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  1. #31
    Avatar von Fenimi
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    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Ich habe die anderen Beiträge noch nicht gelesen, sicher wurde schon viel Kluges geschrieben!

    Hier kommt nun mein Senf:

    1. Wenn man sich täglich streitet, kann das eine (nicht sehr angenehme) Art sein, Nähe zu erleben. Wer sich streitet, ist sich wenigstens nicht gleichgültig. Er ist auch nicht ohne Temperament.

    Gerade in narzisstischen Beziehungen kann Streit ein Versuch sein, mit der Nähe-Distanz-Problematik umzugehen ("Wenn du da bist, ertrage ich dich nicht, wenn du fort bist, vermisse ich dich." - "Ich tue dir weh, damit du weggehst - und bald wiederkommst, weil du dir eine Versöhnung oder eine Entschuldigung erhoffst.")

    2. Wenn man sich gar nicht streitet, ist das ein Zeichen für eine junge Verliebtheit. Die Verschmelzung ist so vollkommen, dass man wie ein Herz fühlt und wie ein Kopf denkt.
    Gesund ist das auf Dauer nicht.
    Denn der andere ist nicht wie du. Menschen sind verschiedenen und tun unterschiedliche Dinge auf unterschiedliche Arten. Je eher man das akzeptiert und spürt, desto besser ist es für beide.
    Akzeptiert man es nicht, belastet man die Beziehung mit zu hohen oder zu weitreichenden Erwartungen.
    Es kann sehr erfrischend sein, zu spüren, dass man auf jemanden wütend ist. Sogar so wütend, dass man sich ein Leben ohne ihn vorstellen könnte. Und siehe da, am nächsten Tag sagt man dem geliebten Menschen, worüber man sich geärgert hat und geht wieder offen und ohne Groll auf ihn zu. Herrlich.

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    nennen wir ihn mal Markus
    Hieß er nicht einmal Stefan? *denkdenk*kratzkratz*
    Ein Verliebter sieht eine Blume anders als ein Kamel.

    Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, fühlt sich sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. Chinesische Weisheit

    Eine Lösung habe ich nicht, aber das Problem finde ich interessant :)

  2. #32
    Orlando
    gelöscht

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Wenn man sich gar nicht streitet, ist das ein Zeichen für eine junge Verliebtheit. Die Verschmelzung ist so vollkommen, dass man wie ein Herz fühlt und wie ein Kopf denkt.
    Gesund ist das auf Dauer nicht.
    Die junge Verliebtheit wäre vielleicht auf Dauer nicht gesund, aber diese lässt ja auch automatisch nach ein paar Monaten nach. Wenn man sich gar nicht streitet, halte ich das sogar für sehr gesund.

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Denn der andere ist nicht wie du. Menschen sind verschiedenen und tun unterschiedliche Dinge auf unterschiedliche Arten. Je eher man das akzeptiert und spürt, desto besser ist es für beide.
    Genau. Wenn man das tut, muss man aber nicht streiten.

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Akzeptiert man es nicht, belastet man die Beziehung mit zu hohen oder zu weitreichenden Erwartungen.
    Es kann sehr erfrischend sein, zu spüren, dass man auf jemanden wütend ist. Sogar so wütend, dass man sich ein Leben ohne ihn vorstellen könnte. Und siehe da, am nächsten Tag sagt man dem geliebten Menschen, worüber man sich geärgert hat und geht wieder offen und ohne Groll auf ihn zu. Herrlich.
    Ich fand Wut noch nie erfrischend oder ihr Nachlassen herrlich. Nur belastend. Beides.

  3. #33

    Registriert seit
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    1.790

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    2. Wenn man sich gar nicht streitet, ist das ein Zeichen für eine junge Verliebtheit. Die Verschmelzung ist so vollkommen, dass man wie ein Herz fühlt und wie ein Kopf denkt.
    Gesund ist das auf Dauer nicht.

