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  1. #31
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Die meisten kenne ich seit 20 bis 25 Jahren.
    [...]
    Vielleicht ist es ganz einfach : Ich bin ein Mensch, den man zu sich heranziehen und verstricken kann. Und ich möchte nun mehr Freiheit/ Eigenständigkeit. Deshalb knirscht es im Gebälk.
    Oder: Man merkt mir an, dass ich in diesem Jahr - und an sich schon länger - unzufrieden mit den Kontakten war. Das darf nicht sein. Auch ein altbekannter Merksatz: Ich darf keine Bedürfnisse haben.

    Darfst Du wohl

    Wenn es einem dreckig geht, wie Dir anscheinend in diesem Jahr, dann trennt sich oft wirklich die Spreu vom Weizen.... manchmal ist es aber auch nur so, daß man älter wird, erwachsener, sich verändert, dann knirscht es im Gebälk, wie Du so schön schreibst, die Hütte muss aber nicht einstürzen. Manchmal hält das Grundgerüst auch stand und überlebt diese Veränderungen. Man entwickelt sich gemeinsam weiter, und kann die Freundschaft dann auch neu weiterleben. Manchmal klappt das nicht.


    Noch einmal zum Beispiel von oben: Jemand behandelt mich schroff. Ich sagte: "Nö! Das will ich nicht haben." Reaktion der Freundin: "Wie kannst du nur!"
    hm, schwer, wenn man nicht dabei war. Entweder alles nicht so schlimm, und nach ein paar Tagen vergessen (jeder darf mal nen schlechten tag haben, gell ), oder es häuft sich und entfremdet...

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  2. #32
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Hallo Jolanda! Vielen Dank für deine lieben Worte und Aufmunterungen! Die tun mir wirklich gut im Moment!

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    manchmal ist es aber auch nur so, daß man älter wird, erwachsener, sich verändert, dann knirscht es im Gebälk, wie Du so schön schreibst, die Hütte muss aber nicht einstürzen. Manchmal hält das Grundgerüst auch stand und überlebt diese Veränderungen. Man entwickelt sich gemeinsam weiter, und kann die Freundschaft dann auch neu weiterleben.
    Das könnte ich mir gut vorstellen. Einige Kontakte werden seltener werden, andere bleiben, aber unter etwas anderen Vorzeichen.

    Da möchte ich einen kleinen Exkurs anschließen. Ich habe nämlich so einen Freundschaft, an der wir beide festhalten und ich mich manchmal frage, warum.
    Diese Freundin war in ihrem Leben schon mehrfach psychisch schwer krank. Ich habe sie in dieser Zeit begleitet, so gut ich konnte und sie war darüber sehr froh. Nach ihrer letzten Erkrankung vor 4 Jahren hat sie sich dahingehend entwickelt, dass sie alles Belastende von sich fern hält. Verständlich!! Nun könnt ihr euch vorstellen, dass ich dann manchmal mit meinem problemorientierten Blick nicht so der ideale Gesprächspartner bin.

    Also laufen unsere Gespräche so ab, dass ich entweder nichts von dem erzähle, was mich gerade beschäftigt oder aber ich muss mit ihren Bemerkungen leben, die mich manchmal ganz schön runterziehen. Unsere Interessen haben sich auch etwas auseinander entwickelt.
    D.h. unser Kontakt ist beständig und sie hat sich auch regelmäßig in diesem Jahr bei mir gemeldet, als es mir so schlecht ging. Dafür bin ich ihr sehr dankbar! Nur ist die Qualität unserer Begegnungen sehr unterschiedlich. Sehr oft fühle ich mich nicht verstanden und bin anschließend sehr traurig. Es gibt aber auch sehr anregende, schönen Begegnungen. Beides hält sich die Waage.

    Ich merke, dass ihr der regelmäßige Kontakt wichtig ist, der immerhin schon seit 25 Jahren besteht, also bemühe ich. Aber ich frage mich oft, warum wir das tun, an dieser Freundschaft so festhalten.

