Sorry, gelöscht
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Geändert von sinja10 (01.07.2012 um 19:05 Uhr) Grund: Sorry, gelöscht
Auch wenn ich dich in der Sache gut verstehe, Du bist in erster Linie der Gf gegenueber weisungsgebunden und ich wuerde davon absehen unaufgefordert Kritik zu ueben.
Das was Du beschreibst, ist definitiv kein Mobbing. An der Geschäftsführung gibt es bekanntlich nichts zu rütteln und wenn die Arbeits- und Sichtweisen nicht zueinander passen, hilft nur, einen anderen Job zu suchen.
Ich würde mich auch der GF unterordnen. Was willst du auch anderes machen? In einem Unternehmen herrscht nun mal eine Hierarchie und die ganz oben sind haben das sagen. Wenn alle anderen dagegen sind, sollten sie einen Jobwechsel in Betracht ziehen und nicht dich anstacheln. Das bringt dir ja wie du siehst nur Ärger und alle anderen sind fein raus.
Der Umzug deswegen ist natürlich sehr unglücklich. Und dann auch noch mit zwei Jungs ... Ich weiß ja nicht in welcher Stadt oder welchem Gebiet du lebst, aber vielleicht gibt es in der Nähe noch andere interessante Jobangebote, die dir mehr zusagen. Wobei du vorher nie weißt wie es wirklich in dem Unternehmen aussieht.
Es ehrt dich, dass du deinen neuen Job mit Elan und Engagement angehst, und ich kann dich aus eigener Erfahrung gut verstehen. Ich bin nach Versetzung auch in der unrühmlichen Situation, dass ich als alter Hase mit 20 Jahren Berufserfahrung mir jetzt von 25jährigen neuen Besen Dingen sagen lassen muss, dich ich selber schon x-mal auf dem Tisch hatte... Ähnliche Konstellation, in beiden Fällen geht es um die Frage, wie man die eigene Position neu definiert.
Ich würde an deiner Stelle versuchen, mich nicht in Grabenkämpfe hineinziehen zu lassen. Du bist die Neue, die lang gedienten haben ihren Frust vielleicht schon Jahre in sich rein gefressen und versuchen dich jetzt zu instrumentalisieren. Du selber kannst die Zusammenhänge vielleicht noch gar nicht so deutlich erkennen, viele Entscheidungen erscheinen dir falsch, sind aber aus GF-Sicht absolut notwendig. Es steht dir nicht zu, dies offen zu bewerten. Klar regt dich das auf, aber dein Brötchengeber ist die GF, sonst niemand. Der blöde Spruch "wess Brot ich fress, dess Lied ich sing", geht mir auch auf die Nerven. Aber er stimmt leider. Heutzutage werden zwar Ellenbogen verlangt, aber die muss man an der richtigen Stelle einsetzen. Und in deinem Fall ist die richtige Stelle einfach, einen neutrale Positition einzunehmen, sich nicht in die Hetzereien hineinziehen zu lassen und nach oben loyal zu sein. Punkt.
In einigen Jahren, wenn du erstmal einige Projekte von Anfang bis Ende verfolgt und die Firmeninterna besser durchblickt hast, wirst du vielleicht viel mehr verstehen, wo die Knackpunkte sind.
Zügle deinen Ehrgeiz, denk dran, was alles dranhängt. Ich hatte auch einen Job in höherer Position und bin jetzt strukturell bedingt nur noch Zuarbeiter. Es ist eine Frage des eigenen Egos, wie man damit umgeht. Und manchmal denke ich mir inzwischen, ok, dann lass die anderen sich doch die Nase blutig hauen, dafür habe ich geregelte Arbeitszeiten, einen sicheren Job, schone meine Nerven...
Hab Geduld!
Oups, dann bist Du ja wahrscheinlich noch in der Probezeit. Leider zeigen sich neue Jobs erst wirklich vor Ort und wenn Du 1000X Recht hast und Deine Kollegen Dich bestätigen bist Du letzendlich nicht der End-Entscheider... Vielleicht warst Du einen tucken zu schnell mit Deinen Vorschlägen und Meinungen, denn Du scheinst ja erst ein paar Monate im Unternehmen zu sein.... Alte Geflechte lassen sich nicht so schnell zurecht stutzen und es scheint wirklich Wände in den Köpfen der GL geben zu können..... Sei vorsichtig, denn Du bist ja vielleicht auch noch in der Probezeit... Falls so eine vereinbart wurde....
Veranoazul - Blauer Sommer
Ich finde es schon etwas krass, dass du den Geschäftsführer als unfähig bezeichnest.
Wenn du ihn so gar nicht akzeptierst, wie soll da die Zusammenarbeit funktionieren.
Als seine Referentin kann er natürlich von dir Loyalität erwarten. Wenn er diese erst mal
erleben kann, hast du dann sicher auch bessere Chancen, mit Verbesserungsvorschlägen
- unter vier Augen und nicht vor versammelter Mannschaft - bei ihm Gehör zu finden.
Ich sehe genau hier das/Dein Problem:
Da Du vorher in leitender Position tätig warst, ist es zunächst mal eine große Umstellung für Dich, Dich nun der GF unterzuordnen. Dass Du Dich wie eine "Aushilfe" fühlst, sagt einiges über Dein Selbstwertgefühl aus... Und auf mich wirkt es so, dass es Dir insgeheim nicht um die Entscheidungen oder vermeintliche Inkompetenz der GF geht, sondern vielmehr um Deine eigenen Befindlichkeiten.
Den Grund, warum Du ins Unternehmen geholt wurdest, hast Du bereits selbst genannt:
Welche Meinung die Ableitungsleiter vertreten, nämlich dass Du "die Dinge richtig anfassen" würdest, ist völlig wurscht. Ich an Deiner Stelle wäre sehr vorsichtig, inwieweit Du Dich mit den Abteilungsleitern zusammen gegen die GF stemmst. Denn dann könnte man Dir tatsächlich mangelnde Loyalität vorwerfen.
Wenn Du das alles gar nicht mir Dir und Deinen Vorstellungen bezüglich Deiner Ausbildung und Deiner Vorstellung eines befriedigenden Jobs vereinbaren kannst, wirst Du Dir wohl einen anderen Job suchen müssen, wenn Du nicht ständig das Gefühl haben möchtest, gegen Deine Überzeugung zu arbeiten.
Viel Glück
LG
Magalie
75 % der deutschen Männer tragen Schlafanzüge - manche sogar nachts