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  1. #1
    Moderation Avatar von Analuisa
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    Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Liebe Userinnen und User,

    Hier ist der neue Strang, in dem das Thema "Flucht" sowohl tagesaktuell, als auch in Bezug auf die Konsequenzen für die Betroffenen und die aufnehmenden Länder weiter diskutiert werden kann.

    Bitte beachtet beim Erstellen eurer Beiträge die AGB, die Netiquette sowie den in diesem Forum angepinnten Strang "Das Politikforum", in dem die wichtigsten speziell dieses Forum betreffenden Regeln erklärt werden.

    Leider ist es nicht mehr möglich, die Beiträge des alten Strangs per Zitierfunktion zu zitieren. Solltet ihr euch auf Beiträge im alten Strang beziehen wollen, könnt ihr, damit der Anschluss verständlich wird, die betreffende Passage, auf die ihr eingehen wollt, per Copy & Paste in den neuen Strang übertragen. Setzt das Zitat dann bitte in Quote-Zeichen und gebt die Beitragsnummer des Zitates an, damit andere User den Originaltext bei Interesse nachlesen können.

    Ich wünsche uns eine engagierte und faire Diskussion.
    Ich habe keine Kraft mehr, so nervös und besorgt zu sein wie im vergangenen Winter und Frühling, ich pfeif drauf und mache mir viel mehr Sorgen um Karins steigendes Fieber und die Tuberkulinprobe.
    Astrid Lindgren, 17.3.1941, aus: Tagebücher 1939-1945, S.106


    Moderation in der Religion und der Politik, bei den Alleinerziehenden und den Angehörigen, im 50+ und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  2. #2
    Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Liebe ganda,
    Ich finde es sehr gut, dass du dich raus gezogen hast, um für dich deine Situation und Gefühlslage zu klären.

    Nur so kann man ehrenamtlich in diesem Bereich tätig sein. Mitleiden verhindert vieles. Mitgefühl kann unterstützen und Frustration verschlimmert.
    Erfolg ist, das zu kriegen, was man will.
    Aber Glück ist, das zu schätzen, was man hat.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin

  3. #3
    VIP Avatar von Lukulla
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Ihr Lieben, es gibt neue Zahlen vom BAMF:


    im Jahr 2015 wurden 890.000 Menschen, als Schutzsuchende registriert, davon haben 820.000 einen Asylantrag gestellt. 50.000 sind zwar registriert, haben aber ihren Antrag nicht gestellt (man vermutet Weiterreise oder Rückreise) , 20.000 umF haben auch keinen Antrag gestellt.

    Im Jahr 2016 sind bis September 210.000 Menschen zu uns gekommen und registriert. SZ

    Es gibt eine neue Personalie:
    Jutta Cordt wird neue Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

    Der amtierende Doppelchef des Bamf und der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hatte angekündigt: "Ende des Jahres, wenn hier alles geordnet ist, werde ich das Bamf verlassen." Cordt wurde schon als Vize des Flüchtlingsamts gehandelt; jetzt weiß man, warum sie diesen Posten nicht bekam: weil sie gleich Chefin werden sollte. Hinter dieser Personalie dürfte nicht zuletzt Weise selbst stecken. Cordt, die seit zwei Jahren die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit leitet, galt in Sachen Bamf als seine "Kronprinzessin". Wie Weise ist Cordt Kontrollfreak. Ihre eher kühle Art zu führen, soll bei manchen Mitarbeitern in der Hauptstadt nicht gerade Freude ausgelöst haben.

    Derzeit stapeln sich in der Behörde gut eine halbe Million Asylanträge, die noch nicht entschieden sind. Cordt, die zum Jahreswechsel nach einer Phase des Einarbeitens die Leitung übernehmen soll, wird weiter aufs Tempo drücken müssen. Aber das ist sie ja gewohnt.
    SZ
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    Kari Bremnes

  4. #4
    VIP Avatar von Lukulla
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Weder de Maizière noch das Bamf äußerten sich am Freitag dazu, dass die Entscheidungen über die rund 570.000 unerledigten Asylverfahren (Stand Ende August) beim Bamf weiter nur schleppend vorankommen. ....
    Im Juni noch hatte Weise geäußert, Ende des Jahres sei „alles bearbeitet“. Erklärte Aufgabenstellung der Politik an ihn sei gewesen, dass „der Rückstand nicht ins Wahljahr getragen wird“. Das wird ihm nicht gelingen. Das Bundesamt werde bis zu 250.000 unerledigte Anträge mit in das Jahr 2017 nehmen, sagte Weise am Donnerstag.
    FAZ
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  5. #5
    VIP Avatar von Lukulla
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Es gibt eine Entwicklung in dem Projekt "Cash For Work":

    Bis zum Jahresende will das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den Ländern um Syrien 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die neuen Jobs sollen zum einen dazu beitragen, die Grundversorgung von Syrien-Flüchtlingen in den Nachbarländern sicherzustellen, ihnen zum anderen ein eigenes Grundeinkommen sichern ....

    Mit dem "Cash For Work" genannten Programm sollen diesen Menschen demnach "Bleibe-, Rückkehr- und Zukunftsperspektiven" gegeben werden.

    .... Mit dem Geld sollen die Flüchtlinge selbst ebenso wie Bewohner der Region beispielsweise dafür bezahlt werden, Straßen, Schulen und Wohnungen zu bauen oder auszubessern.

