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  1. #1
    Avatar von schluppi
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    Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Ist schon interessant zu lesen, was uns (mir) später bevorsteht, wenn Heute ein Pflegeplatz 2.900,-€ kostet...

    Habe ich gefunden: 2020 - über 3 Millionen...

    Im Klartext, zahle ich Heute meine Beiträge dafür, das ich im Alter ins Ausland abgeschoben werden soll???
    Komische Politik, komischer Sozialstaat...

    Der werden hausgemachte politische Entwicklungen wieder und wieder auf den "schwachen" Otto-Normal-Verbraucher abgewälzt.
    Der Pflegebereich wurde durch Politiker ins Leben gerufen. Das war auch gut so.
    Aaaaaber wenn ich überlege, das 2.900,-€ mit Sicherheit nur ein durchschnittlicher Pflegeplatz kostet, dann würde mich ,mal interessieren, wie sich diese Kosten zusammen setzen.

    Vollverpflegung (kenne ich aus meiner Schulzeit noch... - zumindest hatte ich dieses Gefühl, wenn ich meine Oma im Heim besuchte.)
    Übernachtung - hierbei sehe ich aber keine 2-, oder 3-Raumwohnung. Es sind lediglich ZIMMER, eventuell ein Balkon dran. Gut, es kommt die Gemeinschaftsnutzung des Essraumes hinzu, welcher meist zugleich ein Raum für geselliges Zusammensein darstellt.

    Betreuung erfolgt, was ich so mit bekam, mit einer abgespeckten Personaldecke.
    Nichts gegen das Personal, sofern welches da war.
    Aber das Verhältnis Personal zu Pflegepersonen, steht es wirklich in einem Verhältnis?
    Und wenn ja, nur zu Gunsten des Inhabers, der Pflegeeinrichtung?
    Denn das Einkommen eines Angestellten ist nicht unbedingt anhebend.

    Ich kann mich des schweren Verdachtes der Profitgier nicht erwehren.
    ...liege ich da falsch?

    Daraus entsteht meine Frage, warum gehen die Politiker nicht gegen die Profitgier vor?
    Warum werden jetzt die "Alten" ins Ausland "abgeschoben"?
    Vor allem sind die Begründungen ja fast schon "göttlich"...
    Dann können die Kinder eben Mal einen etwas kostengünstigeren Strandurlaub in Thailand machen.
    Hääää????
    Wie oft im Jahr?
    Ich hatte meine Oma 2, oder 3 Mal besuchen können. Und da brauchte ich lediglich nur 2,5 h mit dem Auto fahren.

    LG Schluppi

    Ich bin ein 1 Mio-teiliges Puzzle !!!

    Schaut auf das Gesamtbild.

    ...haltet euch nicht an einzelnen "unschönen" Teilen auf.
    Diese gehören dazu.


    Folge deinem Gefühl,
    auch wenn der Weg steinig scheinen mag.



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  2. #2
    Avatar von Nocturna
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von schluppi Beitrag anzeigen
    Aaaaaber wenn ich überlege, das 2.900,-€ mit Sicherheit nur ein durchschnittlicher Pflegeplatz kostet, dann würde mich ,mal interessieren, wie sich diese Kosten zusammen setzen.
    Google einfach mal nach Pflegeheimkosten Zusammensetzung und dann bekommst du genug Beispiele. Meine Suche hat ergeben, dass sich ein Heimaufenthalt aus
    a) Pflegesatz der Pflegestufen 1, 2 oder 3
    b) Unterkunft und Verpflegung
    c) Investitionskosten
    zusammensetzt.

    Letztlich ist es mit der Pflege nicht anders als mit der Rente. Das, was wir vom Lohn abgezogen bekommen reicht im Alter hinten und vorne nicht. Es ist zwingend nötig zusätzlich Geld fürs Alter zurückzulegen.

    Das Thema ist lästig. Geld zurücklegen, sich einschränken und der Gedanke an die eigene Pflegebedürftigkeit im Alter. Kein Wunder, dass das viele verdrängen.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  3. #3
    Avatar von _Pittiplatsch_
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    nocturna,
    ich kenne viele leute, die keinen cent übrig haben um für die rente was zusätzlich zurückzulegen. die sind froh, wenn sie am ende des monats eine schwarze null haben.
    Alles wird gut

    Sexy nerd by nature


  4. #4
    Avatar von schluppi
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Letztlich ist es mit der Pflege nicht anders als mit der Rente. Das, was wir vom Lohn abgezogen bekommen reicht im Alter hinten und vorne nicht. Es ist zwingend nötig zusätzlich Geld fürs Alter zurückzulegen.
    Hallo Nocturna,
    Geld zurück legen, okay.
    Unsere Politiker verstreuen dabei jedoch reichlich Unsicherheiten.
    Wann, wo und wieviel angespartes Geld, alleine bei der Rente mit heran gezogen werden soll, oder könnte.
    Da verliert man leicht den Überblick, was "richtig" ist, oder nicht.