    Wie seht ihr das?
    Sollte man etwas fortsetzen, im Wissen um seine Problematik und in der Wertschätzung für die Zuverlässigkeit? Was ist "Freundschaft"? Das bedeutet ja nicht immer nur, zusammen Spaß zu haben!

    Beständigkeit und die Tatsache, dass man sich in den verschiedenen Phasen des Lebens kennt, ist ja schon ein großer Wert. Und meine gegenwärtige Tendenz, mich von den meisten Menschen zurückzuziehen, weil ich so oft in den letzten Jahren zu dem Erkenntnis gelangt bin, dass ich mich da nicht wohl fühle, ist ja auch nicht unkritisch zu sehen …

    Gestern ist es wieder passiert … "Traue deiner Wahrnehmung" hat wieder nicht so recht geklappt.
    Und die Reaktion der Freundin (ihre Bestärkung), mit der ich Essen war, hatte großen Einfluss auf meine Wahrnehmung eines Erlebnisses.
    Wieder ginge es wie bei den anderen Beispielen auch darum, dass ich versucht habe nach der Phase, in der es mir so schlecht ging, wieder von mir aus Kontakt zu meinen Verwandten und Freunden aufzunehmen. Wieder kam eine schroffe Reaktion, so eine von der Art, die der Grund war, warum ich mich zurückgezogen habe.
    (Sorry, es ist ein furchtbares Geeiere, wenn man aus Gründen der Anonymität nicht einfach schreiben kann, worum es geht.)
    Nach einem Telefonat mit einem Verwandten dachte ich: "Es war keine schöne Situation, aber ich kann den anderen auch verstehen, er war gerade im Stress." Als ich gestern auf dem Heimweg vom Restaurant meiner Freundin davon berichte, reagierte sie spontan und von sich aus so, dass meine erste, unterdrückte Reaktion während des Telefonats "Das war an sich eine Unverschämtheit!" wieder verstärkt wurde. Die hat sich jetzt über Nacht durchgesetzt.

    Die erste Reaktion "Es ist nicht schön, aber verständlich und gerade noch auszuhalten" war die versöhnliche, rationale Stimme in mir. Die andere ist die "persönliche", die einfach nur für mich Position bezieht. Und nun weiß ich nicht, für welche Haltung ich mich entscheiden soll. Verständnisvoll oder wütend. Leider ist das typisch!
    Ich glaub, ich kann das nicht … "Traue deiner Wahrnehmung, deinen Gefühlen" …
    Geändert von Fenimi (08.12.2012 um 15:06 Uhr)

  3. #33

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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Das Beispiel, das ich zu Beginn anführte, spielte sich aber anders ab und zwar in einer recht typischen Art.
    Ich reduziere das Geschehen mal darauf, dass ich auf eine Frage geantwortet habe und dabei auch erwähnte, dass ich eine Reaktion von einer außenstehenden Person schroff und verletzend fand, was mich darin bestätigte, dass ich mit diesem Kontakt vorsichtig sein sollte.
    Die Erwähnung der Tatsache, dass ich verletzt war und daraus in kleinem Umfang Konsequenzen ziehen will, hatte eine echauffierte Reaktion meiner Freundin zur Folge. Auf mich wirkt das so, als dürfe ich gewisse "negative" Gefühle nicht haben (Enttäuschung, Gekränktsein, Trauer) und ich "darf" mich deshalb auch nicht von jemandem abgrenzen.
    Ehrlich gesagt habe ich dabei das Gefühl, dass es nicht um mich geht und auch nicht um mein Erlebnis. Die Freundin hat irgendeinen anderen Film am Laufen und ich soll innerhalb des "Systems" bleiben.

    So ähnlich kenne ichs auch.

