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  1. #41
    mushunt
    gelöscht

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    P.S. mushunt: "Plaudern, Spiele spielen und über die blödesten Sachen lachen" ist weder etwas oberflächliches, noch etwas in- oder extrovertiertes.
    Sondern?

    Ich dachte schon ich hätte es kapiert. Ist wohl doch nicht so.
    Was verstehst Du denn unter Oberflächlichkeiten?

  2. #42
    Moderation
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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von mushunt Beitrag anzeigen
    Was verstehst Du denn unter Oberflächlichkeiten?
    Nicht das gleiche wie mit Freunden rumhängen und albern sein... Selbst die introvertierten Informatiker (die die nicht auf deine Schuhe gucken, wenn sie mit dir reden) sind im allgemeinen mühelos imstande, mit guten Freunden die ganze Nacht Blödsinn zu reden, der sich keinem Außenstehenden erschließt, Spiele mit unglaublich komplizierten Regeln zu spielen, unddas alles sehr lustig zu finden.

    Unter Oberflächlichkeit verstehe ich sich nicht die Mühe zu machen, sich nicht die Mühe machen zu wollen, und nicht zu glauben, daß die Mühe es wert ist, sich gemacht zu werden, die Leute, mit denen man zu tun hat, besser kennenzulernen.

    Das hat eine gewisse Rechtfertigung, wenn man extrem leicht Leute kennenlernt und sich sein Besser-Kennenlernen ein bißchen einteilen muß. Der Unterschied ist, eine oberflächliche Person betrachtet es als sinnlos, irgend jemanden besser kennenzulernen. Eine extrovertierte, aber nicht oberflächliche Person, betrachtet es als sinnlos zu versuchen, jeden besser kennenzulernen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. #43
    Avatar von aubisa
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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Danke divino.
    So wie ich pauschale Einschätzungen nicht mag, kann ich mich auch hier einigen extremen Darstellungen nicht anschließen.

    Zitat Zitat von mushunt Beitrag anzeigen
    Sondern?

    Ich dachte schon ich hätte es kapiert. Ist wohl doch nicht so.
    Was verstehst Du denn unter Oberflächlichkeiten?
    Plaudern und Spielen sind Dinge, die jeder tut. Auf Unterschiedliche Weise, wenn man der Klassifizierung in introvertiert und extravertiert folgen will. (Ich bin sicher, dass es so viele Graustufen gibt, dass Einteilungen da gar nicht greifen können.)
    Allzumal funktionieren sie eh nur in Relation - spricht ein "Introvertierter" mit einem "Introvertierten", sind dann beide noch introvertiert?

    Einen Teil vom "Extravertiertsein" kann man lernen. Das Bild "ich bin anders" stimmt. Ja. Aber alle anderen auch. Und das zu akzeptieren und sich nicht immer in der Inselposition wahrzunehmen, erleichtert vieles.

  4. #44
    Avatar von Divino
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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von mushunt Beitrag anzeigen
    Was verstehst Du denn unter Oberflächlichkeiten?
    Kontakte ohne Inhalt.

    Kontakte, die nur an Oberflächen bleiben und niemals persönliches zutage bringen.

  5. #45
    Avatar von Divino
    Registriert seit
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    9.733

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von aubisa Beitrag anzeigen
    Und das zu akzeptieren und sich nicht immer in der Inselposition wahrzunehmen, erleichtert vieles.
    Jeder Mensch dieser Erde hat eine Inselposition. Manche winken von dort herüber, manche veranstalten Feuerwerke oder Karneval, manche sitzen nur da und lesen.

    Ich kenne Menschen, die sich niemals in die Karten sehen lassen und alles umgehen, was etwas von ihrem Inneren erkennen lassen könnte. Paradoxerweise sind vermehrt genau diese es, die ständig mit anderen quatschen, "kontakt"(?)freudig wirken und immer im Dialog sind. Sie verstehen sich extrovertiert und sind jedoch absolut introvertierte Quasselstrippen. Bemerkbar wird dies vor allem dann, wenn man ihnen etwas persönliches hinüberwirft und sie mit etwas konfrontiert, das ihr Inneres anspricht: Völlig aus dem Gleichgewicht gebracht versuchen sie, sich der Situation zu entziehen und zur Maskerade zurückzukehren, indem sie noch mehr reden ohne etwas zu sagen.

