Nachdem ich mich viele Jahre lang "verbogen" habe und nichts als verpuffte Energie übriggeblieben ist, wurde mir endlich klar, wie ich wirklich ticke. Ich bin ein "leiser" Mensch. Jemand, der ruhig ist, sich in größeren Gruppen nicht behaupten kann (stehe sehr ungern im Mittelpunkt) und schon als Kind eher nachdenklich war. Das Oberflächliche hat mich immer sehr traurig gemacht. Ich gehörte einfach nicht dazu. Um dem zu entkommen, habe ich viele Jahre Selbstverleugnung betrieben und mich offener gegeben, als ich bin.
Das Ergebnis ist heute: ich bin unglücklich.
Ich sehne mich nach Geborgenheit und Tiefe, nach Aufgehobensein. Das alles kann ich mir nur bedingt selbst geben.
Ironischerweise bin ich in einem sozialen Beruf tätig und erziehe mein Kind allein. Ganz allein, ohne Wochenend-Vater. Dazu führe ich eine Fernbeziehung, die noch ganz jung ist und zusätzliche Organisation und Kraft erfordert. Ich bin also immer am "Tun". Vielleicht mehr, als es meinem eigentlichen Wesen zuträglich wäre.
Durch den Raubbau an meiner Psyche habe ich auf Dauer nicht mithalten können mit dem Bild, das ich nach außen abgegeben habe und abgeben wollte. Kontakte sind verpufft, 2 sehr enge Freundschaften haben sich auseinander entwickelt. Nun, mit über 30, frage ich mich, frage ich euch:
Wie gehe ich damit um, eben kein Kontaktmensch zu sein, der beliebt und toll ist und wahnsinnig viele Leute kennt? ( ich wollte mich immer so sehen und habe mich immer wieder gewundert, weshalb das nicht so funktionierte...) Wie erfülle ich mein Bedürfnis nach warmen, haltbaren Kontakten? Wie kommuniziere ich es?
Ich möchte der Einsamkeit entkommen, die ich mir selbst geschaffen habe.














) Wie erfülle ich mein Bedürfnis nach warmen, haltbaren Kontakten? Wie kommuniziere ich es?
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. Und habe für mich noch keine endgültigen Antworten gefunden. Ich bin gerade in der Situation, dass ich mich in einer ganz neuen Umgebung integrieren muss (Umzug + Jobwechsel) und verfluche mal wieder meine Introvertiertheit, weil ich sie als "Behinderung" erlebe.