    Im Grunde wird man abgebügelt.
    "Selber schuld, wenn andere böse zu Dir sind."
    "Stell Dich nicht so an"

    Ich glaube, diese Menschen kreisen um sich selbst.
    Sie möchten sich nur mit ihren eigenen negativen Sachen befassen,
    und da hat man ihnen grenzenlos dienlich zur Seite zu stehen.
    Negative Dinge anderer Menschen stören nur.

    Mittlerweile meide ich solche Menschen.
    Falls es mal eine Freundschaft (wenn überhaupt)war , lasse ich sie einschlafen.

  4. #34
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Jetzt ist mir noch etwas aufgefallen …

    1. Was empfinde ich denn als "schroff"?

    Ich schrieb hier im Strang selbst: "Manchmal erwähne ich ja nur etwas, muss es gar nicht groß ausführen oder eine bestimmte Reaktion erwarten - und schon bricht der Sturm los."

    Für mich ist es ein Sturm! Der andere reagiert vielleicht nur so, wie es ihm gerade um die Leber ist … und denkt dabei nicht an mich. Das empfinde ich als schroff.
    Ich wünsche mir, dass sich mein Gegenüber etwas auf mich einstellt und bedenkt, in was für einer Situation ich gerade stecke.
    Das ist vielen zu viel.
    Bei mir kommt das wieder als die alte Kindheitsbotschaft an: "Du bist nicht wichtig. Reiß dich zusammen. Deine Gefühle stimmen nicht!"

    2. Wie ihr hier ja leider seht, ist es mein Bedürfnis, etwas bis zum Ende durchzudenken. Das ist vielen zu anstrengend. Es kommt wohl auch so rüber, dass ich mich zu wichtig nehme.

    Was auch vorkommt: Da ich mich normalerweise gut kontrollieren kann, sitzt einer Freundin bei einem Treffen erst einmal eine relativ normale Fenimi gegenüber, die sich ganz auf sie und ihre Themen einstellt. Stellt die Freundin dann mir eine persönliche Frage, kann es passieren, dass ich sehr emotional eine schlimme Geschichte berichte, die mich gerade umtreibt. Das ist für die andere vermutlich auch nicht gerade angenehm …, wollte sie doch bei seichten Themen einen Kaffee trinken oder in erster Linie ihr Problem besprechen.
    Während ich es unglaublich nett und rücksichtsvoll finde, dass ich mich zunächst so zusammengenommen habe.

  5. #35
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, diese Menschen kreisen um sich selbst.
    Sie möchten sich nur mit ihren eigenen negativen Sachen befassen,
    und da hat man ihnen grenzenlos dienlich zur Seite zu stehen.
    Negative Dinge anderer Menschen stören nur.
    Ich hatte es hier, glaube ich, ja schon einmal erwähnt, da ich mich selbst gern mit ernsten und schwergewichtigen Dingen beschäftige, habe ich mir natürlich Freundinnen gesucht, die etwas ähnlich sind. Und wenn sich beide mal zur gleichen Zeit "bedürftig" fühlen, spürt man wieder:
    Zwei Minus ergeben kein Plus …

    Und ich habe in diesen Freundschaften wie gesagt eine bestimmte Rolle, in der ich bitte auch verharren soll.

  6. #36
    Avatar von Karla48
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    So ist es. Zwei Minus ergeben kein Plus.
    Ich habe gelernt, Freundschaften möglichst nicht gerade dann zu starten, wenn es superdicke Probleme auf der einen Seite gibt. Ohne Probleme ist niemand, aber wo das jeweilige Thema dann Alleinthema ist...nee. Geht nicht für mich. Auch habe ich selber in früheren Jahren mal eine Freundschaft mit meinen Problemen überlastet. Die arme Frau - heute weiss ich: Das ist nicht gut.

    Ernste und schwerwiegende Themen zu besprechen, kann nicht der alleinige Inhalt einer Freundschaft sein, wage ich mal zu behaupten. Da fehlt der entspannende, wohl tuende Aspekt.
    Man muss auch irgendwann mal kapieren, dass negative Dinge nicht davon, dass man sie lang und breit bespricht, positiver werden. Im Gegenteil. Sie werden ständig aufgefrischt, die negativen Gefühle. Lieber mal etwas Positives, Ablenkendes mal tun, als immer schwer wiegendes zu wälzen. Meine Meinung.

