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  1. #11

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    AW: Ich stecke fest

    Zitat Zitat von Limousine Beitrag anzeigen
    Ich bekomme Panik bei dem Gedanken. Weder könnte ich zu meinen Eltern ziehen noch sie zu mir holen. Gerne bin ich bereit, einen Teil meines Gehaltes für deren Pflege zu zahlen, aber wieder in einen intensiveren Kontakt mit ihnen zu kommen, löst totale Beklemmungen aus. Und dennoch werde ich mit Unverständnis von außen rechnen müssen, wenn ich dies so durchziehe...
    Liebe Limousine,
    da hast du es schon: du malst dir den Worst Case aus... warum? Vielleicht gibt es mehr Menschen, als du denkst, die sagen würden "Ja, genau, ich kann es gut verstehen, dass Limousine es so und so macht".
    Ich selbst habe das Problem zum Glück nicht, aber ich bin davon überzeugt, dass es ein gutes Recht ist, auf das eigene Herz zu hören. Und wenn die Eltern nicht aus der "Wir sind die Eltern und haben immer Recht"-Masche aussteigen wollen, dann ist das doch letztenendes ihre Entscheidung. Man kann sich doch nicht sein Leben lang anstrengen, um etwas zu erreichen, das man sowieso in bestimmten destruktiven Strukturen nie kriegen wird: die uneingeschränkte Liebe der Eltern. Erlaube dir, nur das zuzulassen, was dir guttut.
    Was geben deine Eltern dir?
    Und wenn andere Menschen irgendwas irgendwie bewerten, dann ist das doch ihre Sache. Menschen, die dir nahe stehen und die du magst, die werden dich schon verstehen.
    Wie alt bist du? Lebst du in einem dörflichen / kleinstädtischen Umfeld?

    Liebe Grüße
    Capbreton

  2. #12

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    AW: Ich stecke fest

    Danke, Capbreton!

    Ich bin 35 und stamme tatsächlich aus einer Kleinstadt, in der meine Elten auch heute noch leben. Ich selber bin (gegen den Willen meines Vaters) zum Studium ausgezogen und trotz attraktivem Jobangebot nie wieder zurückgekehrt. Habe dann bedingt durch meine Arbeit woanders ländlich gelebt. Vor gut fünfeinhalb Jahren bin ich dann zu meinem Partner gezogen in eine mittlere Großstadt. Hier fühle ich mich total wohl, auch weil es ganz unterschiedliche Menschen gibt.

    Ja, Du hast Recht, es mag vorauseilender Gehorsam sein, mir jetzt schon den "Worst Case" vor Augen zu führen. Was meine Eltern mir gegeben haben? Hhmmmm, ich kann das eher so beantworten, was sie nicht getan haben, was mir gut getan hat: Sie haben mich schulisch nicht unter Druck gesetzt (okay, wäre auch nur selten nötig gewesen), sie haben mir nicht vorgeschrieben, was ich in meiner Freizeit mache, sie haben mich nicht geschlagen, jedenfalls nicht körperlich. Was sie mir jetzt geben? Eigentlich nichts. Die wirklich wichtigen Dinge teile ich mit anderen Menschen, meinem Partner, Freunden. Ich vermisse nichts, wenn wir wenig Kontakt haben. Ganz klar: Wäre da nicht ein Stückchen Harmoniesucht bzw. die Unlust, mich erklären zu müssen und anzuecken, hätte ich mit einem völligen Kontaktabbruch kein Problem. Eine letzte Sorge bleibt, ich fühle mich ein wenig verantwortlich, wie es mit ihnen weitergeht, und horche schon hin, was sie von ihrem Gesundheitszustand (sie sind 61 und 67 Jahre alt) berichten.

  3. #13

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    AW: Ich stecke fest

    Da du schreibst, dass du gerne verstandesgemäß an die Dinge herangehst, kann ich dir Folgendes zum Nachlesen empfehlen. Möglicherweise ist es dir auch zu abstrakt, aber ich meine, diese Ausführungen könnten ein guter Ansatz sein:

    Institut Psychologische Psychotherapie Sachse

    hier: Downloads
    Folien KOP: 10. Affektive Verarbeitung

    Vielleicht ist es ja etwas für dich.