    Introvertiert sind diejenigen, die sich hier als introvertiert bezeichnen, in dem Moment auch im RL nicht mehr, in dem sie einfach das, was sie hier schreiben, verbal äußern. Auf welche Reaktionen man dabei stößt, fällt unterschiedlich aus. In den meisten Fällen wird es ausgesprochen positiv angenommen. Nur Mut - gibt nichts zu verlieren.

  6. #46
    Avatar von aubisa
    Registriert seit
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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Jeder Mensch dieser Erde hat eine Inselposition. Manche winken von dort herüber, manche veranstalten Feuerwerke oder Karneval, manche sitzen nur da und lesen.
    Sag ich ja. Jeder ist "anders".
    Und das Bewusstsein, dass die Winkenden im Zweifelsfall genauso viel grübeln und denken wie die Lesenden.
    Die Introversion ist doch Teil des Selbstbildes. Je mehr man den Schritt "nach außen" wagt, desto spannender verändert sich diese Selbstwahrnehmung und damit auch das Auftreten.

  7. #47
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    P.S: Extrovertierte haben nicht mehr oder weniger Tiefgang als Introvertierte. Von Natur aus würde ich mich eher zu den Extrovertierten zählen, die sich wohler fühlen, wenn umfangreicher Austausch möglich ist. In den Fällen, in denen ich bspw introvertiert wirke, fühle ich mich unwohler (da kein Austasch), aber immer noch wohler, als zwanghaften Austausch mit uninteressanten Menschen zu betreiben. Ergo: Introvertiertheit bedeutet für mich nicht mehr Tiefgang sondern mehr Zusammentreffen mit Menschen, mit denen einfach die Welle nicht passt.

    Weder bedeutet Introvertiertheit Schüchternheit noch bedeutet Extrovertiertheit, eine oberflächliche Quasselstrippe zu sein. Das sind alles zwei Paar Schuhe.
    Ich bin auch so am Grübeln.
    Alle Welt hält mich wohl eher für die Extraverierte und mir scheint, es ist wie ein Hemd was ich mir irgendwann mal überzog.
    Es ist wie eine Rolle die ich mittlerweile als anstrengend empfinde.

    Aber wie dröselt man das auf?
    Mal ein Beispiel dazu: mir fiel im vorigen Jahr auf wie mich mein Auftritt in SBs selber zu nerven begann . Ich bin doch nicht nur die Kesse mit dem Spruch auf den Lippen.
    Jetzt hab ichs mal ganz anders angefangen. Abischtlich eher ein übertrieben dezentes Bild und eher sachliche Kommentare.

    Bingo, ich ziehe ganz andere Männer an....es ergibt sich gleich ein Dialog statt Geplänkel.

    Und was mir aufgefallen ist speziell als ich Wildwusels Postings las: ich bin Eine die sich auf der Bühne öffnen kann..
    Das ist und wird echt immer mehr ein Bedürfnis für mich.

    Und, andererseits war es eben schon immer mein Kindheitstraum.
    Eiskunstprinzessin, Märchenerzählerin und einfach Tanzen.

    So einfach abgehoben in einer anderen Welt leben!

  8. #48
    mondmaid
    gelöscht

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Schönes Thema, gute Beiträge!

