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  1. #1
    Moderation Avatar von ganda55
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    Migration. Flucht. Asyl. 4. Thread

    Liebe Mitschreibende,

    das ist der Nachfolgestrang zum gerade geschlosenen Thread

    Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Hier kann weiter zum Thema diskutiert werden. Wir bitten auch hier, die Regeln des Forums allgemein und die Hinweise zum Politikforum im Besonderen zu berücksichtigen.

    Zudem bitten wir um Respekt der UserInnen und ihrer jeweiligen Meinungen und darum, gerade in diesem Unterforum/Strang sachlich und themenbezogen zu schreiben.

    Danke fürs Beachten und viel Spaß bei der Diskussion

    ganda
    Jerôme, zieh zu uns!

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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    Moderation in den Unterforen: Was bringt Ihre Energie zurück?, Gesellschaftliche Initiativen, Politik.
    Geändert von ganda55 (11.08.2017 um 11:01 Uhr) Grund: Technische Maßnahme.

  2. #2

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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Und wie sieht es mit denjenigen aus, die hier argumentieren, man solle den Leuten in ihren Heimatländern helfen, und sie nicht nach Europa lassen?
    In den letzten Jahrzehnten wurden Hunderte Millarden Euro in Entwicklungshilfe investiert und noch immer sind so viele Hilfsorganisationen in der Dritten Welt tätig, dass sie sich gegenseitig die "Klienten" weg schnappen.
    Wusstest du, das zB. im hungergeplagten Südsudan für jeden Helfer, den sie überhaupt ins Land lassen, 10 000,- Dollar verlangen? Dieses Geld kommt sicher nicht den Hungernden zugute.

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Dieses Argument, man solle in den Heimatländern helfen, hat mich hier überhaupt erst mitschreiben lassen.
    Du weisst nicht, dass es massive staatliche Hilfen aus der EU und anderen Staaten gibt? Und von Nachbar in Not hast du auch noch nie gehört? Die Hunderte Millionen, die für Haiti gespendet wurden (und dort versandeten)?

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    Also heißt der Schluss daraus: bleibt dort und lebt weiter so wie bisher. Vielleicht kann sich das eine oder andere Volk selbst befreien, aber das wird noch viele Opfer kosten.
    Und wie lautet dein Schluss? Kommt alle her, wir haben Arbeit für alle oder füttern euch durch? Leider drückst du dich jedesmal vor der Antwort, wie das funktionieren soll - statt dessen verweist du auf die Menschenrechte.

    Und du merkst noch nicht einmal, dass du dabei jedesmal die Ebene wechselst - von der ökonomischen auf die ethische.
    Wenn du der Meinung bist, es sei ein Menschenrecht, dass alle Menschen auf dieser Erde derselbe Wohlstand zustünde wie denen in den Industrieländern - und zwar, ohne dass sie diesen selbst erarbeiten müssten - dann lebst du wirklich in einer Traumwelt.

    Zitat Zitat von honey333 Beitrag anzeigen
    wird dann vielleicht noch "bösartiger Staatsfeind" o.ä.
    Staatsfeind aus Naivität oder Ignoranz reicht, das muss gar nicht bösartig sein.
    Wie schon geschrieben: Ich halte es für ein massives Bildungsdefizit, wenn Menschen nicht einmal über die Grundlagen und die Funktionen ihres Staates Bescheid wissen, sondern ihn für eine Art von Goldesel halten, den man nur am Schwanz zu ziehen braucht.

    Zitat Zitat von realistnix Beitrag anzeigen
    vor ca einem Jahr antwortete mir eine Studentin (BWL/VWL mit was sozialem) auf die Frage, was die Aufgaben des Staates seien, Flüchtlingsversorgung und Pensionssicherung.
    Noch Fragen.
    Nein, ich kenne das. Eine Bekannte von mir war "Professorin" am Gymnasium. Als ich mit ihr über ökonomische Zusammenhänge sprechen wollte, sagte sie: Das haben wir in unserer Ausbildung nicht gelernt! Sie hat nicht die geringste Ahnung davon, ist aber auch sehr "flüchtlingsbewegt".