    Hieß er nicht einmal Stefan? *denkdenk*kratzkratz*
    Hi Fenimi :)

    Hmm... Ich habe jetzt von einigen gelesen, dass streiten nicht zwingend zu einer Beziehung gehören muss und so empfinde ich das auch. Ja wir sind noch ganz am Anfang (läuft aber schon seit 11 Mt und wir haben noch nie gestritten..), es kann alles noch anders kommen, jedoch glaube ich einfach das man gut ohne Streit auskommt, gewusst wie ;)

    Haha da hast du gut aufgepasst :D ja es ist immenoch Stefan, oder im anderen Thread nannten wir ihn den Tattoo-Mann und hier heisst er eben Markus ;D aber es handelt sich um ein und die selbe Person^^

  4. #34
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Nemesis59 Beitrag anzeigen
    Also wir streiten inzwischen nicht mehr, früher weil er Dinge tat die sich frau niemals gefallen lassen muß und er das nun kapiert hat.


    Wie bei uns
    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  5. #35
    Avatar von Fenimi
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    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Definiere mir "Streit" …

    Ich habe sehr schnell das Gefühl, mich gestritten zu haben.
    Für jemand anderes ist es vielleicht erst ein Streit, wenn einer brüllt und der andere heult. Oder man mit schlimmen Konsequenzen droht, wenn der andere nicht nachgibt. Was weiß ich …

    Die Verliebtheit hält angeblich 2 Jahre und dann - plumps - sind die Hormone abgekühlt und man sieht den Geliebten in einem ganz anderen Licht. Ich vermute, dass dann die Lust zu streiten rapide ansteigt.

    Es gibt doch ein Buch …, das heißt die verschiedenen Phasen der Leidenschaft. Der Autor sagt, es gibt eine Phase, die sich an die akute Verliebtheit anschließt, in der gestritten wird, was das Zeug hält. Das sei nötig, weil man dabei die entscheidenden Eckpunkte für die Beziehung aushandelt (oder so ähnlich).

    Vielleicht muss man nicht streiten im Sinne von "Sich-anbrüllen", aber unterschiedliche Standpunkte sollte man schon haben dürfen. Ich glaube, es ist wichtig, seine eigenen Grenzen zu spüren.

    Und ich finde es auch nicht so ratsam, den Partner und die Beziehung total zu idealisieren. Der Sturz könnte tief sein. Wir sind alle nur Menschen.
    Ein Verliebter sieht eine Blume anders als ein Kamel.

    Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, fühlt sich sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. Chinesische Weisheit

    Eine Lösung habe ich nicht, aber das Problem finde ich interessant :)

  6. #36
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    vielleicht liegts bei mir am alter und an dem was hinter mir liegt: bei so vielen dingen habe ich meine meinung. da können wir als paar gerne über etwas reden- aber streiten? dafür sind mir meine nervenenden und die zeit mit ihm schlichtweg zu kostbar um sie mit streit zu verschleudern.
    es gibt fast nichts über das es sich wirklich lohnen würde - da emotional zu werden.
    spontan fällt mir nichts ein.
    Bestimmt! Und du bestimmst eben dein Tempo und deine Art zu leben.

    Für mich gibt es statt nichts für was es sich lohnen würde emotional zu werden soo viel für das es sich lohnen würde emotional zu werden.
    Trotzdem würde ich nicht mehr so streiten wollen wie in der Vergangenheit.
    Da hatte ich ja eigentlich keine Chance. Wir hätten eigentlich gar nicht zu streiten brauchen.

    Sagen wir mal so: Streit sollte nicht an die Substanz gehen, unter die Gürtellinie - und auch nicht an der Tagesordnung sein.
    Aber, reinweg vom Temperament her könnte ich mir eine Beziehung ohne Streit nicht vorstellen.

    Und ich glaube auch, dass es manchmal nur durch Streit zu den entscheidenden Situationen kommt wie Erklärung oder Aufklärung....

    Doch, ich glaube wirklich, man kann auch lieb und interessiert streiten!!
    Anders würde ich das allerdings auch nicht mehr wollen - und können!

