.

    Sealove,

    diese Beschreibung, warum genau so ein Protokoll nicht funktioniert, zeigt ja bereits dass dieser Job selbst so strukturlos ist, dass du aus der zeitlichen Überlastung ohne Anpassung nicht herauskommst.

    Zieh dich nicht in die Beissecke zurück, à la "jaja, liegt an mir, mein Zeitmanagement ist scheiße."

    Es gibt sie halt, diese Mülleimerjobs, wo alles erstmal reingekippt wird. Und es tut mir ganz ehrlich leid, dass du so einen abbekommen hast.

    Arbeit ohne Pause, ohne Möglichkeit, mal was zu essen. Nur extern gesteuert (E-Mails kommen und gleichzeitig stehen Leute am Schreibtisch) - für diese Art brauchst du ein dickes Fell und auch eine dickfellige Art.

    Also klar kann es sein, dass deine Persönlichkeit und der Job nicht zusammenpassen - deine eigene Probezeit (die kommenden zwei Monate) werden dir das zeigen.

    Dann nimm das nicht so hart - bei manchen Leuten ist die Dienstleistungsmentalität so ausgeprägt, dass sie in solchen Jobs regelmäßig in den Burn-out geieben werden, allein schon durch eigene Ansprüche an sich selbst.

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