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  1. #1

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    Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Hallo an alle,

    ich arbeite in einem Mittelständischen Betrieb, ca 150 Beschäftigte. Ich bin Teamassistentin.

    Eine Kollegin hat die Aufgabe des Abteilungscontrolling bzgl. Budget und sonstigen Kennzahlen.
    Also viele Zahlen, Berechnungen und riesege Exceltabellen.

    Diese Kollegein hat auch entsprechend studiert und macht das ganz super. Sie wird aber aus privaten Gründen wegziehen. Nun geht die Frage wieder um, wer übernimmt diesen nicht allzu beliebten Job.

    Nun wurde ich von einer anderen Kollegin schon wieder angefragt ob ich das nicht machen könnte. Die Arbeit ist leichter geworden und es würde doch mein Aufgabengebiet erweitern usw. Sie meint es wirklch nur gut und es wäre wirklich eine Chance.

    Allerdings bin ich eine Null im Umgang mit Zahlen und Excel. Ich habe mir das auch schon öfters angeschaut und blicke einfach nicht durch. Zudem müsste man auch der Geschäftsleitung Rede und Antwort stehen können.
    Es ist also nicht nur ein stumpfes Zahleneingeben sondern man sollte schon auch die Zusammenhänge verstehen.
    Ich kann das einfach nicht. Ich bin eben einfach mehr der Organisationstyp. Es entspricht nicht meinen Neigungen und Fähigkeiten. (Mathe 5)

    Jedenfalls, habe ich das ganze Thema schon mal gut umschifft aber es kommt wie ein Bummerang immer wieder auf mich zurück.

    Einersteits möchte ich nicht da stehen und alles ablehnen und am Ende noch als faul gelten. Aber ich kann das doch nicht annehmen und alles an die Wand fahren, wenn ich es doch schon im Voraus weiß.

    Meine Wünsche bzgl. Erweiterung des Aufgabengebietes liegt eher in Richtung Personalabteilung. Eben orgnistorische Dinge.

    Ich stecke ganz schon in der Breduille. Was könnte ich nur tun? Ich will mich ja weiterentwickeln aber eben nicht in diese Controllingrichtigung.

    LG und vielen Dank für eure Tipps,
    Fussi

  2. #2

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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    In der Schule war ich in Mathe auch ne Niete und hätte nie geglaubt, welche komplizierte Vorgänge ich heute errechne!!
    Deine Bedenken kann ich zwar gut verstehen, aber ich möchte Dich trotzdem ermutigen, vielleicht wenigstens einen Teilbereich der anstehenden Arbeit zu übernehmen.
    Denn merke - wer immer die Sachen übernimmt, die sonst mit guten Grund keiner machen will, ist irgendwann ein unschätzbar wertvoller Mitarbeiter. Auf genau diese Weise habe ich mir nämlich meine jetzige Position erarbeitet. Die angenehmen, einfachen Sachen kann jeder erledigen....
    Sieh es als Herausforderung!

  3. #3
    Avatar von Dharma09
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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Ich hab Mathe in der 11. Klasse abgewählt und heute liebe ich Zahlen.

    Ich würde es machen unter der Bedingungen gleich einen entsprechenden Excel

    Kurs machen zu können und einen Kurs der sich mit Bilanzen, Kennzahlen und dergleichen befaßt.

    Ein wirklich spannendes Aufgabengebiet!

    Und mit Sicherheit ein Schritt weiter auf deiner Karriereleiter!!
    Wenn besser möglich ist, ist gut nicht genug!


    I don´t do Facebook or Twitter I have a Life!



    Benjie meine Hundemaus - wir werden dich nie vergessen (27.05.2011)

  4. #4
    Avatar von Malina70
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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Hallo fussi,

    auch von mir eine Ermutigung. Ich bin auch eine Matheniete und war mal gezwungen, für einen Oberboss Auswertungen in Excel zu erstellen. Und am Ende hat mir das richtig viel Spaß gemacht. Trotzdem schüchtert es mich auch immer wieder ein, wenn ich solche riesigen Tabellen sehe, die ich nicht durchblicke.

    Ich würde an Deiner Stelle ein paar Bedingungen stellen:

    1) Ein guter Excel Kurs
    2) Eine gründliche Einarbeitung durch die Kollegin, während der Du schrittweise mehr Verantwortung übernimmst
    3) Das Versprechen, dass Du die Aufgabe auch abgeben darfst, wenn es gar nicht geht.

    Zu 3) gehört natürlich ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zum Chef. Aber wenn das gegeben wäre, würde ich die Herausforderung annehmen. Unbeliebte Jobs haben viele Vorteile: Man macht sich unentbehrlich, man kann eher für mehr Gehalt plädieren, man zeigt, dass man vor nix fies ist.

    Und wenn Du es machst, dann mach mit der Kollegin unbedingt einen detaillierten und kleinschrittigen Einarbeitungsplan, damit Du nicht gleich erschlagen wirst, sondern Dir die Materie Stück für Stück aneignest. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, dass Du nur einen kleinen Teilbereich von ihr übernimmst.

    Aufmunternde Grüße,

    Malina
    Frühling läßt sein blaues Band
    Wieder flattern durch die Lüfte
    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land

    (Eduard Mörike)

  5. #5
    Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Ich bring dann mal eine andere Sichtweise hier ein:

    Ich persönlich kenne meine Stärken und Schwächen recht gut und ich hab auch schon einmal eine Erweiterung meines Aufgabengebiets abgelehnt, weil es einfach nicht mein Ding ist. Und darüber bin ich heute noch froh.

