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  1. #1
    gesperrt Avatar von Streuner
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    Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung



    Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung


    Was gesagt werden muss

    Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muß,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
    das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
    durch keine der üblichen Ausreden
    zu tilgen wäre.
    Kennt Ihr den:
    Schreibt ein Israeli einem Iraner einen Brief, wo drin steht, "wir lieben Euch!".
    Moment mal! Das ist kein Witz, das passierte tatsächlich: Das israelische Volk schreibt dem iranischen Volk Liebesgrüße aus Tel Aviv (Zeit online).
    Und was macht das iranische Volk: Es erwidert diese Liebesgrüße - mit Freudentränen in den Augen, die wiederum mit Freudentränen vom israelischen Volk erwidert werden...


    Ihr Politiker dieser Welt! Hört auf Eure Völker, die Ihr vor gebt zu repräsentieren!
    Ihr habt es uns gelobt, "Ihr wolltet uns dienen."
    Nun tut Eure Pflicht! Sorgt für den Frieden, den die Völker schließen wollen.


    Hier in Deutschland und fast überall auf der Welt leben Christen, Muslime, Juden, Menschen aller Religionen und sonstigen Weltanschauungen weitestgehend friedlich zusammen.


    Warum braucht eine Religionsgemeinschaft ein eigenes Land?
    Muss es wirklich ein Land geben, in dem nur Juden leben und/oder ein Land, wo nur Muslime leben? Wie man an den Liebesbekundungen der Völker Israels und des Iran sieht, ist sich 'das Volk' (das aus Juden UND Muslimen besteht) einig: Sie wollen in Frieden MITEINANDER leben.


    So hört doch endlich die Stimme Eures Volkes, Israel-Palästina-Iran, und vereint Euch.
    Und ein Jahrtausende alter Streit findet endlich sein Ende.


    Liebe Grüße
    an alle Muslime, Christen, Juden, Andersgläubigen und Nichtgläubigen

    Liebesgrüße aus Tel Aviv

    Liebesnachricht eines Israeli an die Iraner:

    "Ich habe keine Angst vor euch, ich hasse euch nicht. Ich kenne euch ja nicht mal. (...) Ich habe noch nie einen Iraner getroffen... nur einmal, in einem Museum in Paris. Netter Typ. Manchmal sehe ich hier im Fernsehen einen Mann aus dem Iran. Er redet über Krieg. Ich bin mir sicher, er repräsentiert nicht alle Iraner. Wenn ihr jemanden im Fernsehen seht, der darüber redet, euch zu bombardieren... seid euch sicher, er repräsentiert nicht uns alle. (...) wir wollen euch nichts Böses. Wir wollen euch treffen, Kaffee mit euch trinken und mit euch über Sport reden."


    Quelle: Zeit online
    Offenbar antworten jetzt die Iraner. Es sind Bilder aufgetaucht mit dem Gruß: »Israeli People, we love you too«, wir lieben euch auch.
    Gerade erst hat sich Ahmadinedschad in einem Interview mit dem ZDF unerbittlich gezeigt. Vielleicht brauchen er und Netanjahu genau das: einen Shitstorm voller Liebe.
    Geändert von Streuner (05.04.2012 um 04:19 Uhr)

  2. #2
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Warum Netanjahu den Iran-Krieg nicht will

    Es sieht fast so aus, als würden sich hier zwei Länder gegenseitig beschuldigen, Krieg gegen das jeweils eigene Land führen zu wollen.
    Was die beiden Länder aber verbindet: Beide irren sich. Beide misstrauen aber einander.


    Wie kann dieses Misstrauen, das eine Katastrophe auslösen könnte, aus der Welt geschafft werden?
    Wie kann dieses fehlende Vertrauen hergestellt werden?

  3. #3
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Irans Präsident Mahmud Ahmedinedschad im Interview mit Claus Kleber

    Auf die Frage Claus Klebers an Mahmud Ahmedinedschad, warum der iranische Präsident nicht alle Türen seiner Atomanlagen aufmachen und inspizieren lassen will, antwortete Ahmedinedschad mit der Gegenfrage, ob denn Israel im Gegenzug das selbe tun würde.

    Diese Frage sollte man an Netanjahu weiterleiten, ob er dazu bereit wäre.

