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  1. #41
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zur Zeit versuche ich wie gesagt wieder Kontakt zu Freunden und Verwandten aufzunehmen, nachdem es mir im Frühjahr und Sommer ganz schlecht ging.

    Zum einen überrascht mich, dass jeder Anruf tatsächlich Kraft und Überwindung kostet, denn es heißt ja, sich den alten Verletzungen, Rollen und Erwartungen wieder zu stellen.
    Im Beruf dagegen klappt das alles! Dort kann ich die Begegnung mit Menschen genießen!

    Meine ersten Versuche im privaten Bereich erbrachten sehr unterschiedliche Ergebnisse. Die Hälfte der Kontaktaufnahmen war okay, die andere Hälfte runterziehend, so dass ich am liebsten sagen würde, das muss ich nicht haben …
    Ich möchte diese Kontakte aber nicht völlig abbrechen, vor allem, da es sich bei vielen um enge Verwandte handelt.

    Die Lösung wäre, mich vor Verletzungen schützen zu können. Aber wie ? …? …?
    Bei den Telefonaten habe ich schon einmal nicht geschafft.

    Hier möchte ich um eure Hilfe bitten.

    Man kann sich vor Verletzungen schützen, indem man…

    1. … das Weite sucht und den Verursacher der Kränkung meidet.
    2. … sagt, was einen verletzt, in der Hoffnung, dass es zukünftig unterbleibt.
    3. … sich sagt, dass der andere nicht anders kann, zu blöd dazu oder zu belastet ist, um besser mit anderen Menschen umzugehen. Zum Trost sagt man sich dann noch, dass die betreffende Person zu sich selbst vermutlich genauso hart ist.
    4. … sich ein inneres Mantra zulegt: "Ich habe mit diesen Leuten nichts zu schaffen. Ich habe …"
    Oder vielleicht besser: "Ich tue, was ich für richtig halte, ich tue, was ich für richtig halte." Oder so etwas.

    Bessere Ideen?

    Danke!
    Geändert von Fenimi (10.12.2012 um 20:25 Uhr)

  2. #42
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Femini, ich sehe das mit Verletzungen so, daß sie unvermeidbar sind. Wenn man reiten geht, fällt man gelegentlich vom Pferd, wenn man heimwerkt, haut man sich gelegentlich auf den Daumen, wenn man singt, singt man gelegentlich falsch, und wenn man mit Menschen zu tun hat, wird man gelegentlich verletzt. Die Alternative ist, nichts zu machen, und dann fällt einem die Decke auf den Kopf.

    Leben ist nichts für Feiglinge. Man braucht immer wieder Mut, man muß irgendwie die Fähigkeit entwickeln, weiterzumachen, nachdem man auf die Schauze gefallen ist. Dabei hilft es, nie alles auf ein Pferd zu setzten, nie nur eine Freundin oder nur eine Clique zu haben, nie alle Freunde aus einem Zusammenhang zu haben. Es hilft auch, zu wissen, wer man ist, daß man etwas wert ist, daß man stark ist und nicht alles immer richtig machen muß, weil man damit umgehen kann, wenn Sachen schiefgehen. Es hilft, zu wissen, daß die Welt sich dreht und das Leben weitergeht und morgen ein neuer Tag ist.

    Es hilft, an dem dranzubleiben, was man hat, nicht nur mutig, sondern auch ehrlich zu sein, sich zu kennen, zu wissen, was man braucht, und das mitteilen zu können, ohne zu viel Angst, daß man alles verlieren könnte. Es hilft aber auch, zu wissen, wann sich etwas nicht mehr lohnt. Dahinter steckt auch wieder das Wissen, daß man es wert ist, daß man es kann, daß man nicht verzweifelt zu sein braucht.

    Was auch hilft: Ein paar "Abstand-Sätze" bereitzulegen, sich nicht in Diskussionen ziehen lassen, die man nicht haben will. Man springt ja auch nicht in einen Tigerkäfig, nur weil der Tiger findet, das wäre eine gute Idee.

    Man muß nicht jeden mögen. Man muß nicht mit jedem auskommen. Vertrauen will verdient werden, und offen zu sein heißt nicht, jedem den Wohnungsschlüssel zu geben. Wenn jemand eine fiese Möpp ist und immer wieder nachtreten muß, hält man sie nur am ausgestreckten Arm. Leute, die immer wieder zeigen, daß man ihnen die Wahrheit nicht anvertrauen darf, haben sich das Recht erworben, belogen zu werden. Und: Es ist immer schwer, aus einem eingefahrenen Gleis herauszukommen. Ich habe mal zehn Jahre lang kaum mit meiner Familie geredet, bis wir uns alle genug verändert hatten, um nicht mehr in die alten Muster zu verfallen...