    Mich wundert es nicht, dass A bei PISA so schlecht abschneidet. Bei den un- bzw. einseitig gebildeten Lehrern....
    Und noch etwas fällt mir auf: Ausgerechnet Leute, die im ÖD einen sicheren und unkündbaren Job haben, sind in dieser Hinsicht am blauäugigsten. Für sie ist der Staat der gute Papa, der alle alimentiert....gruselig.

  3. #3

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    AW: Migration. Flucht. Asyl. 4. Thread

    UN-Flüchtlingskommissar Grandi bei Bundeskanzlerin Merkel zu Gast

    Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise in Italien empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute in Berlin UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. An dem Treffen im Kanzleramt nimmt auch der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), William Lacy Swing, teil. Nach dem Gespräch wollen Merkel und ihre Gäste gegen 14.00 Uhr vor die Presse treten.

    Auf diese Pressekonferenz bin ich gespannt.

  4. #4

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    AW: Migration. Flucht. Asyl. 4. Thread

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ich begrüsse diese neue Durchmischung durchaus.

    Wir Deutschen sind ja mittlerweile emotionell sehr verroht.
    Wir schaffen uns schon selber ab.
    Aber, nicht weil wir von den Zuwanderern oder Flüchtlingen so dominiert werden.
    Sondern weil wir uns selber gar nicht mehr achten. Das ist das Schicksal der untergehenden Kulturen. .
    Dir ist aber schon klar, dass viele aus Kultur kommen in denen noch öffentlich Hingerichtet wird, Zuschauer dies beklatschen.
    Kinder schon als Soldaten ausgebildet werden. Es Prügel-und Todesstrafen gibt ect.pp

    Und du glaubst mit einer Durchmischung unserer und dieser Kultur einer Verrohung entgegenzuwirken? Nicht dein Ernst, oder?


    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Und ich bin auch immer mutiger das anzusprechen. Im Bus zum Beispiel letztens, da sagte eine Frau: die kriegen ja Kinder am laufenden Band. Ja, sagte ich, die Deutschen halten sich da lieber zurück mit. Die war weder verärgert noch empört.
    Meinte eher, den deutschen Frauen ist eher ihre Selbstverwirklichung wichtig.

    Darum - und aus anderen Gründen glaube ich dass die Ausländer einen guten Input darstellen..
    Was findest du daran so gut viele Kinder in die Welt zu setzen, die man nicht selbst ernähren kann und auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Dass Kinder schon als H4 Empfänger aufwachsen müssen?
    Was ist eigentlich gegen Selbstverwirklichung einzuwenden? Was ist dagegen einzuwenden, dass man sich überlegt für wie viele Kinder ich sorgen kann, sie bilden und ernähren kann.

    Gerade der Bevölkerungszuwachs ist eines der größten Probleme Afrikas. Wöchentlich 1 Million.
    Da muss das Wirtschaftswachstum dementsprechend hoch sein, um alle diese Kinder einmal zu bilden, ihnen berufliche Chancen und genügend Wohnraum und Nahrung zur Verfügung zu stellen.
    Wie soll das gehen?

  5. #5

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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Man muss im Kleinen anfangen und schon bei den eigenen Kaufentscheidungen aufpassen.
    Zum Thema Bedingungen im Land selbst verbessern.
    Nur Geld an Organisationen zu senden, reicht nicht.
    Wenn man danach bei Kik einkaufen geht, ist die Spende auch futsch.


    Ich finde das Thema arg komplex. Kann man nicht zu einfach beantworten.

  6. #6

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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von Brigitte_Bardot Beitrag anzeigen
    Man muss im Kleinen anfangen und schon bei den eigenen Kaufentscheidungen aufpassen.
    Welche Produkte kaufst du aus den Herkunftsländern der Migranten? Ich wäre dir für Beispiele dankbar.