  4. #4
    gesperrt Avatar von Streuner
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Wie Mahmud Ahmedinedschad in dem "Interview mit Claus Kleber" im ZDF sagte, muss man die Wurzel des Problems ergründen.


    Warum denken die Juden, das sei ihr Land? Warum denken die Muslime, das sei ihr Land? Warum glaubt Israel, der Iran wolle Israel angreifen? Warum will Israel den Iran angreifen? Warum sagte Ahmedinedschad, Israel solle ausgelöscht werden? Warum kämpfen irgendwo auf der Welt Muslime (wenn auch nicht alle) gegen Andersgläubige? Warum kämpften (und kämpfen teilweise immer noch) Christen gegen Muslime (G.W. Bush gegen Afghanistan)? Fragen, Fragen, Fragen.


    Die Wurzeln dieser Probleme gründen viel tiefer.
    Sie gründen unter anderem in den verschiedenen Glaubensrichtungen; in der Bibel, im Koran; in der Tora. Dabei weiß jedes Kind, wenn von drei verschiedene Religionen jede etwas anderes behauptet, und alle drei Behauptungen einander widersprechen, dass dann maximal EINE Behauptung richtig sein kann. Möglich ist aber auch, dass sich alle drei irren. Oder aber auch, dass jeder von den Dreien ZUM TEIL Recht hat. Dadurch, dass man sich gegenseitig bekriegt, löst man diese Meinungsverschiedenheiten mit Sicherheit nicht.
    Da hilft nur eins: Der friedliche Dialog.


    Und dann sind da auch noch die, die sich aus keiner Religion etwas machen und an keinen Gott glauben, die aber an jedem Krieg viel Geld verdienen - die Waffenhändler. Die bewusst die verschiedenen Religionen missbrauchen um deren Angehörige aufeinander zu hetzen, um dadurch Absatzmärkte für ihre Waffen zu schaffen.


    Sagt es allen weiter:
    Wir wollen keinen Krieg! Wir wollen auch keinen Glaubenskrieg!

  5. #5
    Avatar von Karla48
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Ich denke, dass jegliche Kriege nur vordergründig mit dem "Glauben" zu tun haben. Es geht um Territorium und Macht. Schon immer. Es gab neulich eine interessante Dokumentation zu den Tempelrittern...reine Kriegstruppe.

    Frieden wird es nicht geben können, weil der Mensch nunmal gierig und machtgierig ist. Dass dabei die komplette Region/Welt in die Luft fliegen kann, ist diesen Leuten egal. Sie sehen allein ihr eigenes Wohl im Vordergrund. Dass das eigene Land auch stirbt... das kann man vielleicht religiös verbrämen und sich schönreden. Praktisch!
    Achtung! Affe beißt und wirft mit Schmutz!
    ( Schild im Zoo)

  6. #6
    Avatar von Opelius
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Warum braucht eine Religionsgemeinschaft ein eigenes Land?
    Muss es wirklich ein Land geben, in dem nur Juden leben und/oder ein Land, wo nur Muslime leben? Wie man an den Liebesbekundungen der Völker Israels und des Iran sieht, ist sich 'das Volk' (das aus Juden UND Muslimen besteht) einig: Sie wollen in Frieden MITEINANDER leben.
    Nein, natürlich nicht. Aber es wäre nie zur Gründung eines israelischen Staates gekommen, wenn nicht ein gebildetes europäischen Volk die Ausmerzung aller Juden sich auf die Fahnen geschrieben hätte und es fast vollkommen in seinem Einflussgebiet geschafft hätte.
    Und in diesem seit über sechzig Jahren bestehenden Staat leben keineswegs nur Juden, sondern mindestens eine Million Muslime und ein paar hunderttausend Christen aller Kategorien und Anhänger der Bahai und Drusen. Und bis auf die Zahl der ultraorthodoxen Juden, die in dem Land inzwischen ein erhebliches Problem darstellen, weil sie den Staat Israel ablehnen, aber von ihm profitieren, sind die meisten Juden moderat bis unreligiös. Und in der Verfassung ist Religionsfreiheit im Gegensatz zu den umliegenden Ländern garantiert. Die Besonderheit des Judentums ist nicht ihre Religion, sondern ihr Abstammunggesetz: Wer von einer Jüdin geboren wurde, ist Jude.
    Die Nazis sahen es ähnlich in ihrem Rassengesetz. Wer auch nur ein Achteljude ist (und egal welchem Glauben er anhängt oder gar areligiös ist) war für sie vernichtenswertes Leben.