    Das Thema ist lästig. Geld zurücklegen, sich einschränken und der Gedanke an die eigene Pflegebedürftigkeit im Alter. Kein Wunder, dass das viele verdrängen.
    Vor 20 Jahren habe ich aus meinem inneren Bewußtsein dazu entschieden, Geld für mein Alter zu sparen.
    Jedoch aus der Distanz betrachtet, passiert in 20 Jahren eine ganze Menge, an Sinn und Unsinn, wenn es um soziale, gesetzliche (Neu-)regelungen geht.

    Und wenn ich dann solche Berichte lese, dann habe ich manchmal ein kleines Wut-Gefühl im Bauch.

    Ja pitti,
    die Anzahl der Menschen, welche immer weniger Geld zum sparen haben, ist aus meinem Empfinden um einiges angewachsen.
    Belegen kann ich die Zahl nicht. Selbst den Statistiken der Regierung traue ich dabei nicht.
    Denn Arbeitslos-Zahlen werden regelmäßig, schön gerechnet.
    Insofern geschieht dies, in allen Bereichen, die für unsere Politikern ein Problem darstellen.
    ...zumindest nach der Wahl.

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  5. #5
    Avatar von Nocturna
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von _Pittiplatsch_ Beitrag anzeigen
    nocturna,
    ich kenne viele leute, die keinen cent übrig haben um für die rente was zusätzlich zurückzulegen. die sind froh, wenn sie am ende des monats eine schwarze null haben.
    Tja, da weiß ich leider auch keinen Rat.

    Man kann diesen Menschen nur wünschen bei bester Gesundheit zu bleiben, damit sie so lange wie möglich im Erwerbsleben bleiben können, bzw in der Lage sind sich auch als Rentner etwas dazuzuverdienen. Leider ist es oftmals so, dass die weniger gut bezahlten Jobs auch diejenigen sind, die auf die Knochen gehen und einen späteren Zuverdienst unmöglich machen.
    Zitat Zitat von schluppi Beitrag anzeigen
    Geld zurück legen, okay.
    Unsere Politiker verstreuen dabei jedoch reichlich Unsicherheiten.
    Wann, wo und wieviel angespartes Geld, alleine bei der Rente mit heran gezogen werden soll, oder könnte.
    Da verliert man leicht den Überblick, was "richtig" ist, oder nicht.
    Damit hast du definitiv Recht. Die wenigsten, mich eingeschlossen, wissen genau, wie Riester, Renten- und sonstige Betriebsrenten im Alter steuerlich behandelt werden. Teilweise sind ja sogar Krankenversicherungskosten für private Rentenversicherungen fällig. Ich bin selber immer ganz erstaunt, was es alles zu berücksichtigen gibt.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  6. #6
    Avatar von Letstalk
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Hallo Schluppi,

    das sprichst Du ein spannendes Thema an. Meine Mutter ist auch in einem Pflegeheim untergebracht. Es ist eher eines der unteren Preisklasse und sie wohnt in einem Zweibettzimmer von ca 15 qm. Da ist nur Platz für zwei Pflegebetten, einem kleinen Tischchen und einem Sessel, das ist alles. Zwei eingebaute Wandschränke sind noch drin, wo man alle Klamotten unterbringen muss.

    Das kostet
    - für die Pflege 1900,-
    - Verpflegung 240,-
    - Unterkunft 445,-
    - "Investitionskosten" 220,-

    Die Preise sind echt der Hammer. Auf meine Frage, was sich denn hinter der Investionskosten verbergen würde, teilte man mir mit, das seien Rücklagen für den Fall, dass mal beispielsweise eine Schranktür kaputt gehen würde. Hallo? In dem Fall könnten die jährlich ZWEI neue Schränke kaufen, bei dem Billigmobiliar, was die da haben. Meiner Meinung nach ist das Geld, das man dem Träger bezahlt, damit er neue Heime errichten kann und noch mehr Geld scheffeln kann.

    Meiner Meinung nach müssten solche Heime durch Kommunen und Länder getragen werden und nicht prfitorientiert geführt werden. Die Pflege kostet 2.200 € pro Monat und dabei kommen auf 20 Insassen gerade mal 2 Pfleger/innen. Bei den Pflegekräften selbst kommt von dem Geld auch nicht viel an. Ich finde das skandalös, was da abgeht.

  7. #7
    Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Letztlich ist es mit der Pflege nicht anders als mit der Rente. Das, was wir vom Lohn abgezogen bekommen reicht im Alter hinten und vorne nicht. Es ist zwingend nötig zusätzlich Geld fürs Alter zurückzulegen.
    Das ist aber erst die letzten zehn Jahre so richtig und großflächig Thema und ins Bewusstsein gerückt.

