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  1. #1
    Administrator Avatar von Bfriends-Team
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    Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Liebe Userinnen,

    Kriege sind weit weg. Für die meisten Deutschen. Doch wie geht es einer Familie, wenn der Mann in ein gefährliches Kampfgebiet wie Afghanistan ziehen muss? BRIGITTE-Autorin Madlen Ottenschläger hat Frau und Kinder besucht.

    Uns interessiert Ihre Meinung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Eine interessante Diskussion wünscht
    Ihre BRIGITTE.de-Redaktion
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  2. #2
    Moderation Avatar von PeggySue
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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Deutsche Soldaten sollen weder in Afghanistan noch sonstwo kämpfen.
    Allerdings braucht sich ein Berufssoldat nicht beschweren, wenn er in ein Kriegsgebiet geschickt wird.
    Ich sage da nur: Augen auf bei der Berufswahl!
    Gruß, PeggySue!
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!

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  3. #3
    djgm01
    gelöscht

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Die Frage ist ziemlich unsinnig:

    Sie tun es bereits!

  4. #4
    Moderator Avatar von Wolfgang60
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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    Deutsche Soldaten sollen weder in Afghanistan noch sonstwo kämpfen.
    Allerdings braucht sich ein Berufssoldat nicht beschweren, wenn er in ein Kriegsgebiet geschickt wird.
    Ich sage da nur: Augen auf bei der Berufswahl!
    Sehe ich ähnlich. Wenn man Soldat als Beruf wählt, wählt man auch Kroatien, Kosovo, Afghanistan usw.
    Berufssoldaten und ihre Familien bekommen ein gutes Einkommen für einen möglichen Einsatz (ähnlich wie Feuerwehrleute-wenns brennt, muss man eben ran).
    Was meiner Meinung nach nicht geht: Jahrelang Lohn kassieren, und wenns losgeht, kneifen. Wäre ja absurd.

    Was jedoch zu diskutieren wäre. War die politische Entscheidung, nach Afghanistan zu gehen, richtig.
    Ich glaube nicht. Wenn wir drauf brennen, den Terrorismus zu bekämpfen (offizielle Version), dann können wir gleich noch in 10 weitere Länder einmarschieren.

    Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

  5. #5

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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Ich bin dafür, dass sich Deutschland aus dem Krieg zurückzieht und teile die Meinung von Ströbele

    Afghanistankrieg beenden! Willkommen
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  6. #6
    Moderation Avatar von PeggySue
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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Hat jemand den Film "Willkommen zu Hause" gesehen? Er lief am Montag, ich habe ihn mir heute angeschaut und war sehr beeindruckt.
    Gruß, PeggySue!
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!

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  7. #7
    ajbece
    gelöscht

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Ja,der Film hat mich auch zutiefst berührt.

  8. #8
    gesperrt
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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Mittwoch, 19. August 2009

    Interview mit Peter Scholl-Latour
    "Da wird ein Zirkus aufgeführt"
    Mit Spannung wird die Wahl in Afghanistan erwartet. Der amtierende Präsident Hamid Karsai gilt als klarer Favorit - eine andere Frage bleibt, ob er auch der richtige Mann ist, um das Land voranzubringen. n-tv.de sprach mit dem 85-jährigen Publizisten und Journalisten Peter Scholl-Latour über das Staatsoberhaupt, den Einfluss der Taliban auf die Wahl und die Bedeutung Afghanistans für den Westen.

    n-tv.de: In Afghanistan stehen die Präsidentschaftswahlen an. Präsident Hamid Karsai ist der Favorit. Ist er der richtige Mann für Afghanistan?

    Scholl-Latour: Natürlich nicht. Die Wahl ist ja auch genauso dubios wie die von Ahmadinedschad in Teheran – ein Glanzstück ist das nicht. Aber er wird wahrscheinlich gewählt werden. Ich weiß nicht, vielleicht hat er den Bescheid schon vorliegen, wohl noch nicht.

