Das klingt doch so, als hättest du dieses Jahr schon unheimlich viel geschafft!
...wenn du es so sagst: Ja...finde ich auch
Die ganze Geschichte hat 3 Jahre gedauert..ein ewiges Hin- und Her, Kämpfen und machen und tun...es war dann eine Erleichterung, als es vorbei war. Dennoch: ich habe mich auch in einigen Dingen schuldig gemacht. Das Ganze wird noch nachwirken...auch diese Schuld. Die Sorgen, die Gefühle..auch der Verlust und einfach die Veränderung...
Ich denke, es kann einem durchaus helfen, viel um die Ohren zu haben, wenn man sich ansonsten nur in seinem eigenen Kopf verlaufen würde. Aber es klingt ja nicht so, als sei das für dich derzeit das richtige, und es hat ja keinen Sinn, etwas falsches weiterzumachen, nur weil man sich vor der Alternative fürchtet.
Was fehlt dir, wenn du nicht unterwegs bist? Die geistige Anregung? Der Austausch? Bestätigung? Das Gefühl, von Leuten wahrgenommen zu werden? Das Gefühl, gebraucht zu werden? Die Ablenkung? Bekommst du das, wenn du unterwegs bist? Oder nicht? Oder nur manchmal?
Ich bin immer ganz froh, wenn ich einfach nur zu Hause sein kann. Und nichts tun muss. Es ist schön, meine Freunde zu sehen. Es sind aber meist einzelne Leute, zu denen ich mich aber bemühe, regelmäßig Kontakt zu halten, wie Feenstaub auch schreibt...so geht einfach viel Zeit dabei drauf. Aber ich mache das auch gern. Wenn ich dann mal allein bin...tja, ich weiß nicht recht, was dann los ist? Manchmal tut es gut. Aber oft ist es so, dass mich diese Leere und Traurigkeit begleitet. AUCH, wenn ich mit anderen unterwegs bin, aber umso mehr, wenn ich für mich zur Ruhe komme. Heute morgen z.B. als ich aufgewacht bin...war ich einfach traurig. Ohne wirklich schlechte Gedanken zu haben. Nur vom Gefühl her. Ich lag zwei Stunden im Bett, bis ich es geschafft hab, aufzustehen..."noch 10 Minuten"...und als ich wach war, war ich traurig. Es hat gedauert, bis ich wirklich spüren konnte, dass der Tag Gutes für mich bereit hält. Ich musste mich da regelrecht reinkämpfen. Vielleicht sollte ich nicht immer versuchen, das Gefühl wegzukämpfen...sondern mir einfach erlauben, traurig zu sein...und versuchen, nicht so sehr darunter zu leiden, dass das nun so ist. So lange ich nicht völlig darin versinke...