    Ich zähle mich - inzwischen! - auch zu den Introvertierten. Hat lange gedauert, ich war mir zwar bewusst, eher still und "mit mir selbst" zu sein, aber ich habe lange dagegen angekämpft, weil ich auch "dazu gehören" wollte.
    Wie oft habe ich auf Partys ausgeharrt und habe mich unwohl gefühlt.... dann habe ich begonnen, einfach früher zu gehen.... dann habe ich meine Partyhäufigkeit reduziert und all das hat mir gut getan. Wurde aber vom Freundes- und Bekanntenkreis oft nicht verstanden. Ich hab da auch noch die Aufgabe vor mir, mich einigen Leuten zu erklären, an denen mir etwas liegt: sie sollen nicht denken, dass ich mich wegen ihnen unwohl fühle oder keine Freude an der Begegnung hatte - ich hab da einfach eine andere Dosis, um mich wohl zu fühlen.

    Introversion sehe ich als ein Merkmal, eine Disposition, die nicht unbedingt in 100%er Ausprägung vorliegen muss. Es gibt doch auch Tendenzen, mehr zu der einen oder anderen Seite zu gehören.

    Ich hatte es eher schwer, mich selbst zu verstehen, weil ich da etwas ambivalent bin und immer gut acht geben muß, was mir gut tut und wieviel davon. Ich kann Smalltalk, ich mag Witzeleien, ich flirte gern - ich will gar nicht immer Tiefgang haben. Ich brauche aber nicht so viel Kontakte und Austausch über Alltägliches ("soziale Fellpflege") wie die meisten anderen um mich und bin dann eben immer diejenige, die ein Treffen mit anderen zuerst beendet - weil ich einfach nicht mehr kann.
    Es gibt nur wenige Ausnhamen und das sind dann die Menschen, bei denen ich mich warm und aufgehoben fühle, so wie ich bin, mit meiner Ambivalenz. Die mich so erkennen und schätzen. Und das sind immer nur ganz wenige.

    Zur Partnerschaft mit einem Extrovertierten: das, was Divino geschrieben hat, bringt mich zum Nachdenken: war mein Exmann nun eher extrovertiert oder ein Introvertierter, der sich an der Oberfläche festgehalten hat, um dazuzugehören - so, wie ich es auch lange gemacht habe? Ich hatte immer den Eindruck, er "könnte" mehr Tiefgang - aber er wollte nicht. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher....
    Er war jedenfalls der, der die sozialen Kontakte für uns organisierte, da war ich ihm sehr dankbar (und hab ihn, wenn ich ehrlich bin, nicht oft genug dafür gelobt).
    Das Problem war wohl, dass wir uns gegenseitig nicht genug geschätzt haben mit unseren Anlagen. Und er leider auch versuchte, mich zu verändern bzw. mich anging dafür, dass ich nicht so lange durchhielt auf Partys etc. Irgendwann ging das nicht mehr.

  9. #49
    mondmaid
    gelöscht

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Ich bin auch so am Grübeln.
    Alle Welt hält mich wohl eher für die Extraverierte und mir scheint, es ist wie ein Hemd was ich mir irgendwann mal überzog.
    Es ist wie eine Rolle die ich mittlerweile als anstrengend empfinde......

    Ich hab vor kurzem mal ein Interview mit dem von mir sehr geschätzten Schauspieler Matthias Brandt gelesen.
    Der kann genau das - und bezeichnet sich selber als introvertiert mit allen auch hier schon beschriebenen Begleiterscheinungen.
    Mir hat das Mut gemacht (die Buchempfehlung von Malina ist auch schon notiert!)
    Denn er kann das extrovertierte Schauspielerhemd an- und auch wieder ausziehen. Und genau diese Fähigkeit geniessen.

    Das mit dem SB-Profil ist ein guter Hinweis, ich glaube darüber muss ich auch nochmal nachdenken.
    Ich will doch als die erkannt werden, die ich bin - und nicht (nur) als die, die ich gerne sein wollte.
    Andererseites gehören unsere Träume auch zu uns, es geht halt darum, diese als solche zu benennen.

  10. #50
    sina-lei
    gelöscht

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Ich liebe diesen Schaupieler.

    Introvertierte Menschen müssen nix tun und wirken.
    Er ist ein gutes Beispiel dafür.
    Sooo sexy.

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