  4. #14

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    AW: Ich stecke fest


  5. #15

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    AW: Ich stecke fest

    Zitat Zitat von dimanche1 Beitrag anzeigen
    Da du schreibst, dass du gerne verstandesgemäß an die Dinge herangehst, kann ich dir Folgendes zum Nachlesen empfehlen. Möglicherweise ist es dir auch zu abstrakt, aber ich meine, diese Ausführungen könnten ein guter Ansatz sein:

    Institut Psychologische Psychotherapie Sachse

    hier: Downloads
    Folien KOP: 10. Affektive Verarbeitung

    Vielleicht ist es ja etwas für dich.
    Ja, das passt schon, so in etwa fühlt es sich an. Zwei Schemata nebeneinander... Die Frage bleibt aber: Wie bekomme ich dies verbunden? (Gibt es noch ein zweites Kapitel dazu? )

  6. #16

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    AW: Ich stecke fest

    Das Gefühl bspw. der Unzulänglichkeit reagiert ja (wie ein Reflex) noch bevor oder obwohl sich auch der Verstand mit "besserem Wissen" einschaltet.
    Und es überschattet erst einmal alles.

    Aber das Gute ist, dass es auch wieder vorbeigeht.
    Man könnte auch sozusagen einfach abwarten bis es vorübergeht, denn das geht es vermutlich immer.
    Und vllt. nimmt das auch vorerst ein wenig den Druck raus.

    Sinnvoll ist hier wohl weiterhin die Unterstützung/Erfahrung eines/r Therapeuten/in in Anspruch zu nehmen.

  7. #17

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    AW: Ich stecke fest

    Hallo, liebe Limousine,

    Neben all den vielen anderen, sehr hilfreichen Anregungen, die ich z.T. an mir selbst auspropieren werde, versuche ich nun, mit einigen Gedanken die letzte Klarheit zu beseitigen.


    Ich habe das Gefühl, dass Du zusätzlich zur Therapie Gegenmassnahmen durchaus auch ausserhalb Deiner Psyche ergreifen solltest. Gerade am Job habe ich einschlägige Erfahrungen. Ich bin zwar nicht vom Fach, habe mich aber ca. 1976 intensiv mit Psychologie befasst.

    - Entziehe Dich den Mäkeleien! Wie schon von ambiva gesagt, aber leider leichter gesagt als getan: Neuer Job. Bei gewissen Chefs hilft nur Flucht, sonst machen sie einen nachhaltig kaputt. (*1)

    - Mache Bilanz und analysiere, was wirklich an den Vorwürfen wirklich dran ist: Wenn Du - wie ich einmal - gewisse Dinge besser kannst, als die Anderen, und man blickt nur auf das, was Du nicht beherrschest oder auf EINEN blöden, unbedeutenden Fehler, dann gibt das zu denken.(*2)

    - Frage Dich bei Angriffen, was sich jeder Kriminalist fragt: „Qui bono?“ = „Wem nützt es?“ Mäkeln kann Strategie sein, um jemanden klein zu machen oder an zu feuern. Letzteres geht nur schlecht.(*3)

    - Mache auch Dinge, wo Du keinen Angriffen ausgesetzt bist und Erfolgserlebnisse haben kannst.(*4)

    - Sprich in einem Pseudo-Selbstgespräch mit den Leuten, die Dich so konditioniert haben. Tanzen auf dem Grab des übergriffigen Vaters kann befreien. Und wenn Du gewisse Sprüche widerlegen und Dich darüber lustig machen kannst, stützt Dich das.(*5)

    - Werde Dir über die Leute, die Dich angreifen, klar. Manche sind selbst traumatisiert oder schlicht schlecht erzogen.(*6)

    - Man kann seine Einstellung zu echt Konstruktiver ( = auf bauender ) Kritik entwickeln. Dann wird sie hilfreich. Es braucht aber mindestens ein gewisses Vertrauen zum Kritiker.