    Auch die Gehälter und Löhne von Lehrern und Betreuern sollen aus dem Programm "Cash For Work" finanziert werden. "Ihre Kinder können zur Schule gehen, sie können für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt verdienen oder sich eine eigene Bleibe bauen", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bis Ende September seien in der Türkei, im Libanon, in Irak und Jordanien bereits 34.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.
    Spiegel

    Das ist ja genau das. was viele von uns gefordert und als richtig erachtet haben. Der Etat beträgt 200 Millionen Euro.
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  6. #6
    Sommerwind2015
    gelöscht

    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    finde ich super

  7. #7

    Registriert seit
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Entwicklung in dem Projekt "Cash For Work":

    Bis zum Jahresende will das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den Ländern um Syrien 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die neuen Jobs sollen zum einen dazu beitragen, die Grundversorgung von Syrien-Flüchtlingen in den Nachbarländern sicherzustellen, ihnen zum anderen ein eigenes Grundeinkommen sichern ....
    Wieso ist die BRD dafür zuständig im arabischen Raum Arbeitsplätze zu schaffen ? Mit stinkend reichen Ölmonarchien direkt nebenan? Wie sieht es eigentlich mit deren Verpflichtung aus mal zu helfen? Hat D diese Ländereien mit Krieg überzogen und ist deshalb zum Wiederaufbau verpflichtet ? Ich wüsste nicht.
    Sorry für die Wortwahl, aber langsam kriege ich das Kotzen. Für arabische quagmires wo jeder jeden abschlachtet ist Geld da, aber nicht für die einheimische Alleinerziehende, Rentnerin, etc.
    Es ist wirklich kaum noch zu verstehen.
    Geändert von Analuisa (02.10.2016 um 16:47 Uhr) Grund: Farbe im Zitat repariert

  8. #8
    VIP Avatar von Lukulla
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Beruhige Dich.

    Alles, was Deutschland aktiv tut, um die Situation vor Ort zu verbessern, ist aktive Flüchtlings- Schutzsuchende- Asylbewerber Eindämmungspolitik. Das Geld ist dort in den Nachbarländern von Syrien 1000x besser aufgehoben als hier, wo man mühsam und mit viel mehr Kosten versucht, Menschen aus einem anderen Kulturbereich und einer völlig anderen Sprache zu integrieren.

    Vor Ort haben die Menschen die Möglichkeit, in einem kulturnahem Bereich zu wohnen und schnell wieder zurück zu gehen oder um Verwandte mal zu besuchen.

    Diese 200 Millionen sind doch "peanut" im Vergleich zu den Milliarden Kosten, die wir haben, um Asylbewerber und Schutzsuchende hier in Deutschland zu versorgen.

    Woher weisst Du, dass die reichen Ölländer sich nicht auch finanziell beteiligen?
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  9. #9
    Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von rita44 Beitrag anzeigen
    Wieso ist die BRD dafür zuständig im arabischen Raum Arbeitsplätze zu schaffen ?
    Naja, was heißt schon "zuständig". Wir leben in einer globalisierten Welt, Abschottung war früher einmal. Die direkten Nachbarländer zu stärken, bedeutet, dass vermutlich weniger Menschen sich gezwungen gehen, weiter nach Norden abzuwandern. Also profitiert Deutschland letztendlich davon.

    Mit dem Finger auf andere zeigen funktioniert in der Politik meist genauso wenig wie in menschlichen Beziehungen. Willst du, dass sich was ändert, tu' es selbst.
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    Astrid Lindgren, 17.3.1941, aus: Tagebücher 1939-1945, S.106


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    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  10. #10
    Inett
    gelöscht

    AW: Flucht und Migration: Herausforderung, Chancen, Risiken

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Entwicklung in dem Projekt "Cash For Work":



    Das ist ja genau das. was viele von uns gefordert und als richtig erachtet haben. Der Etat beträgt 200 Millionen Euro.
    Das ist doch endlich mal eine erfreuliche Nachricht. Und ich hoffe, dass sich dies bewähren wird und weiter ausgebaut. Insofern nicht nur zwei Daumen hoch von meiner Seite aus, sondern die Zehen noch direkt dazu.

    200 Mio. sind da gut angelegt. Das hätte man mit den 3 Milliarden für die Türkei auch machen sollen…


    Zitat Zitat von rita44 Beitrag anzeigen
    Wieso ist die BRD dafür zuständig im arabischen Raum Arbeitsplätze zu schaffen ? Mit stinkend reichen Ölmonarchien direkt nebenan? Wie sieht es eigentlich mit deren Verpflichtung aus mal zu helfen? Hat D diese Ländereien mit Krieg überzogen und ist deshalb zum Wiederaufbau verpflichtet ?
    Hm… nach dieser Logik müsste in erster Linie die USA zahlen bis die Schwarte kracht. Die jedoch legen die Region in Schutt und Asche und loben am Ende Deutschland für seine Willkommenspolitik…

    Für arabische quagmires wo jeder jeden abschlachtet ist Geld da, aber nicht für die einheimische Alleinerziehende, Rentnerin, etc.
    Es ist wirklich kaum noch zu verstehen.
    Es ist ungleich günstiger, Menschen in der Nähe ihrer Heimat zu unterstützen. Ich hoffe durch diese Maßnahme auch, dass viele wieder zurückgehen werden. Allemal besser, als sie hier unterzubringen, hier durchzufüttern, die sitzen in Ermangelung diverser Kenntnisse für das Berufsleben bei uns sinn- und tatenlos herum und kommen auf dumme Ideen – das tat noch nie irgendeinem Menschen gut, das führt früher oder später zu Frust, welcher in Gewalt gipfeln kann.

    Ich wünsche mir jedoch, dass der Staat nun auch endlich mehr Geld für die hiesigen Armen in die Hände nimmt.

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