  7. #37

    Registriert seit
    15.02.2007
    Beiträge
    2.751

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    glaub mir Halina; diese Streitereien müssen nicht sein! Es raubt dir bzw euch nur unnötig Energie, jedoch wurde mir das auch erst bewusst, seit ich meinen neuen Partner kenne und alles so einfach und harmonisch abläuft.
    Ich habe meine Meinung was das Streiten angeht effektiv geändert und bin extrem froh konnte ich so eine schöne Erfahrung machen und erkennen, dass eine Beziehung nicht immer so kompliziert und nerven aufraubend sein muss, sondern man einen Partner finden kann, der in vielen Bereichen gleich denkt und mit dem Streiten absolut und in keiner Form nötig ist.
    Hmm, ich glaube ja immer noch, dass die Frage der konkreten Definition von "Streit" im Raum steht. Mir rauben unsere Auseinandersetzungen keine Kraft, sondern es sind Punkte, wo gegenseitige Bedürfnisse definiert werden, wo austariert wird, wie es jemandem gerade geht, wer welche Rücksichtnahme braucht, wer in den sauren Apfel beißen muss, wer welche akuten Ängste hat, die dafür sorgen, dass Sand im Getriebe ist. Mein Mann und ich sind in den grundlegenden Dingen einer Meinung - sonst wären wir nicht seit 12 Jahren ein Paar. Aber - z. B. - man kann sich vor der Geburt des Kindes fünfmal rational klar machen, dass das erste Jahr mit Kind das anstrengendste Jahr der Beziehung sein wird und das höchste Trennungsrisiko birgt. Wenn man dann nach 6 Wochen Schlafmangel vom Mann mal wieder hört, dass das Kind "nur" schreit (was es nicht tut), dann ist Ende mit Einfühlsamkeit und Ratio - zumindest bei mir. Zumindest im Affekt. 10 min später sind wir dann so weit, uns wieder auf einander einzulassen. Aber bei uns gibt es auch einfach mal negative Emotionen, Ängste, Wut, Überforderung (nicht wegen der Beziehung, sondern andern Dingen), die raus muss. Und nicht immer ist die dann emotional korrekt und gefiltert. Wenn diese Emotionen aber nicht raus kommen, ist es noch schlimmer - dann zieht sich jeder in sein Schneckenhaus zurück.

    Zumindest bei uns.
    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Ich kann das und tue das.
    Stress habe ich auch so, z.B. im beruflichen Umfeld genug. Das scheint bei manchen Damen nicht der Fall zu sein, so das sie das anderweitig kompensieren müssen.
    Mein Mann kann das auch. Ich bin froh, dass er inzwischen nicht mehr nur rational diskutieren kann, sondern auf emotionale Probleme auch einfach emotional antworten kann: z.B. mit einer Umarmung statt mit einem grandiosen Argument hinsichtlich meines emotionalen Problems.

    Ansonsten finde ich mich in diesem Posting wieder:
    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Für mich gibt es statt nichts für was es sich lohnen würde emotional zu werden soo viel für das es sich lohnen würde emotional zu werden.
    Sagen wir mal so: Streit sollte nicht an die Substanz gehen, unter die Gürtellinie - und auch nicht an der Tagesordnung sein.
    Aber, reinweg vom Temperament her könnte ich mir eine Beziehung ohne Streit nicht vorstellen.

    Und ich glaube auch, dass es manchmal nur durch Streit zu den entscheidenden Situationen kommt wie Erklärung oder Aufklärung....

    Doch, ich glaube wirklich, man kann auch lieb und interessiert streiten!!
    Anders würde ich das allerdings auch nicht mehr wollen - und können!

  8. #38
    Orlando
    gelöscht

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Definiere mir "Streit" …

    Ich habe sehr schnell das Gefühl, mich gestritten zu haben.
    Für jemand anderes ist es vielleicht erst ein Streit, wenn einer brüllt und der andere heult. Oder man mit schlimmen Konsequenzen droht, wenn der andere nicht nachgibt. Was weiß ich …
    Ok, da haben wir tatsächlich unterschiedliche Definitionen. Ich habe den Begriff "Streit" in diesem Strang bisher so benutzt, wie ich wahrnahm, dass die Strangeröffnerin Leandra ihn versteht: als ungesunde Kämpferei, bei der vieles unter die Gürtellinie geht, also der respektvolle Umgang miteinander gelitten hat. Das geht in die Richtung dessen, was Du im obigen Absatz schreibst.

