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  1. #31
    Avatar von Jolanda_40
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen
    Die Stimmung hängt aber tatsächlich nach.
    Wahrscheinlich geht es am ehesten weg, wenn Du mit diesem Freund telefonierst... wenn Ihr ganz normal über alltägliche Dinge sprecht, verblasst der Traum bestimmt



    Manchmal tut es gut, sich einfach mal etwas Gutes zu gönnen.
    Nein - es tut immer gut


    .
    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  2. #32
    Moderation
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Ich mag lange to-do Listen.

    Erstens bedeutet "lang" meistens, daß ich komplexe Aufgaben erfolgreich in einzelne Aufgaben aufgelöst habe, und zweitens ist auf langen Listen immer auch irgend etwas einfaches, so daß ich auch an "schlechten" Tagen nicht auf das Erfolgserlebnis verzichten muß, einen Punkt abgestrichen zu haben.

    Das Schlimmste für mich sind Listen mit fünf (oder so) Punkten, wo ich bei keinem weiß, wie damit anfangen soll, oder schon seit Tagen oder Wochen daran herumbossele und nicht weiterkommet...
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. #33
    Avatar von Malina70
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich mag lange to-do Listen.

    Erstens bedeutet "lang" meistens, daß ich komplexe Aufgaben erfolgreich in einzelne Aufgaben aufgelöst habe, und zweitens ist auf langen Listen immer auch irgend etwas einfaches, so daß ich auch an "schlechten" Tagen nicht auf das Erfolgserlebnis verzichten muß, einen Punkt abgestrichen zu haben.

    Das Schlimmste für mich sind Listen mit fünf (oder so) Punkten, wo ich bei keinem weiß, wie damit anfangen soll, oder schon seit Tagen oder Wochen daran herumbossele und nicht weiterkommet...
    Oh ja! In dieser Hinsicht ist meine Liste noch verbesserungswürdig. Ich hab nämlich auch ein paar Punkte erledigt, wo ich dann ganz frustriert festgestellt habe, dass das kein Punkt auf der Liste war und ich nix abhaken konnte.

    Ich glaub, ich werde die Liste noch mal erweitern - für mehr Erfolgserlebnisse im Alltag

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. #34
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich geht es am ehesten weg, wenn Du mit diesem Freund telefonierst... wenn Ihr ganz normal über alltägliche Dinge sprecht, verblasst der Traum bestimmt
    So war es dann auch. Ich habe ihm eine email geschrieben, er rief später an und wir haben eine halbe Stunde telefoniert. Natürlich war alles okay, und da wir uns schon lange nicht mehr gesprochen haben, war es sogar besonders angenehm zu hören, was so los war. Und Du hast recht, damit verblasste dieser "Nachklang" auch. Die leckeren Lammkoteletts, der verschmuste Kater und das Gläschen Rotwein, das mein Mann mir an die Couch brachte, haben dann ihr Übriges getan. Jetzt bin ich einfach nur noch müde und freue mich auf eine hoffentlich traumfreie Nacht.

    Morgen bringe ich euch noch einen Text mit. Habe ich heute im Büro liegen gelassen...

    Wildwusel, guter Hinweis mit Deiner To-Do-Liste! Je konkreter, desto besser abzuhaken. Strukturiert auch das "Gesamt-Projekt" recht gut durch, dadurch kann man auch besser einen Zeitplan entwickeln.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  5. #35
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Guten Morgen!

    Hier ein Ausschnitt aus einem Text, der mich angesprochen hat, Autorin ist Maria-Magdalena Robben:

    Ein Traum holt mich ein:
    Ich steh am Altar
    in einem Kirchlein
    in meinem Dorf
    und halte meine Uhr
    über die Gaben von Brot und Wein
    und ich bitte um Wandlung
    meiner hektischen Zeit
    in Gelassenheit.