    - Entwickle eine Fehlerkultur. Man muss gewisse Fehler machen dürfen. Hier habe ich mich in Posting #14 kürzlich dazu geäussert:
    Rat gegen Ratgebersucht

    - Ganz wirst Du eine so tief sitzende Konditionierung eventuell nicht los. Ihr solltet deshalb auch über Strategien nachdenken, wie Du so etwas ertragen kannst. Nicht anstatt einer Lösung, aber zusätzlich dazu.

    - Ich warne davor, dass Du Dich zu selten systematisch mit dem Problem befassest. Ihr solltet über „Hausaufgaben“ nachdenken.(*7)

    *1) Sigmund Freud verlangt, dass man während einer Psychoanalyse „den Komplex nicht agieren“ soll. Ausser bei der Verhaltenstherapie sehe ich das als sinnvoll an. Wie willst Du Dich behandeln, wenn Du von Anfall zu Anfall gescheucht wirst?

    Dem Rundschreiben eines sehr guten Abteilungsleiters entnehme ich: „Man muss kein Gehirn sein, um Chef zu werden, sondern nur ein Arschloch.“ Ja, das war sein Stil. Wir haben ihn geliebt dafür.

    „Manchmal hilft nur Flucht“ ist glaub' von dem Manager (Townsend ?), der AVIS aus der Pleite gerettet hat.


    *2) Es ist eine Krankheit vieler Leute jeweils nur ein Argument zu sehen: Das ersehnte Auto ist toll! (Es säuft aber wie ein Loch.) Er kann die Sprache nicht genügend! (War aber ein guter Ingenieur. Zum Glück konnte ich es für ihn hin biegen.) Uiiih, Zusatzkosten! (Die Einsparungen in vielfacher Höhe konnte man ja nur erwarten.) Er kann keine Demos machen! (Kunststück, wegen ... , aber er kann verstimmte Kunden wieder ins Boot holen.)

    Enttäuscht zu sein, sagt mehr über den Enttäuschten aus, als über die Enttäuschende. Wer hat sich falsche Erwartungen gemacht? Eigentlich sein Problem. Denke Dir Deinen Teil dazu.


    *3) Besonders schlimm sind Leute, die sich nur gut fühlen, wenn sie atwas oder jemandem schlecht reden können. Man muss sich trainieren, sie zu erkennen. Dann sind sie nur noch lästig aber können einen nicht mehr schmerzen. Ich halte es für wichtig, ihnen entschlossen entgegen zu treten, auch wenn sie mich nicht selbst angreifen. Sonst wird die Welt schlechter, weil sie das Gute kaputt gemacht haben. Ich sage öfters: „Man darf in normaler Lautstärke reklamieren. Wenn aber etwas gut ist, sollte man auf eine Kiste stehen und es in die Welt hinaus schreien!“ Deshalb lobe ich bei jeder Gelegenheit.


    *4) Deine künstlerischen Btätigungen bieten bereits sehr gute Ansätze.
    Ich selbst - ein Bewegungsidiot - habe mit über 40 Jahren ohne jede Hoffnung auf Höchstleistungen angefangen, intensiv Eiskunstlauf zu trainieren. Was denkst Du, wie es mich aufgebaut hat, als mir der erste Hüpfer und später der erste Toe-Loop geraten ist? Auch beim Chorgesang mache ich heute Dinge, die ich vor 5 Jahren für unmöglich gehalten hätte. Das hilft mir massiv dabei, die Wunden von meiner letzten Arbeitsstelle verheilen zu lassen.


    *5) Für meine Lieblings-Cousine war es „Das macht man doch nicht!“ , von dem sie sich mit beissendem Humor befreit hat. Für mich: „Was sagen auch die Leute?!“ Ich habe das während der Pubertät mit Absicht und mit Wissen meiner Kollegen so oft gesagt, dass es sich einfach abgenützt hat.