    Es ist nicht einfach, es gibt keine Patentrezepte, und niemand hat ein Handbuch für's Leben gekriegt, auch wenn es manchmal so aussieht. Aber Augenmaß und Selbstvertrauen bringen einen zusammengenommen schon recht weit. Und manchmal fällt man trotzdem auf die Schnauze, fühlt sich miserabel, rappelt sich auf, klopft sich den Staub aus den Kleidern und macht irgendwie weiter.

    Halt die Ohren steif!
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. #43
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Femini, ich sehe das mit Verletzungen so, daß sie unvermeidbar sind.


    Okaaay, du könntest Recht haben …

    Wenn man reiten geht, fällt man gelegentlich vom Pferd
    Nu rate Mal, warum ich nicht mehr reite.
    wenn man heimwerkt, haut man sich gelegentlich auf den Daumen
    Ich nicht!
    Ich schneide mich höchstens.
    Schon gut, ich habe verstanden … Und Danke für den Hinweis!!!

    Es hilft auch, zu wissen, wer man ist, daß man etwas wert ist, daß man stark ist und nicht alles immer richtig machen muß, weil man damit umgehen kann, wenn Sachen schiefgehen.
    Sehr fremd …, dieser Satz. Mal gucken, ob hintern den Ohren noch Platz ist … Ja, ist noch.
    Tut bestimmt höllisch weh, sich da Sätze hin tätowieren zu lassen.

    Es hilft, zu wissen, daß die Welt sich dreht und das Leben weitergeht und morgen ein neuer Tag ist.
    Okaaay …

    Es hilft aber auch, zu wissen, wann sich etwas nicht mehr lohnt. Dahinter steckt auch wieder das Wissen, daß man es wert ist, daß man es kann, daß man nicht verzweifelt zu sein braucht.
    Was auch hilft: Ein paar "Abstand-Sätze" bereitzulegen, sich nicht in Diskussionen ziehen lassen, die man nicht haben will. Man springt ja auch nicht in einen Tigerkäfig, nur weil der Tiger findet, das wäre eine gute Idee.
    Anlass für meinen Strang waren ja die Erlebnisse mit den Freundinnen. Da mischen sich gute mit weniger angenehmen Begegnungen. Also alles noch im grünen Bereich.

    Aber um die Weihnachtszeit steht das Familienthema an, das bei mir immer extrem schwierig ist. Und auf Grund der Telefonate mit diversen Verwandten habe ich den Eindruck, da komme ich nicht ohne Verletzungen durch … Es fühlt sich wirklich an, wie zu einem Tiger in den Käfig zu steigen. Warum sollte ich das tun?

    Aber ich hatte an sich nie vor, den Kontakt zu der Familie ganz abzubrechen und ich habe schon das Gefühl, dass ich mich da mal sehen lassen sollte … Nicht weil es mein Bedürfnis ist, sondern um mich nicht ganz zurückzuziehen und damit ich noch in den Spiegel schauen kann.

    Fragt sich nur, wie ich die Käfigstangen mitnehmen und zwischen mir und dem Tiger platzieren kann …
    Vielleicht wie Odysseus sich die Ohren zustopfen?
    I-Pod auf volle Lautstärke?

    Heute erscheint mir der Spruch "Entweder du änderst alles - oder gar nichts" die Rettung. Dann muss ich sie nicht ändern - und mich auch nicht. Dann ist es eben so wie es ist.
    Ich muss mich nicht rechtfertigen, noch nicht einmal erklären (oder?). Ich darf "nein" sagen.

    Man muß nicht jeden mögen. Man muß nicht mit jedem auskommen. Vertrauen will verdient werden,(…). Wenn jemand eine fiese Möpp ist und immer wieder nachtreten muß, hält man sie nur am ausgestreckten Arm.
    Sollte noch hinters andere Ohr …

    Leute, die immer wieder zeigen, daß man ihnen die Wahrheit nicht anvertrauen darf, haben sich das Recht erworben, belogen zu werden.
    Naja …, soweit würde ich nicht gehen.

    Und: Es ist immer schwer, aus einem eingefahrenen Gleis herauszukommen. Ich habe mal zehn Jahre lang kaum mit meiner Familie geredet, bis wir uns alle genug verändert hatten, um nicht mehr in die alten Muster zu verfallen...
    Interessant! D.h. alle hatten das Bedürfnis, etwas zu verändern, damit ihr wieder zusammenfindet? Toll!

    Und manchmal fällt man trotzdem auf die Schnauze, fühlt sich miserabel, rappelt sich auf, klopft sich den Staub aus den Kleidern und macht irgendwie weiter.
    Stimmt!