    Das durchschnittle (Pflege-)Heimeintrittsalter liegt bei über 80. Die Menschen, die es gerade betrifft, waren also zu einer Zeit im Erwerbs- oder Hausfrauenleben, als "die Rente noch sicher" war. Niemand konnte damals wirklich vorhersehen, dass die Euro-Krise kommt und dass es so drastisch weniger Einzahler in die Sozialsysteme geben wird, wie sich heute abzeichnet.

    Das Thema ist lästig. Geld zurücklegen, sich einschränken und der Gedanke an die eigene Pflegebedürftigkeit im Alter. Kein Wunder, dass das viele verdrängen.
    Inzwischen machen sich sogar ganz junge Leute schon viele Gedanken darum. Nur haben auch ganz viele keinen müden Cent, um ihn für Altervorsorge auf die Seite zu legen.
    Wenn einem die Worte ausgehen, warum wirft man sich dann nicht einfach in Schale und geht mit? Piet Klocke


    Moderation in den Unterforen "Energie" und "Gesellschaftliche Initiativen", sonst Userin.^^
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  8. #8
    Avatar von Nocturna
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von Letstalk Beitrag anzeigen
    Die Preise sind echt der Hammer. Auf meine Frage, was sich denn hinter der Investionskosten verbergen würde, teilte man mir mit, das seien Rücklagen für den Fall, dass mal beispielsweise eine Schranktür kaputt gehen würde.
    Na super, das war ja mal wieder eine qualifizierte Auskunft eures Heimes. Die korrekte Antwort lautet: Herstellung, Beschaffung, Wiederbeschaffung und Instandhaltung/-setzung von betriebsnotwendigen Gebäuden und sonstigen abschreibungsfähigen Anlagegütern, Miete und Pacht von Anlagegütern. Das macht dann schon deutlicher, warum die monatlichen Kosten jenseits von 20 Türen liegen.
    Zitat Zitat von Letstalk Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach müssten solche Heime durch Kommunen und Länder getragen werden und nicht prfitorientiert geführt werden.
    Die Kommunen und Länder sind doch schon überschuldet, zumindest die meisten. Was wollen wir noch alles draufpacken? Zudem darf man nicht vergessen, dass Kommunalverbande, Pflegekassen und örtliche Sozialhilfeträger sowieso schon bei den Heimen mitreden. Gänzlich allein in seiner Entscheidung ist kein Pflegeheim.

    Lange zu leben ist tatsächlich ein Risiko, für das sich jeder Einzelne absichern muss. Immerhin muss kein Pflegebedürftiger unter der Brücke schlafen. Entweder geht das eigene Vermögen drauf, das der Kinder oder es zahlt der Staat. Dann schon lieber in dieser Reihenfolge, bevor wir als Gemeinschaft/Kommune für alle zahlen müssen, die keine Lust haben privat vorzusorgen.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  9. #9
    Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von Letstalk Beitrag anzeigen
    Die Pflege kostet 2.200 € pro Monat und dabei kommen auf 20 Insassen gerade mal 2 Pfleger/innen. Bei den Pflegekräften selbst kommt von dem Geld auch nicht viel an. Ich finde das skandalös, was da abgeht.
    Da verstehe ich aber auch die Älteren nicht. Die ganz Alten vielleicht noch, die mit einem anderen Klima und einer anderen Versorgungsbereitschaft gerechnet haben, als sie heute üblich ist.

    Die Älteren aber müssen sich praktisch heute schon in den Fünfzigern Gedanken machen, wie es später mal aussehen soll, wenn das Budget begrenzt ist. Es fehlt noch an Modellen. 20 Leute können sich privat organisieren, Miete und Lebenkosten bezahlen. Der Rest geht in einen Topf. Bei der von dir genannten Summe, bei 2.900 ja noch mehr, könnte man mit dem Restgeld selbst Pflegekräfte anstellen. Warum sich so abhängig machen?
    Ein paar Projekte dazu gibt es; zu wenige bisher.
    Wenn einem die Worte ausgehen, warum wirft man sich dann nicht einfach in Schale und geht mit? Piet Klocke


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  10. #10
    Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Pflege zu teuer - Rentner auf den Müll?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    keine Lust haben privat vorzusorgen.
    Denen kannst du eh nicht helfen, und sie werden nehmen müssen, was übrig ist.

    Es gibt aber so viele, die nichts dafür können, dass es zu einer anständigen Vorsorge nicht reicht. Staatlicherseits wurde ja auch alles dafür getan, dass sie wenig verdienen: 400-Euro-Jobs, die für ältere Arbeitnehmer die Regel, nicht die Ausnahme sind, die ständige Drückerei vor Mindestlöhnen (die arme Wirtschaft, und Hilfe, die Arbeitsplätze!), die mangelnde Beteiligung der AN an den Gewinnen der AG...
    Wenn einem die Worte ausgehen, warum wirft man sich dann nicht einfach in Schale und geht mit? Piet Klocke


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