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  1. #31

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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Azurblau, wie steht es denn auf Arbeit? Ich kenne von meinen "Borderline"-Damen auch, dass sie quasi keinen Job laenger als ein halbes Jahr halten? Hast Du das auch?
    Bist Du schon weiter was einen Psychologen betrifft?

  2. #32
    kaffeewasser
    gelöscht

    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    [QUOTE=Azurblau69;19787191

    Wenn du Lesetipps, Internetseiten was auch immer für mich hast dann wäre das toll![/QUOTE]

    http://www.existenzanalyse.ch/upload...008_AA_365.pdf

  3. #33
    Avatar von Azurblau69
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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Zitat Zitat von MokeyFraggle Beitrag anzeigen
    Azurblau, wie steht es denn auf Arbeit? Ich kenne von meinen "Borderline"-Damen auch, dass sie quasi keinen Job laenger als ein halbes Jahr halten? Hast Du das auch?
    Bist Du schon weiter was einen Psychologen betrifft?
    Nein das trifft nicht zu. Meine Arbeit mache ich sehr gewissenhaft. Bin Chefin in einem kleinen Unternehmen schon seit 5 Jahren..... Ich hab noch nix weiter unternommen. Bin am Arbeiten und hab gerade wenig Zeit. Ausserdem möchte ich erstmal ein bischen selber recherchieren.

  4. #34
    Avatar von Azurblau69
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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Danke Kaffeewasser

  5. #35

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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Hallo liebe Azurblau,

    erstmal das für Dich. Ich find`s nämlich richtig klasse, dass Du hier so offen bist und dass Du so ernsthaft an Dir arbeiten möchtest.

    Was mir auffällt: Vielleicht könnte auch das, was Du hier beschreibst, als Ursache Deines Unbehagens mitspielen:

    Zitat Zitat von Azurblau69 Beitrag anzeigen
    Manchmal denke ich auch ich bin nicht für eine Beziehung geschaffen. Ich hab es nie länger als 7 Jahre mit jemand ausgehalten. Am Samstag hatten wir 7jähriges. Diesmal will ich es nicht vermasseln.
    Ich kenne das nämlich auch von mir: Früher habe ich stets für Abwechslung in meinem Beziehungsleben gesorgt. Ich war da jeweils für ein paar Monate oder Jahre mit einem Mann zusammen, bin dann danach entweder gleich nahtlos in die nächste Beziehung gegangen oder habe mein Single-Dasein genossen. So war ich ständig mit meinem Liebesleben beschäftigt und hatte wenig Zeit zur Innenschau.

    Erst jetzt, wo ich beschlossen habe, diesen Kreislauf zu unterbrechen und bei einem Mann zu bleiben, habe ich viel mehr Zeit und Möglichkeit dazu, mich auf mich zu konzentrieren. Mich wirklich mit mir selbst zu befassen.

    Mit professioneller Unterstützung gelingt es mir nun auch, da einigermaßen dran zu bleiben und mich nicht wieder, wie früher, zur Ablenkung auf andere Männer-Schauplätze zu begeben. Ich lerne und übe, besser als früher für mich selbst zu sorgen. Und staune Bauklötze darüber, wie gut mir das tut. Viel besser als meine frühere Strategie, mir einen anderen Mann anzulachen oder mir eine andere Lebenssituation zu schaffen.

    Von daher könnte ich mir gut vorstellen, dass Du nun an einem ganz ähnlichem Punkt angekommen bist. Du willst nicht mehr wie früher, vor der Innenschau, vor dem Dich-Befassen-mit-Dir-selbst in eine andere Lebenssituation wegrennen, Du möchtest bei Deinem Freund bleiben und Dich mit Dir selbst befassen, mit Deiner Seele, mit Deinem Inneren.

    Das finde ich superklasse und sehr mutig.
    Bin mir auch sicher, dass Du ganz Vieles dabei entdecken wirst, was Dir gefälllt: Deine Stärke, Deinen Mut, Deine Kraft, Deinen Humor, Deine Intelligenz...

    Wenn Du echt dranbleibst, wirst Du lernen, immer besser für Dich selbst sorgen zu können. Es wird Dir dann auch immer besser gehen, Du wirst viel mehr Freude empfinden, als früher.

    Ich finde: Es ist ein totales Abenteuer, zu lernen, dass ich dazu in der Lage bin, mich selbst glücklich und zufrieden zu machen. Dass ich dafür nicht einen neuen Partner oder eine veränderte Lebenssituation brauche, sondern mit meinem Partner zusammen in einer langen Partnerschaft und genausogut auch in den Stunden ohne ihn für mein eigenes Wohlbefinden sorgen kann.

    Liebe Grüße
    Kyria

  6. #36

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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Zitat Zitat von Azurblau69 Beitrag anzeigen
    Einige fragen nach Kindheit. hab da auch schon rumgegrübelt in Bezug auf meine Verlustangst und Eifersucht. Es gab dazu auch mal ein Thema von mir unter Eifersucht wo ziemlich viel bei rauskam in Bezug auf meine Mutter bzw ihrer Mutter..... war sehr interessant. Meine Kindeheit war nämlich eigentlich völlig unbelastet. Aber es gibt so ein paar Frauen in meiner Familie (meine Oma) die auch solche Züge hatte....
    Eine unbelastete Kindheit? Herzlichen Glückwunsch, das haben nicht so viele gehabt.
    Wenn Deine Kindheit wirklich unbelastet war, sprich: deine Bedürfnisse wurden erkannt und zeitnah erfüllt, du wurdest als eigenständiges kleines Wesen gesehen und auch so behandelt und bei Entwicklung der Autonomie uneigennützig von Deinen Eltern unterstützt, dann kannst Du überhaupt keine Persönlichkeitsstörung entwickeln, da sowohl die NPS als die BPS frühkindliche Störungen sind (entwickeln sich in den ersten vier Lebensjahren). Man wird nicht mit 20 plötzlich Borderliner oder Narzisst.