    Wenn ich die TE so lese, scheint sie sich doch sehr sicher zu sein, was sie kann und was sie will. Vielleicht wäre es in dem Fall wirklich besser, die Finger davon zu lassen.

    Wobei ich zu einer Sache auf jeden Fall raten würde, allein schon, um vielleicht auch mal einspringen zu können: einen intensiven Excel-Kurs, das kann nie schaden!
    Islabonita

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    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
    Alexander von Humboldt

  6. #6
    Avatar von Rowellan
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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Ich unterstütze Islabonita.

    Ich war mal in genau der gleichen Situation - keine Mathe 5, aber nie eine meiner Stärken und ich mache mir einfach nix aus Zahlen, Controlling und riesige Tabellen finde ich grauenhaft.
    Trotzdem musste ich es eine Weile übernehmen.

    Es war schrecklich. Nicht, daß ich Fehler gemacht hätte, aber jedes Mal, wenn ich wieder dran musste, bin ich fast eingeschlafen. Was dadran spannend sein soll, wird sich mir in diesem Leben nicht mehr erschließen

    Also wenn man kein Zahlenmensch ist: Finger weg!
    *lost in the woods*

  7. #7
    Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Es war schrecklich. Nicht, daß ich Fehler gemacht hätte, aber jedes Mal, wenn ich wieder dran musste, bin ich fast eingeschlafen. Was dadran spannend sein soll, wird sich mir in diesem Leben nicht mehr erschließen
    och, das kann schon spannend sein..... Aber ernsthaft: meist ist man gut in den Dingen, die einem Spaß machen.
    Islabonita

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  8. #8

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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    och, das kann schon spannend sein..... Aber ernsthaft: meist ist man gut in den Dingen, die einem Spaß machen.
    Ich habe auch festgestellt, dass es einfach Aufgabengebiete gibt, die
    man kann und die einem liegen, und andere, die man immer nur mit
    Magenschmerzen macht, auch wenn man es vielleicht auch hinbekommt.

    Mein Mann ist ein begnadeter Verkäufer, aber wenn ich seine Buchhaltung
    mache, muss ich kämpfen, wenn ich irgendwas von ihm brauche, weil er
    dazu so überhaupt keinen Bezug hat.
    Ich hingegen bin in meinem Bereich super, aber ich kann meine Leistung
    sehr schlecht verkaufen, habe aber durch meinen Mann gelernt, wie ich
    das besser machen kann.

    @ fussifussi
    Welches Aufgabengebiet bearbeitest Du denn im Moment? Kannst Du in
    der Richtung eher was ausbauen und das dann entsprechend argumentieren,
    dass Du in diesem Bereich viel stärker bist?

  9. #9

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    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Ich weiß nicht, ich wundere mich gerade hier etwas. Kostenrechnung, Budgetplanung, Berichtswesen und Controlling, das macht man doch nicht so einfach mal. Da hilft auch kein Excel-Auffrischer. Das sollte man doch fundiert als Beruf erlernt haben, bei einer Firma von 150 Mitarbeitern verstehe ich nicht so recht das Vorgehen beim Besetzen der Stelle.
    Meine Meinung.

  10. #10

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    93

    AW: Neue Aufgabe - zum Scheitern verurteilt

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ich wundere mich gerade hier etwas. Kostenrechnung, Budgetplanung, Berichtswesen und Controlling, das macht man doch nicht so einfach mal. Da hilft auch kein Excel-Auffrischer. Das sollte man doch fundiert als Beruf erlernt haben, bei einer Firma von 150 Mitarbeitern verstehe ich nicht so recht das Vorgehen beim Besetzen der Stelle.
    Meine Meinung.
    Das sehe ich auch so. Das ist kein Bereich, in den man mal fix eingearbeitet werden kann, man muss schon die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen, es muss vieles auch im Detail stimmen - sonst kann es viel Ärger geben.

    Ich halte generell nichts davon, sich zu Positionen überreden zu lassen, bei denen man selbst ein schlechtes Gefühl hat. Wie schon geschrieben wurde, kennt man über die Jahre ja meist doch ganz gut seine Stärken und Schwächen.

    Ich war auch schon mal in der Situation, dass sich mein Chef es sich ganz passend vorstellte, dass ich den Bereich einer in Rente gehenden Kollegin übernehme. Das war auch so ein ganz wichtiger, für mich aber keineswegs attraktiver Job. Eigentlich wollte den keiner der Kollegen übernehmen, da wir alle sahen, wieviel Ärger an diesem Bereich dranhing, wieviel Überlastung da war, wie oft rechtliche Unterstützung fehlte, wie sehr die Kollegin unzuverlässigen Leuten hinterher rennen musste ... und dass die Kollegin diesen Job nur hinbekam vor dem Hintergrund ihrer dreißigjährigen Erfahrung in dem betreffenden Sachgebiet.

    Letztendlich wurde eine neue Kollegin eingestellt, mit einer gemeinsamen Einarbeitungszeit von vier Monaten. Nach dem, was ich später von meinen Ex-Kollegen hörte, ist diese Kollegin (eine Quereinsteigerin) trotz der so langen Eínarbeitungszeit oft am Rande des Nervenzusammenbruchs, kurz davor, das Handtuch zu werfen. Wenn ich das höre, bin ich noch im Nachhinein froh, dass ich mich damals nicht habe überreden lassen.

    Auf das Gefühl, ein unabkömmlicher Mitarbeiter zu sein, würde ich lieber verzichten - wenn es den Preis hat, täglich mit Bauchgrimmen zur Arbeit zu gehen.

    samtweich

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