Ich hab auch mal im Vertrieb gearbeitet, 5 Jahre lang in leitender Position. War nicht meins, ich hab mir dann was anderes gesucht.
Bei mir waren es andere Aspekte wie bei dir: Aussendienst, mangelnde Unterstützung durch die Geschäftsführung und last, but not least: ich war vom Produkt nicht überzeugt.
Ich fand deinen Beitrag sehr interessant, denn genau dein Problem hatte ich gerade nicht. Obwohl ich deine Schilderung sehr gut nachvollziehen kann.
Den von dir beschriebene Typus "Vertriebler" - den kenne ich auch. Zumindest in der Aussenwirkung. Ich kann aber nichts darüber sagen, wie diese Menschen privat sind. Vieles erscheint mir da aufgesetzt, eine Rolle, die gespielt wird.
Ich will damit sagen: es ist möglich, im Vertrieb sein Ding zu machen, auch als eher introvertierter Mensch.
Meine Abschlußleistung war immer sehr gut, weil ich meine Zeit mit den Kunden in intensive Gespräche investiert habe und ihnen dadurch passgenaue Angebote machen konnte.
Kollegen respektieren einen, wenn man entweder ist wie sie (das hast du schon erkannt) oder wenn man überzeugend sein eigenes Ding macht (das wäre noch ein Schritt für dich). Mit überzeugend meine ich vor allem: von sich selbst überzeugt sein. Dann werden dich auch Neckereien oder ähnliches weniger ankratzen.
Mach dein eigenes Ding - und lass die anderen ihres machen.
Der zweite Punkt: mir war und ist es nicht wichtig, im Job beliebt zu sein. Ich wollte respektiert werden, Beliebtheit kommt dazu oder eben auch nicht. Sie für erstrebenswert zu halten oder gar herbeiführen zu wollen halte ich für eine Falle.
Weil man in das Fahrwasser kommen kann, Dinge zu tun, von denen man selbst nicht überzeugt ist, nur um von einer Gruppe akzeptiert zu sein.
Ich hab mich konsequent, so gut wie möglich, aus Machtspielchen rausgehalten, so wohl aktiv als auch passiv.
Manchmal ging das nicht - wenn ich mal selber betroffen war - aber ich hab meine Linie gefahren.












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), aber die Frage "warum gehst Du denn schon?" muss man sich als Introvertierter schon oft anhören. Und leider gibt es keine wirklich sozial verträgliche ehrliche Antwort darauf, also redet man sich mit Müdigkeit o.ä. heraus, fühlt sich aber immer in so einem Rechtfertigungsmodus. Ich würnschte mir manchmal, jemand würde mal zu mir sagen, toll, dass Du so lange geblieben bist!