    Danke!
    Geändert von Fenimi (11.12.2012 um 14:48 Uhr)

  4. #44
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    ..... so dass ich am liebsten sagen würde, das muss ich nicht haben …
    Ich möchte diese Kontakte aber nicht völlig abbrechen, vor allem, da es sich bei vielen um enge Verwandte handelt.

    Warum genau ? Man kann jeden Kontakt abbrechen, der einem nicht gut tut. Überleg Dir doch mal genau, warum Du daran fest hältst, welche Vorteile Dir das bringt...
    .

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  5. #45
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Ich muss mich nicht rechtfertigen, noch nicht einmal erklären (oder?). Ich darf "nein" sagen.

    Ganz genau
    .

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  6. #46
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Warum genau ? Man kann jeden Kontakt abbrechen, der einem nicht gut tut. Überleg Dir doch mal genau, warum Du daran fest hältst, welche Vorteile Dir das bringt...
    SswierigSswierigSswierig …

    - Ich will kein Mensch sein, der den Kontakt zur Familie radikal abbricht.

    - Es gibt zwischen den Geschwistern auch Warmherzigkeit und sie haben zusammen Spaß. (Aber auch Unverständnis und Gruppen … wie nennt man das? Es wird auch ordentlich Druck ausgeübt unter Umständen.)

    - Sie kennen mich, seit meiner Geburt, ich kenne sie mein Leben lang. Sie sind Teil meiner Geschichte, sie haben mich geprägt.

    - Ich kann/ mag sie im Augenblick nicht sehen.

    - Ich liebe ihre Kinder.

    - Es könnte auch Vorteile haben, Teil der Familie zu sein und sich mit ihnen gutzustellen, wenn ich mal schwer krank werde, eventuelle kann es auch finanzielle Vorteile haben.

  7. #47
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Hier möchte ich um eure Hilfe bitten.

    Man kann sich vor Verletzungen schützen, indem man…

    1. … das Weite sucht und den Verursacher der Kränkung meidet.
    2. … sagt, was einen verletzt, in der Hoffnung, dass es zukünftig unterbleibt.
    3. … sich sagt, dass der andere nicht anders kann, zu blöd dazu oder zu belastet ist, um besser mit anderen Menschen umzugehen. Zum Trost sagt man sich dann noch, dass die betreffende Person zu sich selbst vermutlich genauso hart ist.
    4. … sich ein inneres Mantra zulegt: "Ich habe mit diesen Leuten nichts zu schaffen. Ich habe …"
    Oder vielleicht besser: "Ich tue, was ich für richtig halte, ich tue, was ich für richtig halte." Oder so etwas.

    Bessere Ideen?

    Danke!
    Einen ganz wichtigen Punkt hast du für mich vergessen: die Frage, ob man das was man als Verletzung wertet auch eine ist oder sein muss.

    Und was es einem bringt die als solche zu bewerten.

    Ich stelle immer wieder fest dass es Menschen gibt die sehr leicht dabei sind mit "Verletzung" und "Kontaktabbruch" zu operieren - und ich würde mal ganz für mich hinschauen, was da dahintersteckt, wo da der "Profit" für mich ist.

    Ich halte es jedenfalls für nicht immer zielführend, grundsätzlich davon auszugehen dass man mit dem was man fühlt "im Recht" ist und den anderen so automatisch ins Unrecht setzt (was u.U. genau der Profit sein könnte...). Denn wer will einem denn das Recht auf die eigene Empfindung absprechen, ist ja heikel...

    Was du oben beschreibst ist für mich jedenfalls sehr wertend, da wird genau unterschieden zwischen Gut und Böse. Und der Verletzte ist natürlich immer einer von den Guten...

    Ich hoffe, es kommt bei dir an was ich dir mitgeben möchte.

  8. #48
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    - Ich will kein Mensch sein, der den Kontakt zur Familie radikal abbricht.
    Weil "man" das nicht tut ?




    - Es gibt zwischen den Geschwistern auch Warmherzigkeit und sie haben zusammen Spaß. (Aber auch Unverständnis und Gruppen … wie nennt man das? Es wird auch ordentlich Druck ausgeübt unter Umständen.)
    Was wiegt schwerer ? genug Spass, daß es das Negative aufwiegt ? (mindestens - es sollte mehr wiegen, mein ich). Warmherzigkeit und Spass findest Du wahrscheinlich auch bei anderen menschen...



    - Sie kennen mich, seit meiner Geburt, ich kenne sie mein Leben lang. Sie sind Teil meiner Geschichte, sie haben mich geprägt.
    Der zweite Weltkrieg und alle dazugehörigen Umstände haben unser Land und die Menschen darin auch stark geprägt. Auch das ist unsere Geschichte. Geschichte ist vergangenheit, wichtig ist, wie geh ich heute damit um. Wie möchte ich leben ? Was brauche ich, um glücklich zu sein ? Inwieweit möchte ich meiner Vergangenheit und meiner Geschichte Einfluss auf mein heutiges Leben geben ?