    Warum ist die Wahl so dubios wie im Iran?

    Esel als Wahlhelfer: Vor dem Urnengang transportieren die Tiere Wahlutensiilien in schwer zugängliche Gebiete des Landes.

    Ich würde sogar sagen, dass die Wahl von Ahmadinedschad noch glaubwürdiger ist. In Afghanistan bestimmen doch die Warlords, wie gewählt wird. Sie haben ja auch die schönen Bilder gesehen von den Eseln, die die Wahlurnen transportieren – was meinen Sie, was mit den Urnen alles gemacht wird, bis sie angekommen sind? Das ist doch eine Farce. Ich habe selber eine Wahl erlebt in Afghanistan: Das ist ein Zirkus, der da aufgeführt wird, mehr ist das nicht. Und es ist eine Täuschung der Öffentlichkeit, auch eine Täuschung der deutschen Öffentlichkeit. Es wird vorgeführt, dass dort irgendeine Form von Demokratie herrsche. Die Karten sind doch alle vorher verteilt. Man weiß, wer gewählt wird und wer nicht - von einer Meinungsäußerung kann da keine Rede sein. Es steht von vornherein fest, dass Herr Karsai bleibt.

    Welche Bilanz lässt sich nach acht Jahren Karsai ziehen?

    Es ist katastrophal. Stellen Sie sich vor: Acht Jahre - das ist doppelt so viel wie der erste Weltkrieg. So lange dauert diese Geschichte schon. Und das dumme Gerede, es seien so viele Schulen gebaut worden und es ginge den Leuten so viel besser - das stimmt ja alles nicht. Die Lage hat sich dramatisch verschlechtert! Im Jahr 2001 nach der Blitzoffensive der Amerikaner konnte man ja im Land ziemlich frei und ungestört herumreisen; davon kann heutzutage nicht mehr die Rede sein.

    Es ist auch eine Ungeheuerlichkeit, dass unter dem Schutz der NATO Afghanistan mit 90 Prozent der größte Opium- und Heroinproduzent der Welt geworden ist – und es weiterhin bleibt. Das ist doch die Ungeheuerlichkeit an der ganzen Geschichte. Während unter den Taliban die Opiumproduktion außerordentlich reduziert war; die haben nur so viel Opium angebaut, wie sie zum Ankauf von ein paar Waffen gebraucht haben.

    Sie sagen, die Warlords stehen hinter Karsai und bestimmen die Wahl. Wie sieht es mit der afghanischen Bevölkerung aus, steht sie hinter dem Präsidenten?

    Hamid Karsai - ein Präsident, den keiner kennt?

    Die meisten Leute kennen ihn wahrscheinlich gar nicht, weil er kaum mehr Kabul verlässt. Und ich glaube nicht, dass er eine sehr bekannte Persönlichkeit ist. Die Leute kennen vor allem ihren jeweiligen Stammesführer und die Leute, die dieser ausgewählt hat.

    In den Medien wird immer wieder behauptet, die Wahl könne als Bestätigung oder Ablehnung der bisherigen Afghanistan-Strategie der USA – oder des Westens insgesamt – gesehen werden kann. Stimmen Sie zu?

    Das ist natürlich Quatsch. In Afghanistan wird in den Schluchten entschieden, dort wo gekämpft wird und die Unsicherheit zunimmt. Die Wahl ändert da nichts daran – die werden doch die gleiche Mannschaft haben wie vorher, vielleicht in etwas anderer Zusammensetzung. Was da veranstaltet wird, ist ein reines Possenspiel. In den Wahlkommitees, die die Wahlen überwachen, sitzen ja ganz ehrenwerte Leute. Diese kommen aber aus anderen Ländern der Dritten Welt, in denen selber keine freien Wahlen stattfinden. Das ist doch alles Quatsch.

    Wie sieht es mit den Taliban aus, sie wurden anfänglich durch den Militärschlag der USA zerstreut. Jetzt haben sie sich wieder mobilisiert. Welchen Einfluss haben sie auf die bevorstehende Wahl?