    *6) Verzogen? Durchaus auch vom Leben. Prügelnde Erzieher, denen niemand entgegen tritt, haben keinen Anlass, sich zu ändern. Der Manager, dem niemand widerspricht fühlt sich noch gut dabei, aus Dummheit die Firma an die Wand zu fahren. Viele Leitende sind in ihre Position gespült worden, ohne eine Ahnung von Mitarbeiter-Führung zu haben. Also versuchen Sie es mit Faustrecht.


    *7) Denkprozesse und Bewegungsmuster lassen sich nur durch ständiges Üben ändern. Wenn Du 2 Wochen lang der Spielball Deiner Gefühle und der Boxsack Deines Chef bist, reicht eine Stunde nicht, um etwas zu ändern.

    Als ich eine Selbst-(Psycho-)Analyse an mir durch geführt habe, habe ich mich während des grössten Teils meiner damals beträchtlichen Freizeit damit befasst. So hatte ich immer alles präsent und konnte sehr effizient arbeiten.


    Ich wünsche Dir einen langen Atem auf dem Weg dahin, Dich selbst zu akzeptieren. Alles, alles Gute wünscht Dir Isambard

  8. #18

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    AW: Ich stecke fest

    Zitat Zitat von dimanche1 Beitrag anzeigen
    Das Gefühl bspw. der Unzulänglichkeit reagiert ja (wie ein Reflex) noch bevor oder obwohl sich auch der Verstand mit "besserem Wissen" einschaltet.
    Und es überschattet erst einmal alles.

    Aber das Gute ist, dass es auch wieder vorbeigeht.
    Man könnte auch sozusagen einfach abwarten bis es vorübergeht, denn das geht es vermutlich immer.
    Und vllt. nimmt das auch vorerst ein wenig den Druck raus.

    Sinnvoll ist hier wohl weiterhin die Unterstützung/Erfahrung eines/r Therapeuten/in in Anspruch zu nehmen.
    Danke.

    Ja, über die therapeutische Unterstützung bin ich auch froh. Durch de gestreckten Termine alle zwei, manchmal drei Wochen habe ich bei den noch verbleibenden Sitzungen noch ca. ein halbes Jahr Begleitung. Das finde ich gut, um Alltagssituationen zu reflektieren bzw. bestimmte Termine, wie Chefgespräche, vorzubereiten.

  9. #19

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    AW: Ich stecke fest

    Isambard, danke für deinen tollen Beitrag! Das hat mich richtig berührt, denn du triffst viele Nägel auf dem Kopf.

    Ja, ich werde mir einen neuen Job suchen. Nächste Woche beginnt mein Partner seine neue Stelle, deswegen werde ich mit einem Wechsel bis zum Ende seiner Probezeit warten. In der Zwischenzeit kann ich ja schon mal den Stellenmarkt sichten und Bewerbungen schreiben. Ich glaube, dass du, Isambard, da an ganz vielen Stellen recht hast. Mein Chef ist einer von der Sorte Profilneurotiker, die nach oben buckeln und nach unten treten. In meinem Bereich bin ich richtig gut, aber eben nicht perfekt, zumal gerade viel umstrukturiert wird. Da geht eben nicht alles auf einmal. Aber damit biete ich Angriffsfläche. Unabhängig von meiner eigenen Einstellung zum Thema Fehlerkultur ist das einfach problematisch bei diesem Machtgefälle. Ja, ich kann mir vorstellen, dass ich für meinen Chef eine gewisse Bedrohung bin. Obwohl ich seine Job niemals haben wollte. Ich kann mir aber an der ein oder anderen Stelle vorstellen, warum er denkt/handelt, wie er es tut. @ Capbreton, gestern ist das Buch "Ab heute kränkt mich niemand mehr" angekommen. Ich denke, bis ich eine neue Stelle gefunden habe, werde ich die Methode des "Steine ausweichens" mal anwenden, auch, um Kräfte zu schonen. @ Isambard, sehr interessant fand ich ja Deine Ausführung zu Sigmund Freud. Nicht in eine reale Situation zu gehen, die man therapeutisch bearbeitet - ja, ich WERDE den Job wechseln! Dort erlebe ich noch am meisten diese schwarzen Löcher, die mich so ziehen.