    - Ich liebe ihre Kinder.
    Ein Punkt der weh tut - weiß ich. Wie stark wiegt er ? Sind die Kinder evtl. tilweise groß genug, Kontakt unabhängig von den Eltern zu halten ? Oder den Kontakt zu den Eltern danei möglichst gering halten ?



    - Es könnte auch Vorteile haben, Teil der Familie zu sein und sich mit ihnen gutzustellen, wenn ich mal schwer krank werde, eventuelle kann es auch finanzielle Vorteile haben.
    ok - das ist jetzt opportunistisch, wenn auch menschlich verständlich

    Würdest Du dafür Dein Seelenheil geben ?



    Versteh mich nicht falsch - ich möchte Dich nicht zu einem Kontaktabbruch verleiten / überreden, den Du vielleicht gar nicht willst. Ich will Dich ermutigen, unter allen Umständen zuerst auf Dich zu achten und zu Dir zu stehen.
    .

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  9. #49
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Einen ganz wichtigen Punkt hast du für mich vergessen: die Frage, ob man das was man als Verletzung wertet auch eine ist oder sein muss.
    Das ist immer die erste Frage, die ich mir stelle.

    Aber was soll ich machen, wenn ich verletzt BIN?
    Und oft noch nicht Mal im ersten Moment, sondern erst in den nächsten Stunden und Tagen merke, wie sozusagen ein Gift in meinen Adern wirkt.
    Dann kann ich meiner Meinung nach nur ernst nehmen, DASS ich verletzt bin, OHNE dem andern dafür die Schuld zu geben.
    Wenn jemand seine ganze Wohnung in Giftgrün eingerichtet hat dun deshalb Magenschmerzen bekomme, ist das ja nicht die Schuld des Wohnungsbesitzers, aber es ist okay, wenn ich sage: "Diese Wohnung betrete ich nicht mehr, da wird mir schlecht."

    Ich stelle immer wieder fest dass es Menschen gibt die sehr leicht dabei sind mit "Verletzung" und "Kontaktabbruch" zu operieren - und ich würde mal ganz für mich hinschauen, was da dahintersteckt, wo da der "Profit" für mich ist.
    Wie gesagt sind meine Freundschaften überwiegend 25 Jahre alt, daraus folgere ich, dass ich nicht zu schnellen Kontaktabbrüchen neige.
    Welchen Profit ich davon habe, dass ich verletzt bin? Ein Rest an Selbstbehauptung. Ein Anzeichen dafür, dass ich nicht alles runterschlucken und nicht immer kontrolliert bleiben muss, wie es mein Art ist.
    Die Verletztheit ist ein Zeichen dafür, dass ich noch lebe.
    Danke! Jetzt hast du es geschafft, mich wütend zu machen. Was ja viel zu selten der Fall ist.

    Denn wer will einem denn das Recht auf die eigene Empfindung absprechen, ist ja heikel...
    Genau das passiert mir mein Leben lang in der Familie.

    Ich hoffe, es kommt bei dir an was ich dir mitgeben möchte.
    Stellst du damit in Frage, ob ich überhaupt in der Lage und bereit bin, eine andere Meinung als meine anzunehmen?

  10. #50
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Stellst du damit in Frage, ob ich überhaupt in der Lage und bereit bin, eine andere Meinung als meine anzunehmen?
    Ja.

    Ganz grundsätzlich und ganz neutral in den Raum gestellt.

    Jetzt kannst du entweder weiter wütend sein weil du das Gefühl hast ich unterstell dir da was (nur: wieso sollte ich?) - oder du kannst einmal ausatmen und dir überlegen dass wir uns gar nicht kennen und ich das daher frage, weil es ein Ansatz sein könnte.

    Genau das meinte ich nämlich: man muss nicht alles als vorsätzlichen und bös gemeinten Angriff auf sich werten. Man kann auch einfach sagen, nö, ich finde, das trifft auf mich nicht zu. Und dann könnte der andere vielleicht erwidern: hm, manchmal wirkst du aber schon so auf mich weil... und schon bist du dabei dich auseinanderzusetzen, ganz konstruktiv.

    Oder du kannst sauer sein weil wie kommt der andere denn dazu dir das zu unterstellen und hochgehen wie eine Rakete. Alternativ: verletzt sein.

    Beides schützt davor, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Auch ein möglicher Profit. Weil von jemand der so bösartig unterwegs ist und nix will als mich runterputzen brauch ich ja nix annehmen.

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