Ich habe die anderen Beiträge noch nicht gelesen, sicher wurde schon viel Kluges geschrieben!
Hier kommt nun mein Senf:
1. Wenn man sich täglich streitet, kann das eine (nicht sehr angenehme) Art sein, Nähe zu erleben. Wer sich streitet, ist sich wenigstens nicht gleichgültig. Er ist auch nicht ohne Temperament.
Gerade in narzisstischen Beziehungen kann Streit ein Versuch sein, mit der Nähe-Distanz-Problematik umzugehen ("Wenn du da bist, ertrage ich dich nicht, wenn du fort bist, vermisse ich dich." - "Ich tue dir weh, damit du weggehst - und bald wiederkommst, weil du dir eine Versöhnung oder eine Entschuldigung erhoffst.")
2. Wenn man sich gar nicht streitet, ist das ein Zeichen für eine junge Verliebtheit. Die Verschmelzung ist so vollkommen, dass man wie ein Herz fühlt und wie ein Kopf denkt.
Gesund ist das auf Dauer nicht.
Denn der andere ist nicht wie du. Menschen sind verschiedenen und tun unterschiedliche Dinge auf unterschiedliche Arten. Je eher man das akzeptiert und spürt, desto besser ist es für beide.
Akzeptiert man es nicht, belastet man die Beziehung mit zu hohen oder zu weitreichenden Erwartungen.
Es kann sehr erfrischend sein, zu spüren, dass man auf jemanden wütend ist. Sogar so wütend, dass man sich ein Leben ohne ihn vorstellen könnte. Und siehe da, am nächsten Tag sagt man dem geliebten Menschen, worüber man sich geärgert hat und geht wieder offen und ohne Groll auf ihn zu. Herrlich.
Hieß er nicht einmal Stefan? *denkdenk*kratzkratz*![]()















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Zumindest im Affekt. 10 min später sind wir dann so weit, uns wieder auf einander einzulassen. Aber bei uns gibt es auch einfach mal negative Emotionen, Ängste, Wut, Überforderung (nicht wegen der Beziehung, sondern andern Dingen), die raus muss. Und nicht immer ist die dann emotional korrekt und gefiltert. Wenn diese Emotionen aber nicht raus kommen, ist es noch schlimmer - dann zieht sich jeder in sein Schneckenhaus zurück. 