    Es gibt gar keine einheitliche Haltung unter den Taliban. Der eine Mullah empfiehlt, nicht wählen zu gehen, es gibt jedoch auch andere Talibanführer, die das nicht so ernst nehmen. Aber das ist doch irrelevant, das spielt doch alles gar keine Rolle. Diese Wahlen sind doch westliches Gequatsche. Das Schlimme ist nur, dass der Westen sich selber täuscht. Andere täuschen – das geht ja noch. Aber wenn man sich selber täuscht, wird's gefährlich.


    Militante Taliban-Kämpfer.


    Die Taliban sind ein großes Problem für die afghanische Regierung. Was kann die Regierung tun, um dagegen vorzugehen?

    Karsai versucht, möglichst viel von den Talibanführern auf seine Seite rüberzuziehen – das ist immer mit ziemlich viel Geld verbunden. Manchmal klappt es, manchmal klappt es nicht. Doch das ist alles sehr undurchsichtig. Abgesehen davon hat Karsai überhaupt keine Macht; die Macht liegt in den Händen der Alliierten. Karsai ist inzwischen nicht einmal mehr eine Marionette. Er taugt nicht mehr dazu.

    Karsai bindet also Taliban ein, dabei ist viel Geld im Spiel. Ist das Korruption oder eine vielleicht doch gar nicht so dumme Strategie?

    Das darf man nicht mit westlichen Augen sehen. Die Korruption in diesen Ländern ist ein Tatbestand der immer existiert hat, er gehört quasi dazu. Was dort existiert, ist sogar eine Form von Loyalität. Wenn jemand in einer Familie oder einem Stamm über Reichtum verfügt, ist er verpflichtet, diesen mit seinen Stammesangehörigen und seinen Familienangehörigen zu teilen. Das ist schon eine Form der Korruption, denn derjenige muss dann natürlich auch einen guten Posten bekommen.

    Bleiben wir beim Unterschied zum Westen. Demokratie hat ja als Staatsform keine Tradition in Afghanistan,…

    …die westliche Demokratie ist für diese Länder nicht tauglich, das muss man endlich mal verstehen! Es gibt auch kaum Länder, die die westliche Demokratie so praktizieren wie wir sie gerne haben wollen. Nennen sie mal die Länder, die demokratisch regiert werden – außerhalb von Europa. Schon innerhalb Europas ist das teilweise fraglich. Da kommen wir doch zu einem erbärmlichen Resultat. Die Länder, die erfolgreich regiert werden, werden doch autokratisch oder von einer Partei regiert - nehmen wir die Schwellenländer oder frühere Länder der Dritten Welt. Die großen wirtschaftlichen Erfolge sind doch nicht durch die Demokratie gekommen, sondern durch eine kluge autoritäre Führung.


    Land am Hindukusch
    Geschundenes Afghanistan


    Was ist also die bessere Alternative für Afghanistan?

    Die Afghanen müssen sehen, dass sie selbst ihre eigene Regierungsform finden. Das ist doch nicht unsere Angelegenheit. Im Übrigen: In Dörfern und in den Stämmen gibt es auch eine Form von Demokratie. Dort gibt es eine Dorfversammlung, dort haben die Ältesten oder der stärkste Mann das Sagen, und da wird dann auch irgendwie bestimmt. Die Menschen dort haben einfach eine andere Form des Zusammenlebens.

    In wie weit soll der Westen also seine Strategie nach der Wahl ändern?

    Der Westen kann da gar nichts dran ändern. Der Westen verschlimmert ja nur die Situation.


    Peter Scholl-Latour ist einer der bekanntesten deutschen Journalisten und Publizisten. Er gilt als Experte für den Nahen und Mittleren Osten.

    Das heißt: raus aus Afghanistan?

    Uns wird am Ende gar nichts Anderes übrigbleiben, egal was Herr Jung oder andere Politiker auch proklamieren mögen. Es besteht doch bei den deutschen Parteien nur die große Angst, dass das ein Wahlkampfthema werden könnte; deswegen wird doch jede Meldung aus Afghanistan kleingeredet.

