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  1. #41
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Schöne Gedanken, Malina

    Vertrauen ist bei mir auch ein wichtiges Thema... Vertrauen ins Leben, in Gott, in andere Menschen... einfach loslassen und einfach mal vertrauen. Mit Vertrauen kommt dann eben die Gelassenheit, die Zuversicht, auch Fröhlichkeit. Mit Vertrauen muss ich mich nicht um die Zukunft sorgen, muss keine Pläne machen, kann im Hier und Jetzt leben.

    Im Zusammenhang mit Vertrauen denk ich immer daran:

    "Sehet die Vögel an. Sie säen nicht, sie ernten nicht, und der liebe Gott ernährt sie doch."

    Daran zu denken hilft mir da wirklich oft weiter. Auch gegen die Angst, von der Steffken geschrieben hat.


    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  2. #42
    Avatar von schafwolle
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich hab nämlich auch ein paar Punkte erledigt, wo ich dann ganz frustriert festgestellt habe, dass das kein Punkt auf der Liste war und ich nix abhaken konnte.
    Für diese Fälle hilft mir ein wirksamer Trick:
    ich schreibe den vorher nicht vorhandenen to-do Punkt auf der Liste nachträglich dazu, um ihn dann durchstreichen zu können.
    Stärkt das Effizienz-Gefühl ungemein.



    Zitat Zitat von steffken1970 Beitrag anzeigen
    Fühlt Ihr Euch auf der Suche? Wie fühlt Ihr Euch dabei?
    Auf der Suche fühle ich mich weniger - weil ich das, was ich meine suchen zu sollen, nicht wirklich in Worte oder klare Vorstellungen fassen kann. Was wiederum viele Selbstzweifel auslöst. So gesehen, lebe ich im Hier und Jetzt, weil die Zukunft nicht greifbar ist. Und ja, Angst spielt dabei eine Rolle.

    Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen nicht oder sehr verhalten über ihre Ängste, so sie denn vorhanden sind, reden. Das scheint nicht in's Selbstbild bzw. in die Vorstellung von gelingendem Leben passen.
    .

  3. #43

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Was für ein netter Faden!
    Mit der Achtsamkeit beschäftige ich mich - mal mehr, mal weniger - seit ich 20 bin, also seit vielen Jahren
    Auf meinen Reisen damals habe ich den Buddhismus kennengelernt und war nachhaltig beeindruckt.
    Während ich lange glaubte, es ginge im Wesentlichen um den Umgang mit anderen, verlagert sich das Thema grade hin zu mir selbst. Stelle stirnrunzelnd fest, wie ich wie und wo ich da jahrelang munter Selbstausbeutung geübt habe.

    (Mir hat auch dieser "Fastenstrang" gefallen - schade, dass das nicht weiter ging ... ein inneres "gut genug" in Situationen, wo ich merkte, dass ich in eine Stressrotation komme, hat sofort entspannt)

    Also, wenn ihr noch wen brauchen könnt ..

    bblume
    flying is the art of falling to the ground without touching

  4. #44
    Avatar von frieda58
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo Alle zusammen,
    da bin ich auch wieder.

    herzlichen Dank Malina dafür,dass du diesen Strang eröffnet hast.
    Ich habe mir ja nach der Fastenzeit vorgenommen, achtsamer und bewußter mit mir umzugehen. Dazu gehört auch, mir genau zu überlegen, was wichtig ist.
    Ein Text,der mir dazu sehr gut gefällt ist vom ehemaligen Papst Johannes XXIII.
    Ich möchte ihn gerne mit Euch teilen:

    Die Zehn Gebote der Gelassenheit
    1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
    2. Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern - nur mich selbst.
    3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin - nicht für die andere, sondern auch für diese Welt.
    4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
    5. Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
    6. Nur für heute werde ich eine gute Tat verbringen, und ich werde es niemandem erzählen.
    7. Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
    8. Nur für heute werde ich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten - , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
    9. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist - und ich werde an die Güte glauben.
    10. Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen - und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

    LG frieda
    „Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“
    Kurt Tucholsky

  5. #45
    Avatar von Malina70
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo zusammen,

    @bblume: Herzlich willkommen. Die Idee ist, die Impulse und Anregungen aus der Fastenzeit hier weiterzuführen und zu vertiefen. Neue Gedanken sind natürlich immer willkommen, wir wollen uns ja nicht im Kreis drehen.