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Die Verliebtheit hält angeblich 2 Jahre und dann - plumps - sind die Hormone abgekühlt und man sieht den Geliebten in einem ganz anderen Licht. Ich vermute, dass dann die Lust zu streiten rapide ansteigt.
    Nein. Ich hatte einige langjährige Beziehungen, diese Beobachtung kann ich nicht bestätigen.

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Es gibt doch ein Buch …, das heißt die verschiedenen Phasen der Leidenschaft. Der Autor sagt, es gibt eine Phase, die sich an die akute Verliebtheit anschließt, in der gestritten wird, was das Zeug hält. Das sei nötig, weil man dabei die entscheidenden Eckpunkte für die Beziehung aushandelt (oder so ähnlich).
    Wieder nein. Ich weiß ja nicht, in welcher Welt der Autor lebt, aber er kennt offensichtlich keine Menschen, die sich VOR dem Eingehen einer festeren Bindung ein realistisches Bild von ihrem zukünftigen Weg- und Lebensgefährten machen, und damit nicht erst zwei Jahre nach Start der Beziehung anfangen. Ich kenne jedoch eine Menge Leute, die so sind, mich eingeschlossen. Und offenbar kennt der Autor auch keine Menschen, die ohne ungesunde Streitereien die Eckpunkte verhandeln können. Was für einer Art von Leben redet der denn das Wort? Magst mal sagen, wer der Autor ist, ich würde mal zu gerne den Klappentext des Buches lesen .

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Vielleicht muss man nicht streiten im Sinne von "Sich-anbrüllen", aber unterschiedliche Standpunkte sollte man schon haben dürfen. Ich glaube, es ist wichtig, seine eigenen Grenzen zu spüren.

    Und ich finde es auch nicht so ratsam, den Partner und die Beziehung total zu idealisieren. Der Sturz könnte tief sein. Wir sind alle nur Menschen.
    Das ist ja richtig, einen eigenen Standpunkt zu haben, die eigenen Grenzen kennen, sich spüren, das ist Teil der eigenen Persönlichkeit. Aber ich wiederhole: es gibt doch nicht nur Streit und totale (Schein-) Harmonie. Es gibt doch nicht nur Streit und Idealisierung. Das ist doch kein Gegensatzpaar, das sind ganz verschiedene Schuhe! Es gibt auch kein Streit und wache, lebendige, lustige, auseinandersetzungsreiche Beziehungen, in denen Störgefühle angesprochen werden, verschiedene Standpunkte diskutiert werden, andere Meinungen gehört und bedacht, eigene Meinungen überdacht und manchmal sogar geändert werden!

    Ich bin jedenfalls nicht einverstanden, in die Harmoniefallenschublade gesteckt zu werden, nur weil ich nicht streite .
    Geändert von Orlando (18.12.2012 um 11:06 Uhr) Grund: Grammatik korrigiert

  9. #39
    Avatar von chironex_fleckeri
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    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Ohne Grenz_Konflikte keine Nähe.

    Es ist so einfach.
    Erkenntnis des Tages: Begegne der Welt lächelnd, und sie lacht zurück

  10. #40
    Orlando
    gelöscht

    AW: Streit in der Beziehung - wirklich notwenig?!

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Und ich glaube auch, dass es manchmal nur durch Streit zu den entscheidenden Situationen kommt wie Erklärung oder Aufklärung....

    Doch, ich glaube wirklich, man kann auch lieb und interessiert streiten!!
    Anders würde ich das allerdings auch nicht mehr wollen - und können!
    Magst Du mal näher erklären? Was für eine Art von Streit wäre notwendig, damit man zu Erklärung oder Aufklärung kommt? Du streitest "lieb und interessiert" -- wie sieht das für Dich aus? Und wo ist für Dich der Unterschied zu "miteinander reden"?

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