    Ich wünsche Euch einen gelassenen Tag!
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  6. #36
    Avatar von Malina70
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo Rimbecca,

    oh ja, ein sehr schöner Text. Ich komme immer mehr darauf, dass Gelassenheit sehr viel mit Vertrauen zu tun hat. Ich habe das Gefühl, je weniger Vertrauen wir haben, desto hektischer werden wir. Wir meinen, für alle möglichen Fälle Vorsorge treffen zu müssen, tausend Dinge erledigen zu müssen (am besten gleichzeitig), in allen Bereich perfekt sein zu müssen, statt uns einfach mal zurückzulehnen und gelassen auf das Leben zu schauen.

    Wir leben hier in einer Sicherheit in nahezu allen Bereichen, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar war und machen uns immer mehr Sorgen, suchen nach immer mehr Sicherheit. Wenn man hier durch die Stränge liest, taucht das Thema immer wieder auf. Wir sehen überall nur noch Gefahren (Arbeitslosikeit, Armut, Krankheit, Tod), gegen die wir uns noch besser absichern müssen. Und der soziale Druck tut das Seine dazu.

    Gelassenheit heißt doch auch, zu glauben, dass ich nicht alles unter Kontrolle haben muss, dass die Dinge auch so gut sind, wie sie sind. Ich fange langsam an, das zu lernen, ertappe mich aber auch immer wieder dabei, in Hektik zu geraten, in kleinen wie in großen Dingen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. #37
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Ich habe gerade in einem anderen Strang etwas Ähnliches geschrieben, wenn auch nicht so prägnant ausgedrückt wie Du, Malina.

    Dieses fehlende Vertrauen kenne ich an einigen Stellen auch von mir, und Du hast Recht, es mündet in einem Gefühl enormer Getriebenheit.

    Zeit spielt auch noch in anderer Hinsicht mit hinein: Zeit, Dinge wachsen zu lassen, Geduld zu haben und zu wissen, dass diese Zeit notwendig ist und nicht "abgekürzt" werden kann, denn sie bedingt auch die Reife. Schade ist es, wenn dann noch von außen Druck gemacht wird, weil es schnell gehen muss, effektiv sein muss. Ich finde es manchmal schwer, mich dem zu entziehen... Dann merke ich, dass ich den Druck verinnerliche. Ich wünsche mir sehr - wenn es schon nicht zu ändern ist - wenigstens sagen zu können (z.B.): "Chef hat Streß, ist aber nicht meiner."
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  8. #38
    Avatar von steffken1970
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Guten Morgen zusammen,

    Danke für den Text LaRimbecca!
    Ich sehe zu dem fehlenden Vertrauen einen anderen Aspekt. Warum sehen wir soviel Ungutes, Böses und haben eben kein Vertrauen? Weil wir schlichtweg ANGST haben! Angst ist so ein großer Motivator, bestimmte Sache zu machen oder zu lassen. Angst sells!
    Wie haben wir weniger Angst? In dem wir uns vielleicht etwas ZUTRAUEN, VERTRAUEN in unsere eigenen Faehigkeiten und Wahrnehmungen haben oder entwickeln. Dies ist ein ganzganz schwieriger Weg. Viele geben daher ihre Eigenverantwortung ab.

    Mir ist meine derzeitige Situation (Arbeit, Familie, Hauskauf u.ETW-Verkauf) "an die Nieren" gegangen und bin seit 3 Tagen nicht im Büro. Ja, ich als Megaorganisiererin und "Powerfrau" habe nicht acht gegeben auf mich. Nun bin ich wieder um eine Erkenntnis reicher. Gestern war ich beim Shiatsu und es dürfte mir bald besser gehen. Hätte ich mir beim Arzt nur eine Spritze geben lassen, würde ich vielleicht früher wieder auf den Beinen sein. Aber ich haette die eigentliche Thematik nicht erkannt...