    Zu einer Persönlichkeitsstörung gehört allerdings eine Menge, das ist schon eine sehr gravierende Störung. Es muss ja nicht gleich so schlimm sein. Sehr viele Menschen sind nicht sicher gebunden, haben aber trotzdem keine PS. Vielleicht trifft "narzissstisch verwundet" es besser? Aber auch das setzt voraus, dass schon ganz früh "etwas passiert" sein muss, von unbelasteter Kindheit kann auch dann nicht wirklich die Rede sein.

    Zitat Zitat von Azurblau69 Beitrag anzeigen
    Tja und Kritik ist so ne Sache, ich beobachte mich da sehr gut. Bei der Arbeit kann ich kritik schon vertragen sofern sie konstruktiv und berechtig ist. Meinen Partner empfinde ich oft als belehrend, und das führt wiederum dazu das ich mich mangelvoll fühle..... ich hab das auch schon angesprochen aber er kennt mein Problem ja nicht so richtig. Noch nicht!
    Wer wird schon gerne kritisiert? Kommt drauf an, wie sehr Kritik trifft. Es ist allerdings schon ein Unterschied, ob man sich vielleicht etwas darüber ärgert oder ob sie als regelrecht vernichtend empfunden wird.

  7. #37

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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Zitat Zitat von Cassis Beitrag anzeigen
    Ein echter Narzist würde sich vermutlich gar nicht solche Fragen stellen.
    Doch, ich denke schon. Letztendlich kommt es darauf an, ob das Verhalten als Ich-synton oder eben nicht empfunden wird.

  8. #38
    Avatar von Vorstadtkatze
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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Hallo Azurblau,

    Ich habe den ganzen Strang durchgelesen und möchte gerne meine Meinung wiedergeben. Ich möchte aber gleich als Erstes sagen, dass ich keine Expertin bin und nur aus meiner eigenen Erfahrung schöpfen kann.

    Kann es sein, dass bei dir ganz "einfach" das Selbstbewusstsein in gewissen Bereichen (Partnerschaft) nicht besonders gut ist und du dadurch in diesem Bereich oft zweifelst und dich selber in tiefe Löcher reisst und sozusagen die Flöhe husten hörst? Diesen Eindruck habe ich von dir ...

    Ich selbst hatte in der Vergangenheit auch so meine Bereiche, da vertrug ich gar keine Kritik (Ich reagierte innerlich oder äusserlich mit Worten wie "Ich weiss schon selbst, dass ich schlecht ist, musst es mir nicht auch noch an den Kopf werfen"). Daneben gab es andere Bereiche, da war ich unangreibar - und das waren natürlich diejenigen Bereiche, in denen ich mich sicher fühlte. Letztendlich stellte sich heraus, dass diese "Knoten" eine Begleiterscheinung einer leichten Depression waren, welche ich dank Therapie habe bewältigen können.

    Auf jeden Fall möchte ich dir raten, dir helfen zu lassen. Denn es muss ja nicht sein, dass du dich so selbst runtermachst und so viel leidest ... oder?
    Lächle, und das Leben lächelt zurück

  9. #39
    Avatar von LizzyBorden
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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Zitat Zitat von Magenta40 Beitrag anzeigen
    Doch, ich denke schon. Letztendlich kommt es darauf an, ob das Verhalten als Ich-synton oder eben nicht empfunden wird.
    Das sehe ich auch so. Ein Narzist wird nicht nur deshalb zum nicht-Narzisten weil er sich bestimmte Fragen stellt oder sein Verhalten an sich selbst kritisiert.

    Der Unterschied ist: Du merkst das. Narzissten haben viele Abwehrmechanismen (z.B. Idealisierung des Selbst und Entwertung des Partners) entwickelt (z.T. aufgrund traumatischer Kindheitserfahrungen entwickeln müssen), damit sie es -entschuldige meine flapsige Art- nicht mehr merken.

    Überzogene Selbstkritik und Phasen der gefühlten Verwundbarkeit bis in Mark und Bein sind auch Kennzeichen von narzisstischen Persönlichkeiten.

    Es ist eine gwisse Bipolarität, die den Narzissten umtreibt und die er andersherum auch nach außen (in Situationen und Personen) treibt.

  10. #40

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    AW: Bin ich narzistisch veranlagt?

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Das sehe ich auch so. Ein Narzist wird nicht nur deshalb zum nicht-Narzisten weil er sich bestimmte Fragen stellt oder sein Verhalten an sich selbst kritisiert.

    Überzogene Selbstkritik und Phasen der gefühlten Verwundbarkeit bis in Mark und Bein sind auch Kennzeichen von narzisstischen Persönlichkeiten.
    Genau. Es ist dieses ewige Um-sich-kreisen.

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