    Günter Grass glaubt, dass es an der Zeit wäre, dass Deutsche offen Kritik an Israel üben sollten. Damit ist er in der Tradition der 68er. Ein bißchen spät für mein Gefühl.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (05.04.2012 um 10:39 Uhr)

  7. #7
    Avatar von Halbmast...
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Empörend
    dass niemand
    nein wirklich keine Sau
    die Lyrik
    wiederholen wir es
    die Lyrik
    das ephemere Land
    die Unschuld schlechthin
    die Dulderin bis zum Gehtnichtmehr
    das unbewehrte Zartgeschöpf
    das Methadon aus Wort und Schwall
    unsere liebe Lyrik also
    vor den vorhersehbaren Verbrechen

    des SS-Günter
    aka Weltfrieden-Günter
    schützt.
    Niemand.
    Keine Sau
    sagt
    Halt ein, SS-Günter!
    Lass ab vom Gedicht,
    du Weltfrieden-Günter!
    Du verhinderte Atommacht, du.
    Lass unsere Lyrik in Frieden!

    Gerade wir als Deutsche
    Beziehungsweise
    gerade uns als Deutsche
    trifft
    Schuld und Mitschuld
    wenn wir schwögen darob
    Beziehungsweise schweigten fürderhinnen.

    Schuld wg. Schweigen
    und
    Mitschuld am Günter.

    Wir alle sind
    schuld
    am Günter.

    Nie
    hätte
    es
    zu
    einem
    Günter
    kommen
    dürfen.

    Geht in Sack und Asche allesamt.
    Gerade wir als Mitmenschen.

    Oder so ähnlich.

    ...praeter gallum, qui cantat.

  8. #8
    Avatar von Michael_Collins
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    ......

    Günter Grass glaubt, dass es an der Zeit wäre, dass Deutsche offen Kritik an Israel üben sollten. Damit ist er in der Tradition der 68er. Ein bißchen spät für mein Gefühl.
    Es sollte eigentlich niemanden interessieren was alte SS-Männer absondern.
    Es gibt in Deutschland zweierlei Menschen.
    Zum einen diejenigen die ständig in Sorgen sind über Gott und die Welt.
    Und zum zweiten Rheinländer.


    Fan von Fortuna Düsseldorf F95 ( Jetzt erst Recht!!) und Mercedes-AMG F1 GP

  9. #9
    Avatar von Karla48
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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Ein schöner Traum!!! Leider interessiert es unheimlich viele!!!
    Achtung! Affe beißt und wirft mit Schmutz!
    ( Schild im Zoo)

  10. #10

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    AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Es sollte eigentlich niemanden interessieren was alte SS-Männer absondern.
    Da hast Du recht.

    Aber der "Weltfrieden" geht uns alle an.
    Ich finde die von Streuner verlinkten

    Liebesgrüße aus Tel Aviv

    eine tolle Idee dieses Israelis.

    Wer will den einen Krieg? Kaum ein Universitätsprofessor noch ein Straßenkehrer. Weder eine Mutter mit Kindern noch junge Menschen, die das Leben entdecken.

    Es sollte endlich die Macht der Kriegstreiber gebrochen werden. Natürlich haben diese eine ungeheure Macht indem sie Propaganda und Volksverdummung betreiben.
    Viele von uns Deutschen haben damals tatsächlich geglaubt, wir führen in Afghanistan keinen Krieg sondern helfen, das Mädchen in Schulen dürfen und dazu benötigt man Bomben und Panzer.

    Die Verhältnisse in Nahost sind viel zu kompliziert, als dass ich mir eine Meinung erlauben würde. Ich weiß nur eines, Krieg war noch nie eine Lösung.

    Und es ist mir ziemlich egal, wer für den Frieden einsteht. Ich glaubte einmal, dass ich dafür nur das die Grünen wählen müßte. War ein Irrtum. Vielleicht ist unsere derzeitige Bundeskanzlerin der größerte Garant für Frieden.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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