    Gelassenheit ist u.a. für mich ein Mittel zum Zweck. Damit es mir gelingt, auch solche Situationen besser zu meistern. So wie Dein Beispiel mit dem Chef: ja, es ist sein Stress. Und es bleibt seiner und hat nichts mit mir zu tun. Je nach Chef auch eine gute Uebung

    Stellenweise finde ich es unheimlich schwer, meine Gedanken in Worte zu fassen. Malina schrieb so schön, dass wir in einer Zeit leben, in der es uns an sich gut gehen müsste. Ohne große Sorgen, Ängste, Nöte und dennoch geht es vielen Menschen nicht gut.
    Warum? Sind sie vielleicht auch auf der Suche? Nach was?

    Fühlt Ihr Euch auf der Suche? Wie fühlt Ihr Euch dabei?
    Kinder: zwei süße Jungs den GöGa nicht dazugezählt...
    ----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)

  9. #39
    Avatar von Malina70
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen
    Zeit spielt auch noch in anderer Hinsicht mit hinein: Zeit, Dinge wachsen zu lassen, Geduld zu haben und zu wissen, dass diese Zeit notwendig ist und nicht "abgekürzt" werden kann, denn sie bedingt auch die Reife.
    Ja, Zeit ist auch so ein Thema. Ich tue mich ja sehr schwer, wenn Dinge nicht vorangehen, wenn ich das Gefühl habe, nur abwarten zu müssen und nicht aktiv werden zu können. Mein ganzes letztes Jahr war so ein gefühltes Jahr in der Warteschleife. Ich wusste, dass ich in diesem Jahr umziehen werde und am neuen Ort alles mögliche in Angriff nehmen möchte. Am alten Ort hätte sich das alles nicht gelohnt. Und so fühlte ich mich ziemlich handlungsunfähig und paralysiert, auch wenn es von außen gar nicht so wirkte. Und nun gehen die Dinge endlich voran, und ich fühle mich getrieben . Ich möchte endlich mal wieder einfach nur leben... Aber es gehört wohl auch zur Gelassenheit, sich von beidem nicht übermäßig beeindrucken zu lassen, sondern einfach weiterzugehen.

    Stress von außen ist auch was Fieses, weil man sich dann nur schwer abgrenzen kann. Ich lass mich da auch schnell anstecken. Und temporär finde ich das auch mal okay. Aber wenn es zum Dauerzustand wird, muss man wohl oder übel lernen, sich abzugrenzen. Vielleicht bringt man den anderen damit auch mal zum Innehalten. Es reicht ja manchmal schon zu sagen: A, B und C schaffe ich heute nicht mehr. Sagen Sie mir, was Sie zuerst brauchen, das mach ich dann noch heute, das zweite gleich morgen früh und das dritte danach. Und dann freundlich aber hart bleiben. Damit signalisiert man ja, ich bin bereit, Dich zu unterstützen, aber es gibt auch eine Grenze. Und die wird viel öfter akzeptiert, als man fürchtet.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. #40
    Avatar von Malina70
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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo steffken,

    hui, Du bist aber auch gebeutelt. Manchmal wachsen einem die Dinge auch einfach mal über den Kopf. Vor allem, wenn es so viele Baustellen auf einmal sind. Manchmal muss man sich auch einfach sagen, eins nach dem anderen. Oder wenn das nicht geht, von jedem nur das Nötigste. Hier und da ein paar Abstriche. Irgendwie geht es dann doch.

    Ich glaube, dass viele Menschen auf der Suche nach etwas sind, was sie selbst nicht in Worte fassen können. Im Reli-Forum gibt es dazu auch einen Strang.

    Ich fühle mich weniger auf der Suche als auf einem Weg, auf dem ich schon ein Stück zurückgelegt habe, wie ich mit Freude merke, auf dem ich aber auch noch eine lange Strecke vor mir habe. Mehr Vertrauen, weniger Angst, weniger Sorgen, mehr Gelassenheit, mehr innere Ruhe, innere Freiheit, Klarheit, Tiefe. Das wäre schön. Aber das geht auch nur Schritt für Schritt. Und oft glaubt man, man kommt kein Stück vorwärts. Aber dann geht es doch.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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