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  1. #1

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    Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Wie schätzt ihr die Chancen auf eine Widerwahl von Frau Merkel ein? Denkt, ihr sie wird für eine vierte Legislaturperiode deutsche Bundeskanzlerin sein?

    Und wäre das gut für Deustchland? Ist sie den Herausforderungen gewachsen, die auf uns in Deutschland zukommen? Oder hat sie keine zukunftsfähigen Lösungen, ist sie angeschlagen und macht nur noch weiter wie bisher?

    Wie schätzt ihr das ein?

    Die recht eindeutige Kolumne von Jakob Augstein hat mich auf die Idee zu diesem Thema gebracht:

    Angela Merkel: Die falsche Kanzlerin - Kolumne - SPIEGEL ONLINE
    Wohin gehen wir? Immer nach Hause. Novalis

    Wer einem anderen das Lebensrecht nimmt, dem steht kein Asylrecht zu.

  2. #2
    Avatar von Amelie63
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    meiner Meinung nach ist sie Teil des Problems, wie soll sie dann Teil der Lösung werden.
    Sie hat großen Anteil daran, dass wir heute politisch keine Vielfalt mehr haben, sozusagen "alternativlos" sind.
    Auch wenn ich absolut kein Fan von der AfD bin, aber es wird nicht ganz von ungefähr kommen, dass die sich ausgerechnet ALTERNATIVE für Deutschland nennen.

    Für mich sind die keine Alternative. Ich bin im Moment ratloser denn je, was ich bei der nächsten Wahl machen soll. Merkel jedenfalls ist es für mich auch nicht.
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  3. #3
    Avatar von ilazumgeier
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    meiner Meinung nach ist sie Teil des Problems, wie soll sie dann Teil der Lösung werden.
    .
    Mein aktuelles Problem: meine tief sitzende und von Anbeginn bestehende Merkel-Kritik zu formulieren, ohne automatisiert den Rechtsaußen zugeordnet zu werden

  4. #4
    Avatar von Opelius
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Angela Merkel ist es gelungen, in ihrer eigenen Partei alle möglichen Kronprinzen in die Flucht zu schlagen. Sie hat keinen mehr. Ministerpräsidenten, die ihre Gegner waren, sind weg: Roland Koch, Christian Wulff , David McAllister. Andere sind zu alt geworden. Ich sehe keinen Nachfolger, sie müsste einen neuen schaffen.

    Horst Seehofer betreibt zwar die härteste Opposition gegen die Kanzlerin, aber er hat keine Chance ihr Nachfolger zu werden, er muss bis zu den bayrischen Landtagswahlen 2018 seine eigene Nachfolge regeln.

    Die SPD, das wird in einem anderen Strang diskutiert, hat keine Führungskraft, die Charisma genug hätte, um die Option Rot-rot- grün zu erfüllen.

    Viele glauben, dass die AfD eine Alternative wäre. Abgesehen von ihren Flügelkämpfen, hat die Partei die Chance bundesweit über 40 % zu erlangen? In Sachsen vielleicht.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. #5

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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Angela Merkel ist Teil des Problems. Allerdings gibt es kaum Alternativen. Oder kann sich jemand Gabriel als Kanzler vorstellen? Auch Schulz als Symbol der abgehobenen EU Bürokratie überzeugt mich nicht. Ich bin sehr ratlos, was das Wählen angeht.

    Möglicherweise macht Merkel einen Rechtsschwenk, um enttäuschte Konservative wieder einzufangen. Ob das allerdings nutzt? Sie hat Glück, dass die AfD noch so dilettantisch agiert, ansonsten wäre sie weg.

    @ ila Mittlerweile ist es mir wurscht, ob man mich als rechts einstuft. Von manchen Leuten betrachte ich das sogar als Zeichen, dass mir der Verstand nicht abhanden kam.

  6. #6
    Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen
    Die recht eindeutige Kolumne von Jakob Augstein hat mich auf die Idee zu diesem Thema gebracht:

    Angela Merkel: Die falsche Kanzlerin - Kolumne - SPIEGEL ONLINE
    Eindeutig gegen Merkel, aber sonst völlig substanzlos.
    "Jeder sieht, was du zu sein scheinst, wenige merken, wie du bist." Das ist die doppelte Buchführung der politischen Philosophie, wie Machiavelli sie empfohlen hat. Herfried Münkler hat in einem Interview mit dem Deutschlandradio gerade an ihn erinnert und gesagt, da der Pöbel immer dem Schein folge, bestehe die kluge Politik darin, sich den Schein nutzbar zu machen.