    Welche Produkte auf europäischen Märkten werden in Syrien, Afghanistan, dem Irak, Libyen, anderen nordafrikanischen Ländern und Subsahara-Afrika produziert?

    Der größte Teil unseres Öls dürfte aus den reichen Golfstaaten stammen, das Gas aus Russland.
    Was meinst du also konkret?

  7. #7

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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Horst Seehofer: Abschiebung von Fluchtlingen ist "fast unmoglich"

    Warum überrascht mich das jetzt nicht?

    Allerdings zieht er wenigstens die richtige Schlussfolgerung daraus.

    Künftig müsse daher schon an den EU-Außengrenzen entschieden werden, wer überhaupt einreisen dürfe.
    Ergebnisoptimierung durch Erwartungsreduktion !

    Ein "Bauchgefühl" ist zu 90% nur eine Blähung, und was dabei rauskommt wissen wir ja.
    Geändert von KClO4 (11.08.2017 um 13:36 Uhr)

  8. #8
    Hutliebhaberin
    gelöscht

    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Noch kurz:
    und in Indien verhungern die Menschen teilweise sogar auf der Strasse....
    Und trotzdem gibt es in unseren westlichen Ländern eine emotionelle Armut.

    Ich höre das mittlerweile immer mehr. Und auch von den Erfahrungen die ich mache.
    Da sagen Frauen Flüchtlinge hätten ihnen beim Picknick Essen angeboten und ihnen ihre Babys in den Arm gelegt....

    Bei uns findet das Leben hinter verschlossenen Türen statt.
    Das mit der staatlichen Hilfe ist ja auch so ein zweischneidiges Schwert, das weißt du doch alleine.
    Was kostet denn ein Kita-Platz? Viel mehr als die Eltern bezahlen die ihn in Anspruch nehmen.
    Und das sind keine staatlichen Hilfen oder Gelder?
    Welche Hilfen nehmen Firmen in Anspruch ohne sich dafür zu schämen.

    Ich bin dafür Familien viel mehr zu unterstützen und zwar so dass es gesellschaftlich nicht geächtet wird.
    In letzter Zeit komme ich immer öfter mit Menschen aus der ehemaligen DDR ins Gespräch.
    Da konnten Eltern ohne Probleme verreisen, die Kinder ins Ferienlager.

    So etwas ist bei uns völlig aus der Landschaft gefallen.
    Und ich wäre auch in allererster Linie dafür Kinder wieder in jungen Jahren bekommen zu können.

    Für diejenigen die es sowieso möchten.

    Diesen fast schon berühmten Satz von den Kindern deren Eltern von HartzIV leben und die angeblich nie gesehen haben wie ihre Eltern zur Arbeit gehen finde ich regelrecht skurril.
    Ist es besser wie jetzt? Wenn keiner mehr da ist?

    Das nur der Mensch zählt der auf Arbeit ist?

    Ich kann dir jetzt keine Fakten geben, aber trotz dieser Misstände die du erwähnst sind Menschen aus den Flüchtlingsländern einfach oft warmherziger und freundlicher.
    Das beste Beispiel habe ich nebenan.
    Die Kinder grüße nicht nur immer: die fragen wie es mir geht.
    Anfangs fühlte ich mich ein wenig verscheißert, muss ich zugeben....

  9. #9
    Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Noch kurz:
    und in Indien verhungern die Menschen teilweise sogar auf der Strasse....
    Und trotzdem gibt es in unseren westlichen Ländern eine emotionelle Armut.

    [...]

    Ich kann dir jetzt keine Fakten geben, aber trotz dieser Misstände die du erwähnst sind Menschen aus den Flüchtlingsländern einfach oft warmherziger und freundlicher.
    Besonders die Männer. Die indischen Frauen (die riechen dann ab und an nur ein wenig verbrannt) und die vielen kleinen Mädchen, die zu ihrem Eheglück gezwungen werden müssen, werden dies sicher bestätigen können. Ganz bestimmt.