    Die leichten und schweren Themen sollten sich die Waage halten. Dann macht es Spaß. Und man muss nicht jedesmal vorher denken "Wer weiss wie lange es heute wieder um das leidige Thema Tante Martha geht, und hoffentlich bin ich hinterher nicht allzu down". Na wie oft will man sich denn so ein Treffen antun?? Wen will ich denn sehen, der jedesmal mit einem dicken Problem anrauscht, um dass ich mich jetzt kümmern soll?

    Ich habe durchaus Leute, denen ich gerne weiterhelfe, mit Rat und Tat zur Seite stehe. Aber ich habe lernen müssen, dass ich damit haushalten muss, damit ich nicht selber untergehe. Und dafür habe ich kein schlechtes Gewissen. Überhaupt nicht. Ich kann nur helfen, wenn ich selbst fit bleibe.

    Und diese "selber schuld!"-Kommentare. Das ist das Allerletzte. Diese Leute machen es sich ganz einfach. Sie arbeiten nicht an einer Lösung. Sie sind Teil des Problems. Mit diesem Satz sagt man dem anderen: "Weißt du was, wenn ich du wäre, dann wüßte ich genau, wieviel schlauer ich das Problem löse. Du bist nur zu doof, das Problem zu lösen". Und solche Bekannten brauche ich nicht. Freunde würde ich so jemanden schon gar nicht nennen. Wir hatten so jemanden in der Familie. Egal, was einer hatte - alle waren selber Schuld. Damit machte diese Person klar: Ach ihr armen, ihr seid alle zu doof zum leben. ICH, ich bin ja VIEL schlauer.

    Solche Geisteshaltungen haben nur geistig kleine, mißgünstige Personen nötig. Wer Herzensbildung hat, kriegt sowas doch gar nicht über die Lippen.

    Wer sich die Mühe des aufeinander eingehens nicht macht - warum sollte ich mit diesen Menschen Kontakt haben? Das ist doch langweilig. Finde ich jedenfalls. Da kann mir doch auch einer das Telefonbuch vorlesen!

    Meine spontanen Gedanken dazu.
    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006

    Achtung! Affe beißt und wirft mit Schmutz!
    ( Schild im Zoo)


  7. #37
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Die tun mir wirklich gut im Moment!
    Das freut mich - dann ist es ja zu was nütze, hier zu schreiben




    Ich merke, dass ihr der regelmäßige Kontakt wichtig ist, der immerhin schon seit 25 Jahren besteht, also bemühe ich. Aber ich frage mich oft, warum wir das tun, an dieser Freundschaft so festhalten.
    Jemanden so lange zu kennen, ist natürlich nicht unerheblich, denk ich. Bei ihr könnte ich mir auch vorstellen, daß sie Dich einfach sehr schätzt und Dir sehr dankbar ist, daß Du immer so für sie da warst.




    Sollte man etwas fortsetzen, im Wissen um seine Problematik und in der Wertschätzung für die Zuverlässigkeit? Was ist "Freundschaft"? Das bedeutet ja nicht immer nur, zusammen Spaß zu haben!
    Also ganz ehrlich - ich hatte (!) eine Freundin, die ich wegen ihrer Beständigkeit und Zuverlässigkeit schon schätzte, die ich auch mochte, aber wir waren einfach recht verschieden. Im Grunde konnte ich "nicht viel mit ihr anfangen" - sie mit mir womöglich auch nicht. Was noch schlimmer wurde nach ihrer Heirat, mit dem Mann konnte ich noch weniger anfangen.
    Aber da wir eben beide zuverlässige nette menschen waren, lief das immer so weiter, auch nachdem sie weggezogen war.
    Irgendwann ist es dann doch eingeschlafen, weil mir - auch wenn das böse klingt - meine zeit einfach zu kostbar wurde. Es gibt so viele Menschen, mit denen man tollen Austausch haben kann, die auf meiner Wellenlänge sind... warum dann etwas fortsetzen, was einfach nicht gut passt ?