    @Frieda: Danke für den schönen Text. Ich muss ihn mir jetzt auch endlich mal abspeichern. Gerade das "nur für heute..." spricht mich im Moment sehr an, wo ich wieder zu weit vorausdenke und plane.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  6. #46

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    131

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    @Frieda: vielen Dank für diesen wunderbaren Text! Er sagt alles aus! und ich stimme Malina70 zu, gerade das"nur für Heute..." das entspannt so ungemein!

    @Malina70: abgesehen davon das ich deinen Avatar klasse finde (ich liebe Himbeeren), ein sehr schöner Strang

    Grüße
    Siebenstreich

  7. #47
    Avatar von steffken1970
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Einen wunderschoenen guten Abend Ihr Lieben,
    Willkommen Butterblume, Schafwolle und Siebenstreich!

    @Frieda: schön, dass Du uns wiedergefunden hast und dann auch mit so einem schönen Text (wobei ich mich beim Liste Lesen an die to-do-Liste erinnert fühlte )
    @schafwolle: das Leben im Hier und Jetzt ist ja auch eigentlich das, was zählt. Und hmh ja: obwohl erst mit all den negativen Eigenschaften sind wir ja "ganz", wird ungern darüber gesprochen. Wird viele Gründe haben. Ich gehe mit meinen Freunden sehr offen diesbezüglich um. Und im Austausch wurde klar, wie wenige Menschen sich das echt eingestehen. Wie oft mussten meine Freundin und ich beim Quatschen über unseren Alltagswahnsinn und unseren Defiziten feststellen, dass das Leben vieler Bekannten nach Friede Freude Eierkuchen ausschaut. Oder gibt's das echt? Familien, Menschen ohne Probleme?
    @Butterblume: ist schon erstaunlich, wie sich der Fokus in den Jahren verschoben hat. Hilft Dir denn bei diesem Fokus auf Dich selbst nun, dass was Du mit dem Buddhidmus erlebt hast? Wie muss ich mir das vorstellen?
    @jolanda: Deinen Spruch fand ich auch sehr anschaulich. Es erschließt sich meist aus all diesen weisen Sätzen (ob aus dem Buddhismus, christl. Glauben etc.) eine ähnliche Essenz.

    Zu stressigen Situationen gehören diese Schlagwörter für mich: Liste, Zeitdruck, Gedankenkarussel, Gegenteil von Gelassenheit, atemlos. Puh. Meist passiert das nur im Job und das ist für mich ne Uebung fuer die naechste Stresssituation. Ich bin gut organisiert und wenn ich mir dann ne Liste mache (nur mit Top 3 an Prioritäten) dann geht's schon ab. Dabei müsste es anders gehen.

    Heute konnte ich mir zumindest schon mal wieder die Schuhe selbst anziehen . Es tut immer noch weh. Und zwischendurch musste ich feststellen, dass ich so verspannt und verkrampft war, weil ich nicht richtig geatmet habe.
    Na, ich weiß jetzt, wofür es gut war und werde wieder sehr happy sein, wenn ich wieder wie ein junges Reh durch die Gegend hüpfe.

    Die nächsten Wochen schreibe ich mir auf die Agenda: Entspannung viel mehr in den Alltag holen, sehrsehr lieb sein zu meinem Mann und Geduld haben mit den kleinen Jungs.

    Jetzt seid Ihr dran!
    Kinder: zwei süße Jungs den GöGa nicht dazugezählt...
    ----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
    Geändert von steffken1970 (21.04.2012 um 14:02 Uhr)

  8. #48

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo Zusammen!

    Vielen Dank für´s Verlinken des Fastenstranges.
    Hab die letzten Abende damit verbracht ihn in aller Ruhe von vorne bis hinten zu lesen.
    Es waren wirklich viel inetressante Aspekte, gute Impulse und Themen die auch mich beschäftigen dabei.
    Hab nebenbei alles was ich für interessant und nachdenkenswert fand für mich raus kopiert.