    Ach ja, Indien, diese schöne Kultur, die Frauen als Huren beschimpft, wenn sie ausgehen. Müssen wir haben, auf jeden Fall.
    #AintNoCinderella: Why Indian women are posting midnight photos - BBC News

    Bin im Arbeitsurlaub. Muss die Decke kehren, die Terrasse staubsaugen und die Steckdosen in die Spülmaschine werfen.
    Geändert von Fourthhandaccount (11.08.2017 um 13:10 Uhr)

  10. #10

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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Noch kurz:
    und in Indien verhungern die Menschen teilweise sogar auf der Strasse....
    Und trotzdem gibt es in unseren westlichen Ländern eine emotionelle Armut..
    und die gibt es in Indien nicht? Schau dir doch bitte mal an wie dort mit Frauen Kindern und Armen umgegangen wird.
    Hände abhacken bei Diebstahl war ja mal eine gängige Strafe. Frauen mitzubeerdigen wenn der Mann gestorben ist ect. pp.
    Wie nennst du das?

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ich höre das mittlerweile immer mehr. Und auch von den Erfahrungen die ich mache.
    Da sagen Frauen Flüchtlinge hätten ihnen beim Picknick Essen angeboten und ihnen ihre Babys in den Arm gelegt....
    Flüchtlinge leben zum Großteil von Sozialleistungen. Sie könnten bei Picknick nicht ihr Essen anbieten, wenn niemand dafür sorgen würde (die Steuerzahler) dass sie überhaupt Essen und Wohnraum sowie Taschengeld hier haben. Scheinst du vergessen zu haben.

    So ganz unsozial können die Deutschen also gar nicht sein.


    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Was kostet denn ein Kita-Platz? Viel mehr als die Eltern bezahlen die ihn in Anspruch nehmen.
    Und das sind keine staatlichen Hilfen oder Gelder?.
    und woher hat der Staat das Geld? Es wächst ja bekanntlich nicht auf den Bäumen. Es sind die Steuerzahler, die die Kitas finanzieren. Eben auch diese Eltern, die ihr Kind in die Kita geben, für diese sie neben ihren Steuern auch die Beiträge bezahlen.
    Wenn mir der Staat Steuern abknüpft um Kitas zu bauen und zu unterhalten, dann finanziere ich die sehr wohl mit mehr als nur den Beiträgen.

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Da konnten Eltern ohne Probleme verreisen, die Kinder ins Ferienlager.
    siehste, und ich habe die 28Tage Urlaub im Jahr genossen, wenn ich sie mit meinem Kind verbringen konnte. So setzt halt jeder seine Prioritäten. Die einen wollen verreisen, die Anderen wollen endlich mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen als nur am WE und nach Feierabend.


    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Diesen fast schon berühmten Satz von den Kindern deren Eltern von HartzIV leben und die angeblich nie gesehen haben wie ihre Eltern zur Arbeit gehen finde ich regelrecht skurril.
    Ist es besser wie jetzt? Wenn keiner mehr da ist?.
    zitier doch bitte wo das geschrieben wurde.

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Das nur der Mensch zählt der auf Arbeit ist?
    Wo steht das bitte? Zitiere doch mal bitte

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ich kann dir jetzt keine Fakten geben, aber trotz dieser Misstände die du erwähnst sind Menschen aus den Flüchtlingsländern einfach oft warmherziger und freundlicher.
    Das beste Beispiel habe ich nebenan.
    Die Kinder grüße nicht nur immer: die fragen wie es mir geht.
    Anfangs fühlte ich mich ein wenig verscheißert, muss ich zugeben....
    Fragen mich meine Nachbaren auch. Weiß nicht was daran nun verscheißern sein soll oder besonders erwähnenswert wenn es jemand tut.

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