    Ich bin sicher kein Fan der Kanzlerin, aber dieses argumentativ magere Pauschal-Bashing, das auf billige Weise ihre Wähler gleich mitnimmt und zum "Pöbel" abstempelt, ist nur ein Seitenfüller.
    Jerôme, zieh zu uns!

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating


    Moderation in den Unterforen: Was bringt Ihre Energie zurück?, Gesellschaftliche Initiativen, Politik.

  7. #7
    Avatar von Letstalk
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Ich denke, wir werden uns am Wahlabend verdattert die Augen reiben und in den Elefantenrunden fragen sich geschockte Politiker, wie das alles bloß passieren konnte

  8. #8

    Registriert seit
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitges...aeue-ld.103846

    Der arme Augstein hat zur Zeit ein massives Problem, die Realität will einfach nicht mehr zur Überzeugung passen! Den oben verlinkten Text fand ich allerdings gar nicht soo schlecht. Allerdings ist es schon auffällig, wie geschmeidig er Worte wie Pöbel benutzt und das bei sinkender Auflage.

    Überzeugender und weniger theoretisch fand ich den verlinkten Text oben.

    Mein Hauptproblem mit Merkel ist mittlerweile, dass ich keine Ahnung habe, wofür sie eigenlich steht, ausser dem eigenen Machterhalt.
    Geändert von Lukulla (26.11.2016 um 18:35 Uhr) Grund: Link anklickbar gemacht

  9. #9
    Avatar von Amelie63
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Zitat Zitat von Letstalk Beitrag anzeigen
    Ich denke, wir werden uns am Wahlabend verdattert die Augen reiben und in den Elefantenrunden fragen sich geschockte Politiker, wie das alles bloß passieren konnte
    nach der Trumpwahl kursierte der Spruch:

    "heute noch schauen wir besorgt-hämisch in die USA, zumindest bis dann die Bundestagswahl 2017 unsere eigene Dummheit entlarvt."
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  10. #10
    Avatar von Letstalk
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    AW: Vierte Amtszeit von Angela Merkel -eine gute Aussicht für Deutschland?

    Jörg Baberowski hat in der Basler Zeitung einen sehr treffenden Kommentar zu dem ganzen Dilemma geschrieben.

    Aber wer hat in den Tagen nach der Wahl eigentlich bemerkt, dass der Erziehungsjournalismus und seine Politiker nur bestätigten, was die Wähler Trumps ihnen unterstellten? Zwar kann jeder wählen, was er will. Aber kann man auch sagen und schreiben, was man will? [.]

    Seit Jahren haben sich die linksliberalen Eliten in den USA und in Westeuropa in einer Kultur des politisch Korrekten eingerichtet, die sie nur noch sehen lassen, was sie einander als Wirklichkeit bestätigen. Sie erklären die Welt zu einem schönen Ort, aber sie haben vergessen, dass die meisten Menschen an diesem Ort überhaupt nicht leben und nicht sehen, was ihnen als Wirklichkeit präsentiert wird. [.]

    Das alles wäre nicht von Belang, wenn die Eliten ihr Informationsmonopol nicht bedenkenlos zur Manipulation der Öffentlichkeit einsetzten. Wer die Welt nicht so sehen mag, wie sie ausgestellt wird, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ein Mensch von vorgestern zu sein. Wer möchte seine Existenz schon aufs Spiel setzen, nur um sagen zu können, was man sagen will? Für die Herrschaft des politisch Korrekten aber bezahlen die Eliten einen hohen Preis. Erst macht man die Erfahrung, dass einem niemand widerspricht, und dann glaubt man, dass Schweigen als *Zustimmung zu den eigenen Überzeugungen verstanden werden müsse. Man erfährt nichts mehr über die Wirklichkeit. So war es bislang. Damit ist es nun vorbei. Denn die Bürger mögen sich dem Diktat nicht mehr unterwerfen. Sie machen sich bemerkbar, und sie wählen, wer nicht zu jenen gehört, die den Bürger erziehen wollen.

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