    Entschleunigung ist für mich im Moment auch ein wichtiges Thema. Empfinde den Alltag immer als sehr schnell, hektisch - mir begegnet dabei auch sehr viel Egoismus, Ellenbogen... Und von den To-Do-Listen kann ich auch ein Lied singen.... Ich schreibe mir auf meine Listen auch immer noch ein paar für mich schöne "Pflichten", so kaufe ich z.B. gerne ein (Wocheneinkauf ist also keine lästige Pflicht für mich), Anrufe bei Freunden, Mails ect. auf meine Listen, so kann ich Pflicht mit Kür verbinden.
    Auf mich achten hat mir mich auch sehr viel mit Entschleunigung zu tun.

    Hab heute etwas sehr schönes entdeckt, dass ich auch gerne mit euch teilen möchte:
    Alle deine Lebensumstände entsprechen einer Widerspiegelung deiner Gedankenwelt. Ob du dir in deiner Vorstellung deine Welt in düsteren Farben oder in hellen Farben ausmalst, wenn du aufmerksam genug bist, kannst du erkennen, dass die Farbpalette deines Innenraums sich mit der deckt, die du im Außen zu sehen glaubst.
    Spiele wie ein unbekümmertes Kind mit den Farben und verändere so deine Welt.

    Schönes Wochenende

  9. #49

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Danke Malina und Steffken für das Willkommen

    Auf den Buddhismus kam ich, weil ich vor Jahren ein Buch des oben erwähnten Mönchs gelesen habe, der Achtsamkeit als westliche Ausprägung des gelebten Buddhismus bezeichnete. (Ich habs verliehen und nie wieder gesehen - wie das so ist den Titel weiß ich nicht mehr ...)

    Und was es MIR bringt - ich habe jetzt lange überlegt und kann es kaum sagen
    Mit 20 habe ich gedacht: super Konzept, hebe ich mir für später auf, jetzt will ich erstmal die Sau rauslassen.
    Ich wollte mir den Spaß nicht durch zuviel Frömmigkeit verderben.
    Als Grundsatz stand für mich aber fest, dass ich niemandem schaden wollte.

    Nun ja, jetzt ist später und ich seh mir grad meine eigenen Grenzen genauer an: wo überfordere ich mich?
    Achtsamkeit heißt da für mich, nicht zu streng mit mir zu sein, sich Mühe geben und es so gut wie möglich zu machen muss reichen.
    Gehe ich darüber hinaus, ist es oft auch ein Versuch, die Kontrolle über eine Situation zu behalten - und das ist eben nicht immer möglich - habe ich so für mich festgestellt.
    Also tun, was IN meinen Kräften liegt und dann dem Leben überlassen.

    Hoffe, ich habe nicht zu wirr gesprochen

    Ach und schnell noch
    Steffken:
    Zum Atmen und Gedankengekreisel:
    10mal ein-und ausatmen und dabei mitzählen und darauf konzentrieren. Wenn nötig, nochmal.
    Funktioniert supergut bei mir!

    So, ich muss los.
    Liebe Grüße an alle,

    bblume
    flying is the art of falling to the ground without touching

  10. #50
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Liebe Butterblume,

    das Thema Überforderung als "Synonym" für Kontrolle kenne ich auch. Ich denke, das hängt auch eng mit dem Thema "Vertrauen" zusammen, das wir hier auch schon hatten. Und in diesem Zusammenhang erlebe ich gerade ein Dejavue, Steffken!

    Ich erlebe gerade eine berufliche Situation, die sich für mich als unberechenbar darstellt. Eine Entscheidung, von Vorgesetzten und mir gemeinsam abgesprochen, von MAV genehmigt, soll auf einmal falsch sein, wird aber nur mir zur Last gelegt. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehe, wenn Vorgesetzte hart bleibt, muss mein Team das ausbaden (dauerhafte Mehrbelastung) und es hat eine miserable Außenwirkung. Im Moment fällt mir als Reaktion nur Rechtfertigung und Wehren ein, aber ob das so geschickt ist? Ich weiß es nicht, bin gerade wütend und ratlos zugleich.

    Sorry, musste mich gerade mal auskotzen.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -
    Geändert von LaRimbecca (21.04.2012 um 23:14 Uhr) Grund: Smartphone-bedingte Tippfehler korrigiert, ein klein wenig was ergänzt

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