    Vielleicht war/ist es tatsächlich zu viel, womit ich mich auseinander setze(n muss). Vielleicht ist es tatsächlich auch notwendig, mein Umfeld zu verändern. Der Gedanke, den Job zu wechseln, ist gerade richtig gut... Die Begleitung in der Therapie wird möglicherweise auch aufgrund der Dauer mithelfen, Denkmuster zu verändern.

    Und dann, Isambard, werde ich mir noch Gedanken zu einer Choreographie für den Tanz auf dem Grab machen. Eine schöne Vorstellung!

    Tolle Gedankenanstösse, die hier kommen, danke dafür!

  10. #20
    Avatar von Aeryn_Sun
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    AW: Ich stecke fest

    Hallo Limousine,
    das Buch von Doris Wolf ist zwar ein erster Anhaltspunkt, aber besser fand ich eigentlich "Emotionale Intelligenz" von David Goleman. Dort wird nämlich viel mehr auf die Hintergründe des "leicht-gekränkt-seins" eingegangen, als Doris Wolf es tut. Ein paar der Ratschläge aus "Heute kränkt mich keiner mehr" fand ich im Übrigen problematisch, z.B. den Hinweis, unpassende Bemerkungen des Gegenübers einfach "durchgehen" zu lassen. Genau durch solche "Taktiken" wird der Konflikt meines Erachtens noch verschärft, weil er im Stillen weiter schwelt, denn durch das "Übergehen" ist die Sache in der Regel für den Betroffenen nicht aus der Welt. Nach meiner Erfahrung ist genau dieses "Nicht-Angehen" die eigentliche Quelle des Übels. Natürlich ist es schwierig, dem Chef zu vermitteln, dass der letzte Rüffel unter der Gürtellinie war. Das heißt aber nicht, dass man es nicht doch diplomatisch versuchen sollte - schlimmer kann's ja meist nicht werden. Ich habe mal in einem Seminar den Satz gehört: "Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst". Übertragen bedeutet das: Auch Vorgesetzten kann man kommunizieren, dass man sich hier und dort ungerecht behandelt fühlt - es kommt nur auf den Rahmen und das "wie" an. Klar muss man auch die Einsteckerqualitäten pflegen, aber alles hat seine Grenzen.

    Wie wär's mit folgender Strategie:

    - Aufschreiben, was passiert ist - eine Art "Business-Tagebuch". Am besten jeden Tag. Das hat mir jedenfalls geholfen, mit dem "Gedankenkreisen" aufzuhören - wenn's mal verschriftlicht war, war's meist auch abgeschlossen. Und nicht vergessen: Auch Erfolge notieren! z.B. den "Erfolg der Woche".
    - Wenn ein paar Dinge (= negative Erlebnisse mit dem Chef, sonstige Dinge) zusammen gekommen sind, fiktives Mitarbeitergespräch mit dem Chef planen: Strukturieren, was du sagen willst (= Liste schreiben). Lösungen bieten (z.B. aus deiner Perspektive: was müsste passieren, damit du dich bei Aufgabe a, b, c besser schlägst - falls die Kritik zumindest teilweise berechtigt war).
    - Ganz wichtig: diese Liste mit deinem Schatz/einer guten Freundin durchgehen und abklopfen, ob das unter Beachtung der Hierarchie "präsentabel" ist und ob deine Freunde nicht den Eindruck haben, dass man so was "nicht ansprechen" sollte, weil man damit erst recht den wunden Punkt des Vorgesetzten trifft. Auch Rollenspiele sind hier hilfreich :).
    - Danach kannst du immer noch überlegen, ob du das bislang "fiktive" Mitarbeitergespräch tatsächlich angehst oder gleich kündigst, sobald du einen neuen Job hast.

    Viel Erfolg dir!
    "Work expands so as to fill the time available for its completion."

    “The time spent on any item of the agenda will be in inverse proportion to the sum involved.”
    ~C. Northcote Parkinson, 1958
    Geändert von Aeryn_Sun (30.12.2012 um 20:21 Uhr)

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