    Ich habe gestern zB (im Nebenjob) den Abend mit 10 wildfremden Frauen meines Alters verbracht. Da waren mindestens 3 dabei, mit denen ich mich besser und intensiver unterhalten konnte, als mit dieser ehemaligen Freundin, weil die einfach total auf meiner Wellenlänge waren.




    Und meine gegenwärtige Tendenz, mich von den meisten Menschen zurückzuziehen, weil ich so oft in den letzten Jahren zu dem Erkenntnis gelangt bin, dass ich mich da nicht wohl fühle, ist ja auch nicht unkritisch zu sehen …
    Kann man so sehen - muss man aber nicht. Bei einem Mann würdest Du doch auch nicht aus lauter Zuverlässigkeit und Beständigkeit jahrzehntelang in Beziehung ausharren, wenn es einfach nicht gut passt... oder ?




    (Sorry, es ist ein furchtbares Geeiere, wenn man aus Gründen der Anonymität nicht einfach schreiben kann, worum es geht.)
    Nach einem Telefonat mit einem Verwandten dachte ich: "Es war keine schöne Situation, aber ich kann den anderen auch verstehen, er war gerade im Stress." Als ich gestern auf dem Heimweg vom Restaurant meiner Freundin davon berichte, reagierte sie spontan und von sich aus so, dass meine erste, unterdrückte Reaktion während des Telefonats "Das war an sich eine Unverschämtheit!" wieder verstärkt wurde. Die hat sich jetzt über Nacht durchgesetzt.
    Ist so wirklich schwer zu sagen, aber Deine freundin war ja auch der Meinung. Wenn Du magst, schreib doch eine PN und schildere die Situation (oder eine andere) mal genauer. Vielleicht ergibt sich daraus doch noch was mehr.. ?




    Verständnisvoll oder wütend. Leider ist das typisch!
    Ich glaub, ich kann das nicht … "Traue deiner Wahrnehmung, deinen Gefühlen" …
    Doch, Du kannst das - glaub mir

    Du darfst doch erstmal die Wut zulassen. Das verhalten hat Dich enttäuscht, verletzt... und Du weißt, Wut fühlt sich immer noch besser an, als verletzt zu sein. Deswegen bist du wütend

    Wenn Du jetzt weiter guckst, kommst Du wieder darauf, daß die schroffe Antwort dieses menschen eher mit seiner eigenen Situation zu tun hat, als mit Dir persönlich. Gut so. Verständnis ist ok - was aber nicht heißt, daß Du es gut oder richtig finden musst, wenn er schroff zu Dir ist. Es relativiert die Sache aber. Du musst es nicht persönlich nehmen, weil es nicht persönlich gemeint war.

    Und mit dieser Relation musst Du vielleicht auch gar nicht mehr so verletzt sein. und dann auch nicht mehr wütend. Dann kannst Du entweder sagen, ok, der hatte nen schlechten Tag und es vergessen, oder ihn mal drauf ansprechen. Wen sich das schroffe Verhalten häuft, wirst Du vielleicht einfach den Kontakt einschränken, weil Dir das keinen Spass macht.... Es gibt menschen, die sind nicht launisch und regelmässig schroff zu andern...
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  8. #38
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Für mich ist es ein Sturm! Der andere reagiert vielleicht nur so, wie es ihm gerade um die Leber ist … und denkt dabei nicht an mich. Das empfinde ich als schroff.
    Das hat m.E. damit zu tun, daß Du da einfach rücksichtsvoller bist, evtl. auch streng mit Dir. In dem Sinne, daß Du von Dir verlangst, auch immer schön rücksichtsvoll und empathisch zu sein, egal ob Dir grad ne Laus über die Leber gelaufen ist oder nicht. Und das erwartest Du natürlich auch von den anderen. Du kannst es ja auch. Das ist aber der Knackpunkt - der andere kann es nicht oder will es gar nicht. Der lässt sein Befindlichkeiten ungefiltert raus. Da ist es jetzt an Dir, das eben nicht zu persönlich zu nehmen.