    Die Einschätzung des Verteidigungsministers, die Bundswehr müsse noch fünf bis zehn Jahre in Afghanistan bleiben, halten Sie also nicht für realistisch?

    Nein, das spielt sich doch alles woanders ab. Das ganze Gerede darum, dass Al-Kaida in Afghanistan sei, stimmt ja gar nicht. Die sind ja gar nicht mehr dort. Die sind doch jetzt in Pakistan, im Jemen und vielleicht in Somalia. Die Frage ist ja aber auch: Existiert Al-Kaida überhaupt als zentrale Organisation? Ich bezweifle das sehr stark.

    Eine letzte Frage: Welche Bedeutung hat Afghanistan für uns im Westen?

    Eine immer geringere. Eine immer schädlichere, aber strategisch gesehen eine immer geringere Bedeutung. Das Schicksal der Region spielt sich jetzt in Pakistan ab, nicht mehr in Afghanistan. Und das sind 170 Millionen Menschen – mit denen werden wird nicht fertig, zumal sie auch noch die Atombombe haben. Darum können wir uns Sorgen machen, aber nicht um Afghanistan, das völlig eingeschlossen ist. Diejenigen, die durch Afghanistan gefährdet sind, wenn die Taliban oder eine radikalislamische Regierung in Kabul die Macht ausübt, das sind die Anrainerstaaten der früheren Sowjetunion, wie zum Beispiel Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan. Da könnte der radikale Islam übergreifen, und das wäre dann eine Bedrohung Russlands. Nicht Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, Russland wird am Hindukusch verteidigt.

    Mit Peter Scholl-Latour sprach Fabian Maysenhölder

    Quelle: Interview mit Peter Scholl-Latour - "Da wird ein Zirkus aufgeführt" - n-tv.de

    ---------------------------------------------------------------------

    Peter Scholl-Latour sagt die Wahrheit über Afghanistan!
    Warum wollen unser Politiker unsere Jungs in Afghanistan verheizen?
    Die kritische Presse bis auf den alten Scholl-Latour in Deutschland versagt komplett bei diesem Thema!
    Für jeden toten Soldat ist unsere Regierung verantwortlich!
    Absolut sinnloser Schwachsinn dort Krieg zu führen!!
    Deshalb so schnell als möglich raus aus Afghanistan!

    gruss, Jack London

  9. #9
    Avatar von micheline49
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    1.911

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Afghanistan-Krieg

    Seit Ende 2001 führt eine von den USA geführte Allianz Krieg in Afghanistan. Das Taliban-Regime wurde rasch vertrieben und eine USA-freundliche und abhängige Regierung in Kabul eingesetzt. Im Land wurden Bündnisse mit einzelnen Kriegsherren eingegangen. Die Bundeswehr ist in Afghanistan von Anfang an dabei, angeblich um den Afghanen Freiheit und Demokratie, mehr Bildung und Gesundheit zu bringen, um Frauenrechte durchzusetzen und die deutsche Bevölkerung vor Terrorangriffen hierzulande zu schützen. Das Ergebnis von sieben Jahren Krieg in Afghanistan ist jedoch verheerend. Die Zahl der zivilen Opfer steigt, die Armut wächst. Hunger bedroht ein Drittel der afghanischen Bevölkerung. Frauen und Kinder leiden nach wie vor am stärksten unter dem Krieg. Die Intensität der Kriegshandlungen wächst – alles Hinweise für das Scheitern der NATO-Strategie.
    Der deutsche Militäreinsatz verschlingt jedes Jahr 530 Millionen Euro. Nur ein Viertel steht dem Wiederaufbau zur Verfügung. Die Bundeswehr ist bei der „Sicherheitsunterstützungstruppe“ ISAF der NATO mit 4.500 SoldatInnen beteiligt. Die „reinen Kampfverbände“ sind im Rahmen der Operation Enduring Freedom – kurz OEF – unter Führung der USA in Afghanistan stationiert. Als Ziel der Operation wird der weltweite „Krieg gegen Terror“ ausgegeben. Die OEF besitzt kein Mandat der Vereinten Nationen und verstößt damit gegen das Völkerrecht. In Afghanistan ist Deutschland seit November 2008 zwar nicht mehr an OEF beteiligt, allerdings sind die beiden Einsätze längst untrennbar miteinander verbunden.