    Lass einfach auch mal ungefiltert raus, was Du fühlst, wenn jemand Dir so blöd kommt. Kann gut tun
    .

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  9. #39
    Avatar von Fenimi
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Das hat m.E. damit zu tun, daß Du da einfach rücksichtsvoller bist, evtl. auch streng mit Dir. In dem Sinne, daß Du von Dir verlangst, auch immer schön rücksichtsvoll und empathisch zu sein, egal ob Dir grad ne Laus über die Leber gelaufen ist oder nicht.
    Ich versuche es , ja. Auch wenn es mir nicht immer gelingt. Auch ich habe schon mal Beschwerden zu hören bekommen.
    Ich versuche immer die Person zu sehen, mit der ich zu tun habe. Es gibt auch Leute, die setzen beim Anderen einfach eine Verfassung oder einen Zustand voraus, denn sie als "normal" definiert haben.

    Und das erwartest Du natürlich auch von den anderen. Du kannst es ja auch. Das ist aber der Knackpunkt - der andere kann es nicht oder will es gar nicht.
    Gut möglich.

    Da ist es jetzt an Dir, das eben nicht zu persönlich zu nehmen.
    Dafür muss ich allerdings sehr viel Abstand zu ihnen schaffen, sie sozusagen aus meinem Herzen schmeißen. Das tut weh.

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Jemanden so lange zu kennen, ist natürlich nicht unerheblich, denk ich. Bei ihr könnte ich mir auch vorstellen, daß sie Dich einfach sehr schätzt und Dir sehr dankbar ist, daß Du immer so für sie da warst.
    Naja, wir hoffen wohl auch von beiden Seiten, uns so jemanden zu erhalten, der in schlechten Zeiten einem zur Seite steht…
    Die Rechnung muss aber nicht unbedingt aufgehen.
    Bei einem Mann würdest Du doch auch nicht aus lauter Zuverlässigkeit und Beständigkeit jahrzehntelang in Beziehung ausharren, wenn es einfach nicht gut passt... oder ?
    Ich nicht, nein. Aber bauen darauf nicht viele Beziehungen auf Beständigkeit, Zuverlässigkeit, man kennt sich gut. Dafür nimmt man es in Kauf, dass der andere schon beim Frühstück wieder mit dem Thema kommt, was man echt nicht mehr hören kann. Wie viele Ehepartner fühlen sich nicht verstanden, sondern sammeln Verletzungen. Das gehört vielleicht dazu?
    Okay, das ist nicht das, was ich erstrebe …

    Du darfst doch erstmal die Wut zulassen. Das verhalten hat Dich enttäuscht, verletzt... und Du weißt, Wut fühlt sich immer noch besser an, als verletzt zu sein. Deswegen bist du wütend
    Lustig! Vielleicht bin ich deshalb so oft verletzt, weil ich so ungern wütend bin?

  10. #40
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Unter guten Freundinnen …

    Zitat Zitat von Fenimi Beitrag anzeigen
    Lustig! Vielleicht bin ich deshalb so oft verletzt, weil ich so ungern wütend bin?
    nee

    Wut ist ein Gefühl, das wir "zu Hilfe nehmen", wenn wir den Schmerz der Verletzung nicht spüren wollen.

    Wenn Du Dein Gefühl des "Verletzt seins" zulässt, ist schon nicht verkehrt. Nur eben dann den nächsten Schritt machen: warum bin ich so verletzt und ist es überhaubt nötig/angebracht/zielführend verletzt zu sein ?
    .

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