    Die Militäreinsätze in Afghanistan haben nicht zu Frieden, sondern zu mehr Gewalt und Terror im Land geführt. Die Sicherheitsunterstützungstruppe ISAF übernimmt zunehmend die Aufgaben und die Art der Kriegsführung der völkerrechtswidrigen OEF. Dazu gehören auch Menschenjagd und gezielte Tötungen. Infolgedessen steigt die Zahl der Opfer in der afghanischen Zivilbevölkerung immer weiter an. Trotz des massiven Militäreinsatzes sind Ziele wie Wiederaufbau, Demokratie und Sicherheit in weite Ferne gerückt. Die NATO-Strategie, Ziviles und Militärisches miteinander zu verbinden, hat dem Wiederaufbau und vor allem dem Engagement ziviler Organisationen sogar schwer geschadet. Die Truppen sind selbst zum Unsicherheitsfaktor geworden.

    Die Bundesregierung hält jedoch an ihrem Kurs fest und trägt mit der Entsendung von Tornado-Kampfflugzeugen und der Übernahme der sogenannten „Quick Reaction Force“ ihren Teil zur Ausweitung der Kampfhandlungen bei. Als weiterer Eskalationsschritt kann die Entsendung von AWACS-Flugzeugen gelten, die auch Aufgaben der taktischen Gefechtsführung übernehmen. Ihr Einsatz wurde Anfang Juli mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD, FDP und der Grünen beschlossen.

    DIE LINKE. hat als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan von Anfang an abgelehnt. Der Kampf gegen den Terror kann nicht mit militärischen Mitteln gewonnen werden. Die Bundeswehr bringt keine Lösung des Konfliktes, sondern sie ist längst Teil des Problems.

    DIE LINKE. fordert den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und setzt sich für den zivilen Wiederaufbau ein. Es gibt Alternativen zu diesem Krieg. Gemeinsam mit Aktivistinnen und Aktivisten, auch aus Afghanistan, setzt sich DIE LINKE. für die Stärkung von demokratischen Kräften und insbesondere von Frauen in Afghanistan ein.

    Der Einsatz der Bundeswehr hat die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bisher weit über 2 Milliarden Euro gekostet. Dieses Geld muss für den zivilen Wiederaufbau des Landes eingesetzt werden.
    OBEN BLEIBEN !!

    "Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zurzeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht." Kurt Tucholsky

    "Eine vorgefertige Meinung zu zerstören ist schwieriger, als ein Atom zu sprengen." Albert Einstein

    Übrigens: Ich war schon immer "bei mir" - wo sonst ?

  10. #10
    djgm01
    gelöscht

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Es scheint, dass Die Linke sich für die Rückkehr des Taliban-Regimes einsetzt.

    Denn ohne die Präsenz der ausländischen Truppen wird es zu einer Intensivierung des Bürgerkrieges in Afghanistan kommen, und am Ende werden die Steinzeitislamisten der Taliban wieder die Kontrolle übernehmen - mit Verbot von Schulen (nicht nur für Mädchen!), kompletter Anwendung der Scharia mit ihren steinzeitlichen Strafen (Steingung etc.), eliminierung der Frauen aus dem öffentlichen Leben, ...


    Wenn diese Fortscharitts- und Demokratiefeindlichkeit wirklich die Position Der Linken ist, dann prost Mahlzeit - auch bei uns!

    Deutschland und der Westen haben keine Wahl - wir sind da und müssen noch lange bleiben!

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